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Betrug vom Proxy-Service - was tun?
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Phil.


Beiträge: 660
Beitrag #11
RE: Betrug vom Proxy-Service - was tun?
Grob gesagt, steht folgendes da.
Zitat:"Beachten Sie, dass gemäß den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, denen Sie bei der Erstellung Ihres Kontos zugestimmt haben, Personen, die aggressive rechtliche Schritte gegen ZenMarket einleiten, die ihnen als" Kunde "gewährten Rechte und Privilegien verlieren. Eine Verlängerung dieses Falls durch rechtliche Schritte führt zur Aussetzung von Ihrem Konto und möglicherweise der Verlust Ihrer Artikel. "

Ich denke dass hier jeder Jurist, dir das gleiche sagen wird.
Du hast zugestimmt, also hast du kein Recht dagegen zu klagen.

Mein Vorschlag.
Lass die 1.000 Yen Sausen. die ja fast nur 8 Euro sind.
Das ist etwas, was man hierzulande als, "Bauernfaengerei" nennt. Man lockt den Kunden mit wenig um einen noch groesseren Fisch an Land ziehen zu koennen.

Das musst du entscheiden.

28.03.2021 Offline Datenbank mit 1.53 Mio.Datensaetzen. wadoku-4.jar = Prg. Japanisch Suche mit Kleinbuchstaben, Deutschsuche mit erstem Buchstaben Gross geschrieben. Alles Romaji, ausser Kanji.
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24.12.20 14:45
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Kikunosuke


Beiträge: 250
Beitrag #12
RE: Betrug vom Proxy-Service - was tun?
(24.12.20 11:18)Johan schrieb:  Abgesehen von der Information, dass der Betrag mir gutgeschrieben wurde, habe ich auch so etwas Nettes bekommen wie: "Be aware that according to the Terms and Conditions you agreed to when creating your account, persons pursuing aggressive legal action against ZenMarket forfeit the rights and privileges afforded to them as 'Client'. Prolonging this case through legal action will result in the suspension of your account and possibly the forfeiture of your items."

Das steht ja so gar nicht in den AGBs, glaube auch nicht dass das überhaupt zulässig ist. Sich einen auf Verbraucherschutz spezialisierten Anwalt am Sitz der Firma in Osaka suchen wäre eine Möglichkeit, bezweifle aber dass es sich finanziell lohnt. Einen anderen Versandservice wirst du dir nach diesen Schwierigkeiten ja sowieso suchen müssen.

乱世の怒りが俺を呼ぶ。
24.12.20 17:59
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Johan


Beiträge: 20
Beitrag #13
RE: Betrug vom Proxy-Service - was tun?
(24.12.20 17:59)Kikunosuke schrieb:  
(24.12.20 11:18)Johan schrieb:  Abgesehen von der Information, dass der Betrag mir gutgeschrieben wurde, habe ich auch so etwas Nettes bekommen wie: "Be aware that according to the Terms and Conditions you agreed to when creating your account, persons pursuing aggressive legal action against ZenMarket forfeit the rights and privileges afforded to them as 'Client'. Prolonging this case through legal action will result in the suspension of your account and possibly the forfeiture of your items."

Das steht ja so gar nicht in den AGBs, glaube auch nicht dass das überhaupt zulässig ist. Sich einen auf Verbraucherschutz spezialisierten Anwalt am Sitz der Firma in Osaka suchen wäre eine Möglichkeit, bezweifle aber dass es sich finanziell lohnt. Einen anderen Versandservice wirst du dir nach diesen Schwierigkeiten ja sowieso suchen müssen.
Jup, steht auch so nicht drin. Und es ist stark zweifelhaft, dass es legal ist. Im Allgemeinen ist einiges, was dort zu lesen ist, fragwürdig. (Wen es interessiert, hier: *klick* und als Extra *klick*)
Definitiv. Aufwand und Nutzen stehen einfach in keinem Verhältnis zueinander. Am ehesten könnte sich eben der Verbraucherschutz nach einer offiziellen Beschwerde das Ganze mal anschauen. Daher auch meine Frage nach dem passenden Ansprechpartner auf der letzten Seite. Generell scheint es dort eher wackelig vonstattenzugehen. Soweit ich das nachlesen konnte, ist der Großteil der Belegschaft russisch und so in ihren 20ern und 30ern. Meine Konversationen mit den einfachen Service-Mitarbeitern haben gezeigt, dass oftmals simpelstes Englisch nicht verstanden wird und obwohl die höhren Mitarbeiter besser Englisch können, so scheinen sie nicht wirklich Ahnung vom Rechtlichen oder von der Marktwirtschaft zu haben. (Wie gesagt, der "admin" weiß nicht einmal, was "market value" ist bzw. wie man es definiert.)
24.12.20 22:59
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Yano


Beiträge: 2.633
Beitrag #14
RE: Betrug vom Proxy-Service - was tun?
Es laufen Doofys herum und auch Betrüger.
Oft genügt es, einfach nicht zu zahlen. Aber wenn man schon bezahlt hat, ist das Geld weg. Mach halt nicht.
"Im trüben fischen" ist anscheinend das, was du machst. Und dann verlangen, daß das trübe gar nicht trübe sein darf, und man Entschädigung erwarten dürfe, das ist lebensfremd.
In Deinem spekulativen Geschäft besteht immer die Chance, daß du was unscheinbares kaufst, das sich als wertvoll entpuppt, oder du zahlst für Müll. Thats the way the cooky crumbles.
25.12.20 01:30
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Phil.


Beiträge: 660
Beitrag #15
RE: Betrug vom Proxy-Service - was tun?
Ich habe es aus Erfahrung gesehen, dass manche meinen sie waeren Geschaeftsleute. Aber sie waren nur Menschen, die versuchten ihr Brot zu verdienen.

Es gibt die Meisterpruefung, bei und und bei euch.
Aber denkst du wirklich, die wuerden die Leute auf das alles vorbereiten?
Weit gefehlt.

Glaubst du, dass ein Ladenbesitzer, alle Gesetze kennt, wenn er ein Geschaeft aufmacht?
Nicht die Bohne.

Man hat Kapital. Man hat eine Idee. Man ersucht um eine Genehmigung, und dabei hat man sich schon verschuldet, (geldlich), da man bereits ein Lokal im Begriffe ist, einzurichten.

Dann stellt man Personal ein. Erklaert denen wie sie sich zu verhalten haben. (Von Gesetzen keine Ahnung haben) und laesst sie dann auf die Kunden los.

Das weitere lernt einjeder mit der Zeit.

Wie ist es mir ergangen in der Drachenhoehle.
https://www.tripadvisor.de/Attraction_Re...axony.html

Wir waren unterwegs in der Hoehle. Dann wollten wir Limo kaufen, vor der Hoehle in einem Verkaufsstand. Wir bekamen grosse Flaschen. Dann hab ich gefragt um 2 Becher. Die Geschaeftsfrau hat mir dann gesagt. "Ich bin doch kein Sumermarket, Schauen sie zu wie sie das loesen".

In meinen Augen keine Geschaeftsfrau. Sie haette mir einen Becher fuer 1 Euro verkaufen koennen, dann haette sie ein Geschaeft gemacht. Und so hatte sie 2 Euro weniger in ihrer Kasse am Abend.

Wei du siehst, ist das nicht einfach.
Du selber kennst nicht alle Gesetze. ich auch nicht.
Und Fallen gibt es unendlich viele. Daher das Sprichwort. Holzauge sei wachsam!

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25.12.20 04:31
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Johan


Beiträge: 20
Beitrag #16
RE: Betrug vom Proxy-Service - was tun?
Die vom Thema abweichenden Beiträge (ja gar Spam) beiseite...es scheint so, als würden sie mir meinen Mindestbetrag erstatten. Man hatte sich wohl dort erst darauf geeinigt, nachdem ich gebeten hatte, meinen Account DSGVO-konform zu löschen und durchblitzen lassen habe, dass es wohl auch eine offizielle Beschwerde Richtung japanischer Institutionen geben würde (Beweise hatte ich ja gesammelt). Nichtsdestotrotz gab es doch weiterhin merkwürdige Konversationen, auch zum Preis der Auktion. Anscheinend scheint dort niemand zu wissen, was der Marktwert ist und wie Auktionen funktionieren. Da fragt man sich doch, wer dort das System geschaffen hat, denn die Mitarbeiter, mit denen ich zu tun hatte (auch die höherrangigen), denen scheint es an Kompetenz dafür zu fehlen. Na ja.
Schade ist es natürlich um meinen anderen (teureren) Gegenstand, den ich danach bekommen hatte und der sehr wahrscheinlich durch ihren Service beschädigt wurde. Im Endeffekt jedoch gibt es natürlich einen Unterschied zwischen einem Gegenstand, der verschwindet und einem, der beschädigt wird. Letzteres kann passieren, aber auch da sollte man adäquat handeln. Ersteres ist unentschuldbar und man sollte definitiv dafür geradestehen.

Dementsprechend: Danke an alle Leute, die nutzvolle Tipps und Hinweise gegeben haben.
08.01.21 10:03
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Yano


Beiträge: 2.633
Beitrag #17
RE: Betrug vom Proxy-Service - was tun?
Bei einem großen deutschen Versandhandel hatte ich Anfang Dezember etwas bestellt, bekommen und nach ein paar Tagen bezahlt. Jetzt, im Januar behaupten sie, ich hätte eine zweite Rechnung, drei Tage später, erhalten aber noch nicht bezahlt. Und ich soll ca. € 20,00 nachzahlen, aber ich hatte nichts weiter bestellt und wußte auch nichts von einer zweiten Rechnung. Weißt du, was ich gemacht habe bei dieser Größenordnung? Bezahlt.
Eine Woche später habe ich deren Callcenter angerufen, die Ansagestimme sagte, am Telefon würde es sehr lange Wartezeiten geben, und Emails würden auch kaum bearbeitet. Na gut, vielleicht haut das bei denen nach nur einem Jahr Grippewelle noch nicht so hin. Aber falls deren Innenrevision nicht bis Ende Februar korrigiert, werde ich das herumerzählen: "kauft nicht bei OSKERMANN (Name geändert)", und natürlich selbst auch nie wieder da etwas bestellen. Verlorene Kunden を取り戻すのは大変 sprach meine Schwiegermutter, die eine Art Tante-Emma-Laden mit Ausschank betrieb, und so ist das nunmal.
Gegen so einen Konzern wäre ich selbst mit einer Anwaltszulassung noch ebenso schüchtern, nur gegen irgendeinen einzelnen Doofie würde ich in dem Fall auftrumpfen. Ich habe ein ganzes Jahr mit der Telekom gekämpft, da ging es um Providerwechsel mit Rufnummernübernahme. Da habe ich wohlformulierte Schriftsätze noch und noch verfaßt, und bei der Telekom konnte niemand das sinnentnehmend lesen (auf Deutsch). Monatlich sind seitens des Konzerns Forderungen aufgelaufen (wohlgemerkt für einen ordnungsgemäß gekündigten und abgeschalteten Telefonanschluß), zum Schluß wollten sie über tausend Euros von mir.
Beide Parteien haben damals gewonnen. Die Telekom konnte eine Übernahme meiner Rufnummer zu einem anderen Anbieter illegalerweise verhindern und mich dadurch ärgern (Gratulation!) und hat nach einem gerichtlichen Mahnbescheid (den man sehr leicht zurückweisen kann) weitere Mahnungen und Rechnungsstellungen eingestellt. Das ist allerdings noch keine vollen vier Jahre her (kaufmännische Verjährung), da könnte immer noch etwas nachkommen.
Auch interessant: mit der neuen Telefonnummer bei einem neuen Anbieter sind die (illegalen) Spam- und Leeranrufe bisher ausgeblieben.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23.01.21 23:40 von Yano.)
23.01.21 16:37
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Betrug vom Proxy-Service - was tun?
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