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Japanologie hat keine Zukunft !?
Verfasser Nachricht
Azumi


Beiträge: 434
Beitrag #21
RE: Japanologie hat keine Zukunft !?
@Dozent:

Was ist für dich im Leben wichtiger:

- eine Eigentumswohnung, 2x Urlaub im Jahr, einen Audi A6 vor der Tür plus pünktlich ausgezahlte Lebensversicherung an deinem 65. Lebensjahr

oder

- zu tun, was deinen Neigungen entspricht, versuchen, Deine Interessen beruflich umzusetzen, alles probieren, um Träume zu verwirklichen und dafür freiwillig auf Urlaub, Auto und Lebensversicherung zu verzichten

Ich gehe davon aus, daß du, Dozent das erste wählen würdest. Das bedeutet aber für viele, sich zu beugen, zu resignieren, Träume aufgeben.

Das ist der Unterschied ob man im Leben materielle Dinge anstrebt oder seine Persönlichkeit entfalten will.

Es gibt allerdings auch einen Mittelweg.

熟能生巧
28.10.04 13:11
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gokiburi


Beiträge: 1.415
Beitrag #22
RE: Japanologie hat keine Zukunft !?
@Dozent:
Wenn ich deinem ersten Posting hier durchaus zustimmen konnte, stoßen mir deine Meinungen nun doch immer stärker unangenehm auf. Was kommt demnächst, mal überspitzt gefragt? Die Forderung nach einem Verbot von Kultur als unproduktiver Unfug? Die totale Streichung von Studienplätzen, die nicht zu 150% pragmatisch und "wichtig" sind? Weil, wozu braucht man schon "Kunstgeschichte oder Aegyptologie" oder Psychologie oder Politik oder Musik oder... oder....
Vielleicht wird es ja auch mal Zeit für eine Kulturrevolution? Und die einzigen "Philosophen", die dann noch gelehrt werden dürfen sind Mao Tse Tung und Pol Pot?!

gokiburi, dem deine Art der Argumentation sehr gegen den Strich geht

♪♪あぁ蝶になる、あぁ花になる、
恋した夜はあなたしだいなの、♪♪
あぁ今夜だけ、あぁ今夜だけ、
もうどうにもとまらない!!! ♪♪  山本リンダ
28.10.04 13:14
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atomu


Beiträge: 2.664
Beitrag #23
RE: Japanologie hat keine Zukunft !?
Mein letzter Kommentar dazu:

Ich verdiene meinen Lebensunterhalt an einem hochsubventionierten Theater und an zwei Musikhochschulen. Ich bin von Dummheit gezeichnet und trage eine Mitschuld daran, dass täglich 70000 Menschen auf dieser Welt sterben müssen. Gut, dass ich wenigstens kein Aegyptologie oder gar oberschlauer Japanologe bin.

Entschuldigung, dass ich so unsachlich werde, aber ich besitze nicht das kühle Blut mit dem Bill Gates und Konsorten unsere Welt sicher zu einer besseren machen werden. Nicht, dass mir die Argumente ausgehen würden, aber an diesem Punkt steige ich aus der Diskussion aus.

正義の味方
28.10.04 13:15
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Ninja


Beiträge: 115
Beitrag #24
RE: Japanologie hat keine Zukunft !?
@Dozent : Hab ich das richtig verstanden; Du würdest nur Studiengänge finanzieren welche von der Wirtschaft gerade gebraucht werden ? Alle anderen Studiengänge müsste man sich dann selbst bezahlen ( also hätte nur die reiche Oberschicht Zugang zu Kultur - sprich Horizonterweiterung ) ?
28.10.04 13:15
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Anonymer User
Unregistriert

 
Beitrag #25
RE: Japanologie hat keine Zukunft !?
:l0a_d1v: Beitrag von:"Bitfresser" Ich glaube wir sollten nicht zu schnell vorurteilen. Ich zwar auch der Meinung, dass gerade Kultur ein hohes Gut einer Gesellschaft darstellt, das auf jeden Fall gewahrt werden muss, aber ich denke Dozent hat hier andere Gesichtspunkte gemeint, die unter den Pruefstand gestellt werden sollten.

Beipielsweise die immer viel zu hohe Rate an verhungernden Kindern in der 3. Welt.

Bloss leider sehe ich irgendwie das Thema dadurch abdriften.
28.10.04 13:33
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gokiburi


Beiträge: 1.415
Beitrag #26
RE: Japanologie hat keine Zukunft !?
Zitat:Beipielsweise die immer viel zu hohe Rate an verhungernden Kindern in der 3. Welt.
Nur hat das mit den Ausgaben für Kultur nicht das Geringste zu tun, so hart das auch klingen mag.
Wer glaubt denn allen Ernstes daran, daß sich der Hunger weltweit stillen ließe, wenn wir unsere Ausgaben für Kultur etc. abschafften und die Gelder statt dessen in Drittweltländer schickten?

Ist vielleicht ein wenig weit hergeholt, aber das erinnert mich immer an die Standardantwort in der DDR, wenn jemand z.B. die mangelnde Versorgung mit Nahrungsmitteln aus NSW-Ländern anprangerte: "Aber, bist Du denn nicht für den Frieden?!"

Also, mir wird das ganze hier zunehmend zu albern, ich zieh mich aus diesem Thread ebenfalls zurück (unter Vorbehalt, versteht sich)

♪♪あぁ蝶になる、あぁ花になる、
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28.10.04 13:47
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Anonymer User
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Beitrag #27
RE: Japanologie hat keine Zukunft !?
:l0a_d1v: Beitrag von:"Bitfresser"
Zitat:Du gehst aber leichtfertig mit 10.000€ um. zwinker
Abgesehen davon können/wollen nicht alle BAföG in Anspruch nehmen. Es kann auch ohne gehen. Besonders bei den übermäßig langen Semesterferien in Deutschland sollte es kein Problem sein, in der vorlesungsfreien Zeit sein Geld zu verdienen.

Die uebermaessig langen Semesterferien sind fuer alle die uebermaessig lang, die nichts weiter zu tun haben. Meine waren immer Stressig. Seminare, Ferienakademien und Pflichtpraktika in Industrie und an der Uni haben meinen Alltag auch in den Semesterferien gut ausgefuellt.

Fuer die 10.000 Euro muss ich mich wirklich entschuldigen. Ich hab ein Semester als ganzes Jahr betrachtet, und bin deshalb auf den hohen Wert gekommen. Mal sehen, wie hoch mein Schuldenberg wirklich ist, wenn ich die Abrechnung bekomme.

Bafoeg nicht bekommen koennen gibt es nur, wenn nicht genuegend Enkommen bei den Eltern vorhanden ist (wohlgemerkt Einkommen) nicht Vermoegen. Ein Haus interessiert das Bafoegamt nicht. Zinsen und Mieteinnahmen schon. Meine Mutter war selbststaendig, hat aber niemals soviel Steuern bezahlt, dass sie ernsthaft in die Zahlungspflicht aufgenommen wurde (sie haette es sich eh nicht leisten koennen)

Bafoeg nicht wollen ist dumm. Immerhin ist die Haelfte des Geldes ein Geschenk. Die andere ist ein zinsloses Darlehen. Also weiss ich nicht, was man da noch gross ueber wollen/nichtwollen nachdenken muss - wenn nicht gerade ethisch/moralische Gesichtspunkte dahinterstehen ...
28.10.04 13:48
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Anonymer User
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Beitrag #28
RE: Japanologie hat keine Zukunft !?
:l0a_d1v: Beitrag von:"Bitfresser" @gokiburi
So habe ich das auch nicht gemeint. Ich will bloss nicht einfach jemanden beschimpfenb, bevor ich mir seine Gedanken nicht durch den Kopf hab gehen lassen.

Ich bin genau wie Du der Meinung, dass Kultur mehr als nur ein Freizeitverteib ist. Immerhin lebt durch die Kultur ja auch ein Teil unserer Wirtschaft.

Was hier naemlich in der ganzen Debatte am Ende vergessen wird ist was passiert, wenn Kultur komerzialisiert wird. Dann koennen wir uns vor "Dschungel-Camp"-Sendungen und Bildzeitungsueberschriften wie "Bild hilft Ihnen beim sparen mit Plus" nicht mehr retten. Und wenn unser Kulturverstaendnis einmal dort angekommen ist, dann werden alle diejenigen, die Kultur als billiges Interesse betrachten nicht mehr drumherumkommen zu erkennen, dass man damit Menschen und Gesellschaften formt - im positiven, wie im negativen Sinne.
28.10.04 13:55
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Ex-Mitglied (bikkuri)
Unregistriert

 
Beitrag #29
RE: Japanologie hat keine Zukunft !?
@Dozent
Deinen Aussagen folgend erübrigt sich eigentlich jeder weitere vernünftige Kommentar. Argumente, die die Armut in Deutschland oder gar den Welthunger mit den festegestellten Fehlleitungen deutscher Studenten in Assoziation bringen, zeugen nicht gerade von tieferer Überlegtheit und Differenzierungsvermögen.
Ich habe besseres zu tun, als meine Zeit in eine sinnlose Diskussion mit einem fanatischen Technokraten zu investieren. Ich folge meinen Vorrednern in ihrer Verzichtsserklärung.

@bitfresser
Mit „übermäßig“ meinte ich im Vergleich zu anderen Ländern. Ich hatte zwar keinen Anspruch auf BAföG, aber ich hätte ihn auch nicht angenommen. Mir wäre ein schuldenfreies Konto lieber gewesen als ein „Schuldenberg“. Das ist aber eine Individualentscheidung, die jeder für sich selbst treffen muß. Auch ohne Unterstützung durch das Land und die Eltern ist es möglich ein Studium ordentlich und erfolgreich durchzuziehen. Das wollte ich damit zum Ausdruck bringen.
28.10.04 14:12
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Bitfresser


Beiträge: 1.702
Beitrag #30
RE: Japanologie hat keine Zukunft !?
Das geht meines Erachtens nach nicht.

- Zumindest bei uns wird man im Vorstudium zu allen Pruefungen, die das Vorstudium im jeweiligen Semster vorsieht automatisch angemeldet. Da diese Pruefungen fuer mich kein Zuckerschlecken waren haette ich nebenher nicht arbeiten koennen.
- In den Semesterferien kann man also nur die jeweiligen Industriepraktika, ... machen, die man noch benoetigt, um ins Hauptstudium zu kommen.
- Im Hauptstudium wurde man zwar nciht automatisch angemeldet, aber man hat trotzdem Fristen, die man einhalten muss. Auch die Hauptstudiumspruefungen waren kein Zuckerschlecken. Zudem gab es wieder Industriepraktika, ...

Bei mir im Studium konnte ich nur einmal eine zeitlang als Werkstudent arbeiten. Das war im 7 Semester fuer 3 Monate.

If you have further questions ...
28.10.04 14:21
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Japanologie hat keine Zukunft !?
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