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Entscheidung, japanisch lernen...
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Hundeliebe


Beiträge: 24
Beitrag #1
Entscheidung, japanisch lernen...
Hallo ihr,
nun bin ich in der 9, Klasse auf einem Gymnasium und bald komme ich in die 10.
Ich stehe vor der Entscheidung der Belegung der Fächer. Alles ist soweit klar, nur habe ich Angst davor, Japanisch zu wählen, da ich ja total versagen könnte und mein Notendurchschnitt dadurch leiden könnte.
Außerdem hat mir eine Klassenkameradin erzählt, dass ihre Schwester japanisch gewählt hat und sie es bereut, da es einfach viel zu schwierig ist. Ich interessiere mich jedoch sehr für die Kultur, höre die Musik, schaue Anime, lese Manga und möchte unbedingt nach Japan reisen.
Als Alternative könnte ich russisch wählen und dadurch hätte ich den Vorteil, dass meine Eltern mir sehr helfen können da sie aus Kasachstan kommen, doch ich finde die Sprache "nur" schön, das heißt ich möchte gar nicht nach Russland, da mich dieses Land nicht fasziniert und begeistert.
Ich habe einfach Angst vor dem Versagen und auch davor, dass ich es gar nicht schaffe diese Sprache "richtig" lernen zu können. Es ist ja sehr Zeitaufwendig und ich bin mir nicht sicher, ob ich diese Zeit dafür aufbringen kann.
Lg

Ps: Ich hoffe, ich habe diese Frage im richtigen Bereich gestellt kratzrot Bin neu hier hoho
05.03.16 13:04
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frostschutz
Technik

Beiträge: 1.626
Beitrag #2
RE: Entscheidung, japanisch lernen...
Was für ein Lerntyp bist du? Wenn du jeweils in der kleinen Pause vor der nächsten Unterrichtsstunde die Hausaufgaben abschreibst und Vokabeln erst am Tag vor der Klausur lernst wird es vielleicht schwierig. Wenn du Hausaufgaben normal erledigst und vielleicht zusätzlich mit Bus/Bahn zur Schule fährst und auf Hin- und Rückfahrt dann den Vokabeltrainer am Handy benutzen kannst, dann solltest du keine Probleme haben. Und als Schüler sollte man ja eigentlich noch machen können, was das Herz begehrt.

Russisch ist ja auch nicht gerade einfach...

Vielleicht redest du einfach auch mal mit mehr (älteren) Mitschülern die Japanisch schon weiter verfolgt haben, es kommt ja auch darauf an wieviel da eigentlich verlangt wird an deiner Schule, welche Lehrbücher verwendet werden und wie gut die Lehrer sind.

Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück.
05.03.16 13:18
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Hundeliebe


Beiträge: 24
Beitrag #3
RE: Entscheidung, japanisch lernen...
Nein, so ein Lerntyp bin ich (zum Glück hoho) nicht. Ich erledige, wenn möglich die Hausaufgaben am selben Tag (ohne Abschreiben) und vom Vokabeln lernen her lerne ich die so 2-4 Tage durchgehend vor der nächsten Unterrichtsstunde...Vielen Dank für die Antwort, ich werde mich mal rumhören. Aber es stimmt, als Schüler sollte man wirklich das wählen, was einem am meisten anspricht und das ist in meinem Fall die japanisch. Vielleicht sollte ich auch lernen, mehr positiv an die Sache ranzugehen und nicht nach einer Niederlage aufzugeben...augenrollen
05.03.16 14:09
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TCJN


Beiträge: 273
Beitrag #4
RE: Entscheidung, japanisch lernen...
Wenn du noch Zeit hättest, würde ich dir raten, die Sprache vorher schonmal "anzulernen" um zu sehen, ob du damit klar kommst.
Wenn du es jetzt aber eilig hast und so unsicher bist, würde ich an deiner Stelle eher auf Nummer sicher gehen und in der Schule das machen, was gut für's Zeugnis ist. (Wenn man mal davon ausgeht, dass diese Fremdsprachen-Note mal wichtig sein könnte.)
Zudem muss man auch bedenken, dass einem etwas schönes vermiest werden kann, wenn man es unter Druck machen muss. Wenn es sich als äußerst schwer herausstellt, dann verbindest du die Sprache später vielleicht mit schlechten Erinnerung an den ganzen Stress, den du damit hattest, weil du dem Lehrplan hinterherhecheln musstest.

Ich will dich jetzt aber nicht abschrecken. Da ich dich und deine Fähigkeiten nicht kenne, kann ich halt nicht mehr tun, als dich auf diese Eventualitäten hinzuweisen. Den Schulabschluss macht man halt nur einmal. Aber Japanisch zu lernen, das ist nicht an Schule oder sonstwas gebunden. Japanisch lernen kannst du ja vielleicht auch zu Hause nebenbei machen. Und nach der Schule hast du noch dein ganzes Leben Zeit, um Japanisch und alles mögliche andere zu lernen. Du solltest dir also keinen Stress machen und denken es gelte jetzt oder nie.

Und auch, wenn du dich jetzt nicht so besonders für Russisch interessierst, kann es ja trotzdem nicht schaden, noch eine Sprache mehr im Repertoire zu haben. zwinker
05.03.16 14:20
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Yamahito


Beiträge: 233
Beitrag #5
RE: Entscheidung, japanisch lernen...
Genau, mit Mitschülern reden ist bestimmt eine gute Idee.
Für mich ist Japanisch die bislang schwerste Sprache, die ich zu lernen versucht habe. Bei allen anderen gab es jede Menge Anknüpfungspunkte - dieses "ach, das ist ja genauso wie..." Gefühl. Von daher habe ich noch nie so viel lernen müssen wie im Moment.
ABER es macht auch sehr viel Spaß!
Probier doch vielleicht schon mal, die Hiragana zu lernen - erstens brauchst du die hinterher sowieso, und zweitens merkst du dann u.U. schon mal, ob dir das ganze zusagt.
Und ein Vokabeltrainer auf dem Handy (selbst für Hiragana) ist, jedenfalls für mich, unverzichtbar. Viele hier nehmen Anki, andere Memrise, ich selbst Quizlet - es gibt viele Möglichkeiten.
Viel Erfolg!
05.03.16 14:31
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cat


Beiträge: 850
Beitrag #6
RE: Entscheidung, japanisch lernen...
Japanisch ist schwierig, aber auf einer Schule können sie ja auch nichts unmögliches Verlangen. Und wenn deine Interessen dort liegen, würde es sich natürlich anbieten. Die Frage ist auch die Qualität des Unterrichts - ist der Japanischlehrer an deiner Schule gut? Am besten wirklich mit Kollegen aus höheren Klassen reden.

Wenn deine Eltern aus Kasachstan kommen, ist es aber auch eine schöne Idee, die Sprache deiner Herkunft zu lernen. Hast du dort z.B. noch Großeltern oder andere Verwandte?
05.03.16 17:58
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nurso
Unregistriert

 
Beitrag #7
RE: Entscheidung, japanisch lernen...
Japanisch ist am Anfang bestechend einfach. Es gibt nur zwei Zeiten, wenige Formen etc., dafür später dann aber einige sprachtypische Schwierigkeiten. Auch wenn die Dinge später durchaus nicht ganz so einfach sind, über die Sprache selbst würde ich mir erst einmal nicht die geringsten Sorgen machen.

Anders sieht das mit Hiragana und Katakana aus, wenn du diese dicke Anfangshürde nicht zügig nimmst, fährt der Zug ohne dich ab. Am besten sofort lernen! Und zusätzlich ein wenig japanische "vorlernen" sonst vergisst du alles wieder. (Tip: im Internet nach Marugoto und Let`s Learn Japanese suchen).

Außerdem haben die Japaner noch so eine Erfindung aus China übernommen, die sich Kanji nennt.
Du solltest dir schon darüber im klaren sein, dass es neben dem Lernen von Vokabeln vor allem die Kanji gibt, die regelmäßig gelernt werden wollen.

Alles in allem ist der Lernstoff pro Zeiteinheit jedoch nicht beliebig steigerbar und sollte sich auch nicht beliebig von anderen Sprachen unterscheiden, denn sonst würde sie ja keiner Wählen.

Wenn du dir darüber im klaren bist, dass das du regelmäßig lernen musst, vor allem Kanji, solltest du eigentlich keine Probleme haben.
Zudem ist der Erwerb des Schlüssels zur heißgeliebten japanischen Kultur eine gute Motivation.

Außerdem noch ein Tip: Lerne von Anfang an die Länge der Vokale bei jeder Vokabel (und spreche die Silben im richtigen Sprachtakt). Sonst redest du teilweise sinnloses Zeug und bist damit für einen Muttersprachler eine nur schwer verständliche Zumutung, obwohl es für uns Deutsche verständlich ist.

Wenn du russischer Muttersprachler bist (nicht Kasachisch) würde ich dir dennoch Russisch empfehlen, weil das dann eine knallharte berufliche Qualifikation ist, selbst wenn du sie nicht direkt brauchst.
06.03.16 07:36
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dieLegende


Beiträge: 118
Beitrag #8
RE: Entscheidung, japanisch lernen...
Ich finde es interessant wie viele Leute Japanisch immer noch als eine "unglaublich schwierige Sprache" hinstellen.

Ich lerne Japanisch jetzt seit ca. 4,5 Jahren und muss sagen, dass ich den Spracherwerb alles andere als schwierig empfunden habe. Natürlich, die Stoffmenge ist aufgrund der Kanji alleine schon wesentlich größer als bei jeder Sprache aus dem europäischen Sprachraum, aber als schwierig würde ich es trotzdem nicht bezeichnen. Die Grammatik ist so unglaublich logisch strukturiert, dass man in den meisten Fällen, wenn man die "Basics" beherrscht, bei noch nicht bekannten Grammatikkonstruktionen automatisch darauf kommt was diese bedeuten und wie diese verwendet werden.

Und wenn du die Wahl hast zwischen einer Sache die dich "interessiert und dessen Land du kennenlernen möchtest", und einer Sprache die du nur als "ganz nett" empfindest, dann ist die Wahl doch eigentlich gar keine oder? Wenn du nur ein ganz wenig Disziplin beim Lernen hast, dann wird dir Japanisch definitiv nicht deinen Schnitt kaputt machen. Eher andersherum, du wirst mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit mit einer Top-Note da raus kommen.
10.03.16 04:01
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junti


Beiträge: 1.560
Beitrag #9
RE: Entscheidung, japanisch lernen...
Und ich finde es interessant, wie viele Leute Japanisch immer als einfach darstellen.
Die Grundgrammatik mag nicht schwer sein und auch Lehrbuchjapanisch ist nicht so schwer, aber natuerliches Japanisch ist durch die vielen unausgesprochenen Regeln und Konventionen und all die Sachen, die dann eben nicht mehr so logisch sind, in meinen Augen alles andere als einfach. Japanisch mag einfach sein bis zu einem bestimmten Level und insgesamt im Bereich des Spracherwerbs, wagt man sich allerdings darueber hinaus kann ich diese Aussage nicht wirklich unterstuetzen.

In diesem Sinne, um etwas zum Thread beizusteuern, denke ich auch, dass Japanischunterricht bzw. das Lernen von Japanisch in der Schule nicht so schwer ist. Wenn du also wirklich Interesse hast sicherlich keine schlechte Wahl. Der letzte Punkte von nurso ist aber auch sehr sehr wichtig.

http://www.flickr.com/photos/junti/
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.03.16 04:50 von junti.)
10.03.16 04:42
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Zeichen
Unregistriert

 
Beitrag #10
RE: Entscheidung, japanisch lernen...
(06.03.16 07:36)nurso schrieb:  Wenn du russischer Muttersprachler bist (nicht Kasachisch) würde ich dir dennoch Russisch empfehlen, weil das dann eine knallharte berufliche Qualifikation ist, selbst wenn du sie nicht direkt brauchst.

kratz Das habe ich jetzt schon so oft gehört und gelesen, aber niemand aus meiner Familie wurde wegen Russischkenntnissen auch nur irgendwie bevorzugt. Ich bin zwar noch im Studium, aber zum Beispiel meine BWL-Cousins haben das noch nie in ihrem beruflichen Leben gebraucht. Frankreich ist doch bspw. ein viel stärkerer Handelspartner (https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/...tionFile), aber die Aussage, dass Französisch beruflich so viel bringt, habe ich sehr viel seltener gelesen/gehört. Wenn ich mir die Lage jetzt so ansehe, dann dürfte dieser schon geringe Einfluss noch weiter sinken.

Außer Englisch wird doch so gut wie nie noch was verlangt? Wie kommt man auf diese Aussage, dass Russisch so ein Riesenvorteil wäre?
10.03.16 17:33
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Entscheidung, japanisch lernen...
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