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Einfuehrung von Studiengebuehren und Auswirkungen auf die Japanologie
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Denkbär


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Beitrag #11
RE: Einfuehrung von Studiengebuehren und Auswirkungen auf die Japanologie
Ich kann dazu nur sagen, dass ich auch bei "nur" 500 Euro Studiengebühren nicht einmal an ein Studium gedacht hätte. Es war so schon schwer genug, mit immer neuen Kosten irgendwie umzugehen, und das hat mein Studium ziemlich in die Länge gezogen. Kann ja sein, dass einige nicht so begüterte Leute die finanzielle Belastung auffangen können, aber nach meiner Schätzung werden doch - dem Trend der letzten Jahre folgend - hauptsächlich die studieren, die einen guten finanziellen Hintergrund haben. Die meisten meiner Kommilitionen hatten jedenfalls ein nettes Leben, was mir vor allem immer bei Gruppenarbeiten auffiel, zu denen ich abgehetzt nach der Arbeit erschien, während manch anderer in der Gruppe gerade erst aufgestanden war. ^^
30.01.05 15:50
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Beitrag #12
RE: Einfuehrung von Studiengebuehren und Auswirkungen auf die Japanologie
Es stimmt, daß man viell. ein bis zwei Semester länger braucht, wenn man sein Studium selbst finanziert. Aber, wer behauptet, daß man nur studieren kann, wenn man einen "guten finanziellen Hintergrund" hat, hat im besten Falle ein Organisationsproblem oder ist im schlechtesten Fall nur stinkfaul. Ein paar hundert Euro an Lebenshaltungskosten kann sich jeder, und damit meine ich JEDER erarbeiten. Wer sich das nicht zutraut, soll eben nicht studieren. Wegen der zusätzlichen Gebühren hatte ich ja bereits erwähnt, daß man um einen Kredit nicht umhinkommt. Bei NUR 500 Euro pro Semester braucht man nur ca. 10 Stunden zusätzlich im Monat arbeiten; das nicht mal ein Tag! Das wäre aber wahrscheinlich unzumutbar. zunge
30.01.05 16:05
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Denkbär


Beiträge: 677
Beitrag #13
RE: Einfuehrung von Studiengebuehren und Auswirkungen auf die Japanologie
Vielen Dank. Ich denke, bei mir trifft das "stinkfaul" zu und werde mich dementsprechend gleich erschießen.
30.01.05 16:09
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Bitfresser


Beiträge: 1.702
Beitrag #14
RE: Einfuehrung von Studiengebuehren und Auswirkungen auf die Japanologie
Ich finde, dass Du das jetzt ueberspitzt Bikkuri. Waehrend meines Grundstudiums war an Arbeit nicht zu denken. Bei einem ausgefuellten 6-Stunden-Vorlesungstag, dann die Nachbearbeitung, Hausaufgaben, Praktika und Industriepraktiukum, war an Arbeit nicht zu denken. Zudem wurden wir automatisch zu allen anstehenden Pruefungen angemeldet, was es uns nicht erlaubte zu bummeln. Andere Universitaetet legen eine bestimmte Anzahl an abzulegenden Pruefungen fest, die nach 2 oder 4 Semestern zu bestehen waren, sonst konnte man auch einpacken.

Denkbaer hat voellig recht. Es gibt die betuchten Studenten, die es sich leisten koennen auch mal eine Klausur 1 Woche vor dem Termin anfangen vorzubereiten und es gibt die Studenten, die jeder Mark hinterherrennen muessen, weil das Studentenleben innerhalb der letzten 4 Jahre sich um 100% verteuert hat.

Ich bin der Ueberzeugung, dass es Studiengaenge gibt, in denen man sich das Geld fuer sein Studium nebenher verdienen kann, aber das Thema hatten wir doch schon mal, oder kratz

Ich persoenlich finde es traurig, dass Du Dich in die Reihen der Ahnungslosen einordnest und Studenten, die sich nicht selbst ueber Wasser halten koennen als faules Pack ueber einen Kamm schehrst. Das ist absolut unzutreffend und gelinde gesagt eine Schweinerei.

EDIT: Der Teddybaer hat schneller gemotzt als ich

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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.01.05 16:24 von Bitfresser.)
30.01.05 16:17
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Anonymer User
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Beitrag #15
RE: Einfuehrung von Studiengebuehren und Auswirkungen auf die Japanologie
:l0a_d1v: Beitrag von:"Holger" Die neuen Bachelor-Studiengänge sind/werden unter der Prämisse konzipiert, dass die Studierenden eine Workload haben, die denen von Berufstätigen entspricht: also eine 40-Stunden-Woche und vielleicht 4 Wochen Urlaub pro Jahr.
Da wird es kaum noch möglich sein, viel nebenbei zu verdienen - zumal ziemlich genau feststeht, welche Kurse wann zu machen sind, und jede verpatzte Klausur ein ganzes Studienjahr kosten kann.
Da muss man entweder ein Überflieger sein, Geld von zuhause haben oder sich verschulden. (Andererseits soll das BA-Studium ja nur noch drei Jahre dauern).
Ich denke aber, dass es noch einige Jahre dauern wird, bis die Gebühren auf 2500 steigen.
30.01.05 16:49
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Bitfresser


Beiträge: 1.702
Beitrag #16
RE: Einfuehrung von Studiengebuehren und Auswirkungen auf die Japanologie
Zitat:Die neuen Bachelor-Studiengänge sind/werden unter der Prämisse konzipiert, dass die Studierenden eine Workload haben, die denen von Berufstätigen entspricht: also eine 40-Stunden-Woche und vielleicht 4 Wochen Urlaub pro Jahr.

Das kann fuer einige ja nur noch angenehmer werden.
Sorry, aber ich finde es ist unsinnig darueber zu streiten, wie viel Zeit der ein oder andere Student hat. Ein Germanistikstudent, der die ganze Zeit zu Hause Buecher lesen muss und ein Architekturstudent, der die ganze Zeit zu Hause Zeichnungen anfertigen muss, hat bestimmt mehr Arbeit, als ein Philosophiestudent oder jemand, der auf Lehramt Hauptschule studiert.

So nebenbei, fuer wen werden eigentlich Studiengebuehren und 'modernere' Studienmodelle eingefuehrt? Es sind die ewigen Noergler und Pessimisten. Die deutschen Studenten sind faul, brauchen zu lange zum studieren und das deutsche Diplom sowie der deutsche Magister ist das letzte wonach in der Welt irgendjemand kraeht. Wir leben in einem Land, dass nach Aussauge solcher Deppen eigentlich wissenschaftlich eine aeusserste Randstellung einnehmen sollte. Fragt sich bloss, warum deutsche Wissenschaftler trotz alledem auch im Ausland noch gefragt sind?

EDIT: Holger, sorry, aber mit Deppen, meine ich natuerlich nicht Dich. Ich fasse Deinen Beitrag nicht als noergeln auf, er war nur der Anstoss zu diesem Beitrag hier.

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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.01.05 17:08 von Bitfresser.)
30.01.05 17:04
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Ex-Mitglied (bikkuri)
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Beitrag #17
RE: Einfuehrung von Studiengebuehren und Auswirkungen auf die Japanologie
Was die Leute immer so aus meinen kurzen Kommentaren herauslesen. kratz
Bitte richtig lesen! Ich habe nicht gesagt, jeder Student sei "stinkfaul" und habe auch keineswegs jemanden aus diesem Forum angesprochen.


Mind. 30-40 Wochenstunden reine Vorlesungszeit sind normal, das ist nichts Ungewöhnliches daran. Vor- und Nachbereitungszeit kann man da auch noch massig dranhängen. Außerdem gibt es noch das Wochende und Semesterferien. Selbst wenn man Praktika machen muß, bleibt danach noch genug Zeit zu arbeiten. Wenn man nat. von einer 70 Stunden Woche ausgeht (mit WE), dann wird das nat. nix.

@denkbär
さようなら。長い間ありがとうございました。 zwinker
30.01.05 17:14
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Ex-Mitglied (bikkuri)
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Beitrag #18
RE: Einfuehrung von Studiengebuehren und Auswirkungen auf die Japanologie
Zitat:Germanistikstudent, der die ganze Zeit zu Hause Buecher lesen muss und ein Architekturstudent, der die ganze Zeit zu Hause Zeichnungen anfertigen muss, hat bestimmt mehr Arbeit, als ein Philosophiestudent oder jemand, der auf Lehramt Hauptschule studiert.

Warum müßen Philosophiestudenten weniger lesen? Weil sie den ganzen Tag träumend durch die Gegend laufen?
Philosophie ist inhaltlich betrachtet einer der arbeitsaufwendigsten Studiengänge überhaupt. Wie das umgesetzt wird, ist nat. eine andere Geschichte. Ich gehe mal nicht vom "Muß", sondern vom "Ideal" aus. Würde ich nur auf ersteres Wert legen und nur meine obligatorischen Scheine (Credits) machen, so könnte man beispielsweise Japanologie mit zwei NF auf Magister in 5 Semestern in München über die Bühne bringen. Nur hat man dadurch aus einem sinnlosen Abschluß nichts gewonnen.
Insofern hast du mit dem Argument recht, daß es Studiengänge gibt, bei denen man theoretisch mehr Zeit hat, da die Anforderungen, im Sinne von Pflichtveranstaltungen, wesentlich geringer sind, als bei anderen. Für den Pragmatiker eine feine Sache, für am Studium an sich Interessierte unerträglich.
Schande über mich, bikkuri, dem Idealisten.
30.01.05 17:30
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Bitfresser


Beiträge: 1.702
Beitrag #19
RE: Einfuehrung von Studiengebuehren und Auswirkungen auf die Japanologie
Bikkuri, bei aller Liebe, aber wie hast Du denn studiert? Ich persoenlich brauch auch meine Zeit zum abschalten. Oder sollte ich rechnen, dass eine Woche 168 Stunden hat, 49 Stunden gehen aufs Schlafen drauf, 30 Stunden auf die reine Vorlesungszeit, nochmal 30 Stunden fuer den Rest wie Praktikum, Vor- und Nachbereitung, Seminare, ... . In den Ferien Industriepraktikum. Und wehe man wird mal mehr als 2 Tage krank, dann muss man im Nachhinein noch mal 3 Wochen dranhaengen. (Irgendwann muss man sich ja mal auch um Dinge wie essen kuemmern grins )

Du hast recht, strukturieren muss man schon. Aber ich sehe nicht wie sich ein Student, bei den derzeitigen steigenden Lebenserhaltungskosten noch ueber Wasser halten sollte. Wann hast Du eigentlich studiert?

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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.01.05 17:38 von Bitfresser.)
30.01.05 17:35
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newbabe


Beiträge: 65
Beitrag #20
RE: Einfuehrung von Studiengebuehren und Auswirkungen auf die Japanologie
Ich würde gerne auch mal dazu was fragen:
Wenn man Japanologie studiert, scheint man ja danach nicht die besten Jobaussichten zu haben. Anscheinend muss man aber für eine Studium einen Kredit aufnehmen (Auch BaFög ist ein Kredit), wenn man nicht gerade gut betucht ist. Mit Studierengebühren wächst der Betrag dieses Kredits doch stark an. Ist es dann nicht sehr belastend, wenn man weiss, man ist mit Studium fertig und muss richtig viele Euros zurückbezahlen? Dazu kommt noch das man nicht mal weiss, ob man einen Job bekommt?

Oft hört man ja in Zusammenhang mit Studierengeühren das Argument: "Die Studenten haben ja nachher die besser bezahlten Jobs, dann können sie ja auch dafür etwas zahlen." Aber gerade bei Japanologie scheint mir das nicht so.

Meine Frage ist daher: Denkt Ihr, dass Japanologie dann ein Studium der "Reichen" wird? Oder eher ein Studium mit Leuten, die wirklich sehr sehr an Japanologie interessiert sind?

Mich würde auch interessieren, ob ihr denkt, ob der Bachelor in Fach Japanologie sinnvoll ist oder nicht, wenn das nicht zu OT ist.
31.01.05 14:45
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Einfuehrung von Studiengebuehren und Auswirkungen auf die Japanologie
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