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Bauarbeiter
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modaaa
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Beitrag #1
Bauarbeiter
Moin Moin

Wie sieht der Stellenbedarf in der Japanische Baubranche aus und wie hoch ist die chance eine Stelle als Europäer (Japanischkenntnisse B2) zu bekommen?

Was für Löhne zahlen die Japanischen Zeitarbeits Firmen wenn man über die bei einem AG beschäftigt ist und hat da jemand gute schlechte Erfahrungen gemacht?
05.01.15 22:46
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torquato


Beiträge: 2.747
Beitrag #2
RE: Bauarbeiter
Ein Arbeitsvisum bekommt man (abgesehen von Working Holliday) nur, wenn ein Arbeitgeber einen Nicht-Japaner unbedingt braucht, weil er über ganz besondere Fähigkeiten verfügt, die er sonst auf dem Japanischen Arbeitsmarkt nicht bekommt. Ob das auf Dich zutrifft, kann ich nicht beurteilen, wage es aber zu bezweifeln.
05.01.15 23:07
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modaaa
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Beitrag #3
RE: Bauarbeiter
Also ich gehe davon aus das ich vor Ort bin mit einem Working Holiday
05.01.15 23:11
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Hellstorm
Moderator

Beiträge: 3.897
Beitrag #4
RE: Bauarbeiter
Wenn du ein WH-Visum hast, könnte das vielleicht sogar möglich sein. Es gibt ja sicherlich auch einige Philippinen und andere Ausländer, die nicht gut Japanisch können.

Der Mindestlohn ist ca. 800 Yen.

Aber wenn du so gut Japanisch kannst, scheinst du doch zu etwas mehr zu taugen als nur für den Bau, oder nicht? Wieso suchst du dir dann keine etwas bessere Stelle?

やられてなくてもやり返す!八つ当たりだ!
05.01.15 23:15
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Hachiko


Beiträge: 2.585
Beitrag #5
RE: Bauarbeiter
An deiner Stelle würde ich mich ganz einfach bei der Industrie- und Handelskammer in Düsseldorf informieren.
06.01.15 13:12
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Norojika


Beiträge: 311
Beitrag #6
RE: Bauarbeiter
Gerade gefunden, vielleicht ist dieser Artikel für dich interssant:

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/wi...-1.2291059
06.01.15 13:46
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Macron
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Beitrag #7
RE: Bauarbeiter
Ich schwächele bei Hitze nicht. Aber was japanische Bauarbeiter bei brütender Hitze so leisten ist unglaublich und mit unseren Sommern nicht vergleichbar! Das könnte ich nicht. Ich hoffe dein Wunsch basiert auf Erfahrungen mit der japanischen Hitze. Mein Kompliment geht an die japanischen Bauarbeiter.
07.01.15 01:18
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Yano


Beiträge: 2.120
Beitrag #8
RE: Bauarbeiter
(06.01.15 13:46)Norojika schrieb:  http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/wi...-1.2291059
Dem möchte ich beipflichten. Es geht einfach alles langsam weg, trotz der immensen Infrastrukturmaßnahmen. Das ist aber wahrlich nicht neu, hat wohl so um die Zeit der Olympiade Tokio angefangen
Man könnte sagen, was wollt ihr denn, es ist doch alles da in Takuma, sogar sowas ähnliches wie eine Fachhochschule. Aber irgendwie wollen die nicht mehr. Ist ein großer Unterschied zwischen Takuma und dem Raum München. Hier wird gebaut, was das Zeug hält, es gibt immer mehr Kinder, (Zuwanderung aus Mitteldeutschland, Rußland, China, USA、aber auch viele einheimische Kinder; Gemeinde und Kirche bauen einen Kindergarten nach dem anderen). Dort hingegen wird es immer düsterer. Die alte Ortsmitte von Takuma war schon vor vielen Jahren vom Verfall gezeichnet.
In der weitverzweigten Sippe Yano und der noch weiter verzweigten Sippe in D ist mein fast zehnjähriger Bub immer noch der jüngste. Normal müßte es jetzt ein Dutzend Cousinen usw. geben.
Meine Immobilien in D verdienen an Wertsteigerung weit mehr als wir Arbeitseinkommen haben. Mein Schwager ist Großgrundbesitzer in Ehime, dem seins verliert ständig an Wert. Unsere Parkplätze am Bahnhof Takuma haben Leerstände, können wir nicht mehr alle vermieten. Wenn die Papierfabrik den Sammelmietvertrag für den ganz großen Parkplatz kündigt, dann fällt der erwähnte Schwager in prekäre Einkommensverhältnisse. Von seinen wertlosen Ländereien kann er nichts abbeißen. Das ist hauptsächlich Grünland, er hat aber auch einen eigenen Friedhof und einen Shinto-Schrein weiter oben am Berg).
Wegen der Kleinräumigkeit und der Importe läßt sich Grünland in Ehime schlecht auf konkurrenzfähige Weise landwirtschaftlich nutzen.
Irgendwann kann er mal alles wegschmeißen und den Chinesen geben oder eben auswachsen lassen, keine Mandarinen mehr ernten, die Olivenhaine (waren ein netter Versuch) verfallen lassen, machen andere auch. Hierzulande gibt es auch viele Leerstände, das ist aber was anderes, die sind im Besitz von Leuten, die im Ausland wohnen und gelegentlich hiesige Immobilienanzeigen mit seligem Lächeln studieren, ihre Grundstücke, teilweise vom nicht mehr vermietbaren Altbestand befreit, werden gar nicht angeboten, obwohl sich die Makler und Bauträger drum reißen. Dort hingegen läßt man die Hütte verfallen, weil man findet keinen Käufer/Mieter.
:
Was anderes ist mir aufgefallen, anscheinend fassen Russen Interesse am japanischen Hinterland. Erstmal nur touristisches Interesse, die mögen Onsens, besonders Rotenburos, besonders in den wärmeren Gegenden, und stören sich nicht an einem leicht heruntergekommenen Bauzustand, wenn die Getränkeversorgung ungestört bleibt. Vielleicht werden Teile von Kagawa in ein paar Jahrzehnten eine Art russisches Altersheim sein?
:
Ich hab auch mal einen Versuch zur Grünlandnutzung gemacht: Bierradi. Wachsen taten die einwandfrei, wurden auch eher wenig pelzig, und waren viel zarter als die japanischen Radi, die heutzutage für Pfennige auch in Italien angebaut werden. Aber das war auch nix, der zart scharfe Geschmack hat sich nicht eingestellt. Wahrscheinlich gefiel dem Radi nicht, daß im Frühjahr die Kälterückfälle fehlten, oder es war die Bodenbeschaffenheit ungeeignet. Die könnte man verbessern. Aber dann tut sich die Frage auf, was machst du z.B. mit einem Lastwagen voller einwandfreier Bierradi in Ehime? Irgendwie nach München schicken oder was?
Wenn ich das nächstemal dort bin, würde ich es gerne mit Spargel versuchen, der etwas sandige Boden und das Klima könnten geeignet sein, aber es fehlt mir alles Fachwissen. Wäre dankbar für Vorschläge.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.01.15 00:39 von Yano.)
07.01.15 06:51
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Yano


Beiträge: 2.120
Beitrag #9
RE: Bauarbeiter
(07.01.15 01:18)Macron schrieb:  Ich schwächele bei Hitze nicht. Aber was japanische Bauarbeiter bei brütender Hitze so leisten ist unglaublich und mit unseren Sommern nicht vergleichbar! Das könnte ich nicht. Ich hoffe dein Wunsch basiert auf Erfahrungen mit der japanischen Hitze. Mein Kompliment geht an die japanischen Bauarbeiter.
Naja, die Spitzentemperaturen sind gar nicht soviel anders als z.B. in München. Nur ist die Hitze eben permanent im Sommer, und das gilt auch für die nächtlichen Tiefsttemperaturen. Und wenn es immer so ist, gewöhnt man sich dran. Und übrigens: so einen ausreißen tun sich die garnicht, weiß ich nicht, wie Du auf die Idee kommst.
Es gibt ziemlich strenge Arbeitsschutzbestimmungen, und es gibt Klima im Bagger. Im Siedlungsbau ein (wie es halt üblich ist) flaches Fundament betonieren ist doch Pipifax mit den modernen Schalungsbausätzen, die sind quasi von alleine grade und im ortsüblichen Tatami-Maß, da kann man kaum noch was falsch machen. Nicht ohne Grund sieht man in J auch mal eine Frau auf dem Bau arbeiten.
Und dann stellst du halt die Wände auf, Ständerwerk, bastelst die Fenster rein und die Zwischendecken, installierst Gas, Wasser, Scheiße, Strom usw., die ganzen verschiedenen Gewerke. Wüßte ich nicht, was da dran groß heroisch sein sollte. Aber hast Du mal bei minus 10° und starkem Schneefall ein Dach eingedeckt?
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.01.15 09:50 von Yano.)
07.01.15 20:56
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Bauarbeiter
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