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Schulbuchfont
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Krangel


Beiträge: 7
Beitrag #1
Schulbuchfont
Hallo,
ich suche Schriftfont, bei dem die Striche korrekt dargestellt werden. Es soll ein "Schulbuchfont" geben, ich finde den aber nicht. Kennt jemand den korrekten Namen, dass man danach suchen kann?

Grüße
02.11.18 11:50
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frostschutz
Technik

Beiträge: 1.655
Beitrag #2
RE: Schulbuchfont
Eine "Schulbuchfont" ist die EPSON 教科書体 / epkyouka.ttf - findest du hier: https://www.epson.jp/dl_soft/readme/9296.htm (als EXE Datei, ist aber als ZIP entpackbar).

Für Strichfolge evtl. noch die Kanji Stroke Orders font http://www.nihilist.org.uk

Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück.
02.11.18 12:01
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Krangel


Beiträge: 7
Beitrag #3
RE: Schulbuchfont
Hi,
danke für die Links.
Mal noch eine Frage: die Chinesen haben bei einigen Zeichen andere Strichfolgen als Japaner, wird das als Fehler angesehen oder toleriert?

Grüße
03.11.18 11:18
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Yano


Beiträge: 2.134
Beitrag #4
RE: Schulbuchfont
(03.11.18 11:18)Krangel schrieb:  Hi,
danke für die Links.
Mal noch eine Frage: die Chinesen haben bei einigen Zeichen andere Strichfolgen als Japaner, wird das als Fehler angesehen oder toleriert?

Grüße

Toleriert? Von wem?
JLPT N1 z.B. fragt keine Strichfolgen ab.
03.11.18 17:16
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Krangel


Beiträge: 7
Beitrag #5
RE: Schulbuchfont
Hi,

(03.11.18 17:16)Yano schrieb:  Toleriert? Von wem?

Weiß nicht, von Kalligraphen, Japanischlehrern oder bein Kanjidiktat. Dachte die Strichreihenfolge sei wichtig.

Grüße
03.11.18 18:19
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Yano


Beiträge: 2.134
Beitrag #6
RE: Schulbuchfont
(03.11.18 18:19)Krangel schrieb:  Hi,

(03.11.18 17:16)Yano schrieb:  Toleriert? Von wem?

Weiß nicht, von Kalligraphen, Japanischlehrern oder bein Kanjidiktat. Dachte die Strichreihenfolge sei wichtig.

Grüße
Die Strichfolge ist kein Dogma. Ist nur Gebrauchsanweisung: wenn du es so richtig rum schreibst, dann kriegst du mit der geringsten Anstrengung ein gutes Schriftbild.
Es ist für den Studenten sinnlos, sich erst mal eine "falsche", individuelle Strichfolge einzuprägen oder gar im Zweifel über die Strichfolge zu verharren und somit zu "malen" anstatt zu "schreiben".
Im Zusammenhang mit der Strichfolge stehen Seriphen, die kleinen Häkchen am Ende eines Striches, mal nach links, mal nach oben usw. Das fällt ins Gebiet der Kalligraphie und ist im Fach Japanisch als Fremdsprache sogar auf akademischem Niveau (meiner Vermutung nach seit Mitte der 1960er-Jahre) nicht mehr Prüfungsgegenstand.

Und Kanji richtig schreiben kann ein sinnliches Vergnügen werden, wenn man es viel macht. Sagen wir mal milde: tausend täglich...
03.11.18 19:17
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Phil.


Beiträge: 343
Beitrag #7
RE: Schulbuchfont
Die Strichreihenfolge ist die Regel, wie man auf kuerzeste Weise zum Ziel kommt. Ohne unnoetige Bewegungen zu machen.
So habe ich das verstanden.

ch habe bislang 3 Methoden gesehen, wonach Autoren ihre Strichrzahl haben.
Da gibt es den Nelson, der wie Jim Breen und all den anderen Softwaren und Hardwaren, wie mit einem Wordtank arbeiten. wo das Radikal von 道 mit 3 Strichen geschrieben wird.
Und es gibt die Variante vom Hadamitzky, der dieses Radikal mit 2 Strichen schreibt.

Wichtig ist es zu wissen, wie der eine oder andere damit klar kommt und wie er die Zeichen in seiner Datei aufgelistet hat, um diese wiederzufinden.

Beide Systeme haben aber keine Ordnung im System.
Die Kanji koennen naemlich noch unterteilt werden. Ich meine damit, dass ein Kanji mit Radikal zB. 口 kuchi, dieses auf verschiedenen Positionen vorkommt. Und da verwende ich zB (die 3te Variante) die Auflistung des Radikals nach der Uhr. Beginnend mit dem Radikal selbst. dann wo dieses auf 9.00H steht. (auch hier wiederrum beginnend mit der Strichzahl 1-16), dann auf 12.00H, auf 3.00H, auf 6.00H, in der Mitte und zuletzt bei aehnlichen Radikalen.

Somit braucht man sich nicht alle Kanji anzusehen, bzw. zu vergleichen, wenn man einen Begriff sucht, wo das Kanji auf 6.00H steht.zB. 啓

Die Rechtschreibung liegt auf den Lesungen und dessen Regeln der einzelnen Kanji. Diese sind massgebend wie man dann die Kanji in WB wiederfinden kann. (Abweichend davon sind die vielen zusaetzlichen Lesungen, die leider nicht in den WB vorkommen).

Im Internet aber braucht man sich darueber keine Gedanken mehr machen, da man zB mit Rikaichan, das Kanji nur mit dem Cursor zu beruehren hat, um damit alle Daten zum Kanji selbst zu bekommen.

Der Begriff.
die Kanji Lesungen ON/kun etc
Die Nanori (Sonderlesungen) und damit auch die verschiedenen Verwendungen in den Namen.

Aber wenn man mit Buechern arbeitet, also mit Texten, die in Grafik vorhanden sind, kommt man nicht drumherum, diese Strichzahl und Strichfolge zu wissen.

Handwriting ist wiederrum eine Wissenschaft und Lehre fuer sich. Sonst findet man das Kanji auch nicht.

Datenbank mit 1.2 Mio. Datensaetzen. wadoku-4.jar = Prg.
Japanisch Suche mit Kleinbuchstaben, Deutschsuche mit erstem Buchstaben Gross geschrieben. Alles in Romaji, ausser Kanji.
https://www.japanisch-netzwerk.de/attachment.php?aid=1313
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 04.11.18 06:10 von Phil..)
04.11.18 06:06
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cat


Beiträge: 899
Beitrag #8
RE: Schulbuchfont
Sehen tut man es vermutlich dann, wenn man schnell schreibt:
http://daigotorena.moo.jp/lesson/bushu-hen2.htm

Das たへん wird womöglich bei chinesischer Handschrift anders aussehen. Können die Sinologen was dazu sagen?
04.11.18 19:42
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Krangel


Beiträge: 7
Beitrag #9
RE: Schulbuchfont
Hi,

(03.11.18 19:17)Yano schrieb:  Die Strichfolge ist kein Dogma. Ist nur Gebrauchsanweisung: wenn du es so richtig rum schreibst, dann kriegst du mit der geringsten Anstrengung ein gutes Schriftbild.

Und Kanji richtig schreiben kann ein sinnliches Vergnügen werden, wenn man es viel macht. Sagen wir mal milde: tausend täglich...

Das war mein Gedanke: übe ich die japanische Strichfolge, bekomme ich ein gutes japanisches Schriftbild, übe ich die Chinesische, bekomme ich ein gutes chinesisches Schriftbild.
Ich kann auf mein Anfängerniveau nicht erkennen, ob es da einen großen Unterschied gibt und wie Japaner das sehen.

Schreibst du echt 1000 Kanjis täglich?

Grüße
05.11.18 16:23
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Yano


Beiträge: 2.134
Beitrag #10
RE: Schulbuchfont
(05.11.18 16:23)Krangel schrieb:  Schreibst du echt 1000 Kanjis täglich?
Derzeit garnicht aber voriges Jahr schon. Und früher ja auch.
0,5mm Druckbleistift, Collegeblock, täglich eine Doppelseite voll, das sind etwa 1400. Malgenommen mit etwa 300 Tagen. (Heuer mach ich was anderes.)
Wenn Du Japanisch und Chinesisch gleichzeitig lernst -- das ist nicht jedem gegeben -- dann mußt Du halt selber zurechtkommen mit den minimalen Unterschieden in der Strichfolge, doch glaub mir: es kommt nicht so drauf an. Wenn du viel übst, entwickelst du eine ausgeschriebene Handschrift, durch die sich deine Persönlichkeit zeigt. Ist von Grundschule bis Mittelstufe auch nicht anders.
05.11.18 20:03
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Schulbuchfont
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