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Japanisch in Zahlen
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huck finn


Beiträge: 10
Beitrag #1
Japanisch in Zahlen
Hallo alle zusammen, hab mich gerade neu angemeldet! Ich hoffe dass mein Thema hier in der richtigen Rubrik eingeordnet ist. Mein Anliegen ist folgendes:

Ich habe vor etwa einer Woche angefangen Japanisch zu lernen, was mir bis jetzt aufgefallen ist, ist dass ich mir da wirklich eine große Sache vorgenommen habe. Dass ich viel Zeit und Fleiß investieren muss ist mir klar, ich bin mir jedoch trotzdem nicht wirklich sicher ob ich dieser Aufgabe gewachsen bin, und da ich mit dem Gedanken spiele Japanisch zu studieren wollte ich lieber schonmal antesten ob mir die Sprache auch wirklich liegt.

Um dabei ein ungefähres Ziel vor Augen zu haben wollte ich mal fragen ob mir mal jemand überschlagen kann wie viele Dinge ich wirklich zu lernen habe. Ich meine damit, vorrausgesetzt man kennt die gesamte Grammatik, wie viele Formen es gibt. Beispielsweise es gibt 2000 Kanji für den Alltagsgebrauch, diese können auf zwei verschiedene Arten gelesen werden, macht also 4000 usw. ledigleich eine grobe Schätzung wie viele Formen, Zeichen, Lesungen es insgesamt gibt um sich mal ein Bild vom Gesamtumfang der Sprache machen zu können. Vielen Dank schonmal!
09.11.06 00:41
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gakusei


Beiträge: 495
Beitrag #2
RE: Japanisch in Zahlen
Was willst du denn mit solchen Zahlen anfangen. Selbst wenn man dir sowas nennen würde, diese Zahlen richtig wären, und du sie vielleicht sogar einordnen könntest (im Vgl. zu anderen Sprachen), würde ich bezweifeln, das solche Zahl irgendeine besondere Aussagekraft haben, die einem bzgl. der Entscheidung ein Sprache zu lernen oder nicht weiterhilft. Versuche doch erstmal, die Frage zu beantworten, auf welches Japanisch-Level du dich beziehst. Wie man ein solches "Level" definiert, und wie man es misst sind dann weiter Probleme, an denen man wahrscheinlich auch verzweifeln kann. Wenn du konkret fragst, was man bspw. für die verschiedenen Stufen des JLPT (wenn du dazu mehr wissen willst such einfach kurz hier im Forum danach) wissen muss, kann man so etwas schon eher beziffern, auch wenn ein solcher Test noch nicht wirklich viel aussagt, zumal du mit dem höchsten Level immer noch recht weit von dem Sprachniveau eines Japaners weg bist. Die Frage nach dem Gesamtumfang ist allerdings echt Humbug, da eine Sprache tatsächlich ein Fass ohne Boden ist. Man lernt nie aus, nicht einmal in der Muttersprache und in einer Fremdsprache erst recht, nicht. Also versuchs nicht mit zahlen, sondern frag lieber, nach solchen Dingen wie, was haben verschiedene Leute nach einer gewissen Zeit an Sprachstudium erreicht (subjektive Aussagen!), was kann man nach einem Japanologie Studium (auch immer sehr individuell) etc. pp.! Kurz zur Info, die meisten der Alltags-Kanjis können zwar auf zwei "Arten" gelesen werden, japanisch und sinojapanisch (kun- und on-Lesung), das heißt aber nicht, dass jedes Kanji 2 Lesungen hat. Manche haben nur eine (meistens dann On), manche aber auch z.B. 7 oder so (meistens dann so ca. 1-2 On, und mehrere kun), gibt aber auch durchaus zusätzlich nicht Standardlesungen, zu vielen Kanjis die oft vorkommen. Das z.B. im Kanji und Kana von Langenscheidt, die Anzahl der Lesungen mit etwas über 4000 angegeben ist, liegt also nicht daran, dass jedes Zeichen 2 Lesungen hat, sondern ist mehr zufällig ca. 2*1945 bzw. diese Lesungen wurden ebenfalls genauso wie die Alltagskanji von der jap. Regierung auf diese Zahl als Richtlinie eingegrenzt. Tatsächlich braucht man im Alltag aber viel mehr. Könnts selber jetzt nicht so genau beziffern höre/lese aber immer so Zahlen ab 3000 aufwärts. Die Anzahl der Zeichen und Lesungen sagt aber auch nicht viel aus, denn im Endeffekt, sind die Vokabeln wichtiger, und eine Sprache ist sowieso alles andere als eine Ansammlung von sturrem Auswendiglernwissen, wie sollten wir sonst den gigantischen Wortschatz unserer Muttersprache beherrschen (wobei hab irgendwann mal einen Artikel gelesen, dass es in französischen Vororten Jugendliche gibt, die mit einem Alltagswortschatz von unter 1000 Wörtern auskommen, genaue Zahl weiß ich nicht mehr, kann auch sein, dass es viiiiieeeel weniger war zunge) Du siehst schon, das ist ein weites Feld, wenn ich einen berühmten Mann zitieren darf, ein seeeeehr weites. Trotzdem darf man sich von solchen Zahlen nicht beeindrucken lassen, denn sie sagen fast nichts aus!

Dann lass mich nun mit einer Zahl enden:

Cheers und N8
09.11.06 02:38
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huck finn


Beiträge: 10
Beitrag #3
RE: Japanisch in Zahlen
OK, vielen Dank schonmal für die schnelle Antwort. Ich hätte durchaus auch andere Fragen, ich hoffe mal dass ich diese hier stellen kann obwohl der Titel ja dann nicht mehr stimmt.

1. Ich habe (wenn alles gut läuft) etwa nächstes Jahr im Mai mein Abi. Wie gesagt hab ich schon ein wenig mit Selbstlernen angefangen, während ich dann meinen Zivildienst ableiste wollte ich einen VHS-Kurs besuchen und dann das eigentliche Studium beginnen. Reicht das in etwa als Vorbereitung?

2. Muss ich ein bestimmtes Maß an Vorkenntnissen mitbringen? Ich glaube irgendwo gelesen zu haben dass gute Englischkenntnisse Vorraussetzung sind, allein schon weil ein Großteil der Sekundärliteratur nicht auf Deutsch vorhanden ist. Diese denke ich zu besitzen, doch wie sieht es mit weiteren Sprachen aus? Mein zweiter Leistungskurs ist Spanisch, ansonsten hatte ich nur Latein vorher.

3. Gibt es auch Leute die das Japanischstudium erfolgreich meistern ohne zuvor Japanisch gekonnt zu haben?

4. Wie lang ist das Studium im Regelfall und wie "gut" ist man danach tatsächlich? Ich meine reicht es aus um sich unterhalten zu können, oder beschränkt sich das eher auf das Lesen von Texten etc.?

5. Welche beruflichen Möglichkeiten gibt es danach? Sicherlich werde ich mich noch gesondert darüber informieren, aber da ich denke, dass hier sicherlich viele Japanologie-Studenten angemeldet sind könntet ihr mir ja vielleicht einfach mal ein paar von euren beruflichen Zielen nennen, denn ich bin im Moment noch wirklich ratlos was meine berufliche Zukunft angeht.
09.11.06 15:20
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Raug


Beiträge: 66
Beitrag #4
RE: Japanisch in Zahlen
1. Also, wenn du einen Kurs gemacht hast dürfte das im Normalfall locker reichen - Kana und ein gewisses "Gefühl" für die Sprache ist zwar nicht notwendig, aber sehr hilfreich. Ich würde jedem dazu raten die Kana "fließend" lesen und schreiben zu können, mehr ist aber an sich nicht notwendig.

2. Englisch solltest du ganz gut können, mehr ist nicht notwendig.

3. Klar, man geht da am Anfang ganz langsam voran, das Tempo steigt zwar rasch an, aber man kanns auch ohne Vorkenntnisse schaffen

4. 9 - 13 Semester im Magisterstudium. Wie gut du danach bist liegt aber an dir selbst, denn, und das ist wichtig:
Japanologie ist NICHT das Studium der Sprache! Es ist das Studium über Japan, Japanisch ist ein "Mittel zum Zweck". In späteren Semestern musst du z.b. gar nicht mehr den Sprachkurs erfolgreich bestehen oder überhaupt daran teilnehmen, und wenn du nur die Sprache können willst, mach was anderes. Die Abbrecherzahlen sind sehr hoch, je nach Uni zwischen 70 und 80 %. Die meisten im 5.-7. Semester (bei uns), da dann die Zeit kommt, in der alles ein wenig chaotischer wird, man schon einigermaßen Japanisch kann, und dafür viel anderes lernen muss: Politisches, Geschichte, Religion, Literatur etc... und zwar teilweise sehr detailreich, du wirst dich damit dann wohl besser auskennen wie mit dem deutschem Äquivalent. Wenn dich sowas also nicht interessiert wäre das schlecht, das wird vielen dann einfach zu viel, es macht keinen Spaß, und man hört auf.

Zu 5. kann man nichts sagen - da gibts ein paar andere Threads, kannst ja durchwühlen, ich hab das Fach aber angefangen weil's mir Spaß macht.

Das betrifft alles das Magisterfach, und zwar in meinem Fall an der LMU in München. Ist aber von Uni zu Uni anders, also wo die Schwerpunkte liegen und ob man evtl Latinum braucht etc
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.11.06 21:12 von Raug.)
10.11.06 21:10
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huck finn


Beiträge: 10
Beitrag #5
RE: Japanisch in Zahlen
Das Latinum hab ich auch, wäre also kein Problem. Ich hab hauptsächlich gefragt weil ich mal gelesen habe, dass man optimalerweise Französisch können sollte. Generell interessiere ich mich schon für die von dir genannten Dinge, vor allem für Geschichte. Ich würde aber trotzdem gerne wissen ob es auch einen Studiengang gibt, der sich ausschließlich auf die Sprache beschränkt. Und entschuldige die "dumme" Frage, aber was macht das Magisterstudium aus, welche anderen gibt es noch und wo liegen die unterschiede?
11.11.06 22:12
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filter


Beiträge: 343
Beitrag #6
RE: Japanisch in Zahlen
Zur Grammatik:
Sie hört nicht auf. Selbst auf höheren Leveln wirst du immer wieder etwas dazu lernen müssen. Die grunsätzlichen Formen solltest du nach etwa einem Jahr intensiven Lernens alle bilden können. Danach gibt es aber noch ungefähr eine Milliarde an grammatikalischen Komplexen, die wirklich wie ein Faß ohne Boden sind. Du wirst eine lange, lange Zeit beschäftigt sein.
11.11.06 23:12
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nomin


Beiträge: 134
Beitrag #7
RE: Japanisch in Zahlen
Ich wuerde mir an Deiner Stelle weniger ueberlegen, ob und wieviel dieser Sprache ich in welcher Zeit lernen kann, sondern vielmehr, habe ich ueberhaupt Interesse an Land, Leute, Geschichte und den ganzen Faechern, die Raug aufgezaehlt hat.
Mir sind ein paar Leute bekannt, die vor ihrer Reise Japan als das Paradies auf Erden verkauft haben und hinterher sagten :"Nie wieder in dieses ..... Land"

Solltest Du wirklich Interesse haben, das ueber eine einmalige Reise (und vielleicht einen jap. Sport in Deutschland) hinausgeht, dann faengst Du Japanisch lernen eh an und fragst nicht nach irgendwelchen Zahlen. Man kann uebrigens in diesem Land mit leidlichen Englisch- und miserablen Japanischkenntnissen ohne grosse Probleme zurechtkommen.

Mein Tipp, du bist ja noch jung (hach, wie schoen, dass ich das endlich auch mal sagen kann augenrollen ): Such eine Moeglichkeit eines Praktikums o.ae., das es Dir erlaubt, fuer laengere Zeit in Japan zu leben. Dann weisst Du hinterher, ob sich das Interesse verfluechtigt hat oder nicht. Und mach das VOR dem Studium.

Gruss,
nomin
12.11.06 10:58
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huck finn


Beiträge: 10
Beitrag #8
RE: Japanisch in Zahlen
(12.11.06 10:58)nomin schrieb:[...]Such eine Moeglichkeit eines Praktikums o.ae., das es Dir erlaubt, fuer laengere Zeit in Japan zu leben. Dann weisst Du hinterher, ob sich das Interesse verfluechtigt hat oder nicht. Und mach das VOR dem Studium.

Kennst du eventuell Betriebe die Praktika in Japan anbieten? Das hängt ja wieder mit der Frage zusammen, welche beruflichen Möglichkeiten man mit Japanisch hat.
12.11.06 16:14
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Raug


Beiträge: 66
Beitrag #9
RE: Japanisch in Zahlen
Nun, ein Praktika davor ist nicht unbedingt nötig, aber sicher hilfreich - Wenn du das nicht schaffst eins zu bekommen, solltest du dich aber stark mit dem Land auseinandersetzen, und dir vor allem auch der negativen Seiten bewusst werden. Nichts ist so gefährlich, wie blau-äugig mit dem Studium zu beginnen, und dann plötzlich in die Realität geworfen zu werden.
Eines der besten "Ansätze" ist wohl: Irgendwann kommt bei jedem Studenten dieses Faches der Punkt, an dem einen das Fach nur noch nervt. Gut, da gibt es vlt ganz wenig Ausnahmen, aber die meisten haben irgendwann die Schnauze voll: Die Studienorganisation ist chaotisch, die Vorlesungen werden sehr speziell, man muss massig lernen, und das wenigste davon ist noch interessant ("Gewöhnungseffekt", wenn das Exotische weg ist). Und wenn du dann immer noch genug Motivation hast, dir zu sagen "Ich zieh das durch, weil mir das Ergebnis wichtig ist", weil du Japan auch ohne dem "Exotischen" magst, dann ist es das richtige Studium für dich.

Reine Sprachwissenschaften wäre wohl sowas wie Japanische Linguistik, ob und wo es das gibt weiß ich nicht, aber es gibt spezielle Fächer, wenn man vorhat Übersetzer zu werden.
12.11.06 17:24
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Ex-Mitglied (bikkuri)
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Beitrag #10
RE: Japanisch in Zahlen
Gerade heute habe ich mich mit einem Sinologen unterhalten, der vor seinem Studium zwei Jahre in China Chinesisch studiert hat und erst nach seiner Rückkehr mit dem Studium in Deutschland begonnen hat. Dies berge sehr viele Vorteile. Durch das Lernen "vor Ort" habe man einen rascheren Start in die Sprache. Schon binnen eines halben Jahres wäre man auf dem Level eines 3-4. Semesters. Die Lerngeschwindigkeit ist enorm. Innerhalb eines Jahres werden dem Studierenden, bei regulärer Stufenfolge, ca, 2500 Zeichen eingetrichtert. Da sollten sich die Japanisch-Studierenden mal eine Scheibe von abschneiden und nicht immer wegen der ach so viele kanji lamentieren. ^^
Nach Abschluss des zweiten Jahres wäre es dann möglich schon recht flüssig Zeitung und einfache Literatur zu lesen.
Akademisch gesehen sei es auch ein Vorteil, da man nach zwei Jahren einen Abschluss, i.e. A.A. - den gibt’s übrigens auch in Japan! - machen könne. Er konnte danach sein Studium in D unbeschwert beginnen. Es war ihm möglich, die gesamte Zeit dem Grundstudium zu widmen, ohne sich Gedanken über Sprachkurse und deren Implementierung in den ohnehin schon wild durcheinander geworfenen Stundenplan machen zu müssen. Auch mit den Nebenfächer konnte gleich begonnen werden, ohne in Zeitnöte zu geraten. Größter Vorteil, so sagte er mir, sei der nahtlose Übergang zum Hauptstudium. Ich selbst hatte nach meiner Rückkehr aus Japan damals das Gefühl irgendwie außerhalb des Universitätsbetriebs zu stehen. Ich benötigte fast ein Semester mich wieder ‘einzustudieren’. Zudem ist viel Wissen, das ich mir während des Grundstudiums angeeignet hatte, der Vergessenheit anheim gefallen. Meine Japanzeit war für mich zwar eine willkommene ‘Auszeit’ (nicht vom Lernen, sondern vom deutschen Uni-Alltag!), aber sinnvoller wäre wohl ein Aufenthalt, danach, oder noch besser, davor gewesen. Die Studienberatung wird dir wohl etwas von den Forschungen erzählen, die du in Japan durchführen wirst und dem Sammeln von Material für deine Abschlussarbeit. ‘Großes’ stünde dir bevor. Das ist Quatsch! Ich habe in über 9 Jahren noch _keinen_ Studenten kennen gelernt, der wirklich etwas geforscht hätte (na ja, außer der schon idiomatischen gewordenen ‘Höhlenforschung’ ^^). Die Profs bilden da nach eigenen Aussagen natürlich die Ausnahme. Die hatten die fertige Habilitation wohl schon im Koffer. zwinker
Kurz gesagt, wenn ich nochmal die Wahl hätte, ich würde einen Aufenthalt davor (und danach) machen. Allerdings ist das natürlich eine finanzielle Frage. Ein Sprachstudium vor dem eigentlichen Studium müsste man aus eigenen Mitteln bestreiten.

Noch was zum Studium an der VHS o.ä. Das ist m.E. reine Zeit- et Geldverschwendung. Vielleicht mal ganz nett, wenn gerade nichts im Fernsehen läuft oder zur Zerstreuung, wenn einem seine Freundin wieder mal Saures gegeben hat, aber zum ernsthaften Sprachstudium ist dies nur eine Sackgasse. Dann doch lieber einen Yoga- oder Kochkurs. Letzterer versöhnt dann auch wieder die Freundin (s.o.). Im Ernst, ich denke, ein paar Stunden Japanisch in der Woche geben einem zwar ein gewissen Eindruck der Sprache, suggerieren aber gleichzeitig die Erlernbarkeit des Japanischen, wenn man nur genug Kurse besucht hat. Dem ist nicht so! Du kannst 100 Jahre (sic!) auf die VHS gehen und trotzdem wirst du nichts reißen.

Was die berufliche Zukunft eines Japanologen betrifft; schwer zu sagen. Kultur-Attaché im Auswärtigen Amt, Leiter einer Theater-Gruppe, Spezialist für japanische Lackwaren, Mitarbeiter der internationalen Abteilung einer koreanischen Anwaltskanzlei, Redakteur, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Schriftsteller, Sachbearbeiter, Übersetzer. Hier eine kleine Auswahl meiner Ex-Kommilitonen. Könnte nicht bunter gemischt sein. In welches Berufsfeld du gerätst, hängt von deinem Engagement, deinen Interessen, deinen Fähig- und Fertigkeiten etc. ab. Ich sagte ‘gerätst’, da der bestimmende Faktor (welch Paradox!) in den meisten Fällen der Zufall ist.

Zitat: Um dabei ein ungefähres Ziel vor Augen zu haben wollte ich mal fragen ob mir mal jemand überschlagen kann wie viele Dinge ich wirklich zu lernen habe. Ich meine damit, vorrausgesetzt man kennt die gesamte Grammatik, wie viele Formen es gibt.



Schreckt dich das ab? Dann lass es lieber! grins
12.11.06 18:36
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Japanisch in Zahlen
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