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Sora no otoshimono
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Narutoforever


Beiträge: 123
Beitrag #1
Sora no otoshimono
Ich sehe mir diese Serie an und ich frage mich oft, wie das alles gemeint ist:
1) Ist das eine Satire, die sich über die japanische Gesellschaft und insbesondere über die Denkweise der Männer lustig macht?
2) Ist das nur nette Unterhaltung?
3) Gibt diese Serie einen realistischen oder eher unrealistischen Einblick in die japanische Gesellschaft?
4) Etwas völlig Anderes?
25.11.12 21:13
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Kasu


Beiträge: 379
Beitrag #2
RE: Sora no otoshimono
Viele Serien, gerade in diesem Harem/Ecchi-Bereich würde ich überhaupt nicht groß tiefgehend interpretieren sondern einfach in erster Linie als reine Fantasiebefriedigung leicht pubertärer junger Männer sehen.
Ich kenne Sora no Otoshimono jetzt nicht wirklich, weiß aber um was für ein Genre es sich handelt und würde da erstmal nicht besonders realistische Darstellungen von irgendetwas erwarten. Sicherlich gibt es ab und an auch in so einer Serie vielleicht mal irgendwelche Spitzen gegen bestimmte Bräuche oder Praktiken, aber ich würde wie gesagt in erster Linie Fantasiebefriedigung erwarten. Das gilt meiner Meinung nach eigentlich so ziemlich für alle Titel, die irgendwie beinhalten, dass sich der Hauptcharakter seinen eigenen Harem aufbaut.
Für eher realistische und/oder gesellschaftskritische Darstellungen bei Anime-Serien musst du meiner Meinung nach schon eher im so genannten "Slice of Life"-Genre Ausschau halten, wobei mir da gerade auch nicht wirklich etwas einfällt, was ich für wirklich realistisch angelegt halte. Beispielsweise Honey & Clover dürfte einiges an "wahrem" Kern haben, Kuragehime enthält zwar ziemlich abgedrehte Charaktere, darunter aber auch den (im Serienuniversum) japanischen Premierminister, der vermutlich schon eine Spitze gegen echte japanische Premierminister darstellen dürfte.

Wenn du mehr (mehr oder weniger böse) Satire suchst, solltest du vielleicht mal in Sayonara, Zetsubô-Sensei, Joshiraku (<- Achtung, kann sehr schwer verständlich sein) oder Gintama reinschauen.

Aber wie gesagt, bei diesen Harem-Sachen würde ich nicht danach suchen. Da ist bestimmt immer mal irgendwo etwas drin an Anspielungen auf wahre gesellschaftliche Dinge, aber die Anspielungen auf Genre-Konventionen und ähnliches überwiegen vermutlich stark und man müsste wirklich mit der Lupe suchen...
Insgesamt finde ich auch, dass es im Manga-Bereich tatsächlich wesentlich mehr realitätsnahe Sachen gibt als im Animationsbereich.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.11.12 10:32 von Kasu.)
26.11.12 10:29
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Narutoforever


Beiträge: 123
Beitrag #3
RE: Sora no otoshimono
Der Schock sitzt tief. Eine Serie im Harem-Bereich. Interessanterweise ist es so, dass sich der Hauptheld gar nicht für das Mädchen interessiert, was ihn als Meister anerkennt, sondern für das Mädchen, was ihn schlägt und sehr herrschaftsüchtig ist. Hm. Ich dachte, ich finde hier haufenweise Fans, aber weit gefehlt.
27.11.12 17:40
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Horuslv6


Beiträge: 1.829
Beitrag #4
RE: Sora no otoshimono
Such doch in einem Anime-Forum. Ich persönlich bin ohnehin praktisch nur wegen sprachtheoretischen Fragen hier. Animes schaue ich auch ganz gern ab und zu, aber ich limitiere mich sehr stark auf mainstream (vor allem shônen).
29.11.12 14:04
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Firithfenion


Beiträge: 1.225
Beitrag #5
RE: Sora no otoshimono
Die Serie ist ganz gut, aber die Geschichte ist etwas kruse. Erst beim zweiten Anlauf hat sie mir gefallen. Beim ersten mal habe ich die erste Episode nach 10 min abgebrochen weil mir die Geschichte zu verworren war. Ich bin kein intrinsischer Anime fan, aber als autodidaktisch lernender sehe ich sie doch als eine gute Möglichkeit an, mich auf unterhaltsame Weise mit der gesprochenen japanischen Sprache zu konfrontieren. Als Anfänger verstehe ich gegenwärtig noch keine ganzen Sätze, sondern bin auf deutsche oder englische Untertitel angewiesen, aber es ist doch auch für mich schon ein kleines Erfolgserlebnis, wenn ich gelegentlich mal ein paar vereinzelte Wörter oder kurze Redewendungen aufschnappe.

Auch ich glaube nicht daran, das man zuviel in solche Sachen hinein interpretieren sollte. Es dient hauptsächlich der Unterhaltung. Komisch finde ich die japanische Stimme von diesem Sugata Eishiro. Ein senpai ist ja soweit ich weiss nichts weiter als ein senior-high school Schüler, aber von der Stimme her klingt er wie 30 - 40 jähriger Mann. Das was er anfangs über die "alte Welt" also über das Europa zur Zeit der großen Entdeckungsreisen sagt, scheint mir so ein bisschen Rückschlüsse darüber zu erlauben, wie die Japaner diese Epoche aus ihrer Sicht sehen.

Einige Folgen sind für meinen Geschmack etwas zu albern geraten. Das mit den durch die Gegend fliegenden Mädchenschlüpfern z.b. Es ist mir bekannt, das die Verwandlung eines Charakters in eine kleine Chibi-Figur ein gängiges Stilmittel in Anime und Manga ist. Allerdings wird davon meiner Meinung nach in Sora no Otoshimono etwas zu viel Gebrauch gemacht. Es nervt etwas, wenn sich die Protagonisten alle paar Sekunden in kleine Chibi-Emotionskügelchen verwandeln. Wenn man aber durchhält, dann gewinnt die Serie zum Ende hin doch noch einiges an Schwung und wird sogar richtig dramatisch. Die letzten Folgen, bei denen man mehr über die Charaktere weiss und einiges besser versteht, gefallen mir deutlich besser als die ersten.

Es gibt in der Serie wohl zahlreiche Crossreferenzen auf andere Animes und Fernsehserien. Ikaros erinnert mich mit ihren Ohren deutlich an Chi, das Robotermädchen aus Chobits. Die Art und Weise, wie sie Tomoki stets mit "Master" anredet und sich ihm gegenüber verhält, erinnert mich sehr an die klassische US Serie "bezaubernde Jeannie". Diese Serie muss in Japan recht beliebt gewesen sein, denn auch das kleine Mini-Robotermädchen aus Chobits war exakt so gekleidet wie Jeannie in der US Serie. Die anfänglich stolze und etwas arrogant daherkommende Ninfu, die die Menschen manchmal hochnäsig als "Würmer" (mushi) bezeichnet, erinnert mich an das ebenso stolze aber irgendwie liebenswerte Puppenmädchen aus "Rozen Maiden". Wenn Ikaros gegen Ende der Serie ihre dunkle Seite als Massenvernichtungswaffe offenbart, dann erinnert sie mich ein wenig an Lucy aus Elfenlied.

- Andreas
05.12.12 11:33
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Sora no otoshimono
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