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Wie wichtig ist die Onomatopoetika?
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Beitrag #1
Wie wichtig ist die Onomatopoetika?
Hallo,

in meinem Lehrbuch "Grundstudium Japanisch 2" fangen jetzt ganze Vokabellisten nur mit Onomatopoetika an. Leider habe ich große Probleme damit sie alle auseinander zu halten (Beispiel: キャアキャア/ギャアギャア) oder den wirklichen Sinn davon zu verstehen (Bsp.: ドロドロ/パサパサ/イライラする/ガンガンする, etc.).

Ist so etwas außerdem sehr gebräuchlich? Wird das nur in der Umgangssprache verwendet oder gibt es das auch in älteren Romanen / wissenschaftlichen Testen? Habt ihr ein paar Tipps, wie mensch das meistern kann?

Großen Dank im Voraus!
25.04.15 21:33
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junti


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Beitrag #2
RE: Wie wichtig ist die Onomatopoetika?
Also in wissenschaftlichen Texten findest du sie eher selten. Davon abgesehen ist Japanisch VOLL mit ihnen. Sie sind schwer zu verstehen und auseinanderzuhalten, um jedoch natuerliches Japanisch zu sprechen sind sie in meinen Augen unabdingbar. Sie sind definitiv wichtig, weil SEHR viele Dinge, die bei uns per Adjektiv ausgedrueckt werden im Japanischen im Endeffekt auf den meisten Sprachebenen mit Onomatopoetika ausgedrueckt werden.
Gibt auch extra Buecher dafuer. Und im Basic Japanese Grammar war eine gute Uebersicht ueber das Grundprinzip der Onomatopoetika (z. B. mit Dakuten vs. mit Handakuten vs. ohne), wenn ich mich recht entsinne.

http://www.flickr.com/photos/junti/
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.04.15 02:13 von junti.)
26.04.15 02:11
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Beitrag #3
RE: Wie wichtig ist die Onomatopoetika?
Danke schon mal für die Antwort.

Wird das eigentlich auch von "gebildeteren" Leuten benutzt? Kann ja vielleicht nur mein Eindruck sein, aber Layton und Reiji benutzen das sehr viel seltener als die Nebencharaktere, mit denen sie sprechen. Dies ist mir vorher vor allem bei dem etwas dümmlichen Detektiv 糸鋸圭介 aufgefallen.
26.04.15 16:16
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junti


Beiträge: 1.560
Beitrag #4
RE: Wie wichtig ist die Onomatopoetika?
Besonders die 擬音語 werden von so gut wie jeder Schicht genutzt, habe ich das Gefuehl. Die 擬態語 zwar auch, aber vielleicht weniger in der hoeflichen Sprache. Aber ich habe das Gefuehl, dass das schwer auszumachen ist. Als gut verstaendliches Japanisch angesehen, wird meiner Erfahrung nach jedoch definitiv Japanisch mit Onomatopoetika.

http://www.flickr.com/photos/junti/
26.04.15 16:44
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Beitrag #5
RE: Wie wichtig ist die Onomatopoetika?
Dann bleibt mir wohl nichts anderes übrig als mir das in den Schädel zu prügeln. Ehrlich gesagt sind mir da die Kanji viel angenehmer.

Danke für deine Antworten, junti.
26.04.15 17:11
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junti


Beiträge: 1.560
Beitrag #6
RE: Wie wichtig ist die Onomatopoetika?
Da gewoehnt man sich aber dran. Du solltest nicht zu viel pruegeln. Vor allem bei Sachen, die auch anders verstaendlich auszudruecken weisst.

http://www.flickr.com/photos/junti/
26.04.15 17:16
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yamaneko


Beiträge: 2.500
Beitrag #7
RE: Wie wichtig ist die Onomatopoetika?
Ich habe in der letzten Zeit Beiträge geschrieben, die OT waren, die ich nur für einen kleinen Freundeskreis gepostet habe und wenn keine Reaktion war, habe ich wieder gelöscht. Ein solcher Beitrag war über
Thread-onomatopoetika-schrift

aber jetzt habe ich noch gesucht mit
onomatopoesie Nora Bartels
Nora ist die Gründerin dieses Forums. Damals hatte sie die Idee, dass sie gerne Fragen in einem Forum stellen möchte... Sie hatte die Mitgliedsnummer !, (und ich hatte 2005 die Nr.3000)* dann aber hat sie Abitur gemacht, zu studieren begonnen, in China fortgesetzt, hat geheiratet und gelegentlich sammelt sie die 167 Euro, die sie für das Forum alle zwei Jahre zu bezahlen hat.
Lesenswert zum Thema:
http://www.nora-bartels.de/nora-bartels/
Mit Lebenslauf und Foto, was mich freut! Auszug:
Nach einem Studium der Japanologie und Sinologie an der Freien Universität Berlin, das ich mit einer Magisterarbeit über die ersten Faust-Übersetzungen in Japan und China beendete, habe ich zwei Jahre an der Universität Osaka bei Herrn Prof. Iikura geforscht. Ich arbeite als Dozentin für japanische Literatur an der Universität Heidelberg und bin freischaffende Übersetzerin (japanisch-deutsch).
....
Veröffentlichungen:

TANIKAWA, Shuntarō: »Gedichte«, in: Hefte für Ostasiatische Literatur, Nr. 43 (2007): 77–89; aus dem Japanischen von Yoriko YAMADA-BOCHYNEK und Nora Bartels. (Auszüge aus chagall to ko no ha シャガールと木の葉 »Ein Chagall und ein Blatt«)

BARTELS, Nora: »Goethes Faust bei Mori Rintaō und Guo Moruo: Vorstudien zu einem Verständnis der Übersetzungen«, in: Japonica Humboldtiana, Nr. 15 (2013): 77–150.

BARTELS, Nora: »Mori Ôgais Faust«, in: Ôgai — Mori Rintarô. Begegnungen mit dem japanischen homme de lettres. Herausgegeben von Klaus Kracht, Wiesbaden: Harrassowitz Verlag (2014): 258–268.

Und was sie zur Onomatopoetica zu schreiben weiß, mußt ihr selbst suchen, ich gehe schlafen.gähn
yamaneko

28.04.15 00:23
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Wie wichtig ist die Onomatopoetika?
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