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Beruf: Japanische Sprache // Übersetzer
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Reizouko


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Beitrag #11
RE: Beruf: Japanische Sprache // Übersetzer
(21.03.15 22:22)Yano schrieb:  
(21.03.15 18:41)Reizouko schrieb:  Videospiele waeren noch eine alternative, aber auch da ist der Markt nicht so gross.
Videospiele und Manga übersetzen? Klar bekommt man leicht so Aufträge (gerne aus Italien), aber wenn man mit einem fertig ist und auch chanto.

Deshalb meine ich ja, dass eine Vollzeitstelle eventuell besser waere. Bei einer Firma, die Spiele fuers Smartphone macht. Die bringen ja staendig neue raus und solange sich die Spiele verkaufen duerfte das passen. Aber so eine Stelle zu finden ist auch nicht das Einfachste.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.03.15 04:48 von Reizouko.)
22.03.15 04:46
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yamaneko


Beiträge: 2.498
Beitrag #12
RE: Beruf: Japanische Sprache // Übersetzer
(21.03.15 22:22)Yano schrieb:  
(21.03.15 18:41)Reizouko schrieb:  Videospiele waeren noch eine alternative, aber auch da ist der Markt nicht so gross.
Videospiele und Manga übersetzen? Klar bekommt man leicht so Aufträge (gerne aus Italien), aber wenn man mit einem fertig ist und auch chanto bezahlt wurde, kann man trotzdem beim Sozialamt an der Türe kratzen.
Sprachkenntnis ist heutzutage nix. Ich habe es schon mal erzählt, meine Tochter ist BWL und verheimlicht, daß sie perfekt Japanisch kann, mein großer Sohn verschweigt, daß er perfekt Deutsch kann. Ich prahle hier im Forum herum, wunder was ich Japanisch und Deutsch kann, aber das ist nicht mehr zeitgemäß, eher was fürs Altersheim.
Deshalb mein Rat: lerne weiter Japanisch, aber lerne zusätzlich was Gescheites. Geigenbauer zum Beispiel oder Arzt oder Winzer. Und halt rübermachen. Die brauchen junge qualifizierte Leute - dringend.
ich wiederhole: meine Tochter ist BWL und verheimlicht, daß sie perfekt Japanisch kann
BWL gesucht und gefunden:
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften » Bachelor BWL
https://wirtschaftswissenschaften.univie...helor-bwl/
ACHTUNG: Das Bachelorstudium Betriebswirtschaft unterliegt einem Aufnahmeverfahren. Eine Registrierung ist jeweils nur zum Wintersemester möglich.
Das verstehe ich nicht, denn die Übersetzerausbildung für Japanisch wurde in Wien auf der Wirtschaftsuniversität gemacht. --- jetzt habe ich den neuen Namen kennengelernt. Dort haben zu "meiner Zeit" die Japanologie Studenten nach der Grundausbildung fortgesetzt zum Übersetzer.
Und aus dieser Zeit, in den Achtzigerjahren, hat mir ein Lektor gesagt, dass er sich immer freue, wenn er mich in seiner Vorlesung sehe.aus dem Zitat. Da wisse er, dass ich wirklich interessiert bin. Aber bei den Studenten die bei ihm die Pflichtvorlesung besuchen müssen habe er immer das Gefühl, dass er zukünftige Arbeitslose vor sich habe.

Zum Beruf des Übersetzers bitte die Dankesrede lesen:
https://www.iaaw.hu-berlin.de/de/seminar...-und-werke
1993 Verleihung des Noma-Übersetzerpreises des Kôdansha-Verlages für sein Gesamtwerk
https://www.iaaw.hu-berlin.de/de/seminar...gen-berndt in Hefte für Ostasiatische Literatur 16 (1994), 126-127 Die Rede habe ich aber auf der Seite 133 gelesen. Im Internet ist die Rede auch, aber ich habe sie nicht mehr gefunden.
Wir verdanken ihm viel, wenn wir einen japanischen Roman zweisprachig lesen. Der Albatros könnte sich den Artikel suchen, so ein Eindruck über Japanisch als Beruf wäre für ihn lesenswert.
yamaneko
Japanisch.. das ist nicht mehr zeitgemäß, eher was fürs Altersheim. Deshalb war es mein Hobby nach Beginn des Ruhestandes mit einer gesicherten Pensionzwinker

(21.03.15 22:22)Yano schrieb:  
(21.03.15 18:41)Reizouko schrieb:  Videospiele waeren noch eine alternative, aber auch da ist der Markt nicht so gross.
Videospiele und Manga übersetzen? Klar bekommt man leicht so Aufträge (gerne aus Italien), aber wenn man mit einem fertig ist und auch chanto bezahlt wurde, kann man trotzdem beim Sozialamt an der Türe kratzen.
Sprachkenntnis ist heutzutage nix. Ich habe es schon mal erzählt, meine Tochter ist BWL und verheimlicht, daß sie perfekt Japanisch kann, mein großer Sohn verschweigt, daß er perfekt Deutsch kann. Ich prahle hier im Forum herum, wunder was ich Japanisch und Deutsch kann, aber das ist nicht mehr zeitgemäß, eher was fürs Altersheim.
Deshalb mein Rat: lerne weiter Japanisch, aber lerne zusätzlich was Gescheites. Geigenbauer zum Beispiel oder Arzt oder Winzer. Und halt rübermachen. Die brauchen junge qualifizierte Leute - dringend.
ich wiederhole: meine Tochter ist BWL und verheimlicht, daß sie perfekt Japanisch kann
BWL gesucht und gefunden:
"Fakultät für Wirtschaftswissenschaften » Bachelor BWL
https://wirtschaftswissenschaften.univie...helor-bwl/
ACHTUNG: Das Bachelorstudium Betriebswirtschaft unterliegt einem Aufnahmeverfahren. Eine Registrierung ist jeweils nur zum Wintersemester möglich."

kratz, die Übersetzerausbildung für Japanisch wurde in Wien auf der Wirtschaftsuniversität gemacht. --- jetzt habe ich den neuen Namen kennengelernt. Dort haben zu "meiner Zeit" die Japanologie Studenten nach der Grundausbildung fortgesetzt zum Übersetzer.

Und aus dieser Zeit, in den Achtzigerjahren, hat mir ein Lektor gesagt, dass er sich immer freue, wenn er mich in seiner Vorlesung sehe. Da wisse er, dass ich wirklich interessiert bin. Aber bei den Studenten die bei ihm die Pflichtvorlesung besuchen müssen habe er immer das Gefühl, dass er zukünftige Arbeitslose vor sich habe.

Zum Beruf des Übersetzers bitte die Dankesrede lesen:
https://www.iaaw.hu-berlin.de/de/seminar...-und-werke
1993 Verleihung des Noma-Übersetzerpreises des Kôdansha-Verlages für sein Gesamtwerk
https://www.iaaw.hu-berlin.de/de/seminar...gen-berndt in Hefte für Ostasiatische Literatur 16 (1994), 126-127 Die Rede habe ich aber auf der Seite 133 gelesen. Im Internet ist die Rede auch, aber ich habe sie nicht mehr gefunden.
Wir verdanken ihm viel, wenn wir einen japanischen Roman zweisprachig lesen. Der Albatros könnte sich den Artikel suchen, so ein Eindruck über Japanisch als Beruf wäre für ihn lesenswert.
yamaneko
Yano; Japanisch.. das ist nicht mehr zeitgemäß, eher was fürs Altersheim. Deshalb war es mein Hobby nach Beginn des Ruhestandes mit einer gesicherten Pensionzwinker

(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.03.15 05:27 von yamaneko.)
22.03.15 05:17
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信天翁


Beiträge: 2
Beitrag #13
RE: Beruf: Japanische Sprache // Übersetzer
So Guten Tag mal wieder. Erstmal ein Dankeschön für die vielfache Rückmeldung, mit solch einem Ausmaß hatte ich nicht gerechnet.
Zeit für eine Rückmeldung.

(21.03.15 18:37)Yano schrieb:  Übersetzer ist kein geschützter Beruf. Du kannst dich einfach so in der Öffentlichkeit als Übersetzer ausgeben, es ist keine Amtsanmaßung (gibt es mehr so Sachen, Schriftsteller z.B., oder als Schreiber in diesem Forum bin ich Publizist). Bewerbe dich bei Übersetzungsagenturen, prägnant formuliert, also ein Zweizeiler, und bewerbe dich bei hundert Agenturen, dann kriegst du auch Aufträge.
Die große Zeit der Übersetzerei ist aber es war einmal; unser Schutzpatron, Jeremias, ist wohl derzeit im Urlaub

Das klingt ja schon relativ traurig. Das der Markt in Deutschland klein ist war mir ja wie gesagt bewusst, aber ich hatte erwartet das durch Globalisierung vielleicht in der Zukunft ebenfalls ein Wachstum in diesem Bereich zu erwarten sei.

(21.03.15 18:41)Reizouko schrieb:  Wenn es dir hauptsaechlich um die Sprache geht, dann lass Japanologie lieber bleiben. Fakt ist dass 90% der Japanologen nach dem Studium kaum den N5 bestehen koennen und der Abschluss selbst bringt dir rein gar nichts. Ein bestandener N1 hingegen ist grundvoraussetzung, wenn du uebersetzen willst.
Je nachdem was du fuer Uebersetzungen machen willst ist Englisch <-> Japanisch nicht unmoeglich, allerdings werden fast immer Muttersprachler gesucht. Im Dolmetschen haettest du da wahrscheinlich noch bessere Chancen mit Englisch.
Heutzutage ist das meiste Freelance, es gibt aber trotzdem noch Vollzeitstellen fuer Uebersetzer. Vorallem als Deutsch Muttersprachler sind die vermutlich besser, da du da ein sicheres einkommen hast im Gegensatz zu Freelance.
Spezialisierung waeren so Sachen wie Wirtschaft, Medizin, Technik. Aber wie du ja selbst weisst ist der Markt fuer Deutsch nicht so gross. Videospiele waeren noch eine alternative, aber auch da ist der Markt nicht so gross.

Jetzt bin ich aber erstaunt. Ich dachte im Japanologie Studium wird ebenfalls die Sprache beigebracht, so das man am Ende N1 bestehen könnte. N5 ist ja nun wirklich nicht schwer also scheint ja nicht viel in die Richtung abzulaufen.
Zum Englisch <-> Japanisch Übersetzen, wie es scheint ist das eine bessere Option als Deutsch Japanisch. Ich bin aber noch relativ planlos was dieses angeht. Wie genau müsste ich denn fortfahren um Anerkannt in dieser Form zu Übersetzen? Ich denke mir jetzt ein Anglistik Studium (verbunden mit einem Übersetzer Studium vielleicht?).

(21.03.15 19:22)Nia schrieb:  Vielleicht wäre ein working holiday für dich besser als das Studium. Dann würde auch deine Scheu vor dem Sprechen vielleicht etwas verfliegen.

Und da ich ein neugieriger Mensch bin... Was ist LN und VN?

Wünsche dir viel Erfolg.
Wäre eine Idee aber ich Versuche ja schon für die Zukunft einen Beruf zu erlangen, in wie Fern würde so etwas helfen außer das es ganz Schick aussieht auf dem Lebenslauf?
Im Studium kann man ja auch ein Auslandssemester einplanen, hätte das nicht den selben Effekt?
Ich will jetzt nicht sagen das ich umbedingt ein Studium anstrebe, versuche nur genau das Ziel dieser Aussage für mich klar zu machen.

Zum zweiten Punkt, wie es ja von anderen schon erklärt wurde jetzt kann man sich LN und VN als eine Art leichtere Lektüre vorstellen, gerichtet an jüngere Erwachsene und Älter.
LN Beispiel: http://gyazo.com/88ae1c51871f4e97ad9bec6237cf2ad2
VN wäre dabei im Gegenzug so eine Art "Choose your own story". Man wird im Verlauf mit Chancen präsentiert die dann den Story Verlauf beeinflussen. Dies wird dann in Routes gegliedert. Das ganze grenzt aber meistens eher an eine Art Videospiel als anständige Lektüre.
VN Beispiel:http://gyazo.com/b1acbb59d37c4232ead665e8edac0701
Da diese (meist) leichtere Dialoge haben sind sie wesentlich einfacher zu lesen als echte Literatur. Viele sind auch noch nicht Übersetzt, ich dachte mir das das auch als eine Art Hobby übernehmen könnte da man damit bestimmt kein Geld verdienen kann. Der Markt ist so gut wie nicht vorhanden außerhalb Japans.

Und Dankeschön.

(21.03.15 22:22)Yano schrieb:  Deshalb mein Rat: lerne weiter Japanisch, aber lerne zusätzlich was Gescheites. Geigenbauer zum Beispiel oder Arzt oder Winzer. Und halt rübermachen. Die brauchen junge qualifizierte Leute - dringend.
(22.03.15 02:15)Yano schrieb:  Ja, berufliche Nachteile als Angestellte im Großbetrieb. Exotische und hochwertige Sprachkenntnisse, da wirst du drauf reduziert, dann ist Sackgasse.

Wäre eine Option jedoch wäre ich mir nicht im klaren darüber was dies sein könnte. Wie gesagt sehe ich mich nicht als jemanden mit diversen Talenten. Besonders Handwerklich bin ich doch eher eine Null.
Zum zweiten Zitat, wenn möglich würde ich sowieso eher als mein eigener Herr arbeiten, mir selbst meinen Tag einplanen zu können das ist etwas worauf ich bei der Berufswahl Wert lege.

(22.03.15 02:20)yamaneko schrieb:  Für das japanische Forum sich mit chinesischer Aussprache begnügen zu müssen oder die Kanji zusammenzusuchen, das halte ich für "Angeberei"
Vermutlich kommt es aber in der VN/LN -Mangalektüre vor kratz

Zu japanisch als Beruf habe ich auch Google verwendet, um nachzuschauen, wie es derzeit an der Uni in Wien ist. Ich habe nur eine Bachelor-Ausbildung gefunden und mich gewundert, denn seinerzeit hat man nach zwei Jahren Sprachausbildung die Dolmetscher und Übersetzer von den Japanologen getrennt, die im Institut für Japanologie geblieben, die an Berufsausbildung interedsierten Studenten haben an der Wirtschaftsuniversität weiter gemacht.

Angeben wollte ich wahrlich nicht. Es war nur ein Wort auf das ich an dem Tag gestoßen bin und fand es schön anzusehen. Ich Entschuldige mich wenn ich den Anschein geweckt haben sollte Angeberisch zu sein.

Und ja, soweit ich weiß ist das getrennt. Deswegen hatte ich ja auch am Anfang geschrieben das ich mir unsicher mit dem Japanologie Studium bin, da ich ja dann warscheinlich noch ein Übersetzer Studium dranhängen müsste.


Aber um nochmal generell zu werden, was ich jetzt so aufgeschnappt habe ist das es sich nicht lohnt Deutsch <-> Japanisch zu übersetzen, und um mich hier selbst zu zitieren und den Fokus auf diesen Punkt zu schieben:
Zitat:Zum Englisch <-> Japanisch Übersetzen, wie es scheint ist das eine bessere Option als Deutsch Japanisch. Ich bin aber noch relativ planlos was dieses angeht. Wie genau müsste ich denn fortfahren um Anerkannt in dieser Form zu Übersetzen? Ich denke mir jetzt ein Anglistik Studium (verbunden mit einem Übersetzer Studium vielleicht?).
Wenn jemand damit Erfahrung hat, ich wäre für Hilfe sehr dankbar.

/E: Worauf ich auch noch eingehen wollte aber eben vergessen hatte wäre Japanisch als Lehrer. Kennt sich jemand mit diesem Arbeitsfeld aus? Wie sieht es da überhaupt außerhalb von Universitäten mit aus? Ich laß das es die Möglichkeit gibt aber diese Möglichkeit müsste ja miserabel sein sein.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.03.15 13:05 von 信天翁.)
22.03.15 12:53
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Reizouko


Beiträge: 634
Beitrag #14
RE: Beruf: Japanische Sprache // Übersetzer
Anglistik Studium, Japanologie Studium...Das ist alles wertlos, bzw. bringt dich nicht weiter, wenn du Uebersetzer werden willst.
Ja, man lernt im Japanologie Studium tatsaechlich die japanische Sprache. Also man hat zumindest Unterricht. Das Ergebnis ist trotzdem, dass am Ende 90% oder mehr ueberhaupt nichts koennen. Und zwar wirklich absolut ueberhaupt nichts.
Wenn du Dokumente und dergleichen uebersetzen willst, dann vergiss das lieber wieder. Englisch kannst du da machen, wo es nicht so wichtig ist, dass alles zu 100% richtig ist. Bei einer NGO zu arbeiten waere z.B. eine Moeglichkeit.

Ich glaube du solltest dich von der Idee trennen, dass man im Studium irgendetwas relevantes fuer den Beruf lernt. Das mag fuer einige Faecher stimmen, vorallem Naturwissenschaften. Aber ein Abschluss in Geisteswissenschaften bringt dir meist rein gar nichts, ausser du lernst tatsaechlich praktisch anwendbare Sachen.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.03.15 13:42 von Reizouko.)
22.03.15 13:37
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Nia


Beiträge: 3.616
Beitrag #15
RE: Beruf: Japanische Sprache // Übersetzer
Ach du sprichst von Lightnovels. Sowas habe ich auch schon gelesen.

http://www.amazon.de/Final-Fantasy-XI-Li...fantasy+XI

Allerdings auf deutsch. zwinker

Zitat:VN wäre dabei im Gegenzug so eine Art "Choose your own story". Man wird im Verlauf mit Chancen präsentiert die dann den Story Verlauf beeinflussen. Dies wird dann in Routes gegliedert. Das ganze grenzt aber meistens eher an eine Art Videospiel als anständige Lektüre.

Klingt nach Spass. grins

@Lehrer:
Ich glaube wir haben eine Userin die in Japan unterrichtet.

“A poet is a musician who can't sing.”
― Patrick Rothfuss, The Name of the Wind
22.03.15 14:54
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torquato


Beiträge: 2.660
Beitrag #16
RE: Beruf: Japanische Sprache // Übersetzer
(22.03.15 14:54)Nia schrieb:  @Lehrer:
Ich glaube wir haben eine Userin die in Japan unterrichtet.

Du meinst Chochajin? Ja, aber sie unterichtet Englisch, was sie zu diesem Zwecke auch studiert hat, soweit ich weiß.
22.03.15 15:00
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junti


Beiträge: 1.560
Beitrag #17
RE: Beruf: Japanische Sprache // Übersetzer
Japanisch-Lehrer gibt es immer mal ein paar so in Deutschland, aber generell sind halt (ausgebildete) Muttersprachler meist lieber gesehen.
In Japan unterrichten so gut wie keine Auslaender Japanisch. Wieso auch?

Das Uebersetzer-Ding mit dem Japanisch-Englisch sehe ich auch eher als aussichtslos an, denn es gibt eigentlich so gut wie keinen (gar keinen?) Grund dich (weder Japanisch- NOCH Englisch-Muttersprachler) zu beauftragen, wenn es doch genug gibt, die beide bzw. wenigstens eine der Sprachen als Muttersprache haben. Und naja, beim Japanisch-Deutsch-Markt muss ich meinen Vorrednern zustimmen. Viel gibt es da nicht zu holen. Vor allem, wenn du sagst, dass du deinen Tag selbst einteilen willst (= nicht arbeiten bei einer Firma fest, sondern eben Freelance/Freiberuflich), dann ist die Akquise so schwierig, dass du wohl kaum ueber die Runden kommen wirst.

http://www.flickr.com/photos/junti/
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.03.15 15:08 von junti.)
22.03.15 15:07
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Nia


Beiträge: 3.616
Beitrag #18
RE: Beruf: Japanische Sprache // Übersetzer
Ja, ich meinte chochajin.


Was mir themenbezüglich noch eingefallen ist, dass dein größtes Problem wohl der Freiheitsdrang wird, der dir vorschwebt.
Verstehe mich nicht falsch, viele träumen sicherlich davon, doch die Realität sieht meistens leider anders aus.
Wichtig ist nun vermutlich ein Standbein zu finden, bei dem dein Interessengebiet Japanisch nicht ganz verkehrt ist. Wenn du das hast, kannst du ja vielleicht nebenher noch etwas übersetzen und sollte sich die Zukunft dann doch so gestalten, dass du meinst darauf ganz umzuschwenken, dann hast dus geschafft. grins

Sprachen sind ja meistens nur eine gute Beigabe, wobei Yano ja auch schreibt das sie eine negative Beigabe sein können.

Als ich zwanzig war, habe ich auch überlegt, ob ich nicht 'irgendwas mit englisch' studieren kann und da mich andere Kulturen auch schon immer sehr interessiert haben, bin ich auf 'Tourismus + Englisch + ein bisschen andere Sprachen gekommen'.
Ob das Zukunft hat, oder ob es ein sinnloses Studium ist, kann ich dir nicht sagen.
Ich bin den Weg nicht gegangen und habe dann bodenständig eine 'normale Ausbildung' gemacht, bei der Sprachen zu können nicht negativ, sondern eher positiv ist.

Ich glaube auch nicht das Tourismus für dich das richtige wäre, denn du bist wohl nicht so der Teammensch. Denke ich zumindest. Nicht falsch verstehen. Ich mein das jetzt nicht negativ, sondern nur als ein Fakt - um nicht irgendwohin thematisch zu gleiten, dass dir nicht hilft.

Ich wollte das aber als Denkanstoß trotzdem schreiben, denn manchmal kommt man ja von eins aufs tausendste...

“A poet is a musician who can't sing.”
― Patrick Rothfuss, The Name of the Wind
22.03.15 15:14
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yamaneko


Beiträge: 2.498
Beitrag #19
RE: Beruf: Japanische Sprache // Übersetzer
Es ist mir gelungen, die den von mir lange gesuchten Artikel zu finden. Ich habe gesucht mir dem ersten Satz:
Dankrede von Jürgen Berndt anläßlich der Verleihung des Noma-Übersetzerpreises

»Der Schriftsteller ist ein Scherz der Natur« - um ein Wort meines leider allzu früh verstorbenen Freundes Kaikô Takeshi zu gebrauchen. Aber was ist dann ein Übersetzer? Ein Scherz der Natur im Quadrat oder gar im Kubik? Ich weiß es nicht. Nur soviel weiß ich, daß der Übersetzer ein armer, geplagter Mensch ist,…
https://www.iaaw.hu-berlin.de/de/seminar...zerpreises

Ich werde das noch einmal kopieren für den Beitrag "Übersetzerbeschimpfung."
yamaneko die nur 12 Tage in Japan war, aber es nicht für einen Platz für ausländische Träumer hält.

22.03.15 17:08
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Hellstorm
Moderator

Beiträge: 3.890
Beitrag #20
RE: Beruf: Japanische Sprache // Übersetzer
Letztlich haben doch die Fächer mit den eigentlich wenigsten Berührungspunkten zu Japanisch dann letzlich die besten Chancen, damit im Endeffekt in Berührung zu kommen. Wenn du dir mal die Jobsuchmaschinen ansiehst, sind das fast immer nur Ingenieursstellen, in denen Japanisch gefragt wird.

やられてなくてもやり返す!八つ当たりだ!
22.03.15 17:40
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Beruf: Japanische Sprache // Übersetzer
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