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Fragen für die japanische Zukunft.
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Hellstorm
Moderator

Beiträge: 3.897
Beitrag #11
RE: Fragen für die japanische Zukunft.
(20.08.16 13:33)Woa de Lodela schrieb:  Ach, solche Anfragen kommen doch alle Jahre wieder in Japanforen. Schüler, die auf dem Animetrip sind und für immer in Japan leben wollen, obwohl sie noch nie dort waren. Ist okay, ich war früher auch so. Mach erst mal ein Abitur und lern nebenher Japanisch, wenn du Spaß daran hast.

Interessanterweise jetzt die letzten paar Tage fast täglich, das hat mich schon etwas gewundert kratz

やられてなくてもやり返す!八つ当たりだ!
20.08.16 14:42
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Yera


Beiträge: 51
Beitrag #12
RE: Fragen für die japanische Zukunft.
Vielleicht eine neue Welle von Japanophilen?
20.08.16 14:50
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Aporike


Beiträge: 66
Beitrag #13
RE: Fragen für die japanische Zukunft.
Zuerst nochmal, weil ich unter Zeitdruck stand und dies nicht beantworten konnte :
Meine Ausländerfreunde sind hier aufgewachsen, aber nicht direkt im Baby Alter. Sind mit 7-9 Jahren nach Deutschland gekommen, ein paar sogar mit 14/15 erst. Aber sie sehen sich selber als Ausländer und benehmen sich dementsprechend schlecht. Von wegen Klischees, dass sie eh kein Deutsch richtig lernen müssen, weil sie ja Ausländer sind, sind dort vertreten.

Vielleicht kam dies etwas unklar rüber :
Ich bin sehr offen für allerlei Erfahrungen aus Japan. Ich stelle mir das auch nicht vor, dass ich dort lebe und mit allem glücklich sein werde. In 2 Wochen in die Gesellschaft integriert werde und das Arbeitsleben ein Zuckerschlecken ist. Ich bin mir durchaus bewusst, dass es sehr hart sein wird. Es ist aber der Anreiz für mich. Ich mag Japan und ich möchte mich im Alltag eines Japaners reinversetzen. Dass das Leben dort härter sein wird als in Deutschland, ist mir bewusst. Aber ich habe mehr für die Japanische Kultur übrig als für die Deutsche. Ich werde nicht dort hingehen und mir denken, gut... Wenn jetzt nicht alles so klappt, wie ich es mir vorgestellt habe, dann gehe ich wieder. Ich werde dorthin gehen, mit dem Ziel, alles zu schaffen, was ich mir vorgenommen habe. Auch wenn ich vielleicht alleine sein werde die erste Zeit. Selbst wenn ich mit "Rassismus" zu tun habe. Das wird sich alles irgendwann ein wenig beruhigen und dann kann man ein Leben in Japan führen. Ich glaube nicht, dass so Ausländer in Japan leben würden, wenn es keinen Punkt geben würde, an dem man dort ein ganz normales Leben führen kann. Mit Freunden, mit Arbeitskollegen und einem sicheren Verdienst. Selbst wenn ich 6 Tage die Woche arbeiten müsste, ich bin gewillt dazu. Ob dies an meinem Alter liegt oder nicht, aber wer etwas erreichen möchte, muss mit Risiken rechnen. Zur Not lege ich mir auch noch ein wenig Geld zurseite, mit dem ich jederzeit zurück nach Deutschland käme. Aber es wäre ein wenig schöner zu hören, was man vielleicht noch einplanen sollte, was man vielleicht am Anfang in Japan tun kann, um ein wenig unter Menschen zu kommen.
Es kommt sicher jedem hier bekannt vor... Ein Jugendlicher, mit dem Traum, nach Japan zu reisen. Kennen wir schon. Dass ich mir Japan aber nicht wie ein Schlaraffenland vorstelle, sollte ich solangsam ausgedrückt haben. Wäre als lieb, wenn es wirklich noch Sachen geben würde, die hier jemand zu erzählen hätte. grins

Liebe Grüße, Flo. hoho
20.08.16 15:06
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Mayavulkan


Beiträge: 522
Beitrag #14
RE: Fragen für die japanische Zukunft.
(20.08.16 05:57)Aporike schrieb:  Guten Morgen.

Ich bin Flo und 16 Jahre alt. Seit etwas längerem habe ich schon ein gewecktes Interesse an Japan. Zuerst durch Animes, aber nicht weil ich dachte, dass Japan wie ein Anime ist, sondern die Sprache hat mich fasziniert. Ich lerne nun seit ungefähr 2 Monaten Japanisch (Also noch in den Kinderschühchen c: ) und komme relativ gut voran. Die Kana habe ich durch und hänge mich gerade an die Kanji. Seit kürzerem beschäftige ich mich mit den alltäglichen Dingen in Japan und das Leben an sich. Der gesellschaftliche Umgang miteinander, die Kultur des Landes, die Arbeitswelt etc. Seit einer Weile denke ich daran mit dem Erwachsenen Alter aus Deutschland raus und nach Japan. Ziel : Die Japanische Staatsbürgerschaft. JA! Staatsbürgerschaft. Kein PRS. Möchte also in ca. 5-7 Jahren Japanisch gut genug können (klingt realistisch, finde ich). Auf dem Weg dahin mein Abitur mitnehmen und das Studium (Was glaube ich sogar Pflicht ist auf dem japanischem Arbeitsmarkt, wenn nicht wäre ich dankbar für nähere Informationen dazu).

usw. usw.

Es wurde zwar schon alles gesagt, aber noch nicht von allen ...
Drum ...

Fahr wirklich einmal hin. Das muss nicht teuer sein, Returnflug gibts für 550 €, man *kann* täglich mit 25 € auskommen. Das ist dann so, wie mit den ** ausgedrückt, aber es geht.
Und dann fahre abseits der Touristenzentren und Du wirst ganz leicht Kontakt finden. Kann man auch über diverse soziale Medien, neben dem omnipräsenten facebook auch über lang-8 oder japan-guide vorbereiten.
Dann siehst Du ein faszinierendes Japan, aber garantiert völlig anders, als Du glaubst. Wie das dann ankommt, lässt sich logischerweise kaum prognostizieren. Die Forenteilnehmer würden allesamt sofort die Koffer packen, wenn sie könnten, insofern ist das möglicherweise ein ungeeigneter Ort für neutrale Fragen.

Ich bitte das ganz bewusst nicht als versuchte Demotivation zu verstehen, aber auch, wenn mein Lebensalter genau das Inverse des Deinigen ist, habe ich die rosarote Sicht dieser Zeit noch nicht vergessen.
20.08.16 16:01
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Dorrit


Beiträge: 784
Beitrag #15
RE: Fragen für die japanische Zukunft.
Zitat:Da ich an Deutschland nicht viel positives finde, was ich in Japan aber vertreten sehe.

Zitat:Aber ich habe mehr für die Japanische Kultur übrig als für die Deutsche.

Schreib doch mal ein paar Beispiele, dann können die Leute da vielleicht gezielter drauf eingehen.

Kennst du http://www.tabibito.de/japan/blog/ ? Der lebt schon seit vielen Jahren in Japan.
20.08.16 16:13
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Aporike


Beiträge: 66
Beitrag #16
RE: Fragen für die japanische Zukunft.
Vielen Dank für die Antworten. =)

rhaessner ich werde auch erstmal dahin fahren. =) Das erste Ziel wird Osaka sein, das wird auch die Stadt sein, in der ich nachher leben möchte, wenn ich es soweit schaffen sollte. Dies hat den einfachen Grund : Kansai Dialekt. Ich habe schon in einem Anime ein wenig davon mitgenommen (Detektiv Conan) und mich später dann ein wenig gründlicher mit dem Dialekt beschäftigt. Was sind denn so Orte außerhalb von Touristenzentren? Mit den einzelnen Gebieten Japans habe ich mich bisher nur oberflächlich beschäftigt.

Dorrit

Was mich am meisten dazu antreibt nach Japan zu ziehen ist die Sprache. Beim Lernen habe ich einen unfassbaren Spaß und würde diese Sprache auch gerne im alltäglichen Leben benutzen, wenn ich sie beherrsche. Dies hat aber nicht viel mit der Kultur zu tun. Kulturelle Unterschiede die mich dazu bringen über ein Leben in Japan nachzudenken sind die Onsen, die öffentliche Badekultur (Ich bin mir bewusst, dass es sowas ähnliches bestimmt auch in Deutschland gibt), die höfliche Art der Menschen (Auch hier bin ich mir bewusst, dass es in Japan negativ Beispiele gibt sowie es in Deutschland positiv Beispiele gibt. Dennoch erreicht es in Japan noch einmal ein ganz anderes Level. Und der alltägliche Umgang miteinander, mit dem ich tagtäglich konfrontiert werde, ist das, was ich am meisten an Deutschland hasse.) Für mich persönlich ist da noch die "eigene Art" der Japaner. Dass man Probleme nicht überall rauslässt und seine Gefühle so gut es geht beherrscht. Das ist so ein persönliches Preferenz Ding.
Das, was mich kulturell am meisten dazu bringt, sind die Kaiserpaläste. Als ich mit 9 Jahren das erste mal mit England zu tun hatte und dieses Königin System gehört habe, hat sich schon ein Interesse gezeigt. Ich schnupper mich auch immer mehr in dieses Traditionelle Japan rein, wo damals die Kaiser noch Herrscher waren. Vorallem das alte Shogun/Samurai System hat mich gepackt. Zwar wird dies heute nichtmehr in Japan so sein, aber ich denke, dass ich auch mal nach Kyoto reisen werde, um mir dort alles anzugucken. Ich würde es genießen mir dort Bauten aus alten Zeiten anzugucken. In Deutschland vermisse ich sowas irgendwie. Liegt vielleicht daran, dass Deutschlands Vergangenheit nicht immer rosig war. :/

War ein kleiner Einblick, was mir spontan eingefallen ist.
Liebe Grüße, Flo.
20.08.16 17:02
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komarunda


Beiträge: 243
Beitrag #17
RE: Fragen für die japanische Zukunft.
(20.08.16 17:02)Aporike schrieb:  Kulturelle Unterschiede die mich dazu bringen über ein Leben in Japan nachzudenken sind die Onsen, die öffentliche Badekultur, die höfliche Art der Menschen. Für mich persönlich ist da noch die "eigene Art" der Japaner. Dass man Probleme nicht überall rauslässt und seine Gefühle so gut es geht beherrscht. Das ist so ein persönliches Preferenz Ding.

Nichts für ungut - aber das ist alles schon ziemlich wischi-waschi. Als Motivation für einen Urlaub oder einen etwas längeren Aufenthalt wie Austauschjahr oder Working Holiday ist das vielleicht noch verständlich. Aber gleich die Einbürgerung? Ganz ehrlich, man kanns auch übertreiben zunge

Ich bin mit 16 das erste Mal länger in Japan gewesen. Auch ich hab mir damals nicht die großen Illusionen gemacht, von denen man überall liest ("Japan ist wie ein Anime" usw. usf.). Aber "Kultur" ist etwas ziemlich komplexes, das man eigentlich nur wirklich erfassen kann, wenn man es am eigenen Leib erfährt. Hier in Deutschland kannst du dich noch so gut über die "Art der Japaner" informieren ... wie du schlussendlich wirklich mit dem kulturellen Umfeld zurechtkommst, entscheidet die Erfahrung. Und damit meine ich nicht, dass du entweder gar keine Probleme damit hast oder total entfremdet und desillusioniert in die Heimat zurückkehren musst. Es wird sich ein Geflecht aus Eindrücken und Erfahrungen ergeben, das gar nicht so einfach zu beurteilen ist. Außerdem hält das Leben viel zu viel Unberechenbares bereit, um auf so ein weit in der Ferne liegendes Ziel sinnvoll hinsteuern zu können. Ganz unabhängig von der Frage, was dir das konkret "bringen" würde.

Also: Wie viele schon gesagt haben. Mach Urlaub in Japan, mach ein Austauschjahr/ein Auslandssemester, mach Working Holiday. Aber das mit dem dauerhaften Aufenthalt/der Einbürgerung vergisst du fürs erste besser zwinker Das ist eher etwas, das sich ergibt und nichts, das man aktiv plant.

総天然色の青春グラフィティや一億総プチブルを私が許さないことくらいオセアニアじゃあ常識なんだよ!
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.08.16 18:42 von komarunda.)
20.08.16 18:40
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Mayavulkan


Beiträge: 522
Beitrag #18
RE: Fragen für die japanische Zukunft.
(20.08.16 17:02)Aporike schrieb:  Vielen Dank für die Antworten. =)

rhaessner ich werde auch erstmal dahin fahren. =) Das erste Ziel wird Osaka sein, das wird auch die Stadt sein, in der ich nachher leben möchte, wenn ich es soweit schaffen sollte. Dies hat den einfachen Grund : Kansai Dialekt. Ich habe schon in einem Anime ein wenig davon mitgenommen (Detektiv Conan) und mich später dann ein wenig gründlicher mit dem Dialekt beschäftigt. Was sind denn so Orte außerhalb von Touristenzentren? Mit den einzelnen Gebieten Japans habe ich mich bisher nur oberflächlich beschäftigt.

Da musst Du gar keine exotischen Orte wählen. Kyuushuu wäre in meinen Augen ideal. Zum einen ist es richtig schön, dafür findest Du abseits ausgewählter Orte (beispielsweise Beppu) nur wenig Touristen. Ich weiß nicht, wie Kumamoto jetzt aussieht, aber ich denke, das Schlimmste ist vorbei. Dort gibt es rührige Freiwilligenvereine, die sich um die Bersucher kümmern. Mit etwas Glück einfach so am Bahnhof, auf alle Fälle aber über die Fremdenverkehrszentralen.
Auch Nagasaki klingt sehr nach überlaufenem Touristenort. Ist es rund um den Hafen auch. Aber Du schlägst Dich 500 Meter abseits in die Berge (das ist ganz toll, eine mehrfach gefingerte Bucht und dann gehts gleich überall mäßig steil die Hänge hinauf) und die Touristen sind weg. Dann setzt Du Dich in eine Izakaya und wirst mit hoher Sicherheit in holprigem Englisch angesprochen.
20.08.16 18:57
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Aporike


Beiträge: 66
Beitrag #19
RE: Fragen für die japanische Zukunft.
Wo du es gerade erwähnst, komarunda.
Auslandssemester... Das wäre vielleicht eine gute Lösung, sobald ich im Studium bin. Ich habe eig. nur ein Working Holiday im Kopf gehabt. Aber das könnte ich machen.
Hast du vielleicht eine Ahnung, was so die Kostenpunkte dabei sind und wie lange das geht?
20.08.16 19:22
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Kikunosuke


Beiträge: 143
Beitrag #20
RE: Fragen für die japanische Zukunft.
Durch den Touristenboom in den letzten Jahren ist es schwierig geworden Orte zu finden an denen man keine oder kaum andere Ausländer trifft. Rishiri, die Insel Sado, die Sanriku-Küste, die Shimokita-Halbinsel... dass da natürlich Tote Hose ist, darüber brauchen wir uns auch nicht streiten.

(20.08.16 14:41)Yera schrieb:  Urlaub: Juhui; Arbeiten in Japan: Pfui.

Sehe ich ebenfalls so. Man kann sich natürlich eine Nische einrichten, aber mit mittlerweile ein bisschen Lebenserfahrung muss ich sagen: Arbeiten in Japan ist schon ziemlich bescheuert. Und jetzt arbeite ich nicht bei einem großen DAX-Konzern mit irgendwelchen Vollzeit-Select-Modellen, Gleitzeit etc. sondern in einem stinknormalen mittelständischen Handwerksbetrieb. 27 Tage Urlaub und die Möglichkeit Überstunden abzufeiern findet man in Japan halt nicht. Es bringt nichts dort zu leben wenn man vor lauter Maloche gar nichts vom Land hat, außer den täglichen K®ampf mit ungeschriebenen sozialen Regeln.

Aporike schrieb:Dass man Probleme nicht überall rauslässt und seine Gefühle so gut es geht beherrscht. Das ist so ein persönliches Preferenz Ding.

Dann vergiss Osaka gleich wieder und geh lieber nach Tokio.

乱世の怒りが俺を呼ぶ。
20.08.16 19:34
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Fragen für die japanische Zukunft.
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