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Sinnvolles weiteres Vorgehen?
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TheArchitect-


Beiträge: 4
Beitrag #1
Sinnvolles weiteres Vorgehen?
Hallo zusammen,

habe mal eine Frage an die Experten hier.

Habe letzten August angefangen japanisch im Selbststudium zu lernen. Hauptsächlich weil mich das Land schon immer interessiert hat und als Vorbereitung auf meinen Japan-Urlaub. Habe dann bis Dezember "Japanisch Schritt für Schritt Vol 1&2" durchgepaukt und ab dann angefangen die ganzen inoffiziellen Vokabel- und Kanjilisten des JLPT N5+N4 zu lernen.
Diesen März ging es dann für 1,5 Monate nach Japan wo ich nicht gelernt habe, allerdings das ein oder andere Erfolgserlebnis hatte wann immer ich mal jemanden verstanden habe oder etwas lesen konnte.

Momentan ist die Situation so: Ich habe mich für Oktober für einen 6-monatigen Japanisch-Intensivkurs in Kyoto angemeldet. Bis dahin möchte ich im Selbststudium noch möglichst weit kommen.
Habe noch keinen JLPT gemacht, allerdings "kann" ich eben das aus "Japanisch Schritt für Schritt Vol 1&2", was mich laut einem anderen Thread hier in Sachen Grammatik wohl irgendwo zwischen N5 und N4 platziert. Was Kanji anbelangt hab ich die ~300 der N4 Liste mittlerweile drauf und beim Vokabular bin ich auch fast dort.

Mein grosses Problem ist wohl Hörverständnis (und Sprechen). Da bin ich nichtmal sicher ob ich momentan N5 schaffen würde. Bei den ganzen Practice-Tests im Netz läufts 50:50. Deswegen auch die Wahl des Kurses vor Ort in Japan. Denke mir wenn ich 24h am Tag mit der Sprache konfrontiert bin wird das besser.

Jetzt meine Frage: Welches Vorgehen in der Zeit zwischen jetzt und Oktober wäre wohl am effizientesten. Mir ein weiteres Lehrbuch suchen und "ganzheitlich" im Selbststudium lernen. Versuchen neben Kanji und Vokabular auch die Grammatik selbst zu lernen und dann in Japan von dem Level weiterzumachen.
Oder die nächsten Monate erstmal stur Kanji und Vokabeln pauken (über N4 hinaus) und die Grammatik dann in der Sprachschule erklärt bekommen und nachholen.

Mein Ziel ist es am Ende dieser 6 Monate in Kyoto irgendwo in der Gegend von N3 zu sein. Keine Ahnung ob ich da zu hoch greife. Wobei mir der Test an sich eh egal ist. Mir geht es nur darum dass ich für mich zumindest halbwegs eine Unterhaltung führen kann und Texte zumindest ansatzweise verstehe.
31.05.16 19:22
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Mayavulkan


Beiträge: 511
Beitrag #2
RE: Sinnvolles weiteres Vorgehen?
(31.05.16 19:22)TheArchitect- schrieb:  Hallo zusammen,

habe mal eine Frage an die Experten hier.

Habe letzten August angefangen japanisch im Selbststudium zu lernen. Hauptsächlich weil mich das Land schon immer interessiert hat und als Vorbereitung auf meinen Japan-Urlaub. Habe dann bis Dezember "Japanisch Schritt für Schritt Vol 1&2" durchgepaukt und ab dann angefangen die ganzen inoffiziellen Vokabel- und Kanjilisten des JLPT N5+N4 zu lernen.
Diesen März ging es dann für 1,5 Monate nach Japan wo ich nicht gelernt habe, allerdings das ein oder andere Erfolgserlebnis hatte wann immer ich mal jemanden verstanden habe oder etwas lesen konnte.

Momentan ist die Situation so: Ich habe mich für Oktober für einen 6-monatigen Japanisch-Intensivkurs in Kyoto angemeldet. Bis dahin möchte ich im Selbststudium noch möglichst weit kommen.
Habe noch keinen JLPT gemacht, allerdings "kann" ich eben das aus "Japanisch Schritt für Schritt Vol 1&2", was mich laut einem anderen Thread hier in Sachen Grammatik wohl irgendwo zwischen N5 und N4 platziert. Was Kanji anbelangt hab ich die ~300 der N4 Liste mittlerweile drauf und beim Vokabular bin ich auch fast dort.

Mein grosses Problem ist wohl Hörverständnis (und Sprechen). Da bin ich nichtmal sicher ob ich momentan N5 schaffen würde. Bei den ganzen Practice-Tests im Netz läufts 50:50. Deswegen auch die Wahl des Kurses vor Ort in Japan. Denke mir wenn ich 24h am Tag mit der Sprache konfrontiert bin wird das besser.

Jetzt meine Frage: Welches Vorgehen in der Zeit zwischen jetzt und Oktober wäre wohl am effizientesten. Mir ein weiteres Lehrbuch suchen und "ganzheitlich" im Selbststudium lernen. Versuchen neben Kanji und Vokabular auch die Grammatik selbst zu lernen und dann in Japan von dem Level weiterzumachen.
Oder die nächsten Monate erstmal stur Kanji und Vokabeln pauken (über N4 hinaus) und die Grammatik dann in der Sprachschule erklärt bekommen und nachholen.

Mein Ziel ist es am Ende dieser 6 Monate in Kyoto irgendwo in der Gegend von N3 zu sein. Keine Ahnung ob ich da zu hoch greife. Wobei mir der Test an sich eh egal ist. Mir geht es nur darum dass ich für mich zumindest halbwegs eine Unterhaltung führen kann und Texte zumindest ansatzweise verstehe.

6 Monate? Glücklicher Mensch!
Wenn Du mich fragst ... In der ersten Woche in Kyoto erreichst Du ungefähr das, was Du in den verbleibenden Monaten an Vorbereitung erreichen würdest.
Was sich vermutlich lohnt, ist das Erlernen der Kanji, ganz ohne Kontext. Das ist reine Paukerei, die auch den Japanern bei 100% Immersion nicht leicht fällt. Aber Wortschaftz und Grammatik nimmst Du bei der Gastfamilie (nehme ich einmal an) spielend mit.
01.06.16 09:06
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RedSunFX


Beiträge: 87
Beitrag #3
RE: Sinnvolles weiteres Vorgehen?
Was die Kanji betrifft, könntest du dir vielleicht Heisig Methode anschauen. Das Buch ist darauf angelegt, dir in 3 Monaten alle Standart Kanji (2200) beizubringen. Dies geschieht, indem eine Reduktion auf eine einzige Bedeutung vorgenommen und die Lesungen vernachlässigt werden. Dazu bekommst du kleine Geschichten, die dir dabei helfen die Kanji langfristig im Kopf zu behalten. Ich selber habe den Band in einem Jahr nebenher durchgearbeitet. Die 3 Monate sind aber bei diszipliniertem Arbeiten durchaus realistisch.
Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass du anschließend in Kyoto wesentlich schneller deine Lesefähigkeiten ausbauen werden kannst, wenn du zumindest die Bedeutung der Kanji kennst.

Edit: Hier hast du eine umfangreiche Leseprobe, um dir selber ein Bild vom Buch zu machen.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.06.16 23:34 von RedSunFX.)
01.06.16 23:31
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TheArchitect-


Beiträge: 4
Beitrag #4
RE: Sinnvolles weiteres Vorgehen?
(01.06.16 23:31)RedSunFX schrieb:  Was die Kanji betrifft, könntest du dir vielleicht Heisig Methode anschauen. Das Buch ist darauf angelegt, dir in 3 Monaten alle Standart Kanji (2200) beizubringen. Dies geschieht, indem eine Reduktion auf eine einzige Bedeutung vorgenommen und die Lesungen vernachlässigt werden. Dazu bekommst du kleine Geschichten, die dir dabei helfen die Kanji langfristig im Kopf zu behalten. Ich selber habe den Band in einem Jahr nebenher durchgearbeitet. Die 3 Monate sind aber bei diszipliniertem Arbeiten durchaus realistisch.
Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass du anschließend in Kyoto wesentlich schneller deine Lesefähigkeiten ausbauen werden kannst, wenn du zumindest die Bedeutung der Kanji kennst.

Edit: Hier hast du eine umfangreiche Leseprobe, um dir selber ein Bild vom Buch zu machen.

Habe ich mir auch schon öfters überlegt. Die Kana hab ich damals mit Heisig gelernt und es ging wirklich kinderleicht. Allerdings weiss ich nicht wie sinnvoll es ist die Kanji komplett ohne Lesungen und nur mit einer Bedeutung zu lernen. Kann mir das gar nicht so wirklich vorstellen. Eventuell ergänzend.

Habe eh weniger Probleme die Kanji+Bedeutungen zu lernen. Die On-Yomi machen mir Sorgen. Es gibt einfach zu viele SEI, SHO, KOU, SHI und dergleichen. Da kommt man leicht durcheinander, daher momentan Vokabeln+Kanji bei mir.
02.06.16 13:20
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Sinnvolles weiteres Vorgehen?
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