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Frage/Beratung zur Japanologie/zum Studium
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Danek


Beiträge: 42
Beitrag #1
Frage/Beratung zur Japanologie/zum Studium
Meine Frage:

Wieviel Prozent derjenigen, die hauptfachlich Japanologie studieren, leben später in Japan (und ich rede von Langzeitaufenthalten (also 5-xx Jahre)) und können ihr gelerntes Wissen dort in einem Beruf ausüben?

Ich glaube, die wenigsten (ausser man studiert eben nebenbei noch was geldträchtigeres, was aber zb. an der Uni Zürich nicht möglich ist).

Ich habe mich ziemlich lange mit der Studienwahl beschäftigt:

Da man in Zürich neben der Japanologie kein naturwissenschaftliches oder wirtschaftliches Fach als Nebenfach (oder umgekehrt) studieren kann (sondern nur eins oder zwei andere geisteswissenschaftliche Fächer) , werde ich vermutlich nur ein Jahr lang Japanologie studieren und zwar des Sprachkurses wegen.

Die Situation ist wirklich zum Weinen: entweder ich habe Spass am Studium und lerne, was mich wirklich interessiert (Japanologie) und friste dann, wenn ich mal in Japan leben will, halt ein einfacheres Dasein (einfache Berufe) oder ich studiere hier was geldträchtigeres und weniger interessantes und kann dafür danach weniger gut Japanisch wenn ich nach japan ziehe.

Ein Kompromiss wäre natürlich, in Japan zu studieren. entweder an ner Uni, an welcher in Englisch unterrichtet wird (teuer, da privat?) oder an ner öffentlichen (weniger teuer ???), die aber in Japanisch unterrichtet.

Wiederum eine andere Möglichkeit wäre, in Deutschland zu studieren, wo man anscheinend Japanologie und juristische, wirtschaftliche (gar etwa auch naturwissenschaftliche Fächer???)kombinieren kann.


Was meint ihr dazu und was würdet ihr machen?
Ich hoffe um antworten ^^

Danke im Voraus

pen and sword - in accord
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.02.04 14:05 von Danek.)
15.02.04 02:50
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kiwichan


Beiträge: 149
Beitrag #2
RE: Frage/Beratung zur Japanologie/zum Studium
Naja.. ich hier für meinen Teile werde definitiv Japanisch studieren. Ich glaube nicht, dass die Chancen auf dem Arbeitsmarkt (wohlgemerkt weltweit) so schlecht sind, wie man uns allen einreden will. Mein Bruder ist gerade zur Lufthansa ("Einstellungstop"), und wer die Zeit liest kennt vielleicht den Aufsatz über die Finnoguristik-Studentin. kratz
Ich finde, es macht nicht so viel Sinn, Zeit und Arbeit in etwas zu investieren was einen nicht interessiert. Man kann sich bei etwas, das man mag, doch eh viel besser motivieren.
(Ähm... fällt auch gar nicht auf, dass ich versuche zu überzeugen, oder???)
Denk doch einfach mal an die vieeeelen Firmen hier in Deutschland und in Japan sie Export/ Import betreiben. Die brauchen doch immer noch eine Zwischenperson, damit die ganze Kommunikation reibungslos abläuft.
Ich glaube, Japanisch als Hauptfach sollte kein Problem darstellen, man muss halt auch sinnvolle Nebenfächer studieren. Sinologie wäre nicht schlecht. China ist der Zukunftsmarkt der nächsten paar Jahrzente, ihre Wirtschaft bloomt- und wer die Sprache kann hat definitiv einen Pluspunkt! Ich würde gern nach München gehn, und dann als Nebenfach "interkulturelle Kommunikation" machen.
Hm. Der Punkt mit "geldträchtig" glaube ich, hat aber gewicht. Denn "reich" wird man von Japanisch nicht, aber ich denke doch, dass man davo ein angemessenes, sorgenfreies Leben führen kann. zwinker
Du könntest doch auch mal überlegen, ob du zur Sicherheit was "geldträchtiges" studierst, nebenher Japanisch machst und dann ein Jahr als JET nach Japan gehst. Dann könntest du dich in Japan alle mal noch um Japanischprogramme bewerben. Da drüben hat ja so ziemlich jede Uni irgendso ein Programm. Waseda, Todai, Ritsumeikan, APU (hat auch Englische Studienfächer), Kansai Gaidai... und dieses Frühjahr macht auch irgendeine neue International University auf, deren Name mir gerade entfallen ist. Jedenfalls wäre deren Curriculum auf Englisch (für Japaner die richtig Enhglisch lernen wollen) und sie haben ein Asian Program für die Gaijins mit viel Japanischunterricht.
Wie gesagt, kagiri nai sekai,
Kiwi
15.02.04 11:17
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sacha


Beiträge: 237
Beitrag #3
RE: Frage/Beratung zur Japanologie/zum Studium
Vielleicht noch ein paar Worte zur Warnung. Was kiwichan gesagt hat ist ja schon richtig, dass man etwas studieren soll, was einem Spass macht, auf der anderen Seite studiert man ja nicht in den luftleeren Raum hinein, sondern das Studium soll einen ermöglichen einen Job zu finden.
Obwohl es sicherlich einige Jobs gibt, bei der die japanische Sprache eine Rolle spielt, aber es wird keiner jemanden einstellen, weil er japanisch kann. Wenn Du kannst, studiere noch etwas dass ein wenig mehr fleisch am Knochen hat, wie zum Beispiel Betriebswirtschaft. Ich kenn zum Beispiel einen Amerikaner der mit mir in Japan japanisch studiert hat, in den Staaten aber hat er Jus studiert, und übersetzt jetzt rechtliche Dokumente vom japanischen in das englische. Oder andere haben ein Job in der Informatik gefunden. Zum JET Programm. Die allermeisten Stellen sind für 'native englsihspeakers' die dort als Lehrer arbeiten. Es gibt zwar auch Stellen für deutschsprechende aber diese sind rar. Und ev. für schweizer nicht geeignet.
Schau doch mal unter http://www.gaijinpot.com nach. Dort findest Du Stellen in Japan für Ausländer. Wenn Du ein wenig rumstöberst, kannst Du mal abschätzen was für Ausländer im Moment in Japan gefragt sind.
Wenn Du in einer 'echten' japanischr Uni studieren willst, musst Du recht gut japanisch können. Ganbatte ne.. Ich habe es an anderer Stelle auch schon wiederholt, aber ich habe in meiner Zeit in Japan (1.5 Jahre an einer Schule) herausgefunden, dass alle diese Japanologie Studenten (aus Deutschland und Österreich) im Verhältnis recht schlecht japanisch konnten, und regelmässig in tiefe Klassen eingestuft worden, obwohl sie soviele Kanjis konnten, und obwohl sie die ganze Grammati als Repetition empfanden.
Ein Tip wenn Du wirklich total motiviert bist, richtig lernen willst, und länger nach Japan willst. In 9 Monaten kann man (wenn man wie ein verrückter büffelt) von praktisch 0 auf 2kyu Level kommen und bestehen. Warum nicht für 9 Monate nach Japan gehen, den Test bestehen, zurückkomen und etwas studieren, dass dir weiterhilft in Japan Fuss zu fassen und dich in der Zwischenzeit auf 1kyu vorzubereiten. Wenn Du dann nach Japan gehst, hast Du ein Abschluss der dich in Japan weiterbringt, und auch die Japanischkenntnisse dazu.

Endlich wieder einmal ein/eine Schweizer/Schweizerinn. Wohnst Du in Zürich oder gedenkst Du nur dort zu studieren? Ich bin auch in Zürich. Der einzige Ort in der deutschen Schweiz wo man vernünftig japanisch lernen kann.

Gruss
Sacha

P.S. Dies wird das Thema der langen Postings. Bitte nichts unter 10 Sätzen.... hoho hoho

Schweizer sollen ja keinen Humor haben. Das finde ich aber nicht lustig....
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.02.04 12:02 von sacha.)
15.02.04 12:01
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Danek


Beiträge: 42
Beitrag #4
RE: Frage/Beratung zur Japanologie/zum Studium
@kiwichan

Zitat:Naja.. ich hier für meinen Teile werde definitiv Japanisch studieren. Ich glaube nicht, dass die Chancen auf dem Arbeitsmarkt (wohlgemerkt weltweit) so schlecht sind, wie man uns allen einreden will. Mein Bruder ist gerade zur Lufthansa ("Einstellungstop"), und wer die Zeit liest kennt vielleicht den Aufsatz über die Finnoguristik-Studentin. kratz
Ich finde, es macht nicht so viel Sinn, Zeit und Arbeit in etwas zu investieren was einen nicht interessiert. Man kann sich bei etwas, das man mag, doch eh viel besser motivieren.
(Ähm... fällt auch gar nicht auf, dass ich versuche zu überzeugen, oder???)
Denk doch einfach mal an die vieeeelen Firmen hier in Deutschland und in Japan sie Export/ Import betreiben. Die brauchen doch immer noch eine Zwischenperson, damit die ganze Kommunikation reibungslos abläuft.
Ich glaube, Japanisch als Hauptfach sollte kein Problem darstellen, man muss halt auch sinnvolle Nebenfächer studieren. Sinologie wäre nicht schlecht. China ist der Zukunftsmarkt der nächsten paar Jahrzente, ihre Wirtschaft bloomt- und wer die Sprache kann hat definitiv einen Pluspunkt! Ich würde gern nach München gehn, und dann als Nebenfach "interkulturelle Kommunikation" machen.

Ich stimme einigen Punkten zu. Ich bin generell sehr an ostasiatischer Geschichte, Kultur, Politik etc interessiert, also genau das, was die Zürcher Japanologie/Sinologie hier anbietet.

Dennoch muss ich sagen, dass ich wahrscheinlich Japanologie nur des Sprachkurses und der damit verbundenen Chance auf ein Stipendium für einen Jahresaufenthalt in Japan wegen wählen werde. Ich könnte in diesem Jahr in Japan versuchen, dort Fuss zu fassen und ne Teilzeitarbeit zu kriegen um vielleicht dort im folgenden Jahr an ner öffentlichen Uni zu studieren.

So sehr ich das Studium der Japanologie auch mag, mir geht es in erster Linie darum, so bald wie möglich in Japan zu leben. Ich weiss nicht, wie das an eurer Uni ist, aber hier befasst man sich spätestens nach dem zweiten Jahr vor allem oder nur noch mit Texten: das ganze spielt also alles auf ner ziemlich theoretischen Ebene.
Wenn schon Japanologie studieren, dann in Japan aus dem einfachen Grunde, dass ich soviel Zeit wie möglich dort verbringen will und nicht nur in Quellen darüber lesen will.

Um die ganze Sache noch zu verkomplizieren, bin ich GENAUSO an einem Leben in China oder Taiwan interessiert. Das soll hier aber nicht Thema werden, würde es doch den Rahmen sprengen. Studiere momentan Sinologie, werde es aber im Herbst abbrechen um Japanologie zu studieren bzw. "zu beginnen".

Zitat:Hm. Der Punkt mit "geldträchtig" glaube ich, hat aber gewicht. Denn "reich" wird man von Japanisch nicht, aber ich denke doch, dass man davo ein angemessenes, sorgenfreies Leben führen kann. zwinker
Du könntest doch auch mal überlegen, ob du zur Sicherheit was "geldträchtiges" studierst, nebenher Japanisch machst und dann ein Jahr als JET nach Japan gehst. Dann könntest du dich in Japan alle mal noch um Japanischprogramme bewerben. Da drüben hat ja so ziemlich jede Uni irgendso ein Programm. Waseda, Todai, Ritsumeikan, APU (hat auch Englische Studienfächer), Kansai Gaidai... und dieses Frühjahr macht auch irgendeine neue International University auf, deren Name mir gerade entfallen ist. Jedenfalls wäre deren Curriculum auf Englisch (für Japaner die richtig Enhglisch lernen wollen) und sie haben ein Asian Program für die Gaijins mit viel Japanischunterricht.
Wie gesagt, kagiri nai sekai,
Kiwi

Ja, da stimme ich dir zu. Irgendwie kann man sich in einem Land wie Japan sicher über Wasser halten. Es ist ja in einigen anderen Beiträgen hier auch schon öfters vom Taxifahren die Rede gewesen.

Trotzdem sehe ich das eher als letzten Ausweg, ein Vollstudium an ner japanischen Uni nach einem Jahr Sprachkurs an ner japanischen Uni wäre schon das schönste (und teuerste). Aber es scheint doch einige zu geben, die diesen Weg zu gehen wählen:
forumdisplay.php?fid=35

pen and sword - in accord
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.02.04 14:03 von Danek.)
15.02.04 14:03
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Danek


Beiträge: 42
Beitrag #5
RE: Frage/Beratung zur Japanologie/zum Studium
Zitat:Vielleicht noch ein paar Worte zur Warnung. Was kiwichan gesagt hat ist ja schon richtig, dass man etwas studieren soll, was einem Spass macht, auf der anderen Seite studiert man ja nicht in den luftleeren Raum hinein, sondern das Studium soll einen ermöglichen einen Job zu finden.
Obwohl es sicherlich einige Jobs gibt, bei der die japanische Sprache eine Rolle spielt, aber es wird keiner jemanden einstellen, weil er japanisch kann. Wenn Du kannst, studiere noch etwas dass ein wenig mehr fleisch am Knochen hat, wie zum Beispiel Betriebswirtschaft. Ich kenn zum Beispiel einen Amerikaner der mit mir in Japan japanisch studiert hat, in den Staaten aber hat er Jus studiert, und übersetzt jetzt rechtliche Dokumente vom japanischen in das englische. Oder andere haben ein Job in der Informatik gefunden.

Ja, habe mir auch schon überlegt hier Wirtschaft/Ius/Naturwissenschaftliches Fach/Computerwissenschaft zu studieren, nebenbei an nem vierstündigem (pro Woche) japanischen Sprachkurs teilzunehmen und erst nach dem Studium in Japan Fuss zu fassen. Aber nach dem Studium wäre ich schon 26 oder 27.
"Erst" in diesem "Alter" dann in Japan leben zu können stimmt mich ein bisschen traurig, weshalb ich wie oben geschrieben auch ein Vollstudium in Japan in Betracht ziehe.

Zitat:Zum JET Programm. Die allermeisten Stellen sind für 'native englsihspeakers' die dort als Lehrer arbeiten. Es gibt zwar auch Stellen für deutschsprechende aber diese sind rar. Und ev. für schweizer nicht geeignet.
Schau doch mal unter http://www.gaijinpot.com nach. Dort findest Du Stellen in Japan für Ausländer. Wenn Du ein wenig rumstöberst, kannst Du mal abschätzen was für Ausländer im Moment in Japan gefragt sind.

Exakt, das ist mir auch aufgefallen. Ich kenne http://www.gaijinpot.com und die seriöseren Inserate bezüglich Sprachunterricht richten sich alle an native english speakers.
Das traurige ist, dass ich als Schweizer wahrscheinlich auch nicht als native german speaker gelte..
Trotzdem werde ich vor meinem Wegzug, wann immer der auch sein wird, um ein englisches und deutsches Sprachzertifikat bemühen.

Zitat:Wenn Du in einer 'echten' japanischr Uni studieren willst, musst Du recht gut japanisch können. Ganbatte ne.. Ich habe es an anderer Stelle auch schon wiederholt, aber ich habe in meiner Zeit in Japan (1.5 Jahre an einer Schule) herausgefunden, dass alle diese Japanologie Studenten (aus Deutschland und Österreich) im Verhältnis recht schlecht japanisch konnten, und regelmässig in tiefe Klassen eingestuft worden, obwohl sie soviele Kanjis konnten, und obwohl sie die ganze Grammati als Repetition empfanden.
Ein Tip wenn Du wirklich total motiviert bist, richtig lernen willst, und länger nach Japan willst. In 9 Monaten kann man (wenn man wie ein verrückter büffelt) von praktisch 0 auf 2kyu Level kommen und bestehen. Warum nicht für 9 Monate nach Japan gehen, den Test bestehen, zurückkomen und etwas studieren, dass dir weiterhilft in Japan Fuss zu fassen und dich in der Zwischenzeit auf 1kyu vorzubereiten. Wenn Du dann nach Japan gehst, hast Du ein Abschluss der dich in Japan weiterbringt, und auch die Japanischkenntnisse dazu.

Klingt sehr vernünftig. Wenn man das Erlernen einer Sprache "vollberuflich" also ganztägig betreibt, kommt man wirklich weit.

Wenn ich 18 wäre, würde ich mich mit ziemlicher Sicherheit für diesen vernünftigsten Weg entscheiden.
Da ich aber schon bald 22 werde, drängt es mich immer wieder zu einem Vollstudium in Japan, da ich - so dumm es auch klingen mag - hier in europa nicht noch mehr "zeit verschwenden" will..


Zitat:Endlich wieder einmal ein/eine Schweizer zunge Wohnst Du in Zürich oder gedenkst Du nur dort zu studieren? Ich bin auch in Zürich. Der einzige Ort in der deutschen Schweiz wo man vernünftig japanisch lernen kann.

Ja, ich wohne auch in Zürich, genauer gesagt in der Stadt ^^
So sehr ich Zürich auch mag, die Unmöglichkeit ein Japanologie- oder Sinologiestudium mit einem "geldträchtigerem" Fach zu kombinieren hat mir schon sehr viele schlaflose Nächte bereitet und mich desöfteren veranlasst Zürich zu verfluchen >:o

Übrigens: Auf wieviel beliefen sich die Kosten deines 1.5jährigen Japanaufenthaltes (in einer privaten Sprachschule nehme ich an)?

gruss

pen and sword - in accord
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.02.04 14:38 von Danek.)
15.02.04 14:32
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sacha


Beiträge: 237
Beitrag #6
RE: Frage/Beratung zur Japanologie/zum Studium
@kassiyopei

Schule und Unterkunft: 1350 CHF pro Monat
Gas, Elektrisch und Wasser 50-80 CHF pro Monat
Leben: Das hängt natürlich von Dir und deinen Ansprüchen ab. Wenn Du selber kochst, nicht jeden Abend in den Ausgang willst, Bier NICHT zu deinen Lieblingsgetränken zählt, kannst Du für weniger als 1000 Yen pro Tag leben. Das wären dann 7000 pro Woche plus vielleicht noch 3000 Yen für den Ausgang. Also 10000 * 4.5 = 45000 Yen = 550 CHF.
Zusammen also knapp 2000 CHF pro Monat.
Dazu noch einmalige Ausgaben für die Wohnungseinrichtung und weiteres.

Als Student kannst Du arbeiten, und wenn Du Dich bemühst kannst Du etwa 1000 CHF (vielleicht auch mehr) pro Monat verdienen. Müsstest also noch 1000 CHF * Anzahl Monate + Flug aufbringen.

Wenn Du mehr wissen willst, schicke doch eine PM.

Gruss
Sacha

Schweizer sollen ja keinen Humor haben. Das finde ich aber nicht lustig....
18.02.04 02:09
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kiwichan


Beiträge: 149
Beitrag #7
RE: Frage/Beratung zur Japanologie/zum Studium
Zitat:Zum JET Programm. Die allermeisten Stellen sind für 'native englsihspeakers' die dort als Lehrer arbeiten. Es gibt zwar auch Stellen für deutschsprechende aber diese sind rar. Und ev. für schweizer nicht geeignet.
Sorry Sacha, ich werde mich kürzer als 10 Sätze fassen. Mit deiner Bemerkung zum JET hast du Recht. Ich denk da nie dran, weil ich Halb-Ami bin... nach Ansicht meiner Lk-Kollegen ist mir das alles ja in den Schoß gefallen (sprechen ja, schreiben ne.... da musste ich einige Zeit investieren- unfreiwillig). Das ist schon ein riesen Vorteil. Aber es gibt auch einige wenige Stellen für Deutschsprecher.
Kiwi
18.02.04 17:32
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sacha


Beiträge: 237
Beitrag #8
RE: Frage/Beratung zur Japanologie/zum Studium
Was mich an diesem JET-Programm manchmal stört, ist die Tatsache, dass die einzige Qualifikation der Teilnehmer das 'native speaker' ist.

Und egal ob der Sprecher aus dem tiefsten Süden der USA oder irgendeiner verlorenen Provinz Australiens kommt, und sogar Engländer Mühe hätten deren englisch zu verstehen, er wird genommen, den er ist ja ein 'native speaker'.
Ich denkehingegen, dass in manchen Fällen diejenigen die englisch als eine Fremdsprache gelernt haben, die besseren Lehrer sein können. Die Erfahrungen eine Fremdsprache zu lernen sind ja dann vorhanden, und man muss sich mit der Grammatik einer Sprache anders auseinandersetzen als ein Muttersprachler.
Wie oft hat ein Mutterspracher, wenn es um einen grammatikalischen Punkt ging, einfach gesagt, das weiss ich nicht, dass ist halt so. Wenn Du aber eine Fremdsprache lernst, dann musst Du dich mit den Eigenheiten der Sprache auseinandersetzen.

Es gibt sehr wenige Stellen für deutsche Teilnehmer. in meiner Zeit dort habe ich nur eine einzige Stelle gesehen.

Gruss
Sacha

Schweizer sollen ja keinen Humor haben. Das finde ich aber nicht lustig....
18.02.04 17:54
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Anonymer User
Unregistriert

 
Beitrag #9
RE: Frage/Beratung zur Japanologie/zum Studium
Also ich kenne da so eine Uni...
Es gibt in Marburg an der Lahn (Hessen/Deutschland) einen Studiengang, der sich Japanwissenschaften nennt. Ich war da am Hochschul-Erkundungstag und hab mich informiert, und was die anbieten hat mich echt begeistert. Es ist nämlich so, dass du japanische Sprache nicht als Hauptfach hast, sondern dein Hauptfach besteht aus japanische Gesellschaft und Geschichte, Recht, Religion, Wirtschaft, Politik, internationale Beziehungen und Geographie. Als Nebenfach kriegst du dann von einer Deutschen und einer Japanerin Japanisch beigebracht. Nach dem ersten Jahr gehts dann auch ein Jahr nach Japan und dann kommst du zurück und machst noch ein Jahr Japanwissenschaften in Marburg. Ich finde das hört sich unheimlich vielversprechend an.
(Marburg ist übrigens ein recht kleines, aber sehr hübsches Städtchen.)
Das Einzige, was mich daran hindert, dort zu studieren, ist, dass ich nicht weiß ob ich nicht verrückt werde, wenn ich noch so lange quasi "zu Hause" bin.

Wär das nicht was?




Auf Großschreibung
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.04.04 08:30 von Nora.)
13.04.04 23:33
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Ai


Beiträge: 103
Beitrag #10
RE: Frage/Beratung zur Japanologie/zum Studium
Zitat:Ich denkehingegen, dass in manchen Fällen diejenigen die englisch als eine Fremdsprache gelernt haben, die besseren Lehrer sein können. Die Erfahrungen eine Fremdsprache zu lernen sind ja dann vorhanden, und man muss sich mit der Grammatik einer Sprache anders auseinandersetzen als ein Muttersprachler.
Wie oft hat ein Mutterspracher, wenn es um einen grammatikalischen Punkt ging, einfach gesagt, das weiss ich nicht, dass ist halt so. Wenn Du aber eine Fremdsprache lernst, dann musst Du dich mit den Eigenheiten der Sprache auseinandersetzen.

Ja, das ist mir auch schon öfters aufgefallen.
Aber am deutlichsten merkte ich das doch, als ich mich mal mit einer Englischlehrerin aus England unterhielt, die allerdings kein Native-Speaker war. Sie klagte recht viel darüber, dass in England fast alle Schüler kaum bis keine englische Grammatik könnten, und auch die Lehrer mit soetwas überfordert seien. Sie als Nicht-Native-Speaker wäre fast die einzige an der Schule, die es einigermaßen könnte.
Und da bin ich schon der Meinung, dass man das locker auch auf andere Sprachen übertragen kann.

@kassiyopei
Ich muss irgendwie sagen, dass du einen leichten Drang hast zum "Lieber-heute-als-morgen-nach-Japan-auswandern". Ich weiß, manche möchten ihren Traum verwirklichen vor dem dreißigsten Geburtstag, aber ein bisschen Ruhe wäre trotzdem angebracht. Denn durch ein richtiges Studium kannst du "dein Japan" vielleicht hinterher umso mehr genießen. Oder so ähnlich. Jedenfalls nichts überstürzen. zwinker
14.04.04 22:24
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