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Frage zum Verb des Gebens/Bekommens
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Beitrag #11
RE: Frage zum Verb des Gebens/Bekommens
Hallo

@Ma-kun,

ich bin nicht der "AU" hier, ein anderer Besucher. Trotzdem möchte ich etwas kommentieren (ich bin bei der Suche eines Begriffs zufällig hier reingekommen).

Mit dem japanischen Grammatik habe ich gar keine Ahnung. Daher kann ich nicht sagen, ob dieser Satz Nr.3 vom "AU" grammatikalisch richtig oder nicht. Aber als Alltagsjapanisch ist er richtig und würde ich auch gegenüber meinem Lehrer so sagen. Oder :
"Sensei ha ashita jugyou wo saremasu ka"

Dein Vorschlag "Jugyou wo shimasuka" könnte doch direkt (oder unhöflich) klingen. Wenn ein Ausländer so sagt, ist es vollkommen OK, weil es nicht falsch ist. Aber wenn ein Japaner gegenüber dem "Sensei" so sagen würde, würde man denken, er sei arrogant oder ungebildet. Natürlich reden viele Kinder (Grundschuler) in der Schule mit ihren Lehrer mit dem einfachen "desu, masu" Stil, aber Erwachsene doch nicht (oder kann es heuzutage anderes sein?).

Sorry, Ma-kun. Als ein Besucher, möchte ich nicht euerem Forum einmischen aber ich möchte, dass ihr nicht nur "richtiges", sondern auch "schönes" Japanisch lernen könntet. Bitte um Verständnis.

Takashi
14.07.05 15:41
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Anonymer User
Unregistriert

 
Beitrag #12
RE: Frage zum Verb des Gebens/Bekommens
Noch ein Ergänzung:

In Japan sind Lehrer (Sensei) oft geachtet, daher verwenden wir "Keigo" gegenüber ihnen. Wenn der Satz für irgendeinem Bekannten wäre, finde ich der "desu-masu" Stil OK.

@Ma-kun, wenn mein letzter Beitrag nicht hier passt, bitte löschen.

Danke!

Takashi
14.07.05 15:47
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Ma-kun
Administrator

Beiträge: 2.020
Beitrag #13
RE: Frage zum Verb des Gebens/Bekommens
Nein, das passt wunderbar.

Ich hätte eher zu saremasu tendiert. Für nasaimasu hätte ich den Rest des Satzes etwas direkt gefunden. Offensichtlich hat mich mein Gefühl getrogen.

Du hast natürlöich recht, daß man gegenüber dem Sensei Keigo benutzen soll. Das Problem ist nur, daß man Keigo erst lernen kann, wenn man die Grundlagen wirklich beherrscht. Keigo hat viel mit dem Gefühl zu tun, wann man was wie sagt und, wann man etwas nicht sagt.
Ich denke, es ist besser, wenn Anfänger erst einmal desu/masu verwenden. Wie Du schon gesagt hast, wird man es ihnen nachsehen. Denn viel komischer klingt es, wenn man anfängt zu mischen. Also desu/masu und dann Sonkeigo (, dann vielleicht noch Rakugo). Daher habe ich unserem Gast geraten, erst ohne Keigo zu sprechen.

Du hast recht, am besten wäre es, Keigo zu benutzen. Wie ich mitlereweile dank Dir weiß mit nasaimasu. Anfängern und frühen Fortgeschrittenen würde ich dennoch empfehlen, mit desu/masu zu sprechen, wenn man sich für Keigo nicht sicher genug fühlt.

Also halten wir fest: Schönes und richtiges Japanisch:
Sensei ha ashita jugyou wo nasaimasu ka.
Sensei ha ashita jugyou wo saremasu ka.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.07.05 16:15 von Ma-kun.)
14.07.05 16:14
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Ex-Mitglied (bikkuri)
Unregistriert

 
Beitrag #14
RE: Frage zum Verb des Gebens/Bekommens
Zitat:Dein Vorschlag "Jugyou wo shimasuka" könnte doch direkt (oder unhöflich) klingen. Wenn ein Ausländer so sagt, ist es vollkommen OK, weil es nicht falsch ist. Aber wenn ein Japaner gegenüber dem "Sensei" so sagen würde, würde man denken, er sei arrogant oder ungebildet. Natürlich reden viele Kinder (Grundschuler) in der Schule mit ihren Lehrer mit dem einfachen "desu, masu" Stil, aber Erwachsene doch nicht (oder kann es heuzutage anderes sein?).

Bei Ausländern ist es ok, bei Japanern nicht?! Das nenne ich doch wieder mal eine typisch japanische Meinung (Du bist Japaner, richtig?). Und die anschließende Aussage mit den Kindern erweckt, vielleicht ungewollte, aber nichtsdestotrotz ungute Assoziationen.
Außerdem, erreicht man einen gewissen Sprachlevel, so wird auch vom "gaijin" richtiges Keigo erwartet.
14.07.05 20:21
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Shinja


Beiträge: 636
Beitrag #15
RE: Frage zum Verb des Gebens/Bekommens
@bikkuri: der Japaner zu dem du sprichst kennt ja dein Sprachlevel nicht. Ich denke auch, dass man Ausländern gegenüber etwas toleranter ist, und zwar nicht nur im Japanischen sondern auch in andern Sprachen. Die meisten sind schon froh, wenn sie merken, dass man ihre Sprache spricht. Der Japaner wird sich denken, dass du als Ausländer es halt eben noch nicht so gut weißt oder du noch nicht das richtige Sprachgefühl hast und es dir deshalb wohl nicht übelnehmen, wenn du mal etwas "unüblich" redest.

EDIT: Hmm, es sei denn, dein beitrag hat sich auf den Lehrer speziell bezogen, der normalerweise schon weiß, ob du es besser können müsstest oder nicht.

EDIT2: Wie weiter unten steht habe ich anscheinend bikkuris Beitrag falsch interpretiert. Sorry dafür!

"Knowing is not enough we must apply. Willing is not enough we must do" (Bruce Lee)
Ob du glaubst etwas erreichen zu können oder ob du nicht glaubst etwas erreichen zu können du hast immer recht.
"The world has enough for everybody's need, but not for everybody's greed" (Mahatma Ghandi)
From the moment you wake you shall seek the perfection of whatever you pursue.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.07.05 22:45 von Shinja.)
15.07.05 09:57
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atomu


Beiträge: 2.664
Beitrag #16
RE: Frage zum Verb des Gebens/Bekommens
Ich glaube bikkuri (korrigiere mich, falls ich dich falsch interpretiere) geht es um etwas anderes. Ihn ärgert, das Japaner(innen) sich häufig von vorne herein damit abfinden, das Ausländer sowieso kein ordentliches Japanisch sprechen bzw. lernen können. Und das hat tatsächlich manchmal etwas Herablassendes.

Natürlich kann man das nicht verallgemeinern, aber ich habe das auch oft genug erlebt. Ansonsten ist natürlich eine gewisse Toleranz gegenüber jemandem, der sich mit einer für ihn fremden Sprache abmüht, etwas sehr Positives. Das andere Extrem, das ich auch im Kontakt mit Japaner(inne)n erlebt habe ist, wenn einem jeder Fehler unter die Nase gerieben wird.

Jetzt will ich aber keinesfalls Takashi vergraulen. Vielen Dank für deine Einwände, die stehen genau am richtigen Ort und waren sehr lehrreich. Würde mich freuen, hier öfter was von dir zu lesen!

正義の味方
15.07.05 10:55
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Ex-Mitglied (bikkuri)
Unregistriert

 
Beitrag #17
RE: Frage zum Verb des Gebens/Bekommens
Atomu hat das ungefähr wiedergegeben, was ich meinte. Natürlich unterstelle ich keinem ein Hinabsehen auf den Anderen, im Gegenteil, es ist ja eigentlich gut gemeint. Nur ärgert mich diese Selbstverständlichkeit und Allgemeinheit, mit der solcherlei Aussagen getroffen werden. Das mag meine Psychose seit Anfang meines Studiums sein, die ich nicht wieder los geworden bin. Nicht nur, dass man mit jener Einstellung des Gegenübers nie seine eigenen Fehlern erkennen kann, man hat auch das Gefühl, nicht Ernst genommen zu werden. Dieses ist zwar rein subjektiv und ist nicht auf die Böswilligkeit des Anderen zurückzuführen, aber es ist für einen selbst vorhanden. Eine recht paradoxe Situation.
Takashi wollte ich damit nicht angreifen, nur auf etwas hinweisen.
15.07.05 14:59
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Frage zum Verb des Gebens/Bekommens
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