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"Anderer" Ansatz eine Sprache zu lernen
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Chriz
Unregistriert

 
Beitrag #1
"Anderer" Ansatz eine Sprache zu lernen
Schönen guten Abend allerseits grins

Habe mich kürzlich mit meinem Bruder über Sprachen unterhalten und er meinte, dass es möglich sei eine Sprache schneller/praxis-orientierter zu lernen, indem man sich eine Liste mit Wörtern/Sätzen aufstellt, die im Alltag am meisten genutzt werden.
Bedeutet konkret, dass man erstmal herausfindet, welche Wörter/Sätze jetzt z.B. ein "Durchschnittsjapaner" am Tag spricht, diese übersetzt und dann auswendig lernt. Er meinte etwas mit einer Zahl von ~500 Wörtern/Floskeln gehört zu haben.
Natürlich reicht das nicht aus um eine Sprache gescheit zu lernen, aber man könnte sich doch viel schneller mit anderen Leuten unterhalten, bzw. schneller einen Einblick in verschieden Sprachen bekommen.

Bevor hier alle los schreien: Mir ist wohl bewusst, dass man eine Sprache erst richtig versteht, wenn man auch die Kultur dahinter kennt und nachvollziehen kann (was doch einen Großteil der Sprache ausmacht).

Mir geht es dabei auch darum, dass man seine Energie für die wichtigen Elemente verwendet, denn wie oft lernt man "überflüssige" Dinge, wenn man anfängt eine Sprache zu lernen.


Würde gerne Eure Meinung dazu hören, bzw. was sind eure Erfahrungen. Hättet ihr mit eurem jetzigen Wissen anders angefangen Japanisch zu lernen?

MfG
Chris
05.03.13 23:26
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hez6478


Beiträge: 309
Beitrag #2
RE: "Anderer" Ansatz eine Sprache zu lernen
Hallo Chriz,

(05.03.13 23:26)Chriz schrieb:  Würde gerne Eure Meinung dazu hören, bzw. was sind eure Erfahrungen. Hättet ihr mit eurem jetzigen Wissen anders angefangen Japanisch zu lernen?

Ein Lehrbuch macht ja garnicht anderes ... Wortschatz sind die wichtigsten Wörter, Grammatik ist die wichtigste Grammatik, es werden die wichtigsten Floskeln einem beigebracht ...

Wo ist da der Unterschied?
05.03.13 23:45
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Horuslv6


Beiträge: 1.829
Beitrag #3
RE: "Anderer" Ansatz eine Sprache zu lernen
Das Funktioniert bei Japanisch aber nicht, weil du, auch wenn du die Vokabeln kennst noch enorm mit der Grammatik zu kämpfen haben wirst. Natürlich kann man optimieren und die wichtigen Wörter zuerst lernen, auch wenn das wie schon erwähnt die meisten Lehrbücher ohnehin schon häufig von Anfang an tun, aber bis man japanisch versteht und wirklich darauf antworten kann, muss man sich mit der Art und Weise auseinandersetzten, wie Dinge überhaupt zum Ausdruck gebracht werden. Auf Japanisch kürzt man nämlich unheimlich viel weg, verglichen mit den ausführlichen, deutschen Sätzen. Dazu kommen eigene Grammatikalische Fälle, Zeitformen etc.
Aber probiers doch einfach mal und sag uns, wie nützlich das ist.
06.03.13 12:06
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Wasabi


Beiträge: 90
Beitrag #4
RE: "Anderer" Ansatz eine Sprache zu lernen
Das ist das Prinzip Sprachführer: Eine Sammlung von wichtigen Sätzen und Vokabeln. Allerdings nicht für den Durchschnittsjapaner, sondern eher für den Durchschnittstouristen. Ich kann damit keine Sprache lernen.
06.03.13 19:10
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Hellstorm
Moderator

Beiträge: 3.897
Beitrag #5
RE: "Anderer" Ansatz eine Sprache zu lernen
Es gibt ja auch Grundwortschätze, das ist ja im Grunde auch das gleiche.

やられてなくてもやり返す!八つ当たりだ!
06.03.13 19:19
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Kasu


Beiträge: 379
Beitrag #6
RE: "Anderer" Ansatz eine Sprache zu lernen
Ich glaube, so etwas kann dann funktionieren, wenn du das direkt vor einer längeren Reise in das entsprechende Land machst. Und natürlich nicht mit reinen einzelnen Wörtern, sondern schon mit so vollständigen Alltagssätzen à la "Ich heiße... und komme aus...", "Wo ist hier die Toilette?", "Ich hätte gerne..." usw.
Nephilim schrieb:Und mit 500 Wörter kann man noch lange kein vernünftiges Gespräch führen. Es wäre sowohl für einen Japaner als auch für den Lernende einen riesen Stress.
Das bezweifle ich dann doch. Gerade typische "Erstgespräche" laufen immer relativ gleich ab und kommen daher mit einem sehr limitierten Vokabular aus. Ich habe in Japan solche Gespräche bestimmt 100-200mal, vielleicht sogar noch öfter geführt. Ausländischen Studenten in Deutschland geht das sicherlich auch nicht anders. Wenn man sich auf solche Gespräche dann entsprechend vorbereitet und die führen kann, kann man es von da aus sicherlich leichter weiterspinnen.
Wie gesagt bin ich aber auch der Meinung, dass sich das eigentlich nur lohnt, wenn man sofort für längere Zeit auch in das Land geht und sich dann voll reinstürzt.
06.03.13 21:06
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Horuslv6


Beiträge: 1.829
Beitrag #7
RE: "Anderer" Ansatz eine Sprache zu lernen
Nein Kasu, ich bin im Moment bei Chinesisch auf einem Niveau von etwa 300 Wörtern, schätze ich, und ich bin völlig unfähig Gespräche zu führen, weil ich die Antworten durch fehlendes Vokabular und Grammatik und Hörverständnis-erfahrung niemals verstehen würde. Da geb ich Nephilim schon recht.

@Chriz:
Wenn das wirklich klappen würde, hätte diese Methode höchstwahrscheinlich schon jemand anderes entdeckt, leider.
06.03.13 21:09
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Kasu


Beiträge: 379
Beitrag #8
RE: "Anderer" Ansatz eine Sprache zu lernen
Horuslv, ich meinte auch wirklich nicht einfach Vokablen an sich, sondern eben komplette Sätze oder Dialoge, wie das im Ausgangspost ja auch gesagt wurde. Ich denke auch nicht, dass man ausschweifende Gespräche völlig frei damit führen kann, aber in einigen Situationen ist es schon sehr vorhersehbar, was genau als Antwort/Gegenfrage kommt oder es reicht, wenn man bestimmte Signalwörter kennt um die Botschaft zu verstehen, bspw. wenn man eben wie oben als Beispiel genannt, nach der Toilette fragt. Da reicht es meist, wenn man Richtungsangaben versteht, das Drumherum ist erstmal irrelevant. Allerdings kann ich da nur aus eigener Erfahrung sprechen. Bei mir war es wirklich so, dass ich meist haargenau dieselben Dinge gefragt wurde, oft mit der exakt gleichen Wortwahl.
(Klar, ich kannte die Sprache, aber es hat sehr geholfen, meine Kenntnisse etwas flüssiger erscheinen zu lassen, als sie eigentlich sind, weil ich auf viele Fragen komplett automatisiert antworten konnte, ohne irgendetwas überlegen zu müssen.)
Ich persönlich würde so auch keine Sprache lernen, wenn ich den Anspruch hätte, die Sprache wirklich zu können, aber für einen Urlaub wäre das wohl schon so meine Vorbereitung um einigermaßen zurecht zu kommen. Dass das in Ländern mit nicht-lateinischer Schrift eben der Schrift wegen noch mal etwas schwieriger ist, jetzt mal beiseite gelassen.

Und wie gesagt, ich würde das auch absolut nicht empfehlen, wenn jemand die Sprache wirklich "richtig" lernen möchte (im Sinne von begreifen). Aber so für den Urlaub, oder um mal zu wissen wie das so klingt, denke ich, ist das schon ok und bingt auch mehr als nichts.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07.03.13 14:47 von Kasu.)
07.03.13 08:15
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"Anderer" Ansatz eine Sprache zu lernen
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