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Japanisch schreiben auf Papier: Welche Minendicken und Minenhärten verwendet ihr?
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Jerry


Beiträge: 148
Beitrag #1
Japanisch schreiben auf Papier: Welche Minendicken und Minenhärten verwendet ihr?
Welche Stifte verwendet ihr zum schreiben von Japanisch auf dem Papier ?

Welche Stifttypen werden eurer Ansicht nach in Japan gewöhnlich verwendet und in welchen Strichstärken und Härtegraden der Mienen?
Was für Erfahrungen habt ihr mit welchen Stifttypen gesammelt?

Beispiele für eine Klassifizierung evtl. geeigneter Stifte:

Feinminenbleistifte:
Dicken:
0,2 mm
0,3 mm
0,5 mm
0,7 mm
0,9 mm

Häretgrade:
HB und noch einige andere, wie z.B.:
https://www.tabelle.info/bleistifthaerte.html

Tintenpatronenroller:
Strichstärke:
evtl. 0,5 mm, jedoch nicht genau bekannt
evtl. 0,7 mm, jedoch nicht genau bekannt

Pinselstifte:
Strichstärke:
gibt es wohl unterschiedlich, die Abstufungen sind mir nicht bekannt

Füllfederhalter:
Strichstärke:
gibt es wohl unterschiedlich, die Abstufungen sind mir nicht bekannt
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.07.22 17:48 von Jerry.)
20.07.22 12:07
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Kate ケ-ト


Beiträge: 51
Beitrag #2
RE: Japanisch schreiben auf dem Papier: Welche Stifte verwendet ihr?
Ich verwende tatsächlich am meisten ganz herkömmliche Bleistifte. Soweit ich mitbekommen habe, verwenden auch Japaner häufig einfach Bleistifte zum Lernen (neben ein paar anderen Stiften, dessen Namen ich leider nicht kenne). Für meine täglichen Schreibübungen reichen die vollkommen.
Wenn ich doch einmal besonders schöne Schrift (Kalligraphie?) üben möchte, nutze ich diesen Pinselstift hier:

https://www.amazon.de/gp/product/B000UF5...UTF8&psc=1

Ich denke, wenn man in erster Linie die Sprache (und Schrift) lernen will, ist die Wahl des Stiftes nicht so wichtig, Kugelschreiber kann ich allerdings eher nicht empfehlen. Wenn man sich natürlich tiefgehend in die Kalligraphie wagen will, sollte man sich mit dem Thema natürlich intensiver auseinnandersetzen. Da kann man eine regelrechte Wissenschaft dazu betreiben. Für Anfänger sollten hierzu aber auch einfache Pinselstifte reichen.

LG Kate
20.07.22 12:39
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Jerry


Beiträge: 148
Beitrag #3
RE: Japanisch schreiben auf dem Papier: Welche Stifte verwendet ihr?
(20.07.22 12:39)Kate ケ-ト schrieb:  Ich verwende tatsächlich am meisten ganz herkömmliche Bleistifte.
Welcher Härtegrad hat sich für dich zum schreiben als für dich am besten geeignet erwiesen?
20.07.22 12:56
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Kate ケ-ト


Beiträge: 51
Beitrag #4
RE: Japanisch schreiben auf Papier: Welche Stifte verwendet ihr?
HB oder was auch immer dir am meisten liegt... Nur zu harte Bleistifte zerkratzen das Papier und sind schlechter wegzuradieren, zu weiche sind kaum zu sehen und nutzen sich schnll ab. Alles dazwischen ist Geschmackssache.
20.07.22 14:24
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AwesomeSepp


Beiträge: 190
Beitrag #5
RE: Japanisch schreiben auf Papier: Welche Stifte verwendet ihr?
Mir ist eigentlich nur wichtig, dass der Stift nicht patzt und gut / angenehm in der Hand liegt.

Ich finde diese hier sehr gut zu schreiben, Pentel Energel, sind aber etwas teurer. Gibts in verschiedenen Farben und Pakungsgrößen.

Diesen benutze ich auf Arbeit, mit dem kann ich sehr lange schreiben weil liegt gut in der Hand, STABILO EASYoriginal. Nachteil hier, es gibt zwar Tauschminen, aber obwohl ich im wesentlichen nur damit unterschreibe ist die Mine ständig leer.

Ansonsten tendiere ich zu nem einfachen Minenbleistift, wichtig ist mir halt nur, dass er gut in der Hand liegt und da ist jede Handform anders. Normale HB Minen.

「ペーター、お帰り。字は読めるようになったかい?」「ううん、まだ読めないよ。字を読むのは、すごく難しいんだ。」(-- Zitat aus アルプスの少女ハイジ --)
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.07.22 17:14 von AwesomeSepp.)
20.07.22 17:13
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Jerry


Beiträge: 148
Beitrag #6
RE: Japanisch schreiben auf Papier: Welche Stifte verwendet ihr?
(20.07.22 17:13)AwesomeSepp schrieb:  Mir ist eigentlich nur wichtig, dass der Stift nicht patzt und gut / angenehm in der Hand liegt.

Ich finde diese hier sehr gut zu schreiben, ... Pentel Energel... .
Der verwendet im Original 0,7 mm Gel Minen und schreibt beistimmt ganz ganz gut.

(20.07.22 17:13)AwesomeSepp schrieb:  Diesen benutze ich auf Arbeit, mit dem kann ich sehr lange schreiben weil liegt gut in der Hand, ... STABILO EASY...
Ich glaube den würde ich entsorgen wenn der bei mir rumliegen würde...

(20.07.22 17:13)AwesomeSepp schrieb:  Ansonsten tendiere ich zu nem einfachen Minenbleistift, wichtig ist mir halt nur, dass er gut in der Hand liegt und da ist jede Handform anders. Normale HB Minen.
Welche Minendicke bevorzugst du da für Japanische Schrift?
20.07.22 17:24
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Yano


Beiträge: 2.916
Beitrag #7
RE: Japanisch schreiben auf Papier: Welche Minendicken und Minenhärten verwendet ihr?
Bei meiner letzten Kanji-Kampagne hatte ich noch gute Augen, wollte klein schreiben und habe mir im örtlichen Schreibwarenladen ein paar dieser grünroten Städtler-Druckbleistifte gekauft. Und ruiniert. In meinen Händen zerbricht die Mine Kaliber 0,3 HB ständig und verteilt sich stückig über den Schreibtisch oder zerbricht und bleibt im Stift stecken, wobei für diesen Fall ein Art abnehmbarer Drahtstößel im Stift abnehmbar eingebaut ist, mit dem man den Schreibkanal wieder durchgängig machen kann -- falls der Stummel nicht zu verkantet ist. Das kam alles in den Müll.
Auf Empfehlung meiner Kinder habe ich mir aus Japan zwei Kurutoga 0,5 kommen lassen. Einer davon ist mein Liebliongsbleistift. Er hat eine Patentmechanik (der andere auch, hat aber einen unbequem hohen Betätigungsdruck), in welcher die Mine mit jedem Weiterdrücken soundsoviel Grad gedreht wird, so daß sie niemals eine abgeschränkte Spitze ausbildet, somit die Strichstärke einheitlich bleibt, es sei denn, man drückt absichtlich verschieden stark auf auf weichem Papier. Das mag für Kalligraphie bestimmt nicht das optimale sein, wohl aber fürs leserliche Schreiben, es hat mich alles zusammen was über 20 Euros gekostet.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.07.22 12:39 von Yano.)
21.07.22 12:38
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Jerry


Beiträge: 148
Beitrag #8
RE: Japanisch schreiben auf Papier: Welche Minendicken und Minenhärten verwendet ihr?
(21.07.22 12:38)Yano schrieb:  Auf Empfehlung meiner Kinder habe ich mir aus Japan zwei Kurutoga 0,5 kommen lassen. Einer davon ist mein Liebliongsbleistift. Er hat eine Patentmechanik (der andere auch, hat aber einen unbequem hohen Betätigungsdruck), in welcher die Mine mit jedem Weiterdrücken soundsoviel Grad gedreht wird, so daß sie niemals eine abgeschränkte Spitze ausbildet, somit die Strichstärke einheitlich bleibt, es sei denn, man drückt absichtlich verschieden stark auf auf weichem Papier. Das mag für Kalligraphie bestimmt nicht das optimale sein, wohl aber fürs leserliche Schreiben, es hat mich alles zusammen was über 20 Euros gekostet.
Oh Jano, das ist spannender Input.
Danke !!!

Mein derzeitiger Stand:

Bestandsaufnahme:
Ich habe selber auch ein paar Sachen probiert und bin etwas auf folgendem Stand:
* Bestimmte Stifte von z.B. Stabilo, Städtler usw. sind den Kauf nicht Wert.
* Bei Verwendung von DE Minen und besonders bei CN Minen, brechen diese durchaus recht leicht. Das ist besonders bei 0,3 mm Minen bisher bei mir der Fall.
* HB Minen als 0,5 und erst recht als 0,3 mm halten nutzen sich sehr schnell ab.

Hypothese:
* Wenn man ein zwei Härtegrade härter als HB wählt, halten die Minen deutlich länger.
* Minen mit Keramik Gitterstruktur, bei denen die Zwischenräume mit Pigmenten gefüllt sind brechen erst bei viel höheren Beanspruchungen und bringen auch bei einem leicht über HB liegenden Härtegrad eine Schwarzwert den man sonst nur bei HB bekommt. (Z.B. Pentel Ain Stain aus JP)
* Auch bei Fineminenstiften ist die Qualität bei Herstellern die sich in einem Land befinden in dem man nach Perfektion strebt vmtl. am besten.

Stifte:
* Zumindest von Pentel gibt es wohl Fineminenstifte mit zurückgleitende Minenführung, welche Minen vor dem Brechen schützen soll.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.07.22 13:24 von Jerry.)
21.07.22 13:13
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Yano


Beiträge: 2.916
Beitrag #9
RE: Japanisch schreiben auf Papier: Welche Minendicken und Minenhärten verwendet ihr?
(21.07.22 13:13)Jerry schrieb:  Stifte:
* Zumindest von Pentel gibt es wohl Fineminenstifte mit zurückgleitende Minenführung, welche Minen vor dem Brechen schützen soll.

Gleitende Minenführung, hast du da nicht mechanische Bewegung drin, die nicht zum Schreiben gehört?
Mal wollte ich unbedingt einen eleganten Bleistift, der war teuer, paßte aber gut zu meinem Edelkugelschreiber aus (glaubich) französischer Fertigung, könnte Mont Blanc gewesen sein. Ich suchte das Ding also nach Design aus, machte ein paar Teststriche und kaufte es schließlich für eine Menge Geld. War das ein Fiasko! Für den Edelkugelschreiber (der hatte tatsächlich gleitende Minenführung) gab es bald darauf keine passenden Minen mehr, und der Bleistift war für Japanisch völlig ungeeignet, weil er bei jedem Ab- und Ansetzen klapperte. Die Dinger habe ich rasch außer Dienst gestellt, einen Edelkugelschreiber identischen Typs habe ich noch auf der Straße gefunden; neu gekauft hätte das alles an die 200 Euros gekostet.
Wenn ich eine Kanji-Kampagne mache, dann nehme ich einen DIN a 4 Kollegeblock, liniert, und schreibe den über mehrere Wochen hinweg nahezu voll. Wenn ich so einen Ringblock vom Aldi dahabe, nehme ich den, aber die etwas bessere Papierqualität eines ein paar Pfennig teureren Blocks aus dem Spezialgeschäft, merke ich dann durchaus.
P.S.
Für den Kurotoga gibt es Spezialminen, die sind außen härter als innen (oder umgekehrt), aber er geht auch mit normalen Minen.
21.07.22 22:55
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Jerry


Beiträge: 148
Beitrag #10
RE: Japanisch schreiben auf Papier: Welche Minendicken und Minenhärten verwendet ihr?
(21.07.22 22:55)Yano schrieb:  Stifte:
* Zumindest von Pentel gibt es wohl Fineminenstifte mit zurückgleitende Minenführung, welche Minen vor dem Brechen schützen soll.

Gleitende Minenführung, hast du da nicht mechanische Bewegung drin, die nicht zum Schreiben gehört?
[/quote]
Testen konnte ich das noch nicht. In diesem Punkt habe ich bei meinen Recherchen erst einmal nur die entsprechende Hervorhebung des Herstellers gefunden.

(21.07.22 22:55)Yano schrieb:  ... einen Edelkugelschreiber identischen Typs habe ich noch auf der Straße gefunden; neu gekauft hätte das alles an die 200 Euros gekostet.
Ja Mount Blanc ist für seine preiswerten Artikel bekannt. Mit den gesparten 200€ kann sich ein geneigter Mont Blanc Fan nun einen Schlüsselanhänger von besagter Firma gönnen. Gutes muss eben nicht teuer sein.
https://www.montblanc.com/de-de/schlusse...96324.html
22.07.22 09:02
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