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Als Muttersprachler in Japan lehren
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Anonymer User
Gast

 
Beitrag #11
RE: Als Muttersprachler in Japan lehren
Zitat:Man kann sehr wohl in Japan auch ohne paedagogische Ausbildung (zeitlich begrenzt) lehren, vorzugsweise in kleineren Staedten (weil uebersichtlicher).

Ja klar . . .man kann auch Astronaut werden. Möglich ist vieles . . .wahrscheinlich eher weniger.

Zitat:Leicht wird es jedoch nicht (inbesondere das Finden dieser Stelle), und ob es ohne hinreichende japanische Sprachkenntnisse ueberhaupt sinnvoll ist, mag ich bezweifeln (auch im Hinblick auf die Verguetung).

Richtig !
26.06.05 10:41
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shijin


Beiträge: 345
Beitrag #12
RE: Als Muttersprachler in Japan lehren
Zitat:Eigentlich wollte ich gar nicht drauf antworten, aber ich kann es mir nicht verkneifen . . .

So du Schlaumeier....als erstes kannst du dich gerne mal anmelden, oder bist du nur hier um uns einen "reinzuwürgen"?

Zitat: Hast du Probleme mit Menschen, die eine andere Meinung haben ?
Dasselbe solltest du dich wohl auch fragen, denn hier gibt es scheinbar zwei Meinungen: 1. Man kann als DAF Lehrer auch ohne Ausbildung arbeiten 2. Man kann nicht.
Ich kenne bspw. einen Deutschen der in Japan als Lehrer gearbeitet hat...ohne DaF Ausbildung...

Zitat:
Glaub mir ich kenne viele . . die so dachten . . .
Aber geholfen hast du ihnen wahrscheinlich nicht, stattdessen hast du wahrscheinlich ihnen in deiner Schadenfreude unter die Nase gerieben wie toll du bist -genauso wie hier - und versucht Leuten den Wind aus den Segeln zu nehmen, die sich Ziele gesetzt haben.

Wenn du etwas zu diesem Forum beitragen möchtest, dann tu dich das bitte in einer seriösen Art und Weise. Wenn du mit Sprachschulen arbeitest, dann gib doch mal etwas konkreter an welches denn die Anforderungen sind und gib ein paar Tipps.
26.06.05 15:16
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Anonymer User
Gast

 
Beitrag #13
RE: Als Muttersprachler in Japan lehren
,,Ziele setzen" ? Ein Ziel wäre es sich vernünftig ausbilden zu lassen. Sei es als Lehrkraft oder in einem aneren Bereich. Dann kann man nach Japan kommen und einen sauberen Job machen.

,,in einer serösen Art und Weise"? Ich habe gesagt, dass es ohne DaF nicht geht. Was willst du noch ? Warum ist es für euch so schwer eine klare Meinung zu akzeptieren ? Muss jeder Satz mit ,,ich habe eine andere Meinung, bitte entschuldigt" beginnen ?

Jeder kann glauben was er will. Ich weiss, dass die meisten Ausländer hier her kommen, nix aber wirklich gar nix können und glauben mit ein paar Stunden ,,Deutsch oder Englisch-reden" schon irgendwie über die Runden zu kommen. Die Unterschiede zwischen Leuten mit und ohne einer Ausbildung sind extrem.

Ich weiss, dass es ohne Ausbildung nicht geht. Lasst euch doch mal von einem ,,normalen" Japaner in japanischer Grammatik unterrichten. Das klappt nicht. Das Problem ist nicht nur, dass er oder sie es nicht weiss, das Problem ist vor allem die Vermittlung des WARUM. Ein Lernender denkt anders als ein Muttersprachler.

Fragt doch mal nach dem Unterschied zwischen 間、間に、中、中に、うち、。。。

Geht doch einfach mal auf die DaF-Seite. Wenn ich einen Lehrer brauche, dann krieg ich bei dem Überangebot von qualifizierten Kräften ohne Probleme einen TOP-Kandiadten. Der Wunsch in Asien, vor allem Japan, zu unterrichten ist gross, das Angebot nicht. Die Leute betteln fast ein Jahr hier leben und unterrichten zu dürfen.

Also . . .wieso sollten wir einen ohne Ausbildung nehmen ?
kratz
26.06.05 23:03
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Ma-kun
Administrator

Beiträge: 2.020
Beitrag #14
RE: Als Muttersprachler in Japan lehren
Nun, lieber uns völlig unbekannter Gast, es wäre interessant, wenn Du uns mehr Fakten geben könntest. Du sagst, Du kennst die Zahl der Bewerbungen, den durchschnittlichen Grad der Qualifikation und den Bedarf. Bitte nenne ihn doch, so Du keine Indiskretion begehen mußt. Es wäre interessant, diese Zahl zu wissen, da sich so viel besser einschätzen ließe, wie die Chancen wirklich stehen.

Übrigens vertretet ihr nicht ganz so entgegengestezte Positionen, wie es grade den Anschein hat. Daß es schwierig, sehr schwierig ist, ohne formale Qualifikationen eine Stellung als Deutschlehrer zu bekommen, darüber sind sich ja alle einig. Daß es Ausnahmen gibt (und es gibt immer welche - in beiden Ländern, übrigens), haben wir aber auch schon gehört (und das konntest Du nicht entkräften). Worum es jetzt ginge - und das wäre die eigentliche Frage des Themas -
wäre, wie wahrscheinlich diese Ausnahmen sind. Wenn Du nun Zahlen von DAF, JET und den Sprachschulen, mit denen zusammenzuarbeiten Du andeutetest angeben könntest, wären wir der Beantowrtung der Frage schon ein bisschen näher. Außerdem könnten wir die Glaubwürdigkeit Deiner Aussagen besser beurteilen.

Wie gut rein muttersprachliche Lehrer ohne Ausbildung sind, darüber lässt sich streiten (ich selbst habe phantastische und mittlemäßige Erfahrungen gemacht, nie aber schlechte), aber dieser Punkt gehört nur bedingt hierher, wenn Du so auf die formalen Qualifikationen pochst.

Was nun die Ausnahmen betrifft: es würde mich freuen, mehr zu hören. Anita, könntest Du vielleicht Deine Erfahrungen schildern. Wie kamst Du zu dem Job und wo arbeitest Du?
Auch an bikkuri und Bitfresser die Bitte: könntet Ihr etwas mehr erzählen?
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.06.05 23:50 von Ma-kun.)
26.06.05 23:47
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yuxel


Beiträge: 299
Beitrag #15
RE: Als Muttersprachler in Japan lehren
Zitat:Also . . .wieso sollten wir einen ohne Ausbildung nehmen ?
kratz

Weil es bei den wenigen Stunden, für die es in der Regel für Deutsch Nachfrage gibt, es sich nicht lohnen würde, einen ausgebildeten Sprachlehrer extra dafür einzustellen. Außerdem schwankt die Nachfrage sehr stark. Die meisten Schulen beschäftigen ihre Lehrer nur stundenweise, so wie grad Nachfrage besteht. Wenn man bei mehreren Schulen gleichzeitig jeweils ein paar Stunden Unterricht gibt und außerdem noch privat unterrichtet, dürfte man damit schon über die Runden kommen können. Das Problem ist aber, dass man, mangels festen Arbeitsverhältnisses, kein Visum bekommt. Bleibt also für Normalsterbliche nur das Working-Holiday Visum.

Noch ein Wort zur Ausbildung. In Japan ist die formale Ausbilung nicht so wichtig. Wichtiger ist was man leistet. Ich habe zum Beispiel schon gehört, dass ein Lehrer ohne DAF Ausbildung an einer großen Sprachschule einen Zeitvertrag bekommen hat, weil man mit seiner Arbeit dort zufrieden war. Das dürfte aber eher die Ausnahme sein.
27.06.05 03:43
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Anonymer User
Gast

 
Beitrag #16
RE: Als Muttersprachler in Japan lehren
@makun

Vollzeit stellen wir nicht mehr ein. Vor allem bei Deutsch liegt der Bedarf auf einem Minimum. Klar weit hinter Englisch, aber mittlerweile auch hinter Spanisch, Französisch und Italienisch. Eine Schule in Tokyo, hat maximal 80 UE (Unterrichtseinheiten)/Schüler pro Woche. Dafür braucht sie 1-2 Honoarkräfte. Diese müssen mindestens an 2-3 Schulen unterrichten oder privat Schüler finden. Sonst verdienen sie weniger als der BicMac-Leger beim MC.

Aufgrund der WM ist der Zulauf an Kunden grösser, jedoch weniger gross als erwartet.

Wenn ich in DaF-Medien eine Anzeige schalte und den Mindeslohn / Teilzeit ansetze, dann melden sich auf eine Stelle mindestens 5-10 Leute. Davon sind 3 sehr gut ausgebildet und haben Erfahrung. Viele unterrichten bereits seit einiger Zeit in irgendwelchen üblen Ländern und wollen unbedingt nach Japan.

Leute, die keine Ausbildung haben, werden nicht mal mehr kontaktiert.

Und Makun . . .es geht hier nicht nur darum eine Anstellung zu finden. Ein Lehrer ohne Ausbildung ist nicht gut. Ich kann gar nicht verstehen, wie jemand, der nicht Bescheid weiss einen Schüler unterrichten soll. Erklär dies mal. Ich sage nicht, dass es eine spezielle Schule sein muss, die jemand absolviert hat. Es kann sich auch jemand diese Dinge selbst angeeignet haben . . . jedoch ohne geht es nicht !

Die Bewerbungen, die manchmal kommen sind einfach nur lächerlich. ,,Ich bin 22, habe Philosophie und Kunstgeschichte studiert, spreche etwas Japanisch, mag Sushi ohne Nori und will mal versuchen mit den Japaner Deutsch zu reden". Was soll sowas ?

Es ist einfach so, dass die gaijin hier herkommen und das Einzigste was sie können ist ihre Sprache sprechen. Na . . tolle Leistung !


@yuxel

Du sagst, dass in Japan formale Ausbildung nicht wichtig sei !

Hast du dich schon mal für einen Job hier beworben. Viel Spass . . . hoho


Diese ganzen ,,ich kenn da einen, der hat mal DaF ohne Ausbildung unterrichtet" -Aussagen. . . .


Klar gibt es die. Es gibt auch Leute, die verkaufen Vogelnester ohne Geschmack an Chinesen, die diese dann essen. Ein Gericht . .. 50 Dollar. Wenn man es schafft ist es toll . . .

Mein Tip . . . Arbeitet was. Bereitet euch vor und macht eine anständige Ausbildung. Träumen ist was für Waschlappen . . .

Wer hier einen vernünftigen Job will der muss entweder eine sehr gute Ausblidung (IT, Lehrer, Gastronomie,...) vorweisen können und/oder sehr gutes Japanisch sprechen.

Alles andere ist der Versuch sich vor der Verantwortung zu drücken und für seinen Verdienst keine Vorleistung erbringen zu wollen.

Oder um es mit den Worten von Bitfresser zu sagen . . .

Man sollte Meinung und Tatsache nicht verwechseln ! grins
27.06.05 07:28
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atomu


Beiträge: 2.664
Beitrag #17
RE: Als Muttersprachler in Japan lehren
Wo er Recht hat, hat er Recht. Aber man kann sich auch weniger aggressiv ausdrücken. augenrollen

正義の味方
27.06.05 10:49
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Anonymer User
Gast

 
Beitrag #18
RE: Als Muttersprachler in Japan lehren
Hallo!

@Anonymer User

Es wäre schon nett, wenn du dich anmelden könntest, damit man weiss, mit wem man "spricht".


Zitat: Ein Lehrer ohne Ausbildung ist nicht gut........
Es kann sich auch jemand diese Dinge selbst angeeignet haben . . . jedoch ohne geht es nicht !

Erstens: Kein besonders gutes Deutsch. Hoffentlich arbeitest du nicht als Lehrer.

Zweitens: Du widersprichst dir selbst. Wenn sich jemand "die Dinge" im Selbststudium angeeignet hat, hat er in den wenigsten Fällen etwas schriftliches in der Hand. Abgesehen davon, dass nach deiner Argumentation die klassische Nachhilfe (für Schule oder Studium oder was auch immer) dann nicht funktionieren würde. Die wenigsten Nachhilfelehrer haben eine "Qualifikation". Darüberhinaus habe ich schon die Erfahrung gemacht, dass die Leute die z.B. Lehramt studieren und in irgendeinem Fach Nachhilfe geben "schlechter" waren, als die, die sich einfach nur in ihrem Fach auskennen.

Drittens: Auch ein Lehrer muss nicht immer alles sofort wissen. Hat ein Schüler eine Frage, die man im Moment nicht beantworten kann, tut es ja nicht weh, das zu sagen und die Antwort selbst nachzuschlagen.

Ob jemand wenigstens überdurchschnittliche Deutsch Kentnisse hat (diese sind schon nötig, um sinnvoll unterrichten zu können) kann man ja feststellen. Wenn sich 5-10 Personen auf eine Stelle bewerben, wäre es nur sinnvoll, allen eine Chance zu geben. Das heisst natürlich nicht, alle sofort einzustellen, aber z.B. eine Probestunde geben zu lassen. Der Aufwand hält sich arg in Grenzen und es ist nur im Sinne der Schüler den/die Beste(n) für den Job zu finden, ohne Vorurteile bzgl. der Ausbildung.

Zitat: Es gibt auch Leute, die verkaufen Vogelnester ohne Geschmack an Chinesen, die diese dann essen.

Die gibt es bestimmt. Und darum geht es. Einzelne Personen versuchen irgendwo eine Nische zu finden.
27.06.05 15:54
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shijin


Beiträge: 345
Beitrag #19
RE: Als Muttersprachler in Japan lehren
so...so...nun möchte ich doch noch eine Frage loswerden, wenn wir schon nen Experten an der Leitung haben: Was für eine Ausbildung wird denn verlangt? Ich studiere Beispiel Englisch in der Schweiz und zwar in Hinblick auf das höhere Lehramt. Spezfischen "Englisch als Fremdsprache" Unterricht haben wir aber nicht, warum sollte ich also besser sein, als jemand der sich irgendsonen Zertifikat gekauft hat? kratz Und bei nicht Sprachfächern wird wohl eine nahezu perfekte Kenntnis der japanischen Sprache vorausgesetzt? (z.b. Geographie).
Und wenn ich mir die Leute bei uns an den Gymnasien ansehe und die mit den vom AU beschriebenen Anforderungen vergleiche, dann wünschte ich ich wäre in Japan zur Schule gegangen... zwinker
27.06.05 17:02
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MM


Beiträge: 174
Beitrag #20
RE: Als Muttersprachler in Japan lehren
Ja natürlich, mit 37 Zertifikaten habe ich es überall auf der Welt einfacher.
Es gibt aber auch einen interessanten Spruch: "geht nicht, gibt´s nicht".
Schwieriger ist es immer, in einem anderen Land zu arbeiten, ohne Zertifikate einen Job zu bekommen, etcetera pp.

Na und?

Es gibt genügend Beispiele von Leuten, die sich ein Ziel gesetzt haben und sich durchgebissen haben.
Sicher haben viele von denen ab und an wenig zu beissen, aber die´s wirklich wollen, kämpfen sich eben durch!

Das kann natürlich ein Schreibtisch-Hengst, der den ganzen Tag am Computer hockt und sein festes Gehalt zum Monatsende auf dem Konto hat, nicht logisch nachvollziehen.
Das ist auch nicht schlimm.

Schlimm ist, sich mit einem gewissen Fachwissen hinzustellen und Leute zu demotivieren, statt Tipps zugeben, was man bspw. tun kann (muss ich einem Vorredner beipflichten).
Wie´s nicht geht, dafür braucht man niemanden, das erfährt man schon selbst.

Übrigens: Hätte ich auf jeden gehört, der mir erzählt hat, was alles nicht funktioniert, wäre ich wohl irgendein kleiner Beamter geworden. Die ganzen schwarzmalenden Klugsch.... haben teilweise recht, teilweise aber gefährliches Halb- oder altes Wissen. Also macht man am besten ausschließlich eigene Erfahrungen. Dann wird man sich wundern, was alles DOCH geht, auch in Japan!!
27.06.05 22:15
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Als Muttersprachler in Japan lehren
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