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jap. Kampfsport
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Smiling_Aiki


Beiträge: 82
Beitrag #31
RE: jap. Kampfsport
Zitat:Als ich noch jung + hübsch war, hatte ich Karate gemacht... 3. Kyu

Und was bist Du jetzt ? nur noch "und" . . . ?
3. Kyu entspricht grün, oder ? Ich muß immer wieder feststellen, daß je nach Dojo irgendwo zwischen orange und braun noch ein rot oder violet zwischengeschoben wird. Wie war das in Deinem Dojo ?

Und warum hast du aufgehört ?

Make your Words more valuable than your silence !
23.04.04 14:47
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Anonymer User
Unregistriert

 
Beitrag #32
RE: jap. Kampfsport
hallo


ich betreibe seid über einem jahr koryu bujutsu. unsere schule zählt in japan zu einer der ältesten noch erhalteten schulen . die tenshin shoden katori shinto ryu würde vor ca 550 jahren in der region um chiba gegründet und bezieht sich auf den shintoistischen katori schrein auch katori jingu genat.


in der katori shinto ryu wird hauptsächlich kenjutsu bo und iaijutsu gelehrt. es steht aber auch noch dem umgang mit der naginata dem yari und dem kodachi af dem plan. auserdem wird ryoto gelehrt was das kämpfen mit kurz und langschwert beinhaltet.


ich lerne bei meinem sensei der 4 jahre in japan gelebt hat und dort bei unserem shihan sugino jukihiro gelernt hat.

unser stiel hat sich in 2 gruppen gespalten zum einen die richtung von otake sensei und zum anderen die richtung von wsugino sensei. fragt mich aber mitte nicht wie es zu der spaltung gekommen ist . mein sensie hat sie mir schon 2 mal erzählt und ich steig da einfach nicht durch .alles sehr verwirrend.
20.05.04 13:33
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chiisai hakuchoo


Beiträge: 530
Beitrag #33
RE: jap. Kampfsport
Zitat:Ach Verzeihung!!! Natürlich meine ich Kyudo! Kendo ist ja das mit dem Bambusstab auf dem Kopf hauen (痛い!)
Dann hoffe ich einmal dass mein 知 ausreicht und nicht nur 痴 vorhanden ist hoho

Auf den Kopf gehauen wird nicht, zumindest beim Karate nicht, das habe sogar ich schon gelernt!!

Vor zwei Tagen habe ich an einem Probetraining in Karate teilgenommen. Mit dem wenigen, was ich über japanischen Kampfsport weiß, dürfte das der einzige sein, der mich reizt. Bei Judo mag ich ehrlich gesagt dieses "übertriebene Gegrabsche" nicht, man könnte es auch höflicher ausdrücken und "Körperkontakt" nennen. Sorry, aber zuviel Körperkontakt ist einfach nicht mein Ding.

Das Probetraining war sehr schweißtreibend - eigentlich kein guter Einstieg für einen Trainer, denn viele haben danach sicher schon die Schnauze voll - aber es hat mir trotzdem oder gerade deswegen sehr gut gefallen. Außerdem habe ich selbst festgestellt, dass ich mir nicht nur die Zehen blutig gehauen habe (mea culpa, ich weiß, dass ich mit dem Fußrücken zuschlagen muss und nicht mit den Zehen), sondern nach einer Stunde schon Fortschritte machte.

Ich würde´s nach diesem Probetraining gerne weitermachen, allerdings weiß ich über diesen Trainer, dass die Gruppen sehr klein sind, was natürlich positiv ist, aber vermutlich auch sehr teuer. Über Geld wollte er nach dem ersten Probetraining noch nicht sprechen. Ein Freund von mir sagte, dass die Polizeischulen oft Kampfsport anbieten, und das erheblich billiger als freie Schulen. Fragt sich, wie gut sie sind...

Vielleicht könnt ihr mir ein paar Tipps geben, denn wirklich Ahnung habe ich nicht von Kampfsport. Und wenn jemand in Köln und Umgebung ein paar nützliche Adressen anzubieten hat, wäre das auch nicht übel.

Bei den günstigen Kursen wird sicher sehr viel Disziplin verlangt, weil der Trainer nicht so sehr auf den Einzelnen eingehen kann. Aber mit zunehmendem Alter habe ich mir eine gewisse Disziplin angeeignet, die immerhin ausreichend ist, um autodidaktisch japanisch zu lernen. Dann sollte es doch auch für Karate in einem Kurs genügen, der von meinem Dukatensch..... keine Koloskopie verlangt.

Arigatoo gozaimasu

kratz

Eine fremde Sprache zu beherrschen knüpft ein Band zwischen den Menschen, das ohne dieses Wissen niemals existieren könnte.
www.edition-ginga.de
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.05.04 13:32 von chiisai hakuchoo.)
21.05.04 13:21
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Andreas Quast


Beiträge: 49
Beitrag #34
RE: jap. Kampfsport
Ich mach ein bischen Gôjû-ryû Karate und Ryûkyû Kobudô. Bin ein ausgesprochener Kata-Typ... Beim offiziellen Training und aus Gründen des "Keiko, Keiko und Keiko!" nehm ich aber alles mit, was so gemacht wird: also alles, was es an Nuancen innerhalb von Kihon, Kumite und Kata gibt.

Das Wichtigste ist meiner Meinung nach, einen guten Lehrer zu haben, und ein möglichst vielseitiges Netzwerk aus erfahrenen Senpai. grins

Die vier großen japanischen Stile des Karate sind
- Shôtôkan
- Wadô-ryû
- Shitô-ryû
- Gôjû-ryû

Die vier großen okinawanischen Stile des Karate sind
- Shôrin-ryû (Kobayashi-, Shobayashi-, Matsubayashi- und Sukunai-hayashi-ryû)
- Isshin-ryû
- Uechi-ryû
- Gôjû-ryû

Karate ist eine okinawanische Kampfmethode. Noch am Samstag 05.06. auf dem Japantag hat Hr. Hayashi vom Kendô in Düsseldorf gesagt, dass kendô ein Hauptbudô ist. Damit meint er, dass es Budô gibt, die eigentlich kulturhistorisch nicht rein Japanisch sind. Dies gilt auch für Karate.

Der Name Karate wurde erst etwa 1936 offiziell in Japan eingeführt, und zwar aus dem einfachen Grund, damit der Bezug zu China verschleiert wird. Karate hieß vormals Tôte 唐手, also Hand aus Tang (China). Alternative Lesung von Tô ist Kara, also wurde das Zeichen 空 eingesetzt und Karate 空手 daraus.

Nichtsdestotrotz stammt Karate aus einer Verbindung von chinesischem Quanfa (japanisch Kenpô) 拳法 und dem 手 von Ryûkyû. Ursprünglich gehörte Ryûkyû Kobudô und Tôte zusammen; man sagte, sie verhalten sich wie die zwei Räder an einer Achse. Ryûkyû Kobudô ist keine Bauernkampfkunst, wie häufig angenommen wird, sondern wurde von hochrangigen Beamten und Sicherheitspersonal des Ryûkyû Königreichs entwickelt.

Der hier erwähnte Patrick McCarthy ist übrigens eine internationale Authorität auf diesem Gebiet. Bevor er sein eigenes System gründete (Koryû Uchinadi 古流沖縄手, wobei Uchinadi die okinawanische Aussprach von Okinawa Te ist ), studierte er eingehend die okinawanischen Kampfmethoden und machte sich durch zahlreiche erstklassige Übersetzungen und Veröffentlichungen einen Namen. Abgesehen davon, sind meines Wissens die Kata seines Systems alle traditionell und sein System entspricht ebenfalls der Tradition, da er über einen langen Zeitraum mit zahlreichen okinawanischen Exeperten zusammen abeitete, was ihm einmalige Einblicke ermöglichte, und über seinen (Haupt)Lehrer Kinjô Hiroshi kann er einen tadellosen Stammbaum vorweisen.

'ne schöne Jruuß

Andreas Quast
07.06.04 15:55
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Anonymer User
Unregistriert

 
Beitrag #35
RE: jap. Kampfsport
Zitat:Hallo, Komixxx
Die Ausruestung ist ziemlich teuer, ein guter Bogen (aus Bambus, nicht Glasfiber) kostet sicher an die 1000 Euro. Dann 4 Pfeile mit Koecher, auch da rate ich zu Bambus, nicht Metall.
...
zunge

Kyudo wird in Deutschland seit 35 betrieben und unterrichtet. Wir empfehlen am Anfang durchaus keine Bambusbögen und -pfeile, und Dojos haben üblicherweise Leihmaterial für Anfänger. Für einen Einführungskurs muss man allenfalls in einen gomuyumi (Ziehgummi, Übungsgerät) oder evtl einen improvisierten Handschuh für ein paar € investieren.

Es gibt rund 40 Dojos in Deutschland, siehe http://www.kyudo.de

Johannes Ibel
http://home.no.net/kyudo/
09.07.04 16:20
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Elmar


Beiträge: 11
Beitrag #36
RE: jap. Kampfsport
Sacht mal, wie ist das eigentlich mit Zen(-Buddismus), kennt sich hier jemand damit aus?

Also bis denn
---
Elmar
09.07.04 16:43
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shijin


Beiträge: 345
Beitrag #37
RE: jap. Kampfsport
Also ich habe sowohl judo als auch ju-jitsu gemacht. Jedoch fehlte mir bei beidem der Bezug zum geistigen Gedankengut. Also es wurde nix von wegen japanischer Tradition oder Kultur vermittelt, das hat mir dann halt auch nicht gefallen.
Dass die Schweiz auch unter der geringen Bevölkerungszahl leidet, merkt man dann eben dann wenn man etwas eher Aussergweöhnliches betreiben möchte. Sprich es gibt hier nicht so viele Alternativen oder ich habe sie nicht gefunden.

*edit*
@Elmar
Was möchtest du denn genau wissen? Oder soll ich einfach mal munter drauf los schreiben?
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.07.04 18:45 von shijin.)
09.07.04 18:44
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gokiburi


Beiträge: 1.415
Beitrag #38
RE: jap. Kampfsport
Zitat:Sacht mal, wie ist das eigentlich mit Zen(-Buddismus), kennt sich hier jemand damit aus?

Also bis denn
---
Elmar

Meiner Meinung nach hat Zen als Schule/Richtung des BUDDHISMUS nicht direkt soo viel mit Kampfsport zu tun, auch wenn dieser gern damit "esoterisiert" wird; eine Tendenz, von der ich nicht so viel halte. Daher könnte es sein, daß diese Frage im Kapmfsport-Thread etwas fehl am Platze ist. Wenn du dagegen Zen-Übungen in den martial arts meinst, würd es wohl passen. Naja, auch wenn ich dazu nicht allzu viel zum besten geben könnte, ich hab mit dem ganzen "Esoterik-Kram" im Kampfsport gebrochen...

gokiburi, der lieber -jitsu als - betreibt...

♪♪あぁ蝶になる、あぁ花になる、
恋した夜はあなたしだいなの、♪♪
あぁ今夜だけ、あぁ今夜だけ、
もうどうにもとまらない!!! ♪♪  山本リンダ
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.07.04 19:57 von gokiburi.)
09.07.04 19:57
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Sephiroth0


Beiträge: 14
Beitrag #39
RE: jap. Kampfsport
Hmm, ich denke, dass Zen durchaus seinen berechtigten Platz in der Kampfkunst hat. Ich trainiere viel Aikido und könnte mir eine Ausführung ohne die Etikette und Praktiken, welche auch aus dieser Form des Buddhismus kommen gar nicht vorstellen. Es gibt wohl kaum Schulen, wo nur die technische Seite einer Kampfkunst vermittelt wird, ohne den historisch, ethnischen Hintergrund zu berücksichtigen. Die Frage ist nur, ob das dazugehörige Hintergrundwissen auch gelehrt oder schlichtweg vorrausgesetzt wird (im letzteren Fall leider zumeist aus fehlender Motivation heraus).

Wenn man sich verstehen will, sind Worte nie das Problem.
11.07.04 21:05
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gokiburi


Beiträge: 1.415
Beitrag #40
RE: jap. Kampfsport
Hmm, war vielleicht etwas mißverständlcih ausgedrückt von mir, daher noch diese Anmerkung: Sicher hat Zen seinen Platz in verschiedenen Richtungen, aber dann doch sicher eher als Übung und nicht als Form des Buddhismus, oder? Wenn man mit dem Ziel trainiert, irgendwann "ohne den Ansatz eines Gedankens" zu agieren und reagieren, dann hat das für mich mehr mit praktiziertem Zen zu tun als tiefschürfende Gespräche und halbstündige Meditationen.
Und kann es nicht sein, daß, je weniger ich über Zen nachdenke, ich mich desto mehr daran annähere? Ich habe mal den Ausdruck "es stinkt nach Zen" gelesen, der mir ganz gut gefallen hat. Daher bin ich etwas skeptisch, wenn das "esoterische" so sehr in den Vordergrund geschoben wird. Lieber trainiere ich dann doch etwas praktischer, und erlebe die Veränderungen in Körper und Geist mit der Zeit am eigenen Leibe, als in froher Hoffnung darauf zu meditieren. Die historischen Hintergründe halte ich eher für nebensächlich, natürlich je nach Richtung unterschiedlich, beim Aikido, Kobudo etc. sind sie sicher unerläßlich, beim modernen Sportkarate wohl weniger.

gokiburi, dessen Dôjo nun leider grad Sommerpause macht..

♪♪あぁ蝶になる、あぁ花になる、
恋した夜はあなたしだいなの、♪♪
あぁ今夜だけ、あぁ今夜だけ、
もうどうにもとまらない!!! ♪♪  山本リンダ
11.07.04 21:49
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jap. Kampfsport
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