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Bonn, Köln oder doch Düsseldorf?
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Kasu


Beiträge: 379
Beitrag #31
RE: Bonn, Köln oder doch Düsseldorf?
(14.08.14 16:02)Hachiko schrieb:  Deine Frage kann so beantwortet werden: mit der richtigen Dosierung Vitamin B ist alles möglich und nichts unmöglich.hohohoho
Wenn es Vitamin B denn wenigstens erklären würde. In den von mir erwähnten Fällen haben sich diejenigen auf ein Stipendium beworben, für das sie unmöglich irgendwelche Beziehungen haben konnten und es trotz schlechter Noten bekommen.
Deshalb würde ich übrigens auch ganz dringend Leute immer dazu ermutigen, sich auf jeden Fall um Stipendien zu bewerben. Die kriegen ganz offensichtlich eben nicht nur Leute mit 1.0 und perfektem Lebenslauf.

Ich habe zwar selbst auch diesmal ein Stipendium und hatte auch beim letzten Mal eins, hoffe aber doch zumindest (und eigentlich denke ich es auch), dass ich Sachen vorweisen kann, die mich wenigstens einigermaßen würdig für den Stipendienerwerb erscheinen lassen. Aber wenn ich dann Leute sehe, die sich den Arsch aufreißen und gute Noten haben und viel Engagement vorweisen, die nichts bekommen und stattdessen Leute mit ziemlich bescheidenen Noten, die jetzt nicht so die größten Fleißbomben sind, aber Stipendien abstauben dann werde ich schon innerlich ein bisschen sauer.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.08.14 18:45 von Kasu.)
14.08.14 18:44
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Yano


Beiträge: 2.115
Beitrag #32
RE: Bonn, Köln oder doch Düsseldorf?
Oh ja, das entspricht auch meiner Erinnerung.
Als ich ohne Stipendium zur Universität Sophia kam, waren da etliche Amerikaner und ein Deutscher mit je üppigem Stipendium. Die Hälfte dieser Leute hat nach einigen Wochen oder wenigen Monaten das Land verlassen, weil sie es nicht ausgehalten haben. Sie waren unzufrieden mit dem Wohnkomfort in dem Studentenheim, und sie haben sich nicht in Volk und Sprache verankern können.
Es wäre sicherlich besser, Jugendlichen, die absehbar in dem Land nicht zurechtkommen, kein solches Auslandsstipendium zu gewähren. Aber wenn sie doch sagen, sie wollen, sie trauen sich das zu - und die Schatulle der Stiftung ist voll, was willste denn machen?
14.08.14 18:46
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Hachiko


Beiträge: 2.585
Beitrag #33
RE: Bonn, Köln oder doch Düsseldorf?
(14.08.14 18:46)Yano schrieb:  Oh ja, das entspricht auch meiner Erinnerung.
Es wäre sicherlich besser, Jugendlichen, die absehbar in dem Land nicht zurechtkommen, kein solches Auslandsstipendium zu gewähren. Aber wenn sie doch sagen, sie wollen, sie trauen sich das zu - und die Schatulle der Stiftung ist voll, was willste denn machen?

Richtig, was soll man denn machen, wenn einem ein saftiges Händl mit Weissbier dazu angeboten wird, ich würde auch nicht unbedingt
nein sagen.hohohoho
14.08.14 20:02
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Ahri


Beiträge: 22
Beitrag #34
RE: Bonn, Köln oder doch Düsseldorf?
Hallo Zusammen =)

@Kasu:

Nein, nein. Also so einen Hammer-Nebenjob hab ich keinesfalls. Es ist ein normaler Kassier- und Palettenauspacksjob in einem Lebensmittelladen (haha). Ich bin nur recht neu da und mir gefällt es schon ganz gut und da ich mir eine Wohnung so oder so, also ob in Bonn, Köln oder D'Dorf, nicht leisten kann, da liegt es nahe meinen Nebenjob zu behalten. Pendeln muss ich scheinbar sowieso.. Ob ich mit der Zeit, wenn ich mich in Bonn umgesehen habe, mir einen fachlich gesehen sinnvolleren Nebenjob zulegen werde, wird sich dann ergeben.
Und nächsten Monat gehts schon los??? Dann hab' ich mich verlesen. Der Hammer!!! Unglaublich! Ich wünschte ich könnte mich irgendwie in deinen Koffer schmuggeln.

An alle:

Aber demnach fragt ihr euch sicher, wieso denn z.B. Düsseldorf überhaupt in Frage kam, wenn ich doch nicht vorhabe auszuziehen. Das liegt ganz einfach daran, dass ich gedacht habe, finanzielle Unterstützung von zu Hause zu bekommen. Da dies aber doch nicht der Fall sein wird, habe ich mich dann auf Bonn festgelegt. Pendeln muss ich dann zwar auch, aber das ist dann nicht ganz soweit entfernt wie Düsseldorf (denn mit Düsseldorf wären es dann ca. 3,5 - 4 Stunden am Tag). Gegen Köln habe ich mich entschieden, aufgrund des 2-Fach-Bachelors, obwohl mir das Pendeln hier leichter fallen würde. Gar nicht einfach... Vor ein paar Tagen war ich noch sehr durcheinander und wusste nicht wohin. Jetzt wo ich mich einigermaßen auf Bonn frstgelegt habe, gehts mir schon besser.

Achja die Sache mit dem Stipendium. Genau das ist es, Vitamin B ist bei mir gar nicht bis überhaupt absolut nicht vorhanden. Und wenn tatsächlich die Mehrheit die Stipendien auf diese Weise bekommen, na dann gute Nacht. Zum Glück gibt es ja noch Auslandsbafög. Hoffe das klappt, weil ich für mein erstes Studium schon 6 Semester Bafög bekommen habe. Doch soweit ich weiß, wird das Auslandsbafög nicht an die Förderungszeit in Deutschland angerechnet. Naja mal sehen, ich werde mein Bestes geben!

Danke nochmals für eure Hilfe. Ich habe schon einiges an Infos gewonnen. Ihr seid mein Vitamin B, fühlt euch gedrückt!
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.08.14 19:45 von Ahri.)
15.08.14 19:44
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Hellstorm
Moderator

Beiträge: 3.897
Beitrag #35
RE: Bonn, Köln oder doch Düsseldorf?
(15.08.14 19:44)Ahri schrieb:  Und nächsten Monat gehts schon los??? Dann hab' ich mich verlesen. Der Hammer!!! Unglaublich! Ich wünschte ich könnte mich irgendwie in deinen Koffer schmuggeln.

So unglaublich ist das nun auch nicht zwinker Wir sind ja nicht mehr im 19. Jahrhundert, wo man 2 Monate mit dem Schiff fahren musste. Japan ist nur einen halben Tag mit dem Flugzeug entfernt. Man kann dort auch seinen Sommerurlaub verbringen.
Manche Leute machen Erasmus, andere Leute eben ein Auslandsstudium in Japan. Finanziell wird sich das wohl nicht groß was nehmen.

やられてなくてもやり返す!八つ当たりだ!
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.08.14 20:10 von Hellstorm.)
15.08.14 20:09
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Yano


Beiträge: 2.115
Beitrag #36
RE: Bonn, Köln oder doch Düsseldorf?
(14.08.14 20:02)Hachiko schrieb:  Richtig, was soll man denn machen, wenn einem ein saftiges Händl mit Weissbier dazu angeboten wird, ich würde auch nicht unbedingt
nein sagen.hohohoho
Ich meinte das aus der Sicht der Geber.
15.08.14 20:18
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Hachiko


Beiträge: 2.585
Beitrag #37
RE: Bonn, Köln oder doch Düsseldorf?
Wollen wirs mal so sehen, ein Bill Gates spendet ja auch nur an diejenigen, von denen er meint sie seien seiner würdig.
15.08.14 21:40
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Nia


Beiträge: 3.678
Beitrag #38
RE: Bonn, Köln oder doch Düsseldorf?
Naja für den einen ist es 'unglaublich', für den anderen tatsächlich realisierbar.
Kasu, dir jedenfalls viel Spass in Japan und Ahri, dir viel Erfolg.

“A poet is a musician who can't sing.”
― Patrick Rothfuss, The Name of the Wind
15.08.14 22:00
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Hellstorm
Moderator

Beiträge: 3.897
Beitrag #39
RE: Bonn, Köln oder doch Düsseldorf?
(15.08.14 22:00)Nia schrieb:  Naja für den einen ist es 'unglaublich', für den anderen tatsächlich realisierbar.

Naja, natürlich ist es nicht ganz billig, das gebe ich zu. Aber das ist natürlich nur eine Sache der eigenen Präferenzen. Andere Leute geben halt jedes Wochenende 50 € in der Disco aus. Da kann man dann auch zwei Jahre für sparen und nach Japan fahren.

やられてなくてもやり返す!八つ当たりだ!
15.08.14 22:16
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Kasu


Beiträge: 379
Beitrag #40
RE: Bonn, Köln oder doch Düsseldorf?
(15.08.14 22:16)Hellstorm schrieb:  
(15.08.14 22:00)Nia schrieb:  Naja für den einen ist es 'unglaublich', für den anderen tatsächlich realisierbar.

Naja, natürlich ist es nicht ganz billig, das gebe ich zu. Aber das ist natürlich nur eine Sache der eigenen Präferenzen. Andere Leute geben halt jedes Wochenende 50 € in der Disco aus. Da kann man dann auch zwei Jahre für sparen und nach Japan fahren.
Es kommt halt auf eine ganze Reihe Sachen an. Also klar, es gibt Leute, für die ist das Ansparen aus gewissen Gründen einfach schwierig, aber ich kenne umgekehrt sogar welche, die sich nur mit Bafög und Unterhalt genug zusammengekratzt haben, um einen Aufenthalt finanzieren zu können. Wichtig ist ja erstmal nur ein gewisses Grundkapital, den Rest kann man dann auch in Japan über Nebenjobs kriegen. Und manche Stipendien wie JASSO oder ähnlich dotierte Stipendien von den Unis selbst sind wirklich nicht schwer zu bekommen, auch ohne Vitamin B oder sonstwas. Die reichen zwar dann meist nicht ganz alleine aus zum Leben in Japan, aber bieten schonmal einen guten Grundstock. Informiere dich einfach frühzeitig, vor allem auch über DAAD und ähnliches mit längerer Vorlaufzeit. Wenn man wirklich nach Japan möchte im Studium, kriegt man das eigentlich auch hin. Ich kenne persönlich niemanden, bei dem es wirklich gar nicht geklappt hat. Manchmal hat man sogar weniger Konkurrenz als man denkt, da einige Leute nur ein halbes Jahr weg möchten oder lieber Working Holiday oder Praktikum machen als ein Studium. Manche Leute möchten sogar gar nicht mehr länger nach Japan, weil sie dort schon ein High School Year gemacht haben. Und gerade seit 2011 gibt es auch ein paar, die von der Familie aus Angst vor Strahlung sehr unter Druck gesetzt werden, dass sie bitte nicht gehen sollen oder sich auch selbst sehr davor fürchten und sich dann letzten Endes gegen einen längeren Aufenthalt entscheiden und nur mehrwöchige Urlaube (außerhalb Tohoku/Kanto etc.) machen. Es kommt wirklich immer auf den Jahrgang an, in dem man gerade ist.

Beim Master habe ich mir vorher auch einen Kopf gemacht, ob ich einen Platz bekommen könnte, da wir spezielle Master-Plätze haben und das natürlich weniger Plätze sind, als Leute im Master studieren - im Endeffekt gab es auf 2 Master-Plätze 2 Bewerbungen, weil tatsächlich so einige im Master, wenn nicht sogar die meisten(?), gar nicht mehr so lange weg zu wollen scheinen. Gut für mich zwinker

Und deine Begeisterung in allen Ehren, aber in meinem Umfeld ist das mittlerweile schon fast gar nichts besonderes mehr; da ich ja schonmal genauso lange da war, kommt auch eher so ein leicht genervtes "Wie, schon wieder?" und ungläubige Fragerei, wofür das denn jetzt noch gut sein soll, weil die Sprache kann ich ja schon.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.08.14 22:53 von Kasu.)
15.08.14 22:50
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Bonn, Köln oder doch Düsseldorf?
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