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Übe ich zu wenig?
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Nephilim


Beiträge: 101
Beitrag #1
Übe ich zu wenig?
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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.04.13 22:06 von Nephilim.)
13.05.11 17:57
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Hellstorm
Moderator

Beiträge: 3.895
Beitrag #2
RE: Übe ich zu wenig?
Also ich finde, dass das so eigentlich ausreicht. Dass Japanisch etwas frustriert, ist da fast normal, aber da musst du einfach dranbleiben. Vielleicht lernst du ja auch nicht ganz so effektiv, da müsstest du eventuell mal gucken. Wichtig ist eben auch, dass man immer die bisherigen Sachen wiederholt und vor allem auch anwendet und übt.

Vielleicht könntest du die Zahl der Kanji etwas herunterschrauben, und dich am Anfang eher auf Vokabeln und die Grammatik konzentrieren. Kanji sind zwar auch wichtig, und ich finde, man sollte sie auch von Anfang an lernen, aber lern sie nicht zum Selbstzweck. Du kannst Vokabeln zu einem gewissen Grad ohne Kanji lernen, aber Kanji ohne Vokabeln klappt nicht. Und ohne Grammatik geht gar nichts.

Bei Japanisch wirst du aber viele Jahre lang das Gefühl haben, dass du nichts verstehst und nicht vorwärtskommst. Lass dich dadurch nicht irritieren.

やられてなくてもやり返す!八つ当たりだ!
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.05.11 19:36 von Hellstorm.)
13.05.11 19:31
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ILP


Beiträge: 157
Beitrag #3
RE: Übe ich zu wenig?
Ich habe auch ständig den Eindruck, dass ich zu wenig mache...
ich komme pro Tag auch auf etwa 3-4 Stunden. Je eine Stunde für Kanji (5 neue, Wiederholungen, Leseübungen), Grammatik und Lexik und wenn die Zeit noch bleibt Hörübungen (Internetradio oder Filme)

Man müsste meinen, das reicht, aber ich habe einfach das Gefühl, dass ich das alles nicht effektiv Genug mache.

Ich fange immer gegen 16 Uhr (an manchen Tagen auch später, wenn ich eben lange Uni habe... aber da mache ich auch einiges in den Freistunden), da mache ich die Lexik und Grammatik. Dann Kanjiwiederholungen. Gegen 18 Uhr mache ich eine Pause, esse was, lass alles sacken. Mach 19 Uhr weiter bis ca. 20 Uhr, mit Hörverständnis. Das mache ich ungefähr bis 21 Uhr.

Vor demn Schlafen lerne ich dann 5 neue Kanji (und dazugehörige Vokabeln)

Was haltet ihr davon ? Ich habe ständig das Gefühl, dass es eben zu wenig ist.
18.05.11 19:55
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condorito


Beiträge: 40
Beitrag #4
RE: Übe ich zu wenig?
Drei bis vier Stunden tägliches Lernen sollte eigentlich genügen - kommt ja auch immer drauf an, was man in der Zeit auch wirklich schafft.

Ich mach es momentan ähnlich, pro Tag 3 bis 5 Kanji, allerdings sind das dann etwa 20 Komposita, dazu kommen dann noch die Wiederholungen. Dann habe ich noch eine separate Vokabeldatei, mit der ich Alltagswortschatz/Redewendungen und den Grundwortschatz lerne, auch so 10 bis 15 Vokabeln täglich + Wiederholungen.

In 6 Monaten bin ich dann hoffentlich mit dem Grundwortschatz durch und habe die 1006 Kyouiku-Kanji drauf – mehr werde ich auch nicht aktiv lernen. Lesungen übe ich nicht isoliert und das Üben von Hand spare ich mir auch.

Insgesamt habe ich aber auch das Gefühl, dass ich zu wenig tue – vor allem mit der Grammatik beschäftige ich mich derzeit fast überhaupt nicht. Habe die Erfahrung gemacht, dass das mit nem ordentlichen Wortschatz später ganz von alleine kommt und viel natürlicher gelernt werden kann.

Dann natürlich noch nebenbei TV, DVD und Radio… bringt mir momentan aufgrund des fehlenden Grundwortschatzes aber nicht sehr viel. Aber von Tag zu Tag höre ich mehr Wörter raus, die ich zuvor gelernt habe – das allein ist schon recht motivierend.

Mal sehen, wo ich wirklich in 6 Monaten stehe - die Ziele sind jedenfalls schon mal gesetzt. grins
18.05.11 21:31
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mau


Beiträge: 173
Beitrag #5
RE: Übe ich zu wenig?
@ILP
Studierst Du Japanologie?

Ich bin nicht so schnell im Lernen, da Hobbylerner und anders strukturiert... aber wenn ich das so lese, empfinde ich die Menge an Vokabeln kaum lernbar. Klappt das bei Euch wirklich oder vergesst Ihr einen Großteil wieder?

Lernpsychologisch sollen wohl nicht mehr als 7 Vokabeln gleichzeitig lernbar sein. Darüber hinaus wird mehr vergessen oder nur ins Kurzzeitgedächtnis geschoben als wirklich in die biologische Ablage verfrachtet. Deshalb ist es wohl nützlich, sich 7er-Päckchen Vokabeln zu schnüren und mit einigem Abstand dazwischen zu lernen. Dazu mehr Wiederholungen, wenn die Vokabeln noch frisch sind. Würde dann also bedeuten, 7 Stück lernen, 1-2h etwas anderes lernen/tun, die 7 wiederholen und diejenigen, die gewusst wurden, durch neue ersetzen.

Sonst: Hut ab. Zu wenig Zeit ist das bestimmt nicht.
19.05.11 08:12
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konchikuwa


Beiträge: 951
Beitrag #6
RE: Übe ich zu wenig?
@ILP: Das reicht auf jeden Fall. Mal merkt man dann, dass man wirklich viel gelernt hat, dann hat man mal ein paar Monate das Gefühl, keine großen Fortschritte zu machen. Das ist normal. Darf man fragen, wie du Lexik und Grammatik lernst?

auch @mau:
Zum Vokabel- und Kanjilernen kann ich nur immer wieder Anki empfehlen. Das Programm regelt alles, die Abstände, die Anzahl neuer Vokabeln pro Sitzung usw. Alles andere wäre mir viel zu aufwendig und unpraktisch.
19.05.11 09:23
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condorito


Beiträge: 40
Beitrag #7
RE: Übe ich zu wenig?
Mau, ich glaube das ist bei jedem anders. Es werden meistens 7 bis 15 Vokabeln täglich empfohlen. Das wäre mir aber viel zu wenig, da ich momentan etwa 90% der Lernzeit in die Vokabeln investiere.

Ich benutze auch ein elektronisches Wiederholungssystem mit verschiedenen Statistikangaben und ich kann mich erinnern, anfangs hab ich wirklich nur 5 bis 10 geschafft (an die Zeiten ohne SRS mag ich gar nicht denken). Inzwischen habe ich aber soviel Übung darin, dass 30 kein Problem mehr sind - das ist dann aber wirklich die Grenze.

Beispiel:

MO 30 neue
DI 30 neue + 30 Wdh. von Mo
MI 30 neue + 60 Wdh. (von MO & DI) die Vokabeln von MO wurden jetzt drei Tage lang durchgenommen und sitzen dann meistens – werden also abgezogen, dann bleiben nur noch 60 Wiederholungen:

DO 30 neue + 60 Wdh. (von Di & Mi)

Jetzt werden wieder 30 abgezogen (von Dienstag), bleiben wieder nur 60 (von Mi/Do) die wiederholt werden müssen:

FR 30 neue + 60 Wdh

Und so geht das dann immer weiter…

Nach einer Woche wiederhole ich alle bis dahin gelernten Vokabeln. Ich muss aber dazu sagen, ich brauche nur ein paar Minuten um 100 Vokabeln zu wiederholen, das ist eben der Vorteil von diesen Vokabeltrainern. Ich kann manchmal echt Stunden (mit kleinen Pausen und Begleitmusik) damit verbringen… bin aber auch recht motiviert.grins

(19.05.11 08:12)mau schrieb:  aber wenn ich das so lese, empfinde ich die Menge an Vokabeln kaum lernbar. Klappt das bei Euch wirklich oder vergesst Ihr einen Großteil wieder?

Ich vergesse sehr viel dabei, besonders nach dem ersten Durchgang, aber am dritten Tag sitzen sie meistens und die Wiederholungsabstände werden dann immer größer. Es sind aber immer einige dabei, die auch nach den drei Tagen oder sogar nach einer Woche nicht sitzen, die werden dann markiert und separat noch mal durchgenommen oder immer mal wieder mit neuen gemischt. Andere vergesse ich schon nach dem ersten Durchgang nicht mehr, die werden dann auch schnell als gelernt markiert und nur noch nach längeren Zeitabschnitten wiederholt. Ich schaue mir dann die Statistiken an und entscheide das dann.

Die Vokabeln strukturiere ich bei der Eingabe thematisch. Synonyme und Antonyme werden zusammen gelernt und beim Kanjilernen gehe ich auch systematisch vor, also auch nur die Komposita mit den häufigsten Lesungen. Achso, was mir enorm hilft: Nicht nur einmal täglich, sondern am besten morgens und abends die Vokabeln durchgehen.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.05.11 12:35 von condorito.)
19.05.11 12:28
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mau


Beiträge: 173
Beitrag #8
RE: Übe ich zu wenig?
(19.05.11 09:23)konchikuwa schrieb:  Zum Vokabel- und Kanjilernen kann ich nur immer wieder Anki empfehlen. Das Programm regelt alles, die Abstände, die Anzahl neuer Vokabeln pro Sitzung usw. Alles andere wäre mir viel zu aufwendig und unpraktisch.
Wenn man darin all das einstellen kann, kann man das auch über Anki machen. Das Hilfsmittel ist eigentlich flexibel.
Vielleicht sollte ich doch nochmal einen Versuch mit Anki starten? kratz

(19.05.11 12:28)condorito schrieb:  Mau, ich glaube das ist bei jedem anders. Es werden meistens 7 bis 15 Vokabeln täglich empfohlen. Das wäre mir aber viel zu wenig, da ich momentan etwa 90% der Lernzeit in die Vokabeln investiere.

Ja, persönlich unterschiedlich ist es. Bei mir liegt es bei höchstens 5 Vokabeln pro Sitzung. rot (mein Gedächtnis ist aber auch sonst ziemlich kaputt...)

Aber wenn es bei Dir so klappt, ziehe ich meinen imaginären Hut vor Dir. Respekt! huch

Einigen wir uns auf "zeitliche Verteilung beim Vokabellernen und regelmäßige Wiederholung schaden nicht"? hoho

Puh, wie unterschiedlich doch Lerntechniken sind. Ich könnte glaube ich nie Antonyme oder Synonyme zusammen lernen. Die kann ich dann zwar auf dem Papier, weil es mehr Eselsbrücken gibt, aber in "freier Wildbahn" verwechsle ich sie dann entweder oder brauche das andere Wort ergänzend, um auf die Bedeutung zu kommen...
(Alles schon damals in Latein gehabt. hoho)
20.05.11 07:52
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condorito


Beiträge: 40
Beitrag #9
RE: Übe ich zu wenig?
(20.05.11 07:52)mau schrieb:  Aber wenn es bei Dir so klappt, ziehe ich meinen imaginären Hut vor Dir. Respekt! huch
¡gracias! grins , aber da ist wirklich nichts besonderes dabei. Reine Übungssache… Als es diese Trainer noch nicht gab, war das Vokabellernen auch ein Horror für mich.hoho

Und ja, mit Kontinuität, Lernplan und festgesetzten Zielen klappt es wohl am besten...
20.05.11 23:51
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Shino
Ex-Mod

Beiträge: 2.330
Beitrag #10
RE: Übe ich zu wenig?
Ich finde, bei dem ganzen Vokabellernen, Grammatik pauken und Kanji-Listen abarbeiten sollte man nicht vergessen, weshalb man das eigentlich macht. Das Gefühl, nicht weiterzukommen liegt meiner Meinung nach oft daran, dass "100 Vokabeln in ein paar Minuten" oder "10-20 Kanji pro Tag" nicht reichen, um langfristig den Spaß an der Sache zu behalten.

Zumindest geht es mir so. Auf Dauer empfinde ich es einfach als unbefriedigend, reihenweise zusammenhanglose Vokabeln und Kanji auswendig herbeten, aber nichts damit anfangen zu können.

Mein Tipp: Sucht euch zeitnah geeignetes Lesematerial oder irgendetwas anderes, um das Gelernte anzuwenden. Tipps dazu gibt´s hier im Forum und im Internet genug, sowohl zu kostenlosem als auch zu kostenpflichtigem Material. Es macht einfach Spaß, wenn man einen kleinen Artikel, einen Blogeintrag, eine kleine Geschichte lesen oder einen Internet-Clip hören und verstehen kann. Dadurch "tankt" man irgendwie wieder auf, geht immer wieder mit neuem Eifer ans Lernen und Fortschritte sind eher festzustellen. Denn aus kurzen Blogeinträgen und Geschichten werden längere und mit der Zeit auch schwierigere - und diesen Unterschied bemerkt man eher, als den Vergleich zwischen "ich kann 100 Kanji erkennen bzw. Vokabeln auswendig" und "ich kann 2000 Kanji erkennen bzw. Vokabeln auswendig".

人生に迷うときもあるけど笑っていれば大丈夫
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.05.11 14:25 von Shino.)
21.05.11 11:54
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Übe ich zu wenig?
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