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Vertrauen zu Internet Tools?
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zongoku
Inaktiv

Beiträge: 2.973
Beitrag #1
Vertrauen zu Internet Tools?
http://www.geocities.co.jp/HeartLand-Gaien/7211/

Ich weiss nicht wie ich es sagen soll, aber heute ist mir doch etwas gegen den Strich gegangen.
Es hat mit diesem Link zu tun, den ich hier gepostet habe.

Ich habe einige Geschichten rausgeprinted und die mit in die Schule genommen. Das war gestern. Dann beim heutigen Schulunterricht, sagt mir die Lehrerin, dass die dort abgebildeten Texte, voller Fehler seien.

Das verstehe ich nicht?
Sind die Texte nun von Japanern geschrieben worden oder nicht?
Wenn ja, wie ist das moeglich dass dort so viele Fehler beinhaltet sind?
Die Lehrerin meint dass es sich um Ausdruecke handelt die nicht mehr gebraucht werden. Wie soll nun ein gaijin, wie wir es sind, sich in diesem Kuddelmuddel zurechtfinden, da wir dann diesen Internetseiten hoffnungslos ausgeliefert sind.

Dann habe ich noch jbrowse verwendet um den Kanji Furigana aufzusetzen. Und da flippte sie ganz aus.

Es stimmt dass jbrowse in seiner Homepage zugibt nicht vollkommen zu sein. Auch werden viele Kanji mit einem "?" Fragezeichen ueberschrieben, und somit ist es noch schwieriger sich damit zurechtzufinden.

Dann muss man dazu sagen, dass dieses jbrowse vom Edict und KANJIC herstammt (also von Jim Breen), so wie viele andere Programme dies hier im Internet auch benutzen.

Da frag ich mich, wenn das eine nicht stimmt, dann muesste all das andere ja auch nicht stimmen.

In wieweit kann man dann diesen Hilfen trauen und verwenden?

Ich bin masslos frustriert. Aber das ist nicht das einzige was mich in Bezug auf Japaner frustriert, wenn ich das ueberhaupt noch hier schreiben darf.

Irgendwie werde ich das Gefuehl nicht los, dass wenn es nicht von einem Japaner bzw. Japanerin selbst kommt, es falsch und nutzlos ist?

Das gilt nicht nur fuer das Lernen, fuer die Sprache, nein auch noch fuer das Gehabe gegenueber Japanern.

Ich denke dass ich mich zur Ruhe setze, und ein schoenes Buch lese, und das ganze Japanisch einfach vergesse. Ich denke dass ich davon mehr habe............
28.06.05 22:04
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Teskal


Beiträge: 826
Beitrag #2
RE: Vertrauen zu Internet Tools?
Wenn der einzige Grund für Fehler alte, nicht mehr benutzte Begriffe sind, dann finde ich das wirklich nicht schlimm. So etwas wird es immer geben. Gerade bei alten Geschichten/Märchen höre ich so etwas immer. Ich kann die Seite nicht lesen, bzw. verstehen. So das ich dazu nichts sagen kann.

Aber das sollte kein Grund sein, kein Japanisch zu lernen.

Aber was soll den an jbrowse so schlimm sein?

Natürlich wird so etwas nie 100%ige Ergebnisse bringen und man darf sich darauf auch nicht verlassen. Selbst das IME kann nicht immer ahnen was man für ein Kanji haben will, aber trotzdem leistet es gute Dienste.

Hat sie denn Alternativen genannt? Einfach ein Progamm heruntermachen nützt gar nichts. Solange es keine Alternativen gibt, muß man damit arbeiten was man hat.

Aber nimm wirklich mal ein Buch und vergiß für ein paar Tage Japanisch, das kann echt befreiend wirken. (Ich freue mich schon auf mein Urlaub, da kommt nämlich gerade Harry Potter raus, hoffentlich.)
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 28.06.05 22:52 von Teskal.)
28.06.05 22:49
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Ex-Mitglied (bikkuri)
Unregistriert

 
Beitrag #3
RE: Vertrauen zu Internet Tools?
Hmm... ich finde nur englische und koreanische Texte.
28.06.05 23:04
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shijin


Beiträge: 345
Beitrag #4
RE: Vertrauen zu Internet Tools?
Nun dieses Phänomen ist ja nun wirklich nichts unbekanntes! Nicht um sonst wird man immer davor gewarnt unbedacht Internet als Medium zu verwenden. Das grösste Problem ergibt sich nun mal halt bei Gratis Software, ist aber nicht anders zu erwarten, man muss ja noch Geld verdienen und ein Freizeitprojekt erreicht selten den Stand eines professionellen Produktes.
Du musst es so sehen: Die Hilfsmittel sind bestimmt gut zu verwenden, da sie sonst nicht so berühmt geworden wären. Doch weisen sie gewisse Schwächen auf. Eine hast du entdeckt, scheinbar kommen sie mit altem Japanisch nicht zurecht. Überleg mal wie deutsche Märchen verfasst sind, oder wie Schiller geschrieben hat. So redet kein Mensch mehr.
Die Tools beschränken sich, weil die Hersteller nicht unendlich Zeit haben, auf die wichtigsten Einsatzgebiete, also modernes Japanisch.
Aber auch da ist Vorsicht geboten, als ich mir mit Wadoku Frechdachs übersetzen liess, ging meine Kollegin an die Decke. Natürlich wusste sie, dass ich das Wort einfach nachgeschlagen habe und hat mich aufgeklärt, scheinbar musste es etwas ziemlich unschönes gewesen sein.
Es ist und bleibt halt so, dass du letzendlich nie die Kontrolle über Dinge hast die du von Fremden beziehst (auch gegen Geld). Es gilt also das "Risiko" abzuschätzen und die Notwendigkeit der Hilfsmittel.
Gleich aufzuhören japanisch zu lernen ist wohl etwas übertrieben, ne? Schliesslich haben Menschen schon vor 50 Jahren japanisch gelernt und da gab es noch keine PCs oder Internet.
ガンバッテ!
29.06.05 09:23
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Vertrauen zu Internet Tools?
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