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Deutsche in Japan Lebensweise Akzeptanz
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Nefarian5


Beiträge: 36
Beitrag #1
Deutsche in Japan Lebensweise Akzeptanz
1

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten :)
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 13.11.14 21:24 von Nefarian5.)
09.05.11 15:27
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komarunda


Beiträge: 243
Beitrag #2
RE: Deutsche in Japan Lebensweise Akzeptanz
Ich habe bisher "nur" in einem Austauschjahr nach der 10. Klasse an einer Highschool in Japan rumgegurkt - darüber, wie es ist, wenn man wirklich dort arbeitet, sich weitesgehend um alles selber kümmern muss etc. weiß ich also nicht bescheid, aber es wahr immerhin mehr als ein Urlaubsaufenthalt. hoho

Schlecht machen will ich hier aber gewiss nichts, denn andererseits habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass harte Arbeit in Japan durchaus entlohnt wird. Ich kann nur aus schulischer Perspektive sprechen, aber ich war zu allen Schultagen in der Schule, hab mich in den Freistunden, die ich vom Unterricht hatte wirklich bemüht, mir Grammatik etc. reinzuhämmern und war in mehreren Schulclubs; wofür ich eigentlich auch immer positives Feedback bekam (nicht á la "versuch es erst gar nicht").
Abgesehen davon hab ich natürlich auch viele Erfahrungen und Bekanntschaften etc. gemacht.

Im Endeffekt würde ich sagen, hängt es vom Umfeld ab, das man sich aufbaut.

総天然色の青春グラフィティや一億総プチブルを私が許さないことくらいオセアニアじゃあ常識なんだよ!
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.07.15 17:23 von komarunda.)
09.05.11 16:14
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irgendwer


Beiträge: 198
Beitrag #3
RE: Deutsche in Japan Lebensweise Akzeptanz
(09.05.11 15:27)Nefarian5 schrieb:  Ich meine ist es möglich sich in Japan zu Intergieren

Ich behaupte nein. Zumindestens nicht eine Integration nach deutschen Vorstellungen

Zitat:das man auch gerne gesehen wird?

ja. aber das hat ja mit Integration nicht unbedingt was zu tun. Als Beispiel, US-amerikanische Soldaten waren ja in Deutschland früher jetzt auch nicht verhasst, durchaus gern gesehen (größtenteils), aber nicht integriert.

Zitat:Sprich wen man vernünftig seine Arbeit macht und sich mit den Menschen anfreundet.

Seine Arbeit sollte man wohl immer vernünftig machen, egal wo auf der Welt. Das ist die eine Sache. Deutsche, oder Ausländer generell, die sich mit Japanern wirklich (nach "deutschen" Maßstäben) angefreundet haben, habe ich bisher eigentlich so noch nicht kennengelernt. Gibt es sicherlich auch, ist aber imho eher die totale Ausnahme. (Ausgenommen mal von Lebenspartnerschaften).

Zitat:Mag sein das sich meine Frage etwas komisch anhört aber ich habe gehört das in Japan Ausländer allgemein nicht so erwünscht sind?
Stimmt es

nein, das stimmt so nicht.

Zitat:kommt es drauf an wie man sich anstellt und motiviert ist sich in Lebensweise und Kultur zu Integrieren?
Ich weiß das man nie ganz zum Japaner wird aber das man wenigstens einigermaßen akzeptiert wird.

Akzeptiert ja.

Zitat:Werden wir Deutsche vielleicht etwas anderes angesehen als z.B. die Ammis?

ja, aber eher auf einem so oberflächlichen Niveau von Schnitzel vs. Hillbilly
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.05.11 17:31 von irgendwer.)
09.05.11 17:30
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Ablïarsec


Beiträge: 287
Beitrag #4
RE: Deutsche in Japan Lebensweise Akzeptanz
Um mal einen Australier zu zitieren, der seit 20 Jahren in Japan lebt und in einer japanischen Firma arbeitet:
"Ich spreche teilweise besser Japanisch, als meine Kollegen, die Umgangsformen ebenfalls. Integration wäre spielend machbar, wenn es in den Firmen nicht das System von (salopp gesagt) "extrem nach oben schleimen, extrem nach unten treten" gäbe".

f'a rume catmé gereulacr - f'a flare rycmal gereulacr.
---------------------------------------------------
http://j-rock.megaweb.de
14.07.11 07:20
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shakkuri


Beiträge: 1.387
Beitrag #5
RE: Deutsche in Japan Lebensweise Akzeptanz
(14.07.11 07:20)Ablïarsec schrieb:  ”Integration wäre spielend machbar, wenn es in den Firmen nicht das System von (salopp gesagt) "extrem nach oben schleimen, extrem nach unten treten" gäbe".

Mit anderen Worten: Er will sich nicht anpassen... grins

接吻万歳
14.07.11 14:38
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Marts
Gast

 
Beitrag #6
RE: Deutsche in Japan Lebensweise Akzeptanz
(09.05.11 17:30)irgendwer schrieb:  Ich behaupte nein. Zumindestens nicht eine Integration nach deutschen Vorstellungen

Mich wuerde schon mal interessieren was denn Integration nach "deutschen Vorstellungen" eigentlich ist.

Sollte es dabei um "Akzeptanz als vollwertiges und gleichwertiges Mitglied der Gesellschaft" gehen, wuerden vermutlich die halbe deutsche Bevoelkerung aus dem Raster fallen. Bei einem Umzug innerhalb Deutschlands von z.B. Ost nach West oder Nord nach Sued kamen diese "deutschen Vorstellungen" schnell an ihre Grenzen.

Ich glaube es ist weitaus weniger schwer sich in Japan zu "integrieren" als vermutet wird und ich glaube auch, dass dieses Vorurteil einer verschlossenen Kultur oft als Ausrede fuer eigenes Scheitern verwendet wird.

Der Australierer, der sich nicht in die japanische Firma integrieren kann, schiebt die Kultur als Grund vor, weil es einfacher ist, als den Fehler bei sich zu suchen. Waere er ein guter Verkauefer mit entsprechend Umsatz, wuede er vermutlich ganz anders sprechen.

Oder anders ausgedrueckt: Der Australier wuerde sich vermutlich auch in dem einen oder anderen australischen Unternehmen nicht wohl fuehlen weil es das System des "extrem nach oben schleimen, extrem nach unten treten" gibt. Dann waere es selbstverstaendlich nicht die Kultur, sondern der Chef, die Mitarbeiter oder die Wirtschaftslage, die Schuld haben.
20.07.11 09:21
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Sue


Beiträge: 179
Beitrag #7
RE: Deutsche in Japan Lebensweise Akzeptanz
Das mit der Integration nach deutschen Vorstellungen kann ich persönlich auch so sagen.
Nach meiner deutschen Vorstellung von Integration (bzw. von Ansätzen von Integration) ist es für mich nicht der südländisch/türkisch aussehende Ausländer, der vor mir über die Straße läuft, sondern ganz einfach eine Person, wie du und ich. (Zumindest sehe ICH das so - es gibt genug Leute, die noch immer nur den "Ausländer" sehen.)
Will heissen: In Deutschland sieht man mehr eine Person, die einem den Weg versperrt, als den Gaijin, der sowieso Amerikaner sein muss. Zumidnest habe ich das so erlebt... In Deutschland geh ich meistens davon aus, dass alle Leute, die ich sehe - seien es nun "echte" Deutsche oder die mit Migrationshintergrund - auch deutsch können (das ist jetzt kein Anspruch, den ich an alle Menschen stelle, sondern einfach meine Vorstellung davon, dass auch "Ausländer" deutsch sprechen, wenn sie hier wohnen). Ich selektiere vorher nicht unbedingt nach Herkunft, um von jemandem die Uhrzeit zu erfahren. In Japan machen sie meist ein angsterfülltes Gesicht, wenn sie merken, dass da ein Gaijin auf sie zukommt, weil der spricht ja prinzipiell kein Japanisch und sie selber ja so schlecht Englisch - TILT.
Gibt aber natürlich auch Ausnahmen!
Und das mit den Freundschaften... Da bin ich persönlich der Meinung, dass man richtige Freundschaften (mal wieder nach (meinen) deutschen Maßstäben...) am ehesten mit denjenigen schließen kann, die schonmal von ihrer Insel runtergekommen sind... Aber natürlich kann ich nicht für die sprechen, die wirklich schon seit Jahren in Japan leben. Ein halben bis ein Jahr reichen nicht unbedingt aus, um so feste Bande zu knüpfen.

Aber grundsätzlich nehmen einen die Japaner schonmal viel ernster, wenn man ein wenig Japanisch demonstriert. Vielleicht ist dann für sie schonmal eine Barriere weg. Für den Gaijin natürlich auch zwinker

Ich glaube jedoch, wenn ich (!) mich RICHTIG integrieren will (wenn man eine OP zum Japaner mal weglässt), müsste ich einige meiner persönlichen Ansichten schonmal über Bord werfen und mich soweit aufgeben, dass ich mich nicht mehr ausstehen kann. Und wenn ich es hasse, für meinen Chef buckeln zu müssen, dann liegt das natürlich an mir, weil ich sowas einfach nicht machen möchte, weil sowas nicht nötig sein sollte. Von mir aus bin ich an meiner Unfähigkeit mich nicht integrieren zu können selbst schuld, aber dann stehe ich auch dazu. Irgendwo muss ich mich ja selbst erhalten...
(Kurzum: Urlaub gerne wieder, aber ich möchte niemals in Japan leben. Zweimal 6 Monate reichen mir vollkommen...)
15.08.11 22:30
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