Antwort schreiben 
Atomkraft in Japan
Verfasser Nachricht
atomu


Beiträge: 2.664
Beitrag #1
Atomkraft in Japan
http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/954/36918/

Der aktuelle Unfall in einem japanischen Atomkraftwerk wirft Fragen auf. Natürlich können und sollen wir hier im Forum nicht allgemein über das Pro und Kontra von Stromerzeugung durch Kernenergie diskutieren. Aber vielleicht kann man hier sachlich ein paar Infos zu Japans Atompolitik sammeln.

Kleines Zitat aus dem Artikel "Japan fasst die eigene Schlamperei nicht", Titelseite Stuttgarter Zeitung vom 11.8. (Angela Köhler, Tokyo):

"... Premier Junichiro Koizumi macht aber zugleich klar, dass es keine Abstriche bei der Atompolitik geben wird. Die bis 2010 geplanten elf weiteren Reaktoren gingen wie geplant ans Netz. ... Japan deckt mit 52 Atomkraftwerken rund ein Drittel seines sehr hohen Strombedarfes. Bisher ist nur eine Minderheit der Bevölkerung über die Gefahren der Kernenergie besorgt. ..."

Edit: tote Links entfernt. Für den Fall, dass auch der letzte verbleibende (Süddeutsche Zeitung) vom Netz genommen wird, hier noch einmal die Einleitung zum Artikel, in dem es um den Vorfall geht, der mich zu diesem Thread animiert hat:

Unfall in Mihama

Rostige Rohre fordern Menschenleben

Vier Arbeiter sind bei dem Unfall im japanischen Atomkraftwerk Mihama gestorben. Dabei sind gravierende Sicherheitsmängel zu Tage getreten. Seit 1976 war ein geplatztes Rohr nicht mehr gewartet worden.


正義の味方
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.02.06 09:49 von atomu.)
11.08.04 23:13
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Botchan


Beiträge: 642
Beitrag #2
RE: Atomkraft in Japan
Zitat:Bisher ist nur eine Minderheit der Bevölkerung über die Gefahren der Kernenergie besorgt.

Ja, das finde ich persönlich auch sehr merkwürdig - in Sachen AtomWAFFEN sind die Japaner ja so "anti", wie man sich das überhaupt nur denken kann (ist ja auch halbwegs nachvollziehbar), aber beim Thema AtomSTROM rührt sich kaum etwas... Und das, obwohl der Unfall diesmal ja offenbar geradezu harmlos war - zumindest gemessen an früheren Unfällen, bei denen tatsächlich Strahlung austrat (z. B. die beiden Dônen-Unfälle 1995 und 1997), die aber zunächst gar nicht erst gemeldet wurden, so daß darüber nur scheibchenweise Informationen an die Öffentlichkeit drangen... zusammen mit denen über Mitarbeiter der Kraftwerke und der staatlichen Aufsichtsbehörden, die eng dabei zusammenarbeiteten, Fotos und Videomaterial von den Unfällen zu vernichten, bevor sich die Presse dafür interessieren konnte.

Ich glaube, das Paradox "Atomwaffe - pfui, Atomstrom - ok" kann wieder einmal nur durch die berühmte selektive Wahrnehmung in der Öffentlichkeit entstehen: "Nichts hören, nichts sagen, nichts sehen" oder "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß" oder - wie es mein verehrter akademischer Lehrer audrückte - "Für die meisten Japaner kommt der Strom einfach aus der Steckdose".
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12.08.04 05:39 von Botchan.)
12.08.04 05:36
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Anonymer User
Unregistriert

 
Beitrag #3
RE: Atomkraft in Japan
:l0a_d1v: Beitrag von:"Atom" Naja, immerhin wird mit Atomstrom viel Geld verdient und vielen Japanern ein Arbeitsplatz geboten. Warum sollte da jemand sich den Mund verbrennen. Dass Kritiker am Trend nichts zu lachen haben, hat sich gezeigt, als die Stimmung gegen Nordkorea brodelte. Wer hätte da gewagt, einen Leserbrief an die Asahi zu schreiben, um darauf hinzuweisen, dass die Japaner in Korea eine umrühmlche Geschichte haben, und damit riskiert, telefonische Morddrohungen zu erhalten und die Scheiben eingeworfen zu bekommen. So trafen die Steine nur die koreanischen Schulen in Japan.
Aber vielleicht sollte man hier lieber einen Thread mit Infos zu alternativen Energien in Japan machen, als diesen Hintergrund zu disktutieren.
12.08.04 10:01
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Bitfresser


Beiträge: 1.702
Beitrag #4
RE: Atomkraft in Japan
Waffen sind zum Vernichten da. Energiegewinnung dient dem allgemeinen Wohlstand. Das ist genauso absurt wie Flugzeuge zu verbieten, weil man aus ihnen auch Jagdbomber bauen kann, und wenn eines (absichtlich oder unabsichtlich) in eine Grossstadt faellt, dann gibt es auch eine ungeheure Anzahl an Toten.

If you have further questions ...
12.08.04 13:01
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Botchan


Beiträge: 642
Beitrag #5
RE: Atomkraft in Japan
kratz

Ich verstehe nicht ganz, was Du mit "das" meinst, wenn Du sagst: "Das ist genauso absurt ...". Ich vermute mal, Du beziehst Dich darauf, daß ich oben anführte, Japaner würden sich sehr gegen Atomwaffen engagieren, aber nicht/kaum gegen Atomkraft. Und ich vermute weiter, daß du es absurd findest, daß ich mich darüber wundere. Habe ich Dich damit richtig verstanden?

Falls ja, möchte ich dazu noch ergänzen, daß die Anti-Atomwaffen-Haltung in Japan geradezu einer Volksreligion gleicht - wohl jeder und jede wird Dir mit Hinweis auf Hiroshima und Nagasaki darlegen, was für eine maßlose Gefahr die Atomwaffen darstellen und daß sie auf jeden Fall so schnell wie möglich alle vernichtet werden müssen.

Ich will jetzt - um Gottes Willen! - nicht, daß es so aussieht, als hielte ich Atomwaffen für akzeptabel. Mir geht es nur darum, daß man in Japan offenbar nicht wahrnimmt, daß dieselbe Atomkraft in Form von Kernkraftwerken genauso gefährlich ist und - wie die Katastrophen mit den AKWs zeigen - realiter auch immer wieder ganz akut Menschen schädigt oder gar tötet (ich verkneife mir jetzt ein "im Gegensatz zu den Atombomben, die das seit gut 60 Jahren nicht mehr getan haben").

Ein Atombomben-Silo bekommt ein Japaner nie zu Gesicht; er kennt nur die Geschichten über Hiroshima und Nagasaki; AKWs dagegen stehen in Japan auf Schritt und Tritt (und haben auch immer wieder mal Unfälle, die in der Regel verschwiegen und vertuscht werden, bis es wirklich nicht mehr geht - sowas müßte einem eigentlich doch Angst machen...).

In Deutschland geht/ging die Anti-AKW-Bewegung mit der Anti-Atombomben-Bewegung Hand in Hand... schließlich geht es darum, daß Kernkraft eben in keiner ihrer Nutzungsformen "sicher" ist und aus diesem Grunde komplett verbannt gehört. Worüber ich mich nun wundere ist, daß die Anti-Atombomben-Bewegung in Japan - verglichen mit der in Deutschland - gigantische Ausmaße hat (und das einzig gestützt auf die 60 Jahre zurückliegende Erfahrung von Hiroshima und Nagasaki), während man von einer Anti-AKW-Bewegung fast nichts hört (obwohl die Gefahr durch die Kernkraftwerke einem stets und ständig durch Berichte über Havarien vor Augen geführt wird) und daß man auch die Erfahrung macht, daß die Japaner über die eigenen AKWs so gut wie gar nichts wissen - und das in dem Land, das mehr als ein Zehntel aller AKWs der Welt auf seinem schmalen Territorium aufgestellt hat...
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12.08.04 13:38 von Botchan.)
12.08.04 13:17
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Mangus


Beiträge: 254
Beitrag #6
RE: Atomkraft in Japan
Richtig, mit Strom wird Geld verdient und werden Arbeitsplätze geschaffen. Die Frage ist nur: Wo? Bis in siebziger Jahre gab es in Japan vorwiegend Wärmekraftwerke, die mit Öl befeuert wurden. Durch die Ölkrise wurde dann nur noch die OPEC reich und man ersetzte das Erdöl.

Im neuen Energiemix sind die Alternativen Erdgas und Kernenergie. Damit hat sich Japan entschieden, nicht mehr dem Ölkartell das Geld in den Rachen zu werfen. Auf signifikante, einheimische Kohlevorkommen kann Japan schließlich nicht verweisen und Laufwasserkraftwerke richten sich nach dem Vorhandensein von Flüssen.

Wie kann man nun erstaunt sein, daß jemand gleichzeitig gegen Kernwaffen ist, aber für die friedliche Nutzung der Kernernergie? Nach dieser Logik müßte man auch dagegen sein, Schwerter zu Pflugscharen zu schmieden - schließlich ist das Metall das Problem und Holzkeulen sind eh viel ökologischer. zwinker

Baustelle
12.08.04 13:38
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Botchan


Beiträge: 642
Beitrag #7
RE: Atomkraft in Japan
Hm. Ich bin zwar etwas verwundert, wieso ich offenbar nicht verstanden werde, aber ich starte noch einmal einen letzten Versuch zwinker

Also:

1. Es stimmt nicht, daß Japaner "für die friedliche Nutzung der Kernernergie" sind! Sie sind auch nicht dagegen. Es interessiert sie einfach nicht. Ihre Kenntnisse über diese Thematik sind mit "gering" geradezu schmeichelhaft tituliert.
2. Sie sind aber dennoch aus voller Brust gegen Atomwaffen - jedes Kind kann Dir darüber sein "Glaubensbekenntnis" darbieten (zwar ohne Fakten- und Hintergrundkenntnis, aber mit feierlicher Stimme).

Und wenn Du meinst, die Japaner würden nicht gegen die AKWs mit ihren Folgen wettern, weil sie sie brauchen (also quasi eh nichts daran ändern können, daß es sie gibt), so sei zu Bedenken gegeben, daß die Japaner auch nichts daran ändern können, daß einige Staaten auf ihren Atomwaffen sitzen - aber DAGEGEN zu wettern, wird das gesamte japanische Volk trotzdem nicht müde.

Das Problem mit Kohle/Öl/Gas/Wasser stellt sich doch in Deutschland genauso. Und dennoch gibt es hier eine so starke AKW-Bewegung, daß sie sich sogar in der realen Politik niederschlägt. Wieso ist das hier so und in Japan völlig anders? Wieso gibt es dort nicht einmal eine nennenswerte öffentliche Debatte zu dem Thema, die dann - von mir aus - auch gern zu dem fatalistischen Ergebnis kommen kann: "Wir brauchen die AKWs, also meckern wir nicht darüber". Aber so eine Debatte gab es und gibt es nicht! Sind die Japaner alle von Natur aus so "weise", daß sie sich über so etwas wortlos klar und einig sind? Oder ist es doch eher so, daß sie nicht darüber debattieren, weil sie der Sache völllig gleichgültig gegenüberstehen? Aber falls ja: Warum rütteln sie dann auch Skandale um AKW-Unfälle nicht wenigstens ein bißchen aus ihrem Desinteresse?

Ist es wirklich so schwer zu verstehen, was mich wundert? Falls ja, bin ich auch mit meinem Latein am Ende und ziehe mich in meine Wunder-Ecke zurück.


PS: Reißende Flüsse für Wassekraftwerke gibt es im Quasi-nur-Gebirgsland Japan wie Sand am Meer. Viele dieser Flüsse haben etliche Staustufen, die auch fleißig zur Energiegewinnung genutzt werden.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12.08.04 14:06 von Botchan.)
12.08.04 13:45
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Mangus


Beiträge: 254
Beitrag #8
RE: Atomkraft in Japan
Ok Botchan, ich ziehe die Argumentation noch einmal anders auf.

Du wirfst den Japanern vor, sie wüßten zu wenig über Kernenergie und wären deshalb uninteressiert. Die meisten Menschen interessiert die gesamte Energieversorgung nur so weit, als daß sie preiswerten Strom bekommen. Man kann schon froh sein, wenn sie wissen, was Netzspannung und -frequenz sind. Das ist in Deutschland genau so.

Nur haben wir hier den Unterschied, daß die Grünen und ähnliche Maschinenstürmer permanent Propaganda betreiben und Ängste schüren - natürlich ohne Verständnis zu vermittlen, denn was man versteht, fürchtet man nicht. Dem ist in Japan offenbar nicht so, denn was hier als Anti-Atomkraft-Bewegung läuft, basiert zum größten Teil auf Panikmache und Demagogie zum politischen Machtgewinn.

Beispielhaft sind die unqualifizierten Äußerungen der Grünen zum Atomausstieg vor dem ersten Amtsantritt. Wäre man erst einmal in der Regierung, würde man sofort die Atomkraftwerke abschalten lassen. Zu dumm, daß diese selbsternannten Experten nicht wußten, daß bei einer sofortigen Abschaltung in ganz Deutschland die Lichter ausgegangen wären.

Die grüne Propaganda suggeriert auch recht erfolgreich, die Nutzung von Kernenergie in Waffen und Kraftwerken wäre dasselbe oder gleich gefährlich. Dem ist natürlich nicht so, genau so wie ein Schwert und ein Pflug nicht das selbe oder ähnlich gefährlich sind, obwohl exakt die gleiche Technologie hinter beiden steckt.

Der Grund warum Du Dich unverstanden fühlst, ist wohl, daß ich nicht verstehe, wie man Kernwaffen und Kernkraft einfach so in einen Topf werfen kann. Das das macht man als logisch denkender Mensch in anderen Bereichen auch nicht. Oder fragst Du die Japaner auch: Warum seid ihr gegen Sarin, benutzt aber gedankenlos chemische Waschmittel?

Nun erkläre mir mal bitte, wieviel Fakten- und Hintergrundwissen man braucht, um zu erkennen, daß eine Atombombe keine tolle Sache ist - das dürfte sogar ein Kind begreifen und überzeugend vertreten. Ich zweifle ernsthaft am Verstand eines Jeden, der nicht aus Überzeugung gegen Atomwaffen ist.

Im übrigen ist der Einsatz der Japaner gegen Kernwaffen nicht nur Lippenbekenntnis und wirkungsloses Gemecker. Nachdem Indien und Pakistan vor ein paar Jahren vor Stolz berstend ihre selbstgebastelten Atombomben zündeten, waren es die Japaner, die dagegen Aktionen durchgeführt haben. Sie waren die Einzigen, die in den Hauptstädten versucht haben, mit Vorträgen und Augenzeugenberichten auf die Verantwortlichen einzuwirken. Die hurrapatriotischen Herrschaften in Islamabad und Delhi hatten bis dahin versucht zu ignorieren oder zu verschweigen, welche Auswirkungen eine Kernwaffe hat auf die Zivilbevölkerung hat.

Fazit:
Eine als Waffe eingesetze Technologie richtet immer Schaden an.
Eine zivile Einrichtung mit der gleichen Technologie schafft immer Nutzen.
Das Problem ist nicht die Technologie, sondern der Idiot mit der Waffe.

Baustelle
12.08.04 17:14
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Botchan


Beiträge: 642
Beitrag #9
RE: Atomkraft in Japan
Siehst Du, Mangus, jetzt ist aus unserer Diskussion etwas geworden, was zwei Dinge zugleich ist: Einerseits genau das, wovon ich rede, und andererseits etwas, wovon ich eben nicht rede.

Das, wovon ich rede, ist, daß wir uns hier in trefflicher Manier mit einer Diskussion über das Für und Wider der Kernkraft die Nächte um die Ohren schlagen könnten. Dein letztes Posting wirkt auf mich, als wolltest Du mir Informationen darüber vermitteln, daß Atomwaffen und AKWs nicht dasselbe sind, daß die Grünen die Atomfrage politisch instrumentalisieren usw. usf. Wenn ich wollte, könnte daraus eine astreine Atom-Debatte werden. (Aber da das hier ein Japan-Forum ist, lasse ich es bei dieser Feststellung.) Fazit: Es bedarf nicht viel, um zwei Deutsche (oder auch Bewohner diverser anderer Länder) in einen Disput zum Thema Atomenergie zu bringen. Das ist genau das, wovon ich rede.

Aber andererseits ist es das auch nicht, denn ich will hier ja gar keine Debatte über das Pro und Kontra der Kernenergie führen, sondern eben gerade darüber, wieso es so eine Debatte in Japan (!) so gut wie NICHT gibt.

Vermutlich war es etwas ungeschickt von mir, hier die Atom-WAFFEN immer wieder einzuflechten. (Im Grunde haben sie damit ja wenig zu tun.) Ich fand es nur interessant/merkwürdig, daß das außergewöhnliche Anti-Atomwaffen-Engagement mehr oder weniger ALLER Japaner so gar kein Pendant in einem Anti-AKW-Engagement findet. Aber das ist eigentlich nur ein Randgedanke von mir. Ich hätte ihn nicht so stark betonen sollen. Gomen! Lassen wir die Bomben-Geschichte also lieber weg.

Das, worüber ich mich eigentlich wundere, ist und bleibt der Fakt, daß eine kontroverse Diskussion zum Thema Atomstrom - wie sie jetzt hier begonnen hat und problemlos ausufernd fortgeführt werden könnte -, unter Japanern so (oder so ähnlich) kaum führbar ist. Und meine Frage ist: Warum interessiert das in Japan niemanden? Und das noch dazu, wo gerade in Japan im AKW-Bereich soviel Mist gebaut wird. Wieso ist das den Japanern egal? Warum prallen in Japan zu dieser Frage nicht die Geister aufeinander? Warum haben dort praktisch alle dieselbe Meinung zu diesem Thema - nämlich gar keine?
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12.08.04 18:31 von Botchan.)
12.08.04 18:04
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Mangus


Beiträge: 254
Beitrag #10
RE: Atomkraft in Japan
Es ist genau anderherum, Botchan. Schau Dir diesen Thread bitte noch mal an, hier hat doch kaum jemand gepostet, auch hier herrscht Desintresse.

Die hier geschrieben haben, kannst Du an einer Hand abzählen, das ist nicht eben überragende Aktivität. Dazu kommt, daß Du Bitfresser und mich in dieser Zählung nicht berücksichtigen dürftest, da wir Elektrotechniker sind - meine Spezialisierungsrichtung im Hauptstudium war sogar Energietechnik.

Ich denke mit einem japanischen Ingenieur könntest Du auch leichter über Kernenergie diskutieren, als mit einem wahllos von der Straße gefangenen Passanten. Genau das ist hier nicht passiert, Du hast nur beruflich vorbelastete erwischt. zwinker

Ich bleibe dabei, das Thema interessiert in Deutschland und Europa im allgemeinen auch kaum jemanden. Außer man hat es zum Beruf oder will sich politisch wichtig machen. Wo bitte, gibt es denn in der deutschen Gesellschaft die Diskussion um Kernenergie, die nicht von den Grünen oder den Energiekonzernen dominiert wird? Ich kenne sie nicht.

Baustelle
12.08.04 18:52
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Atomkraft in Japan
Antwort schreiben