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Tae Kim's guide to Japanese Verwendbarkeit
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Nebeneffekt


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Beitrag #1
Tae Kim's guide to Japanese Verwendbarkeit
Also, ich habe demnächst vor, eine Arbeit über die japanische Grammatik im Vergleich zur deutschen zu schreiben.
Meine Quellen sind zur Zeit Genki und Tae Kim's guide to Japanese. Letztere finde ich ehrlich gesagt vom Aufbau und der Struktur viel besser als Genki, einfach
weil mir alles viel organisierter vorkommt.

Jetzt zur Frage: Mir ist mehrmals zu Ohren gekommen, dass Tae Kim's Guide einige Fehler und/oder Ungenauigkeiten enthält. Weiß jemand von euch inwieweit diese
Aussagen stimmen, und wenn ja, wo genau diese Fehler liegen? Und sind die ganzen Zusatzinformationen, wie zum Beispiel dass der Fragepartikel ka in lockeren Konversationen
einen sarkastischen Unterton haben kann, korrekt?

Und wenn jemand von euch noch weitere zu Bücher/Guides/wasauchimmer zum Thema Grammatik empfehlen kann, bitte her damit.
27.07.16 00:01
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torquato


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Beitrag #2
RE: Tae Kim's guide to Japanese Verwendbarkeit
(27.07.16 00:01)Nebeneffekt schrieb:  Also, ich habe demnächst vor, eine Arbeit über die japanische Grammatik im Vergleich zur deutschen zu schreiben.

Wenn ich fragen darf, auf welchem Niveau/ welchem Zusammenhang? Schulaufsatz, Studienreferat, Zeitungsglosse,...

(27.07.16 00:01)Nebeneffekt schrieb:  Meine Quellen sind zur Zeit Genki und Tae Kim's guide to Japanese.

Genki ist ja nur ein Lehrbuch und nicht so stark auf strukturierte Grammatik ausgerichtet. Genki ist auch nur Anfängerniveau. Kratzt an der Oberfläche. Ob Tae Kim da viel weiter kommt, wage ich spontan nicht zu sagen.

Gibt noch eine ganze Reihe anderer Japanischer Grammatiken.

Was ist denn Dein Deutscher Vergleichswert? Eigene Sprachkenntnisse?

(27.07.16 00:01)Nebeneffekt schrieb:  der Fragepartikel

Öhmm... Dazu zitiere ich, wie sich einige hier im Forum sicherlich sofort denken konnten, natürlich mal wieder mich selber zum gefühlten x-ten Mal:

(11.10.15 05:53)torquato schrieb:  … darauf hinzuweisen, daß es in diesem Zusammenhang die Partikel heißt.

Diese unflektierbare Wortart ist grammatisch weiblich und heißt die Partikel. Davon reden Sprachwissenschaftler und wir, wenn wir Japanisch lernen. Das Partikel ist ein kleines Teilchen von einem Stoff, wie z.B. das Staubpartikel. Davon Reden meist Physiker. Der Partikel gibt es gar nicht und ist grammatikalisch falsch.
In einigen, meist süddeutschen Dialekten wird gerne der männliche, statt des sächlichen Artikels verwendet. Selbst dann heißt es in dieser Bedeutung weiterhin die Partikel.

I spent a lot of money on booze, birds and fast cars – the rest I just squandered.
27.07.16 00:40
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junti


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Beitrag #3
RE: Tae Kim's guide to Japanese Verwendbarkeit
Ich denke, Tae Kim's guide to Japanese ist einer der besten Guides im Internet.
"Fehler" kannst du (auch in einem Lehrbuch) nicht vermeiden, wuerde mich davon also nicht abschrecken lassen.

http://www.flickr.com/photos/junti/
27.07.16 00:52
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Nebeneffekt


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Beitrag #4
RE: Tae Kim's guide to Japanese Verwendbarkeit
Ich werde meine Vorwissenschaftliche Arbeit (bin aus Österreich, gibt's sowas in Deutschland auch?) darüber schreiben, also ungefähr 20-25 Seiten, macht ein Drittel der Abitur-Note aus.

Eigene Sprachkenntnisse in Japanisch beinahe gar nichts, in Deutsch auf Abitur-Niveau würde ich sagen, falls du das meintest.

Aber die Partikel klingt so hochgestochen ._.
27.07.16 01:17
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torquato


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Beitrag #5
RE: Tae Kim's guide to Japanese Verwendbarkeit
(27.07.16 01:17)Nebeneffekt schrieb:  Ich werde meine Vorwissenschaftliche Arbeit (bin aus Österreich, gibt's sowas in Deutschland auch?) darüber schreiben, also ungefähr 20-25 Seiten, macht ein Drittel der Abitur-Note aus.

Dann habe ich das gedanklich ja ungefähr richtig eingeschätzt.

Heißt das bei Euch denn nicht mehr so schön altmodisch traditionell 'Matura'?

Ja, gibt es sowas inzwischen auch in Deutschland? Mein Abitur ist viel zu lange her. Zu meiner Zeit gab es das nicht.

(27.07.16 01:17)Nebeneffekt schrieb:  Eigene Sprachkenntnisse in Japanisch beinahe gar nichts, in Deutsch auf Abitur-Niveau würde ich sagen, falls du das meintest.

Nein, so war die Frage nicht gemeint. grins Ich meinte, für Japanisch ziehst Du natürlich Literatur zu rate. Klar. Nimmst Du dann auch deutsche Grammatiken zur Hand oder soll der Vergleich da auf eigenes, natürliches Sprachwissen beruhen? Das frage ich nur aus reiner Neugierde.

Ich weiß nicht, ob Deine Themenstellung, Vergleich der deutschen mit japanischer Grammatik, für Deinen Rahmen so sinnvoll und gut zu bearbeiten ist... Ich kann mir da bessere Fragen und Themen vorstellen, die man viel besser in einem Aufsatz _entwickeln_ kann...

(27.07.16 01:17)Nebeneffekt schrieb:  Aber die Partikel klingt so hochgestochen ._.

*schulterzuck* Sorry. Kann ich nichts für. Ist aber so. Östereich klingt jedenfalls südlich genug, daß man 'das' und 'der' durcheinanderkriegt. Dabei fällt mir gerade ein. Ein südtiroler Studienkollege sagte immer 'der Butter' statt 'die Butter'. Wenn Du also aus Tirol kommen solltest, dann bist Du sowieso schon der ewigen Artikelverdammnis anheimgefallen.^^ hoho

I spent a lot of money on booze, birds and fast cars – the rest I just squandered.
27.07.16 02:27
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Nebeneffekt


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Beitrag #6
RE: Tae Kim's guide to Japanese Verwendbarkeit
Ja Matura, nur verwirrt das die Leute immer wenn ich über Maturanote schreib ^^

Also ich werde wahrscheinlich auch deutsche Grammatiken verwenden wenn ich mir irgendwo unsicher bin (Konjunktiv 2 *hust*), aber im Grunde hab ich nur vor in der Arbeit zum Beispiel Verbkonjugation, Satzbau etc. zu vergleichen oder gegenüberzustellen.

Ja, ich bin aus Tirol, und mein Vater sagt auch immer "das Teller" statt "der Teller", und wenn er damit nicht bald aufhört werf ich ihm sein blödes Teller nach
27.07.16 05:42
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tachibana


Beiträge: 134
Beitrag #7
RE: Tae Kim's guide to Japanese Verwendbarkeit
Kennen solltest du auch Bruno Lewins "Abriss der japanischen Grammatik", auch wenn es einen ohne sprachwissenschaftliches Grundwissen sicher überfordert. Die ersten drei Kapitel sind aber auf jeden Fall eine tolle Einführung ins Japanische.
27.07.16 07:28
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vdrummer


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Beitrag #8
RE: Tae Kim's guide to Japanese Verwendbarkeit
(27.07.16 07:28)tachibana schrieb:  Kennen solltest du auch Bruno Lewins "Abriss der japanischen Grammatik"[...]

Warum hab ich von diesem Buch noch nie etwas gehört? Ich werde heute mal danach Ausschau halten.

@Nebeneffekt:
Wenn wir schon bei linguistischen Werken sind, sollte auch Rickmeyers "Morphosyntax" nicht unerwähnt bleiben. Allerdings wird man auch an der Morphosyntax ohne linguistische Vorkenntnisse wenig Freude haben, denke ich. Wenn du tiefer in die Materie einsteigen willst, ist das aber ein gutes Nachschlagewerk.
27.07.16 09:18
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RedSunFX


Beiträge: 87
Beitrag #9
RE: Tae Kim's guide to Japanese Verwendbarkeit
(27.07.16 02:27)torquato schrieb:  
(27.07.16 01:17)Nebeneffekt schrieb:  Ich werde meine Vorwissenschaftliche Arbeit (bin aus Österreich, gibt's sowas in Deutschland auch?) darüber schreiben, also ungefähr 20-25 Seiten, macht ein Drittel der Abitur-Note aus.

Dann habe ich das gedanklich ja ungefähr richtig eingeschätzt.

Heißt das bei Euch denn nicht mehr so schön altmodisch traditionell 'Matura'?

Ja, gibt es sowas inzwischen auch in Deutschland? Mein Abitur ist viel zu lange her. Zu meiner Zeit gab es das nicht.

Ich glaube, jedes Bundesland macht da sein eigenes Süppchen. Ich (NRW) musste in der 11. Klasse eine so genannte Facharbeit schreiben (10 - 15 Seiten). Diese ersetzt eine Klausur, hat aber keinen Direkten Einfluss auf die Abitur-Noten.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.07.16 14:23 von RedSunFX.)
27.07.16 14:22
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Nebeneffekt


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Beitrag #10
RE: Tae Kim's guide to Japanese Verwendbarkeit
Danke für die Vorschläge, aber so tief muss eigentlich nicht gehen. (Und darf auch ruhig auf englisch sein)
Ich bräuchte eigentlich nur eine verlässliche Quelle für die grundlegende Grammatik (Verb-Endungen, Partikeln, Satzbau, Höflichkeitsformen etc.)

Dazu gibt es auch reihenweise Online-Guides, nur kann ich als Laie eben schlecht sagen inwieweit diese akkurat sind. Zum Beispiel sagen eben viele dass Tae
Kim's Guide fehlerhaft sei. Sonst würde mir auch der folgende (von der Tiefe her) einleuchten, aber wieder selbes Problem, sprich Richtigkeit: http://www.nihongoresources.com/language/grammar.html
27.07.16 22:04
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Tae Kim's guide to Japanese Verwendbarkeit
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