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Japanisch-Lernbücher
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mangafan


Beiträge: 18
Beitrag #21
RE: Japanisch-Lernbücher
Beim durchlesen der Rezension über das Grammatikbuch gab es einen Link zu einem anderen Buch und ich glaube ich werde, wenn ich so weit bin, letzteres nehmen, weil es 2011 verbessert wurde und mehr Inhalt bietet.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12.06.11 17:19 von mangafan.)
12.06.11 17:18
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レオ


Beiträge: 84
Beitrag #22
RE: Japanisch-Lernbücher
Lieber mangafan,
also ich würde nicht mit den Kanji. Ich habe zwar Heisig jetzt durch, aber wenn ich das vor dem Einstieg in die Sprache gemacht hätte, wäre es mir zu langweilig und trocken gewesen. Bei mir (auch im Selbststudium) war die Reihenfolge so:
  • Erst mal habe ich die Kana gelernt, einfach aus einer Tabelle aus dem Internet abgeschrieben und immer wieder bei Gelegenheit durchgenommen - ich weiß noch genau, dass ich die Hiragana hauptsächlich in der Straßenbahn und die Katakana im Winterurlaub am Schilift gelernt habe. Wichtig: Gewöhne dich bei den Kana von Anfang an daran, sie mit korrekter Strichfolge zu schreiben!
  • Dann habe ich erst einmal wild durcheinander gesucht, was das Internet für Anfänger hergibt, vor allem der oben erwähnte Grammatikkurs von Tae Kim.
  • Ich wollte aber doch in etwas strukturierterer Form Vokabel, Grammatik und ein wenig Kanji lernen und habe mir daher Genki I zugelegt. Das Buch ist zwar in den Übungen sehr für Gruppenuntericht ausgelegt, aber ich finde es didaktisch sehr gut aufgebaut und es hat mir viel Spaß gemacht, mir von einer Lektion zur nächsten zu hangeln. Das einzige, was dabei wirklich nervt, sind die piepsigen Frauenstimmen bei den CD's...
  • Nach Genki I war ich an einem Punkt, wo ich endlich einen Überblick über die Kanji gewinnen wollte, die in diesem Buch etwas chaotisch aneinandergereiht sind, ohne dass man beispielsweise etwas über Radikale erfährt. Deswegen habe ich mit Heisig begonnen. Ich finde es gut für die Motivation, wenn man schon ein paar Kanji kennt, wenn man mit Heisig beginnt (bei mir warens ca. 150), weil man sich dann jedes mal freut, wenn man auf "alte Bekannte" trifft.
  • Zeitgleich dazu habe ich Hörverständnis mit dem vertonten Core2k-Deck von Anki geübt (du findest hier mehr darüber): Man kann also Heisig durchaus parallel zu anderen Lerninhalten machen.
  • Und was ich jetzt mache, ist überhaupt das "lustigste": Ich gehe alle meine alten Vokabelhefte durch und schreibe die Wörten neu, nur dass ich jetzt die Kanji dafür verwenden kann und dabei auch deren wichtigste "Lesungen" lerne. Sehr hilfreich dabei ist das Langenscheidt-Lexikon "Kana und Kanji", in dem du alle Zeichen findest, die man braucht, um eine japanische Zeitung o.ä. lesen zu können (lesen wohlgemerkt, nicht unbedingt verstehen!). All diese Lexika gibt es zwar auch im Internet, aber immer nur am Bildschirm lernen halte ich nicht aus..
  • Und dann mach ich vielleicht als nächstes Genki II, weil da viele Grammatik-Konstruktionen drin sind, die im Alltag wertvoll sind.
Vielleicht habe ich dir mit diesem kleinen CV geholfen...
LG レオ
12.06.11 17:55
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mau


Beiträge: 173
Beitrag #23
RE: Japanisch-Lernbücher
Hmm... ich weiß irgendwie nicht so richtig, ob das ein guter Weg wäre.


Das Manga-Buch hat doch wahrscheinlich keine Übungen, kein Hörverständnis und ähnliches? Ich persönlich würde das zur (guten? schlechten?) Zweitlektüre machen.

Grundkenntnisse Japanisch ist ein gutes Buch, das wirklich weit über manch andere "Einstiegsbücher" hinausgeht. Dafür empfinde ich es als harte Kost.
Versteh mich nicht falsch, ich lerne selbst teilweise mit dem Buch, aber ich habe mich bewusst dafür entschieden, als ich bereits etwas Ahnung von der Sprache hatte.
Dennoch: Die Lektionen sind lang, zu lang. Was andere in 5-6 Lektionen häppchenweise einführen, kommt hier in einer. Alles gleichzeitig. An die 130 bis 150 Vokabeln je, viel Grammatik und dafür sehr wenig Übungen (immer noch viel, aber nicht so viel, als dass alles hängen bleiben könnte).
Andererseits sind die Erklärungen wirklich gut... das Buch nutze ich öfters als mein Grammatikbuch zum Nachschlagen.

Bei Heisig verhält es sich meines Erachtens auch ähnlich... man braucht Durchhaltevermögen, bis man damit Nutzen erlangt.

Wenn Du also nicht bereits jetzt das unbändige Gefühl hegst, Dich für die nächsten 10 Jahre an deinen Schreibtisch ketten zu wollen, empfehle ich Dir etwas leichtere Kost.

Orientiere Dich vielleicht eher an dem Einsatzgebiet für Dein Japanisch (Manga lesen oder mal ein Auslandssemester? - alltägliche Gespräche?!). Da fände ich Minna no Nihongo, Japanisch für Schüler oder ähnliches vielleicht besser...
12.06.11 18:57
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konchikuwa


Beiträge: 951
Beitrag #24
RE: Japanisch-Lernbücher
Doch, in dem Mangabuch sind Übungen. Das ist wirklich gut! Auf jedenfall nicht weniger "gut" als andere Lehrbücher...

Mit Heisig kann man sofort anfangen. Das ist für Leute gedacht, die noch gar kein Japanisch können. Lesungen werden nicht mitgelernt. Es geht schnell, wenn man damit regelmäßig (täglich) und angemessen lernt, hat man in ein paar Monaten (einiege schaffen es sogar in ein paar Wochen) alle aus dem ersten Buch (etwas über 2000) drauf.
12.06.11 19:18
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mau


Beiträge: 173
Beitrag #25
RE: Japanisch-Lernbücher
@konchikuwa
Übungen? Okay, dann nehme ich alles zurück und behaupte das Gegenteil. zwinker Habs einfach mal angenommen, auch wenn ich das Buch nicht kenne. Leider erinnere ich mich noch an manche "Japanisch-Kurse" für Subkulturen...

Bei Heisig möchte ich keinen neuen Streit losbrechen, aber ich empfinde das Buch nicht als "schnell", zumindest nicht in dem Stadium, in dem es nach Heisig einzusetzen ist. Da ist es mE. Motivationskiller.
12.06.11 19:32
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mangafan


Beiträge: 18
Beitrag #26
RE: Japanisch-Lernbücher
(12.06.11 18:57)mau schrieb:  Hmm... ich weiß irgendwie nicht so richtig, ob das ein guter Weg wäre.


Das Manga-Buch hat doch wahrscheinlich keine Übungen, kein Hörverständnis und ähnliches? Ich persönlich würde das zur (guten? schlechten?) Zweitlektüre machen.
In dem Buch sind Übungen und ich finde es nicht so schlecht, damit man mal einen Überblick bekommt.
Zitat:Grundkenntnisse Japanisch ist ein gutes Buch, das wirklich weit über manch andere "Einstiegsbücher" hinausgeht. Dafür empfinde ich es als harte Kost.
Versteh mich nicht falsch, ich lerne selbst teilweise mit dem Buch, aber ich habe mich bewusst dafür entschieden, als ich bereits etwas Ahnung von der Sprache hatte.
Dennoch: Die Lektionen sind lang, zu lang. Was andere in 5-6 Lektionen häppchenweise einführen, kommt hier in einer. Alles gleichzeitig. An die 130 bis 150 Vokabeln je, viel Grammatik und dafür sehr wenig Übungen (immer noch viel, aber nicht so viel, als dass alles hängen bleiben könnte).
Andererseits sind die Erklärungen wirklich gut... das Buch nutze ich öfters als mein Grammatikbuch zum Nachschlagen.
Deswegen mach ich Heisig ja vorher, damit es bisschen einfacher ist...
Zitat:Wenn Du also nicht bereits jetzt das unbändige Gefühl hegst, Dich für die nächsten 10 Jahre an deinen Schreibtisch ketten zu wollen, empfehle ich Dir etwas leichtere Kost
Dass hatte ich nicht vor, wenn leichtere Kost besser und kürzer ist, dann würde ja das jeder machen und wenn ich zuerst einfachere Sachen mache, muss ich später nochmal alles nachholen, oder?
Zitat:Orientiere Dich vielleicht eher an dem Einsatzgebiet für Dein Japanisch (Manga lesen oder mal ein Auslandssemester? - alltägliche Gespräche?!). Da fände ich Minna no Nihongo, Japanisch für Schüler oder ähnliches vielleicht besser...
Auslandssemester kann ich nicht machen, wir haben nur eine Partnerschule in China.
Wie soll ich japanische Mangas lesen, wenn ich die Sprache nicht kann?
Japaner gibt es in meiner Nähe nicht.
Mir wurde gesagt Minna no Nihongo ist nicht gut, weil es Fehler hat!
Japanisch für Schüler ist unnötig, das ist so wie wenn ich nur die Manga-Bücher und sonst nichts mache...

Zu dem visuellen Wörterbuch, ist noch nichts gesagt worden, brauche ich das?
Ist es gut?

Danke für die Antworten,
Lg
12.06.11 20:52
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konchikuwa


Beiträge: 951
Beitrag #27
RE: Japanisch-Lernbücher
Das visuelle Wörterbuch brauchst du nicht. Wenn du es haben willst, zum rumblättern oder so, dann kauf es ruhig. Ich habe es auch hier, na ja, ist wirklich ganz interessant, aber es ist nicht das beste visuelle Wörterbuch, was es gibt. Außerdem sind da m.E. ein paar Ungenauigkeiten und Fehler drin. Andere visuelle Wörterbücher für Japanisch kenne ich leider nicht. Visuelle Wörterbücher an sich können durchaus recht nützlich sein, zum Beispiel für Übersetzer, wenn sie nicht wissen, welcher Teil eines Gegenstandes o.ä. genau gemeint ist.

Zitat:Orientiere Dich vielleicht eher an dem Einsatzgebiet für Dein Japanisch (Manga lesen oder mal ein Auslandssemester? - alltägliche Gespräche?!). Da fände ich Minna no Nihongo, Japanisch für Schüler oder ähnliches vielleicht besser...

Das sehe ich nicht so. Ob nun Minna no Nihongo oder Genki oder Japanisch für Manga-Fans oder oder: Japanisch ist Japanisch. Es geht doch darum, einfach einzusteigen. Japanisch für Manga-Fans finde ich persönlich noch am wenigsten langweilig. Alltägliche Gespräche können auch über alles Mögliche sein, da gibt es keine spezielle Vokabelliste für. Einfach anfangen, egal womit. Einfach Japanisch lesen hören usw., egal was. Hauptsache, es macht Spaß!

Und zum Heisig-Thema: Es gibt echt genug Diskussionen dazu. Ich würde allerdings als Anfänger auch mit Heisig lernen und zwar genau so, wie Heisig es vorgeschlagen hat. Es macht m.E. durchaus Sinn, auch wenn ich's lange nicht geglaubt habe. Egal, anderes Thema. Bitte nicht hier weiterführen.
13.06.11 07:00
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mangafan


Beiträge: 18
Beitrag #28
RE: Japanisch-Lernbücher
Sollte ich jetzt gleich mit Japanisch-für Mangafans beginnen oder mir zuerst Heisig kaufen?
13.06.11 08:24
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Shino
Ex-Mod

Beiträge: 2.330
Beitrag #29
RE: Japanisch-Lernbücher
Die Antwort stehen u. a. in diesem und in diesem Beitrag. Oder lies am Besten gleich den ganzen Thread und die Antworten noch einmal durch zwinkerzunge

Je öfter du fragst, desto mehr unterschiedliche Antworten und Meinungen wirst du bekommen und desto unsicherer wirst du werden. Jeder, der dabei bleibt, findet irgendwann einen eigenen Weg, bevorzugt bestimmte Lehrmethoden und -Bücher, macht eigene Erfahrungen und hat eine eigene Meinung zu dem Thema. Du hast hier jetzt schon genügend Informationen für eine eigene Entscheidung erhalten und die kann dir niemand abnehmen.

Den einzigen Rat, den ich dir noch geben kann ist: Entscheide dich und fang einfach an!

人生に迷うときもあるけど笑っていれば大丈夫
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.06.11 09:17 von Shino.)
13.06.11 09:00
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レオ


Beiträge: 84
Beitrag #30
RE: Japanisch-Lernbücher
...ich kann dem noch hinzufügen: Es ist ja auch nichts verloren, wenn du mit einer Methode beginnst, die sich später als für dich doch nicht so geeignet erweisen sollte. Irgendwas wirst du davon sicher trotzdem mitgenommen haben, was du dann bei einem anderen Lehrbuch überspringen oder leichter lernen kannst, seien es Grammatikdetails, Vokabel oder das eine oder andere Kanji. Also, wie Shino sagt: Fang einfach mal an. Am besten mit dem Material, das du schon hast. grins
(Und wie gesagt, ich empfehle, nicht "nackt" mit Heisig zu beginnen, sondern erst einmal die Sprache ein bisschen kennenzulernen, denn für Heisig braucht man m.E. genau die Portion Motivation, die man erst hat, wenn man ganz sicher weiß: Ich will und ich kann mir das Japanischlernen "antun")
13.06.11 09:18
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Japanisch-Lernbücher
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