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Bonn, Köln oder doch Düsseldorf?
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Ahri


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Beitrag #41
RE: Bonn, Köln oder doch Düsseldorf?
Guten Morgen,

@Hellstorm:
Ja, ich verstehe deine Ansicht, aber für jemanden, der noch nie in Japan gewesen ist und der einiges an familiären Krach überstehen musste, nur um endlich Akzeptanz für die Wahl des Zweitstudiums zu bekommen, ist es doch ziemlich unglaublich, wenn jemand anders so "ganz selbstverständlich" nach Japan fliegt. Für ist es nun mal NOCH ziemlich faszinierend =)
Und das mit dem Geld bzw. dem sinnlosen ausgeben von Geld. Ich vermute, dass du nicht zwangsläufig mich gemeint hast, mit dem Besuchen von Discos und so weiter, weil ich das letzte mal Karneval feiern war und nicht mehr als 20 Euro ausgegeben habe (haha). Nee, manchmal ist es wirklich schwierig sich was zusammen zu sparen. Im ersten Studium habe ich das Geld natürlich für das Studium nunmal auch ausgegeben. Vor allem den Lebensunterhalt, weil ich nicht zu Hause gewohnt habe. Und seit letztem Jahr, also nach dem Studium, musste ich ab dem ersten Monat als Nicht-Studentin sofort 160 Euro an Versicherungskosten zahlen, weil ich aus der Familienversicherung genommen wurde (automatisch). Dazu kommen andere Dinge, wie Handyrechung (auch wenn diese alles andere als hoch ist), Ticketkosten usw. usw.... Wenn man nur einen Nebenjob ergattert hat, dann ist es wirklich nicht so einfach etwas anzusparen, denn da meinste geht auf die oben genannten Dinge drauf. Deswegen bin ich wirklich froh, dass sobald ich wieder immatrikuliert bin, zumindest der Happen an Verishcerungskosten entfällt. Dann kann ich wirklich wieder anfangen was zusammen zu sparen. Und das werde ich, aber sowas von! hoho

@Nia:
Dankeschön, ich gebe mein Bestes.

@Kasu:
Jap, ich habe mich natürlich bereits über das DAAD informiert. Man muss sich mind. ein Jahr vorher bewerben und zeimlich viele Unterlagen vorlegen, andere Aktivitäten in der Uni am besten vorweisen, vllt. auch ehrenamtliche Aktivitäten, Sprachkenntnisse (wenn ich das richtig in Erinnerung habe) usw. Werde das natürlich, wenn's dann soweit ist, in Erwägung ziehen.
Nur so nebenbei: Da du ja schon mal ein Jahr (ist das richtig?) in Japan gewesen bist... Wie war das für dich? Ich meine, war es schwierig sich einzufinden?
Habe ein paar Erfahrungsberichte gelesen. Man muss sich das Leben ja auch komplett aufbauen. Kontoeröffnung, Krankenversicherung, Telefon- bzw. Handykartenregistrierung...
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.08.14 10:01 von Ahri.)
16.08.14 10:00
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Hellstorm
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Beitrag #42
RE: Bonn, Köln oder doch Düsseldorf?
(16.08.14 10:00)Ahri schrieb:  Nur so nebenbei: Da du ja schon mal ein Jahr (ist das richtig?) in Japan gewesen bist... Wie war das für dich? Ich meine, war es schwierig sich einzufinden?
Habe ein paar Erfahrungsberichte gelesen. Man muss sich das Leben ja auch komplett aufbauen. Kontoeröffnung, Krankenversicherung, Telefon- bzw. Handykartenregistrierung...

Meiner Meinung nach ist das nicht groß anders als wenn man in Deutschland umzieht. Das sind alles nur einfache Behördengänge, wo man der Person am Schalter sagt, was man haben will. Klar dauert das seine Zeit, klar rennt man oft wie doof herum, aber schwierig ist das nicht.

Außerdem sind die Unis so dermaßen auf ausländische Studenten eingestellt dass das im Grunde bequemer ist als in Deutschland. Dort wird einem alles abgenommen.

Das natürlich alles unter dem Vorbehalt, dass man schon Japanisch kann. Aber ich sehe das einfach mal als Mindestmaß an (ja, ich bin mir bewusst, dass viele Leute das nicht können).

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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.08.14 10:34 von Hellstorm.)
16.08.14 10:33
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Yano


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Beitrag #43
RE: Bonn, Köln oder doch Düsseldorf?
(14.08.14 19:02)Hachiko schrieb:  Richtig, was soll man denn machen, wenn einem ein saftiges Händl mit Weissbier dazu angeboten wird, ich würde auch nicht unbedingt
nein sagen.hohohoho
Naja, das beschreibt es nicht ganz zutreffend. Der Wohnkomfort war tatsächlich unter aller Kanone. Der Fraß auch, tiefpreisig. War alles mehr so wie Entwicklungsland.
16.08.14 15:12
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Ahri


Beiträge: 22
Beitrag #44
RE: Bonn, Köln oder doch Düsseldorf?
@ Hellstorm:

Na, bin ich ja einigermaßen beruhigt. Hätte nicht gedacht, dass die Unis dort so auf externe Studierendeausgepärgt sind. Hab' eher die Vorstellung gehabt, dass man sich da alles selbst "aufbauen" muss.. Wobei es in einem gewissen Maß natürlich auch so sein wird.

Jedenfalls, würde ich auch davon ausgehen, dass man Japanisch ziemlich gut beherrscht. Denn man kann nicht mit schlechten Sprachkenntnissen in Japan auftauchen und erwarten, dass alle einem auf Englisch weiterhelfen (haha).

Weiss jemand eigentlich, ob man in der Uni (durchschnittl.) "alle" altäglichen 2.000 Kanji lernt?
18.08.14 17:41
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Hellstorm
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Beitrag #45
RE: Bonn, Köln oder doch Düsseldorf?
(18.08.14 17:41)Ahri schrieb:  @ Hellstorm:

Na, bin ich ja einigermaßen beruhigt. Hätte nicht gedacht, dass die Unis dort so auf externe Studierendeausgepärgt sind. Hab' eher die Vorstellung gehabt, dass man sich da alles selbst "aufbauen" muss.. Wobei es in einem gewissen Maß natürlich auch so sein wird.

Unis haben so viel Erfahrung mit ausländischen Studenten, die jedes Semester bzw. jedes Jahr dort in Hunderten ankommen. Von denen sprechen dann viele nicht mal ein Wort der Landessprache. Natürlich ist das alles perfekt durchorganisiert.

Etwas anderes ist, wenn du dir deine Uni selber aussuchst und das Austauschprogramm selber organisierst. Das muss man aber nicht unbedingt machen.

(18.08.14 17:41)Ahri schrieb:  Weiss jemand eigentlich, ob man in der Uni (durchschnittl.) "alle" altäglichen 2.000 Kanji lernt?

Nein. Selbststudium ist das Maß der Dinge. Außerdem besteht Japanisch nicht aus Kanji, sondern aus Grammatik und Vokabeln zwinker Die Uni gibt dir eine halbwegs anständige Grundlage, auf der du dann aufbauen kannst und musst. Aber du hast doch schon mal studiert, dann weißt du doch, wie es in der Uni abläuft? kratz

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18.08.14 17:52
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Kasu


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Beitrag #46
RE: Bonn, Köln oder doch Düsseldorf?
(16.08.14 10:33)Hellstorm schrieb:  Außerdem sind die Unis so dermaßen auf ausländische Studenten eingestellt dass das im Grunde bequemer ist als in Deutschland. Dort wird einem alles abgenommen.

Das natürlich alles unter dem Vorbehalt, dass man schon Japanisch kann. Aber ich sehe das einfach mal als Mindestmaß an (ja, ich bin mir bewusst, dass viele Leute das nicht können).
Ehrlich gesagt braucht man dazu nicht einmal Japanisch. Gerade wenn es um so Programmaustausch geht, bei dem viele überhaupt dann erst Japanisch lernen, sind die Unis entsprechend darauf eingestellt und bieten genug Hilfe im Rahmen von Buddy-Programmen usw. an. Natürlich ist es immer besser, schon vorher Japanisch zu können, bitte versteht das nicht falsch, aber erwartet wird es eher nicht.
Ich bin mal gespannt, wie das jetzt bei mir läuft, da ich diesmal eben nicht in einem solchen Programm bin. Beim letzten Austausch war ich es (in dem Programm waren übrigens auch "Selbstzahler", also Leute, bei denen das nicht über eine Uni-Partnerschaft lief) und da sind an einem vorher festgelegten Tag Buddies mit uns zum Rathaus gegangen und haben uns bei der Anmeldung der Wohnung und der Krankenversicherung geholfen. Es gab außerdem Veranstaltungen, bei denen allerhand Sachen erklärt wurden: wie melde ich Gas und Wasser an, wie trenne ich den Müll, wie sind die Verkehrsregeln für Radfahrer in Japan etc. pp. Da war meine Uni auch keine Ausnahme; von Freunden weiß ich, dass das eigentlich überall ähnlich ist.
Wenn es dir lieber ist, ins kalte Wasser geworfen zu werden, musst du wahrscheinlich explizit nach einer Uni suchen, die nicht so ein festes Programm für den Austausch hat zwinker

Ahri schrieb:Weiss jemand eigentlich, ob man in der Uni (durchschnittl.) "alle" altäglichen 2.000 Kanji lernt?
Nein, tut man nicht. Es sei denn, die Uni Bonn zieht irgendein megakrasses Programm durch, das wäre dann aber wahrscheinlich weitläufiger bekannt. Das Kanji-Zählen wird meiner Meinung nach ohnehin überschätzt. Ich habe keine Ahnung, wie viele Kanji ich kenne, oder wie ich das überhaupt feststellen kann (da wäre die Frage auch, ab wann man ein Kanji denn eigentlich kennt). Japanischfähigkeiten lassen sich auch nicht nur in Kanji messen. Sieh dir einfach lieber in der Gesamtheit an, was du kannst.
18.08.14 18:02
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Ahri


Beiträge: 22
Beitrag #47
RE: Bonn, Köln oder doch Düsseldorf?
@Hellstorm:

Bei mir in der Uni war das so, dass der Dozent einfach 'ne Folie aufgelegt hat und vorgelesen hat, was drauf stand... Ein paar Erläuterungen, Kommentare und eigene Geschichten mit inbegriffen. Also: das Selbststudium war alles. Die Vorlesung hat praktisch nur als thematischer Leitfaden gedient. Aber ich bin mir nicht sicher, ob das bei allen Unis so ist, geschweige den in einem Kurs, wo man eine Sprache lernt. Aber gut, wenn es sich um ein Selbststudium handelt, dann bin ich ja bestens vorbereitet.

@Kasu:
Bei mir ist es ja noch lange nicht soweit, aber wenn's dazu kommt, würde ich mir doch erstmal eine Uni aussuchen, die sich auf Auslandstudenten vorbereitet hat. Man muss ja nicht übertreiben zu Anfang.
Hmm.. Wasser und Strom anmelden... Gibt es nicht auch Zimmer/ kleine Wohnungen, die von der japanischen Uni an Auslandsstudenten vergeben werden? Zumindest habe ich das auf der Homepage einer japanischen Uni mal gelesen (auf Engl.). Soweit ich mich erinnern kann, waren in den Mietkosten Storm und Wassser schon mitberechnet. Aber das unterscheidet sich wahrscheinlich ganz einfach davon, wenn man auf eigne Faust 'ne Wohnung sucht oder sich bei einem "gemeinsamen Wohnen" niederlässt.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.08.14 09:43 von Ahri.)
19.08.14 09:42
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Hellstorm
Moderator

Beiträge: 3.904
Beitrag #48
RE: Bonn, Köln oder doch Düsseldorf?
(19.08.14 09:42)Ahri schrieb:  @Hellstorm:

Bei mir in der Uni war das so, dass der Dozent einfach 'ne Folie aufgelegt hat und vorgelesen hat, was drauf stand... Ein paar Erläuterungen, Kommentare und eigene Geschichten mit inbegriffen. Also: das Selbststudium war alles. Die Vorlesung hat praktisch nur als thematischer Leitfaden gedient. Aber ich bin mir nicht sicher, ob das bei allen Unis so ist, geschweige den in einem Kurs, wo man eine Sprache lernt. Aber gut, wenn es sich um ein Selbststudium handelt, dann bin ich ja bestens vorbereitet.

Irgendwie verstehe ich dich nicht so ganz kratz Du hast schon ein Studium durchgezogen, also müsstest du doch wissen, dass das normal für Unis ist. Unis sind ja eben keine Schule. Klar gibt es bessere und schlechtere Dozenten, aber dass Uni (besonders in den Geisteswissenschaften) im Grunde hauptsächlich darauf ausgelegt ist, dass der Student sich sein Wissen selbst beibringt, muss dir doch klar sein?
Das kann doch gar nicht anders gehen. Kein Kurs, kein Seminar und keine Vorlesung kann einem so viel beibringen wie man selber lernen soll.
Und bei Japanologie/Asienwissenschaften/usw ist der Sprachkurs doch nur der kleinste Teil. Der Rest wird auch nicht anders aussehen wie bei deinem Medienwissenschaften-Studium.

(19.08.14 09:42)Ahri schrieb:  @Kasu:
Bei mir ist es ja noch lange nicht soweit, aber wenn's dazu kommt, würde ich mir doch erstmal eine Uni aussuchen, die sich auf Auslandstudenten vorbereitet hat. Man muss ja nicht übertreiben zu Anfang.
Hmm.. Wasser und Strom anmelden... Gibt es nicht auch Zimmer/ kleine Wohnungen, die von der japanischen Uni an Auslandsstudenten vergeben werden?

Ich hab keine Erfahrungen in Japan, aber bei mir in Taiwan war es so:

1. Bewerbung um Austauschstudienplatz in Deutschland: ok, hat geklappt.
Ab dann ging es alles ganz einfach:
2. Die deutsche Uni organisiert Infoveranstaltungen, was auf einen zukommt.
3. Die Uni aus TW schickt ein Infomagazin mit allen organisatorischen Abläufen
4. Man bekommt eine E-Mail mit einem Link zu einem Anmeldeformular im Internet, wo man seine Daten einträgt und sich eine Wohnung aussucht.
5. In Deutschland bucht man sich einen Flug (das muss man schon selber machen), holt sich eine Auslandskrankenversicherung und beantragt das Visum (ein Telefonat bei der tw. Wirtschaftsbüro in Frankfurt hilft, auch wenn man sich mit einer sehr unfreundlichen Frau herumschlagen muss).
6. Man steigt in den Flieger und kommt in TW an. Normalerweise wartet dann ein netter Austauschpartner, der einen vom Flughafen abholt (nur ich habe keinen gekriegt, naja, war mir auch egal).
7. Man fährt zum Wohnheim, sagt der Frau am Eingang dass man gerade angekommen ist und in Zimmer B1426 wohnt. Man unterschreibt einen Vertrag, geht ins Zimmer.
8. Man geht zur Infoveranstaltung der Uni, wo hunderten Austauschschülern das Prozedere erklärt wird.
9. Man befolgt das restliche Prozedere.
10. Man macht das restliche Jahr Urlaub und belegt einige nette Kurse.
11. Man fliegt wieder nach Hause.

Dort gibt es absolut null Schwierigkeiten. Das schwierigste ist Punkt 1 (weil man sich um etwas bewerben muss) und 5, weil man sich mit dem Visum herumschlagen muss (und oft auch noch einen Finanzierungsnachweise geben muss). Und das macht man schon in Deutschland. Natürlich gibt es immer irgendwelche Unterschiede zwischen den Unis, aber im Normalfall ist das immer das gleiche. Selbst in Deutschland (ich habe auch schon mitgeholfen, wenn jemand zum Austauschstudium nach Deutschland gekommen ist). Vor Ort im Zielland gibt es nie irgendwelche Probleme. Die haben das alles schon jahre- oder jahrzehntelang gemacht, denkst du bei dir würde es dann Probleme geben?

Ich weiß echt nicht, wieso du dir darum jetzt solche Gedanken machst. Ich würde mir viel lieber schon einmal Praktika und ähnliches suchen um nach dem Studium nicht vor der Arbeitslosigkeit zu stehen hoho

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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.08.14 12:23 von Hellstorm.)
19.08.14 09:53
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Kasu


Beiträge: 379
Beitrag #49
RE: Bonn, Köln oder doch Düsseldorf?
(19.08.14 09:42)Ahri schrieb:  @Kasu:
Bei mir ist es ja noch lange nicht soweit, aber wenn's dazu kommt, würde ich mir doch erstmal eine Uni aussuchen, die sich auf Auslandstudenten vorbereitet hat. Man muss ja nicht übertreiben zu Anfang.
Hmm.. Wasser und Strom anmelden... Gibt es nicht auch Zimmer/ kleine Wohnungen, die von der japanischen Uni an Auslandsstudenten vergeben werden? Zumindest habe ich das auf der Homepage einer japanischen Uni mal gelesen (auf Engl.). Soweit ich mich erinnern kann, waren in den Mietkosten Storm und Wassser schon mitberechnet. Aber das unterscheidet sich wahrscheinlich ganz einfach davon, wenn man auf eigne Faust 'ne Wohnung sucht oder sich bei einem "gemeinsamen Wohnen" niederlässt.
Partnerunis dürften ohnehin grundsätzlich auf ausländische Studenten vorbereitet sein. Da musst du dir keine Sorgen machen.

Wegen der Wohnungen: Es gab natürlich Wohnheimplätze, aber es gibt eben auch immer wieder Leute, die keinen bekommen. An der Uni, an der ich beim letzten Mal war, gab es wie gesagt auch einige Selbstzahler, also Leute, die so ein 6-Monats- bzw. 1-Jahres-Programm mitgemacht haben, aber nicht über eine Uni-Partnerschaft, sondern eben selbst organisiert. Die haben dafür auch entsprechende Studiengebühren bezahlt und fielen eben nicht in die Zielgruppe für Wohnheime, mussten sich also selbst etwas suchen. Außerdem hatte die Uni neben den normalen Wohnheimen noch einzelne Wohnungen in Apartmenthäusern, die die untervermieten bzw. für die sie als Bürge einstehen. Die Leute, die darin wohnten, mussten Gas, Wasser und Strom selbst anmelden, bzw. die Buddies haben das mit denen zusammen gemacht. Ich weiß nicht, wie üblich so etwas an welchen Unis ist, aber ich schätze mal, an den privaten kommt das schon öfter mal vor.

Diesmal mache ich ja auch Austausch und habe keinen Wohnheimplatz bekommen, muss mir also selbst etwas suchen (bzw. habe das dann inzwischen auch schon gefunden). Da werde ich diese Sachen dann auch selbst anmelden müssen. Du hast halt nicht immer absolute Garantie auf einen Wohnheimplatz, es gibt da auch verschiedene Prioritäten (Leute mit MEXT-Stipendium werden z.B. bevorzugt).

Wie das sonst bei mir lief bzw. gerade läuft, so im Vergleich zu Hellstorm:

Uni 1 (2011/12):
Januar 2011 Bewerbung um den Austauschplatz bei der deutschen Uni
Februar 2011 Auswahlgespräch -> Zusage
April 2011 Ausfüllen und Absenden der Bewerbungsunterlagen für die japanische Uni
Juni 2011 Zusage von der japanischen Uni, Buchung Flug
Juli 2011 Frist für Wohnheimsbewerbung bei der japanischen Uni, habe mich damals aber nicht dafür beworben (hatte verschiedene Gründe) und dann selbst etwas gesucht; Zusage für JASSO-Stipendium
August 2011 Ausstellung des COE (für Visa-Beantragung)
September 2011 Ausstellung Visum, Flug nach Japan, Einzug in japanische Wohnung

Bei der japanischen Wohnung musste ich damals übrigens auch nichts anmelden, weil es eine WG war und dementspreched alles schon angemeldet war. Nach einem halben Jahr bin ich dort ausgezogen und hatte dann eine Wohnung über einen Mietservice für Ausländer, wo die ganzen Sachen auch schon angemeldet waren und bis zu einem gewissen Betrag in der Miete inbegriffen. Ironischerweise habe ich dafür weniger bezahlt als die meisten Leute in den Uni-Wohnungen, obwohl diesen Gaijin-spezifischen Wohnungen ja gerne nachgesagt wird, dass sie so teuer seien.

Uni 2 (2014/15):
Dezember 2013 Bewerbung um den Austauschplatz bei der deutschen Uni
Januar 2014 Auswahlgespräch -> Zusage
Februar 2014 Einreichen der Bewerbungsunterlagen für die japanische Uni
März 2014 Bewerbungsfrist DAAD
Juni 2014 Auswahlgespräch beim DAAD; Bewerbung um Wohnheimplatz bei der japanischen Uni
Juli 2014 Zusage der japanischen Uni; Zusage vom DAAD; Absage der japanischen Uni fürs Wohnheim; Ausfüllen der Unterlagen fürs COE
August 2014 COE wird an mich geschickt

Das COE ist gerade auf dem Weg zu mir, ich werde also wohl nächste Woche mein Visum beantragen können. Wohnung habe ich inzwischen wohl ebenfalls geklärt (ist noch nicht 100%ig fest, dürfte aber klappen), da werde ich diesmal wohl alles selbst machen müssen was Anmeldung und so betrifft. Was ich ganz seltsam fand, war dass die Sachen für die Wohnheim-Bewerbung kamen, bevor ich überhaupt eine Zusage der Uni hatte. Außerdem ging die Bewerbung an die japanische Uni viel früher raus als beim letzten Mal, die Zusage kam aber später und dazu wurden in der Bewerbung noch ganz viele Dinge nicht abgefragt, die für die Visums-Beantragung aber relevant sind (bspw. Finanzen) und die ich dann erst nach der Zusage online ausfüllen musste. Das hat mich etwas irritiert. Was ich aber wirklich extrem seltsam fand, war, dass ich bei der Bewerbung fürs Wohnheim auf den Tag genau angeben sollte, wann ich ein- und aus(!)ziehe hoho
20.08.14 00:07
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Ahri


Beiträge: 22
Beitrag #50
RE: Bonn, Köln oder doch Düsseldorf?
Hallihallo Zusammen,

@Hellstorm:
Und ich versteh' nicht, was du nicht verstehst.. Ich wollte doch nur nach ein paar Eindrücken fragen, wie es nun mal auf öffentlichen Unis und wie es in dem Japanstudium läuft (dafür hab' ich mich unter anderen auch hier angemeldet). Bei mir war es nun mal privat und da werden viele Dinge vorab schon geregelt und man muss selber nicht besonders viel organisieren, was ich absolut nicht befürworte, aber so ist es nun mal. Und ich hab' ja auch nichts absolut schwachsinniges gefragt, dass man dann so unfreundlich reagieren muss. Tut mir leid, wenn ich es falsch aufgenommen habe, aber auf diese Weise kam es nun mal rüber. Dennoch vielen Dank für deine ausführliche Antwort und ich hoffe, dass ich eines Tages auch so zuversichtlich sein kann wie du. Aber bis dahin werde ich die Erfahrungen selber machen müssen, um mich selbst zu bestätigen, dass ich mir die Sorgen und Gedanken umsonst gemacht habe.

@Kasu:
Wow, auch dir lieben Dank für die ausführliche und hilfreiche Antwort. Jetzt habe ich auch so eine Art "Zeitplan", wie lange was dauert. Nur noch eine Frage (und ich hoffe, die ist nicht zu simpel): Wenn du sagst, dass man sich bei der deutschen Uni für das Auslandsjahr bewirbt.. Kann es dann auch sein, dass man eine Absage bekommt? Ich meine, was für einen Grund hätte die deutsche Uni zu sagen: "Nein, du bleibst in Deutschland".
Spielt da die Finanzierung schon eine Rolle? Ich habe zwar schon viele Erfahrungsberichte von Studenten gelesen, aber darüber habe ich noch nichts konkretes gehört.
22.08.14 13:14
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Bonn, Köln oder doch Düsseldorf?
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