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Behinderte Menschen in Japan
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Ma-kun
Administrator

Beiträge: 2.021
Beitrag #1
Behinderte Menschen in Japan
Im Thema Kinder und Haustiere hat sich ein starker Seitenast über den Umgang mit und die Akzeptanz mit Behinderung und Behinderten in Japan ergeben.
Wie atomu richtig bemerkt hat, ist dies ein eigenes Thema wert. Ich gebe einen Überblick über den Stand der Diskussion:


Dirk 26 stieß das Thema an mit:


Bezueglich der behinderten Kinder: Gibt es Sonderschulen oder werden die Kinder in den normalen Schulen integriert oder gibt es zumindest Bestrebungen dahin. Wie verhalten sich Eltern, wenn sie ein behindertes Kind haben? Ist es eine Schande? Verstecken sie ihr Kind? Oder geht man inzwischen auch ganz normal damit um?
Gibt es fuer die Erwachsenen Wohnheime oder Wohngemeinschaften? Oder eher grosse Institutionen?


FF7Cayn schrieb:



Zu den Behinderten:
Nun ich denke das kommt auf den Behinderungsgrad an.
Vor allem welche Art von Behinderungen.
Meiner Erkenntnis nach werden behinderte Kinder in besonderen Schulen unterrichtet.
Aber auch das würde ich gerne an die Personen weiterleiten, die dort Wohnen und dies wohl genauer wissen werden. (Hoffe ich zumindest)
Ich nehme an, von der mit bisher bekannten Japnischen Menthalität sind behinderte Kinder akzeptiert.
Inwieweit akzeptiert, kann ich dir leider nicht sagen.
Aber ich Maile dies mal an meine Bekanntschaften dort weiter, mal sehen was sich daraus ergibt.
Ich finde das Thema auch sehr interessant.
Ist vor allem besser als das ewige "Was machst du so etc.".

Ich bleib am Ball



Botchan hingegen führte aus (und atomu stimmte zu):


Zu den Haustieren kann ich auch nichts Neues beisteuern. Daß Hunde und Katzen sehr beliebt sind, kann ich bestätigen, aber das war's auch schon.

Zu den Behinderten habe ich auch (noch) nicht so besonders tiefe Kenntnisse, allerdings möchte ich vielleicht einen Wermutstropfen in die hier bisher verbreitete "Behinderte Kinder sind akzeptiert"-Stimmung träufeln.

Der gesellschaftliche Umgang mit Behinderten orientiert sich weitgehend am Muster des Umgangs mit anderen Minderheiten in Japan. Solange man sie nicht sieht, ist alles kein Problem, aber man soll sie auch bitte nicht sehen müssen. Und wenn sie einem dann doch offensichtlich über den Weg laufen, dann schaut man in die andere Richtung und kann sich damit beruhigen, daß man sie eben doch wieder nicht gesehen hat - auch wenn das natürlich ein klarer Fall von Autosuggestion ist, aber die ist in Japan sehr verbreitet.

Wie gesagt: Ich kann im Moment keine wissenschaftlichen Untersuchungen zu diesem Thema anführen und habe mich bisher auch noch nicht so intensiv damit auseinandergesetzt, daß ich hier wagen würde, irgendwelche Thesen aufzustellen, aber das, WAS ich bisher kenne, ist nicht sehr ermutigend.

Wer einen literarischen Zugang sucht, dem kann ich nur die Bücher von Ôe Kenzaburô empfehlen. Der japanische Literatur-Nobelpreisträger von 1994 hat selbst einen behinderten Sohn und seine Bücher kreisen um dieses Thema. In Hinblick auf "Umgang der Gesellschaft mit Behinderten" empfiehlt sich vielleicht vor allem sein Buch "Shizukana seikatsu", auf Deutsch als "Stille Tage" erhältlich. Dort wird in einzelnen Episoden das Leben einer kleinen Familie mit einem behinderten Sohn dargestellt. Und es kommen auch Kontakte mit der "Außenwelt" und Reflexionen über deren Verhalten darin vor.

Im Übrigen bin ich einmal sehr gespannt, was die Japaner, die FF7Cayn befragt hat, antworten werden. Ich fürchte, daß sie - sofern sie nicht selbst direkt irgendwie betroffen sind - darüber praktisch nichts wissen (und auch nicht wissen wollen) und deshalb recht pauschale Antworten geben werden... sofern sie überhaupt zu diesem Thema antworten. Wie gesagt: Ich bin gespannt.

Ich selbst bin seit einigen Monaten dabei, eine Freundschaft zu einer japanischen Mittelschullehrerin aufzubauen, die sich zur Zeit im Babyjahr befindet und deswegen Zeit hat, nebenbei ein Fernstudium zu absolvieren. Sie macht da ein Aufbaustudium in Behindertenpädagogik und Gebärdensprache, weil es an ihrer Schule (einer "normalen" Mittelschule) auch Behindertenklassen gibt, und sie nach ihrem Babyjahr auch in diesen arbeiten möchte. Ironie der Geschichte: Natürlich hat sie MICH gefragt, wie denn der Umgang mit Behinderten in Deutschland aussehe, ob es auch behinderte Kinder in normalen Schulen gebe usw. usf. Da merkte ich wieder einmal, wie wenig man über Themen weiß, die einen nicht direkt betreffen...

EDIT... hier vielleicht noch der Artikel 1 aus dem immer noch gültigen "Fundamental Law of Education", der ein bißchen ein Licht darauf wirft, welche Menschen man beim Erlaß dieses Gesetzes im Hinterkopf hatte - und welche anderen in der Gedankenwelt der Gesetzgeber von vornherein überhaupt nicht existieren... Das Gesetz ist in Japan das oberste Schulgesetz, also quasi das Grundgesetz aller weiteren Schulgesetzgebung und gilt deswegen natürlich für alle Schüler. Seltsam nur, daß bereits in diesem obersten Schulgesetz, das ja naturgemäß im Vergleich zu allen nachgeordneten Gesetzen noch am allgemeinsten gefaßt ist, ein Teil der Schüler ganz einfach totgeschwiegen wird... Andererseits: So "seltsam" ist das nun auch wieder nicht, schließlich sind "wir Japaner" "ein homogenes Volk"...

Zitat:

Artikel 1: Ziel der Erziehung
Erziehung soll die volle Entwicklung der Persönlichkeit zum Ziel haben, sie soll danach streben, geistig und körperlich gesunde Menschen zu formen, die Wahrheit und Gerechtigkeit lieben, individuelle Werte schätzen, die Arbeit achten, ein tiefes Verantwortungsgefühl besitzen und von einem unabhängigen Geist beseelt sind, um sie so zu Erbauern eines friedvollen Staates und einer friedvollen Gesellschaft werden zu lassen.



( Übertragung und Hervorhebung von mir;
Quelle z. B. hier: http://www.u-gakugei.ac.jp/~takeshik/funda.html )


(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.09.04 12:38 von Ma-kun.)
14.09.04 12:29
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Mika die Große


Beiträge: 98
Beitrag #2
RE: Behinderte Menschen in Japan
Als ich hier in Disneyland war, sind mir ein paar im Rollstuhl sitzende Japaner mit Begleitperson ueber den Weg gelaufen (oder besser: gerollt). Es waren auch ein paar Kinder dabei, allerdings, was mir eigenlich erst jetzt auffaellt, sassen die alle in Baggys (auch ein Junge, der schon mindestens zehn war und eigentlich in einen Rollstuhl gehoert haette (er haette sich auch alleine fortbewegen koennen darin))
Erst an dem Tag ist mir aufgefallen, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt (immerhin mehr als ein Monat) noch keinen einzigen Behinderten (bis auf einen etwas unangenehmen geistig Behinderten, der Im Bus vor mir sass und den alle geflissentlich uebersehen haben (ich zugegebenermassen auch).
Erst vor ein paar Tagen ist mir in der Stadt ein Rollstuhlfahrer begegnet.

Faitto!
14.09.04 13:08
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Dirk26


Beiträge: 6
Beitrag #3
RE: Behinderte Menschen in Japan
Vielen Dank fuer das Zitat des Grundgesetzes der Erziehung. Sehr interessant. Allerdings ist in diesem Gesetz eine Unklarheit der Definition: Wie definiert man „geistig und koerperlich gesund“ wenn es um eine angeborene Behinderung geht? Wird die Arbeit dann nicht Erziehung genannt? Wenn das so ist: wie wird diese Arbeit genannt?
Dann muss man sich auch fragen, ob das Erziehungssystem sich auch selber ueberprueft, um zu pruefen, ob die Kinder am Ende der Erziehung auch geistig und koerperlich gesund sind. Gibt es denn aehnliche Enwicklungen wie im Westen: ADHS, Uebergewicht, Alkoholismus…?
14.09.04 16:25
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Botchan


Beiträge: 642
Beitrag #4
RE: Behinderte Menschen in Japan
Zitat: Allerdings ist in diesem Gesetz eine Unklarheit der Definition: Wie definiert man „geistig und koerperlich gesund“ wenn es um eine angeborene Behinderung geht?

Nun, ich denke nicht, daß das eine "Unklarheit der Definition" ist. Das ist ganz einfach die Folge, wenn man (bewußt oder unbewußt) nicht in Betracht zieht, daß sich nunmal nicht jedes Kind zu einem "geistig und körperlich gesunden" Menschen entwickeln kann. Ich habe dieses Zitat eigentlich nur gebracht, um damit einen der Gründe anzuführen, weswegen ich meine Zweifel daran habe, das Behinderte in Japan "akzeptiert" sind. Sie sind - zumindest nach dem Wenigen, was ich bisher dazu weiß - in erster Linie "ignoriert". Und es gehört auch nicht viel Phantasie dazu, sich die Frage zu beantworten, ob man sie z. B. in diesem Gesetz bewußt oder unbewußt "vergessen" hat...

Ein weiterer Fall von vorsätzlicher Ignoranz ist zum Beispiel die Einführung von Noten für "Japanisches Verhalten", die momentan in der Testphase sind und deswegen bisher nur an einigen ausgewählten Schulen erteilt werden, die aber anschließend in ganz Japan eingeführt werden sollen. Wie, bitte schön, kann man - angesichts des Vorhandenseins diverser nicht-japanischer Volksgruppen in Japan (z. B. Koreaner) - so ignorant sein, und auf die Idee verfallen, allen (!) Schülern Noten für "Japanisches Verhalten" zu erteilen? Soll der Schüler, der einer ethnischen Minderheit angehört, jetzt also gezwungen werden, auf die Partizipation an den Traditionen seiner Ethnie zu verzichten, weil er sich sonst ja "unjapanisch" verhalten würde, was sich negativ auf seine Note für "Japanisches Verhalten" auswirken könnte? Die Einführung solcher Noten wird von den Interessenverbänden der einzelnen Minderheiten in Japan als ein Affront sondergleichen betrachtet. Wer definiert, was "japanisches Verhalten" bedeutet? - Nun, das sind natürlich die gesunden, japanischstämmigen Japaner im Bildungsministerium, die bei der Abfassung von Richtlinien - wider alle Realität und alle Vernunft - nichts anderes als gesunde, japanischstämmige Japaner vor ihrem geistigen Auge haben. Scheuklappen in Reinkultur...

Wie gesagt: Das ist nur ein weiteres Beispiel dafür, daß gerade die japanische Schulpolitik noch immer dem Irrglauben anhängt, in Japan gingen nur gesunde, japanischstämmige Kinder zur Schule, die prinzipiell alle dieselben Ideale und alle dieselben Chancen hätten. Daß das weit an der Wirklichkeit vorbeigeht, wird (so banal das auch klingt) schlichtweg ignoriert - weil nicht sein kann, was nicht sein darf. (Ich sprach oben von der bemerkenswerten Fähigkeit vieler Japaner zur Autosuggestion... Daß sich gerade Behörden ihre eigene Wirklichkeit zimmern, ist ein Phänomen, das man überall auf der Welt findet... in Japan ist es vielleicht wieder nur - wie so oft - noch eine Spur ausgeprägter.)

Zu den Problemen, die ursächlich mit dem japanischen Schulsystem zusammenhängen, gehören zum Teil auch die des Westens (z. B. Alkoholismus), zum anderen Teil aber auch diverse, die gleichsam für Japan charakteristisch sind. Allerdings ist das nun wieder Stoff für einen anderen Thread.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.09.04 20:15 von Botchan.)
14.09.04 17:17
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Warai


Beiträge: 670
Beitrag #5
RE: Behinderte Menschen in Japan
Meine Japanisch-Lehrerin hat mir erzaehlt, dass, als sie nach Deutschland mit einer Reisegruppe gereist ist, sich alle in der Gruppe gewundert haben, als sie auf einmal einen Imbissbudenverkaeufer sahen, der im Rollstuhl sass. In Japan gebe es nur sehr sehr wenig Arbeitsplaetze fuer Rollstuhlgefesselte und als Verkaeufer gibt es fuer sie keine Chance.
Aus der Schule weiss ich, dass kleinere Behinderungen durchaus akzeptiert werden und niemand ein Problem damit hat. Wie es in Sachen Rollstuhlfahrern aussieht, weiss ich nicht wirklich viel. Ich habe auch schon welche gesehen und ich fand nicht, dass sie irgendwie komisch angeguckt wurden, aber wie gesagt, ich weiss nicht wirklich viel ueber dieses Thema.

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17.09.04 10:37
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Paule


Beiträge: 42
Beitrag #6
RE: Behinderte Menschen in Japan
FF7Cayn:
"Zu den Behinderten:
Nun ich denke das kommt auf den Behinderungsgrad an.
Vor allem welche Art von Behinderungen.
Meiner Erkenntnis nach werden behinderte Kinder in besonderen Schulen unterrichtet.
Aber auch das würde ich gerne an die Personen weiterleiten, die dort Wohnen und dies wohl genauer wissen werden. (Hoffe ich zumindest)
Ich nehme an, von der mit bisher bekannten Japnischen Menthalität sind behinderte Kinder akzeptiert.
Inwieweit akzeptiert, kann ich dir leider nicht sagen. "


Wenn man keine Ahnung von einem Thema hat, sollte man sich auch nicht dazu mit irgendwelchen aus der Luft gegriffenen Phrasen äußern.

Zum Thema:
Schaut man in Deutschland hinter die Kulissen, sieht man eine Unmenge Leute, die behinderte Menschen nicht akzeptieren können und sich soweit wie möglich von denen fern halten. Meine Erfahrungen zeigen, dass in ungefähr jeder vierten Familie, in der ein Mensch mit Behinderung lebt, irgendjemand dadurch einen psychischen Knacks bekommen hat. Meist ist es die Mutter, die dann abdreht.
Da Deutschland aber leider über eine unterdurchschnittliche Behindertenaufklärung verfügt ( wo lernt man schon mal was über Behinderungen?), wird die japansiche noch deutlich schlechter sein.
19.09.04 20:54
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Anonymer User
Unregistriert

 
Beitrag #7
RE: Behinderte Menschen in Japan
Zitat:Wenn man keine Ahnung von einem Thema hat, sollte man sich auch nicht dazu mit irgendwelchen aus der Luft gegriffenen Phrasen äußern.

Wenn man sonst nix zu tun hat ausser Rumzumaulen, sollte man Garnichts schreiben.
Ich habe wohl Ahnung davon, aber nicht aussreichend, weil ich mich nicht sonderlich damit befasst habe.
Aus diesem Grund hatte ich auch meine japanische Bekannte dazu gefragt.
Du strotzt ja auch nicht gerade von Wissen.
Ein Post befasst sich mit Deutschland, hat aber in Japan, wo die Kultur eine völlig andere ist absolut keinen Halt.
Fass dir ma an deine eigene Nase.

Zitat:Answer: Ja.
Es gibt die Schule oder die Klassenzimmer fuer behinderten.

Es ist eine schwere Frage.
Ich moechte sagen, dass sie in Japan akzeptiert werden.
Aber ich denke, dass das noch gar nicht genug nett ist.
Es ist schwer eine Wohnung zu suchen.
Nicht nur eine Wohnung zu suchen sondern auch Einkaufen zu gehen, zu reisen
und so weiter.
19.09.04 23:52
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Mika die Große


Beiträge: 98
Beitrag #8
RE: Behinderte Menschen in Japan
Mir ist gestern aufgefallen, dass - vermutlich im Rahmen der Paralympics- in Japan auf Kanal 5 und 3 eine Sendung ueber bzw. Nachrichten fuer Taubstumme liefen.

Allerdings duerften Taubstumme auch kein so grosses Problem in der jap. Gesellschaft haben, immerhin ist die Behinderung nicht so offensichtlich auf den ersten Blick. Schaetze ich jedenfalls mal.

Faitto!
22.09.04 01:17
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MIFFY


Beiträge: 601
Beitrag #9
RE: Behinderte Menschen in Japan
Die Nachrichten für Taubstumme gibt es jeden Tag im japanischen Fernsehen.
Sehr praktisch zum Lernen, da die Kanjis mit Furigana versehen sind. zwinker
22.09.04 08:14
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Mika die Große


Beiträge: 98
Beitrag #10
RE: Behinderte Menschen in Japan
Sind Taubstumme dann eine Ausnahme vom Ignoriert werden? oder was? kratz
Hab ueberhaupt den Eindruck, dass in Japan viel mehr Paralympics gesendet wird als in Deutschland

Faitto!
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 24.09.04 06:11 von Mika die Große.)
23.09.04 02:51
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Behinderte Menschen in Japan
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