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Frage zu Kultur
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Yano


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Beitrag #11
RE: Frage zu Kultur
(01.06.13 03:55)lekro schrieb:  confirmation bias
Wer von uns ist denn frei davon?
01.06.13 10:32
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Hachiko


Beiträge: 2.562
Beitrag #12
RE: Frage zu Kultur
Es sollte Leute geben, die es nicht scheuen Tatsachen ins Auge zu blicken, auch wenn sie unangenehm sind.
01.06.13 10:35
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Woa de Lodela


Beiträge: 1.538
Beitrag #13
RE: Frage zu Kultur
Zum Beispiel der außerordentlich unangenehmen Tatsache, dass man keine japanische Urururgroßmutter hat. hoho
01.06.13 11:11
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Yano


Beiträge: 2.058
Beitrag #14
RE: Frage zu Kultur
(01.06.13 11:11)Woa de Lodela schrieb:  Zum Beispiel der außerordentlich unangenehmen Tatsache, dass man keine japanische Urururgroßmutter hat. hoho
Von wievielen Deiner Ururgroßmütter wüßtestest Du was zu erzählen? Ich nur von einer einzigen und das auch nur aufgrund von Recherchen, die ihre Enkelin in einer Zeit, als das in Mode war, anhand von Kirchenbüchern durchgeführt hat, und aufgrund einiger Zeilen in der Ortschronik. Erzählt hat mir diese Enkelin nichts, dafür ist sie zu früh gestorben. Private Aufzeichnungen sind gefährdet genug, und mündliches geht nahezu zwangsläufig verloren.
In unserem Fall wäre bei normaler Lebensdauer zu erwarten gewesen, daß Mama oder Papa mal sagt: "meine Oma war eigentlich eine Japanerin."
Gegebenenfalls hätte z.B. Mama sagen müssen, daß diese Japanerin gar kein Japanisch gekonnt hat, weil sie schon als Kind nach Deutschland adoptiert worden ist, oder es sollten sich im Familienjargon ein paar japanische Fetzen erhalten haben - oder Gegenstände, denn im betreffenden Zeitraum funktionierte bereits die Post - aber letzteres scheint nicht vorzuliegen.
Es wäre also zu prüfen, ob aktenkundig ist, daß überhaupt jemals ein japanisches Kind nach Preußen oder später Deutschland adoptiert worden ist, ob das nach japanischem und deutschem Recht legal war, was das für Kinder waren, welches Procedere usw.; ich weiß das nicht, es wäre womöglich eine nette Doktorarbeit. Ich habe weder hier noch dort je von sowas gehört, aber in der Meijizeit ist Preußen/Kaiserreich und Japan 一応 gegenseitig in Mode gewesen.
01.06.13 14:49
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Hachiko


Beiträge: 2.562
Beitrag #15
RE: Frage zu Kultur
Einmal davon ausgegangen, vor mehr als 100 Jahren hat sich ein deutscher Gesandter oder Militär in Japan verirrt und von dort
eine Braut mit nach Deutschland genommen, so dürfte sich das so aufteilen, jeweils eine Generation 25 Jahre alt, dann
käme man da circa circum anno 1880 hin. Könnte rein rechnerisch in die Meiji-Zeit passen.
Die japanische Mutter des Begründers der Paneuropa-Idee Graf Richard Coudenhove-Kalerghi dürfte nach heutiger Berechnung
auch eine japanische Ururgrossmutter sein, was in diesem Falle jedoch zu beweisen wäre.
01.06.13 15:35
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Yano


Beiträge: 2.058
Beitrag #16
RE: Frage zu Kultur
(01.06.13 15:35)Hachiko schrieb:  Die japanische Mutter des Begründers der Paneuropa-Idee Graf Richard Coudenhove-Kalerghi dürfte nach heutiger
Mitsuko geb. Aoyama ihre Memoiren sind anscheinend als Buch herausgekommen, hier: http://books.google.at/books?id=_waIAAAA...ce=gbs_atb
Scheint aber eher ein Fall für Yamaneko zu sein, ist nämlich wohl auf Tschechisch, es zeichnen zwei tschechische Ko-Autorinnen.
01.06.13 16:54
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Hachiko


Beiträge: 2.562
Beitrag #17
RE: Frage zu Kultur
Es gibt da aber noch ein sehr interessantes Buch von Barbara Coudenhove-Kalgeri, das in deutscher Sprache verfasst ist,
es trägt den Titel: Zuhause ist überall. Eine Chronik dieser interessanten Familie.
01.06.13 18:59
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Woa de Lodela


Beiträge: 1.538
Beitrag #18
RE: Frage zu Kultur
(01.06.13 14:49)Yano schrieb:  
(01.06.13 11:11)Woa de Lodela schrieb:  Zum Beispiel der außerordentlich unangenehmen Tatsache, dass man keine japanische Urururgroßmutter hat. hoho
Von wievielen Deiner Ururgroßmütter wüßtestest Du was zu erzählen?

Von keiner, was tut das zur Sache? Ist aber sicher keine Japanerin bei, obwohl ich Japanisch gelernt habe und gerne Miso-Suppe schlürfe. hoho Und mongolisch anmutende Züge gibt es auch bei meiner ostpreußischen Verwandtschaft, sehen alle aus wie Jelzin hoho
01.06.13 19:29
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Beli800


Beiträge: 8
Beitrag #19
RE: Frage zu Kultur
Zitat:Ich wusste gar nicht, dass in Seiza sitzen, auf einem Futon schlafen und asiatisch kochen können in den Genen steckt.

Das was du von mir zitiert hast, reicht sicher nicht um sich nur auf Grund dessen von japanischer Vorfahren auszugehen. Natürlich sind das keine Fakten in dem Sinn, wie vergleichbar ein Eintrag in einem Dokument.

Aber ich habe ja auch genetische Faktoren genannt, diese unterliegen keinen Bestätigungsfehlern. Und diese kulturellen Beispiele sind einfach nur für mich persönlich wichtige Kleinigkeiten, die mir auf meiner eigenen Suche weiterhelfen.
Was ich an Fakten habe reicht leider noch nicht aus für klare Antworten. Da finde ich es nicht verwerflich, sondern teils sogar normal, wenn man sich in seiner direkten Umgebung nach Hinweisen umsieht. Mehr oder weniger sind diese Dinge schließlich ja auch gar nicht.

Zitat:Zum Beispiel der außerordentlich unangenehmen Tatsache, dass man keine japanische Urururgroßmutter hat.

Es ist kein Wunsch von mir, jemand japanisches/asiatisches als Vorfahre zu haben. Die besagten äußeren Indizien meiner Großmutter könnten ebenfalls zu Chinesen, Mongolen etc. passen. Und da ich noch keine weiteren Dokumente habe, weiß ich leider noch nichts sicheres.
Aber da ich nicht so ganz strunzdoof bin, fallen einem auch manche Dinge auf die man dann als Hinweise bezeichnet.
Aber nichts desto trotz werde ich in kommender Zeit noch die Personenurkunden besorgen. Mich interessiert es ja schließlich auch.

LG Beli800
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.06.13 19:03 von Beli800.)
02.06.13 19:03
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Yano


Beiträge: 2.058
Beitrag #20
RE: Frage zu Kultur
Bei unseren Forschungen in Bayern waren die Register der Kirche eine große Hilfe und haben kaum was gekostet. Die Tauf- und Heiratsregister haben die Zeitläufte nicht unbeschadet überstanden, reichten aber im Falle meiner Familie teilweise bis spätes 18. Jahrhundert.
Zu einem meiner Vorfahren um 1820 - 1840 herum müßte es Presseberichte geben; und als ich im Stadtarchiv vorsprach, sagten die, da finden wir bestimmt was, ins Archiv dürfe ich selber nicht, könnte aber für nur wenige tausend Euros - na gut, dann halt nicht.
02.06.13 20:27
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