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Schulpflichtige Kinder auf Japanische oder Internationale Schule?
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客人
Gast

 
Beitrag #21
RE: Schulpflichtige Kinder auf Japanische oder Internationale Schule?
(27.05.17 04:25)Gast-sama schrieb:  Zumindest hat das dortige System mit den Aufnahmeprüfungen den Vorteil, dass man vor dem Studium zunächst einmal auf die Studierfähigkeit geprüft wird.
In Japan wird in den Aufnahmeprüfungen niemand auf seine Studierfähigkeit geprüft. Das einzige, was dort geprüft wird ist, ob wieviel unnütze Sachen sich jemand in sein Hirn pressen und wieder auskotzen kann.
27.05.17 12:23
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Hellstorm
Moderator

Beiträge: 3.897
Beitrag #22
RE: Schulpflichtige Kinder auf Japanische oder Internationale Schule?
Mit einem bestandenen センター試験 darf man übrigens an deutschen Unis studieren. Das ist dann ungefähr gleichbedeutend zum Abitur.

https://www.daad.de/deutschland/nach-deu...41&ebene=5

Zitat:Mit Ihrer Vorbildung haben Sie einen „direkten fachgebundenen Zugang“. Damit können Sie sich direkt an einer deutschen Hochschule für die Fächer bewerben, die im Center Test mit einem Wert von mindestens 62% nachgewiesen wurden. Zusätzlich müssen Sie in den Jahrgangsstufen 10 bis 12 der Sekundarschule die Fächer Muttersprache, Fremdsprache, Mathematik und eine Naturwissenschaft durchgängig belegt und bestanden haben.

Wenn man bereits einen japanischen Bachelor hat, darf man dann auch beliebige andere Fächer studieren.

やられてなくてもやり返す!八つ当たりだ!
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.05.17 21:55 von Hellstorm.)
28.05.17 21:54
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Peter.T
Gast

 
Beitrag #23
RE: Schulpflichtige Kinder auf Japanische oder Internationale Schule?
Ich lebe seit 20 Jahren in Japan und habe zwei Kinder im öffentlichen, japanischen Schulsystem. Ich finde die hier getroffenen Aussagen bezüglich der Qualität japanischer Schulen und Lehrmethoden unangebracht und teilweise veraltet und/oder falsch.

Ich kann nicht behaupten, dass meine Kinder "nur sturr auswendig lernen" oder "unnützes Zeug lernen, auskotzen und vergessen". Die Lehrer sind sehr bemüht (was ich von meinen damaligen deutschen Lehrern im öffentlichen Dienst nicht gerade behaupten kann) und den Kindern werden bereits im jungen Alter Dinge beigebracht, die in Europa kaum denkbar wären. Die ausserschulischen Aktivitäten sind auch erstklassig.

Ich kann natürlich nicht für alle Schüler in Japan und Deutschland sprechen, aber ich habe den Eindruck japanische Schüler sind besser erzogen, rauchen und drinken weniger, sind weniger gewaltbereit und aggressiv. Das ist selbstverständlich eine sehr subjektive Meinung, die jedoch nach jedem Deutschlandaufenthalt bestätigt wird.

Zu internationalen Schulen in Japan: Die meisten Normalsterblichen können sich das ohnehin nicht leisten (800-1200 Euro/ Monat pro Kind). Ausserdem schaffen es nur wenige Einrichtungen die Kinder auch international (Englisch auf Muttersprachniveau usw.) zu "erziehen", wenn nicht mindestens ein Elternteil zu Hause auf Englisch spricht.Die meisten Schüler dort sind ohnehin Japaner und ich kenne viele, die nach 5-6 Jahren zwar keine Angst mehr vor einem Ausländer haben, jedoch relativ schlecht Englisch sprechen. Für die 60.000-80.000 Euro Mehrkosten pro Kind, sind die Leistungen dürftig (man vergleiche nur wie wenig 2-3 Jahre Auslandsstudium kosten würde).
06.06.17 01:59
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Yano


Beiträge: 2.134
Beitrag #24
RE: Schulpflichtige Kinder auf Japanische oder Internationale Schule?
Sehr richtig, auch in den Schulen Japans hat sich in den letzten Jahrzehnten dies und das getan, sie arbeiten seit langem nicht mehr unter den Notbedingungen wie vor 50 Jahren z.B. mit Klassenstärken, die sogar noch größer waren als die in Deutschland damals zur gleichen Zeit. Positive Entwicklungen in Japan werden bekanntlich generell von den deutschen Medien ignoriert, und speziell im Bereich Bildung/Erziehung wird sogar auf professioneller Ebene Japan von Deutschland ignoriert - andersherum ist dies freilich anders. Das mediale Bild des deutschen Bildungssystems ist insgesamt nicht positiv und spielt in der japanischen Öffentlichkeit wohl gar keine Rolle.
:
Oberflächliche Meinungsbildung kann in diesem Umfeld leicht dazu führen, daß man deutsche Oberschüler für kriminell und wahlweise adipös/mager-/drogensüchtig hält und japanische für ungebildet und geisteskrank. Jeder kann leicht sehen, daß es hier zwar oberflächlich stärkere Unterschiede zwischen D und J gibt, im Kern aber (abgesehen von den schwarzen Schafen, die es hier wie dort gibt) die allermeisten kreuzbrave Jugendliche sind, die mehr oder weniger heftig am Pubertieren sind.
06.06.17 09:50
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Schulpflichtige Kinder auf Japanische oder Internationale Schule?
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