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Kulinarische Geheimtipps
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Warai


Beiträge: 670
Beitrag #21
RE: Kulinarische Geheimtipps
Da hier die regionalen Koestlichkeiten vorgestellt werden, muss ich mal Mikawa vertreten!
Eine Koestlichkeit aus Mikawa ist Chikuwa. Foto hab ich leider nicht zur Hand, vielleicht findet das jemand im Internet?

古紙配合率100%再生紙を使用しています。
26.06.04 07:49
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Sensha


Beiträge: 20
Beitrag #22
RE: Kulinarische Geheimtipps
Was zu trinken!!

グリーンチイー!! Und zwar als Pulver! Das kann kalt oder warm oder sogar in Vanilleeis gerührt genossen werden! Dummerweise weiß ich nicht, ob es in D-land erhältlich ist traurig Jedenfalls schmeckt das unheimlich gut, ich kann es jedem nur wärmstens ans Herz legen grins
27.06.04 16:03
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gokiburi


Beiträge: 1.415
Beitrag #23
RE: Kulinarische Geheimtipps
Zitat:PS: Wie wäre es mal zur Abwechslung mit einem appetitlicherem Avatar hoho Ist zwar ganz nett, aber irgendwie irritiert er mich immer, wenn ich über diese ganze Naschereien hier lese. Ist eben Geschmackssache ... zunge

Jaaa, hast ja irgendwie recht, aber der paßt nun mal so gut zu meinem Namen...
Und ich will ja auch nicht zu sympathisch wirken, wenn ich an anderer Stelle noch meine teilweise gesalzenen Meinungen posten will... hoho
Aber versprochen: wenn ich einen besseren gokiburi-Avatar finde, setz ich ihn rein!

gokiburi, der in der Küche zuhause ist (wie immer ihr das jetzt deuten mögt... grins )

♪♪あぁ蝶になる、あぁ花になる、
恋した夜はあなたしだいなの、♪♪
あぁ今夜だけ、あぁ今夜だけ、
もうどうにもとまらない!!! ♪♪  山本リンダ
27.06.04 19:38
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gokiburi


Beiträge: 1.415
Beitrag #24
RE: Kulinarische Geheimtipps
WARNUNG!!!
Solltest du weiblich, um 14~16 Jahre alt sein und Pferde so ganz, ganz doll lieb haben, lies an dieser Stelle bitte NICHT weiter! Eine nur langsam wieder abklingende gokiburi-Abneigung könnte die Folge sein!


So, nach mehrtägiger virtueller Fastenzeit melde ich mich wieder mal zu Wort und bleibe thematisch in Nagano. Im Süden der Präfektur, wor allem in den Regionen von Iida 飯田 und Ina 伊那 erwartet uns eine Spezialität, die nur in wenigen Regionen Japans verbreitet ist. Die Rede ist von sakura-niku, "Kirschblütenfleisch", oder weniger euphemistisch: Pferdefleisch. Neben Nagano gilt Kumamoto auf Kyûshû als Zentrum für dessen Verzehr in Japan, außerdem Fukuoka, Teile von Kagoshima, Gifu und Yamanashi sowie Okinawa. Auch in dem Schmelztiegel von Edo's shitamachi boten einige Restaurants Pferd an und tun es auch heute noch.
In Nagano war Pferdefleisch während der Taishô-Zeit (1912-1926) sowie nach dem Krieg vor allem wegen seines im Vergleich zu Rind oder Schwein geringen Preises sehr populär, heute gilt es dagegen als kostspielige Delikatesse! Stecken wir uns also lieber einen oder zwei Yen mehr ein!
Das beste Fleisch liefern Filet, Rückenstück sowie Hnterkeule. Pferd ist reich an Proteinen, Wasser sowie Vitamin A und wegen seines geringen Fettgehaltes auch geeignet für eine cholesterinarme Ernährung. Da es beim Erhitzen rasch Wasser verliert, schrumpft und zäh wird, sollte es nie lange gegart werden, geeignet ist eine möglichst rasche Zubereitung wie shabu-shabu oder das oben bereits erwähnte sukiyaki bzw. yakiniku.
Der Kenner allerdings wird nicht nach Hause fahren, ohne ba-sashi 馬刺 probiert zu haben, also Sashimi aus Pferdefleisch, selbstverständlich roh. Da Pferd allerdings den Nachteil hat, recht streng zu riechen, serviert man ba-sashi mit Sojasoße und geriebenem Ingwer. Auch Knoblauch ist geeignet, um den Eigengeruch zu kaschieren, meines Wissens zieht man in Kumamoto Knobi vor.
[Bild: ryori._basashi.jpg]

Auch das Sushi würd ich nicht kalt werden lassen zwinker :
[Bild: ryori_nigiri.jpg]

Da Pferdefleisch im Vergleich zu andern Sorten einen drei- bis sechsmal so hohen Anteil an Glykogen enthält, hat es einen charakteristisch, süßlichen Geschmack: nach dem Tod des Tieres zerfällt diese an sich geschmacklose Substanz zu Dextrose. Besonders hoch ist der Glykogenanteil in der Leber, eingefleischte Gourmets schwören daher auf Sashimi aus Pferdeleber, die verschiedene Restaurants nur Stammgästen offerieren.
[Bild: ryori_rebasashi.jpg]

Eine letzte Köstlichkeit (?) aus dem Süden Naganos, die ich hier vorstellen will, ist o-taguri, hergestellt aus Pferdedarm, gewaschen, kleingeschnitten, stundenlang gekocht und mit Miso, Sake sowie manchmal Knobi gewürzt.
[Bild: otaguri1.jpg]
Der Geschmack wird als süßlich-salzig beschrieben, zusätzlich gibt es ein besonderes "Kaugefühl" beim Essen. Heute ist diese Spezialität selten geworden, in Iida z.B bieten sie nur noch zwei bis drei Restaurants an.
Dieses Gericht mag vielleicht etwas ungewöhnlich sein, doch wenn selbst in die Region Zugezogene echte o-taguri-Fans werden und Touristen gezielt diese Speise bestellen, die sie nur aus Reiseprospekten kennen, muß doch da was dran sein! hoho

gokiburi, der schon einen Abstecher nach Süd-Nagano plant

PS: Übrigens kann ich auch Bündnerfleisch aus Pferd sehr empfehlen! Nochmal ein Gruß in die Schweiz!

♪♪あぁ蝶になる、あぁ花になる、
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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 30.06.04 22:51 von gokiburi.)
30.06.04 22:50
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Ex-Mitglied (AU)
Unregistriert

 
Beitrag #25
RE: Kulinarische Geheimtipps
.... bin weiblich, habe Pferde ganz doll lieb & trotzdem weitergelesen (da ich jenseits der genannten Altersgrenze liege) ... bin trotzdem schier ohnmächtig geworden. JETZT weiß ich wie sich Denkbär & Co. bei meinen Ausführungen zu (Fisch-)Sashimi fühlen mußten. Es ist und bleibt mein "japanischer Albtraum", dass jemand auf die Idee kommt, mir DAS vorzusetzen. Ha ha und ich kenn jetzt mind. Zwei, die sich über mich kaputtlachen, aber wat soll's. Habe auch meine zarten Seiten zwinker Und damit ihr's wißt: Hier hätte ich beim Geschäftsessen definitiv gestreikt (denke aber auch, dass ich mich da ganz gut rausreden könnte; bei Fisch würde es mir da aus japanischer Sicht irgendwie an sentimentalen Argumenten mangeln). Dennoch mal wieder ein Kompliment an den Artikel ... vielleicht hier ein bisschen zu plastisch für mein Gemüt, aber sonst mal wieder excellent zwinker Muß trotzdem mal kurz Luft schnappen gehen ... huch *röchel, röchel*
01.07.04 00:18
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atomu


Beiträge: 2.664
Beitrag #26
RE: Kulinarische Geheimtipps
Also ich hätte ja bei den lebenden Fischen gestreikt, AU. In Matsumoto (Nagano-ken) kann man auch sehr gut ba-sashi essen und da haben sie mir das mal untergejubelt, ohne dass ich es wusste. Es hat wirklich phantastisch geschmeckt. Ich habe es dann auch noch ab und zu "bewusst" gegessen. Immerhin war das Pferd wenigstens schon tot...

Die japanischen Alpen sind in jedem Fall eine Reise wert. Landschaftlich und kulinarisch.

atomu, der nicht wirklich ein Feinschmecker ist. hoho

正義の味方
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.07.04 09:00 von atomu.)
01.07.04 08:59
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Beitrag #27
RE: Kulinarische Geheimtipps
@atomu: Keine Frage .... muß super-lecker sein. Hierzulande gibt es ja viele, die auf gescheite Pferdewurst, oder Sauerbraten stehen ... tja, jeder nach seinem Geschmack eben zwinker
01.07.04 11:17
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Denkbär


Beiträge: 677
Beitrag #28
RE: Kulinarische Geheimtipps
Aber AU, ich habe doch gar nicht gelacht. Naja, vielleicht ein klein bisschen. Okay, zugegeben, ich habe gelacht. Aber vor allem, weil du das so niedlich formuliert hast, selber schuld! zunge

Jetzt schicke ich dir aber tröstende Worte und hoffe, dass du dir keine bösen Träume eingehandelt hast. Dabei hatte gokibori doch so schön gewarnt. Aber es gibt natürlich auch Pferdenarren/-närrinen jenseits der genannten Altersgrenzen. Oder man stelle sich vor, gokiburi hätte die schmackhafte Zubereitung von Welpen oder Kätzchen beschrieben. Wie du schon sagst, jeder nach seinem Geschmack. (Ich bleibe immer noch auf jeden Fall weit weg von Fischen, die zusehen müssen, wenn man sie isst!).
01.07.04 17:39
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Ex-Mitglied (bikkuri)
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Beitrag #29
RE: Kulinarische Geheimtipps
Auf Hokkaidou hab ich mal kuma karee gegessen. Die Soße war echt lecker, aber das Fleisch wirklich zäh. War wahrscheinlich ein alter Bär. Außerdem war es nicht billig. 3500 Yen pro Teller. Ich bin aber wieder erstaunt, was sich so manche einfallen lassen, nur weil es exotisch klingt.
01.07.04 18:06
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Denkbär


Beiträge: 677
Beitrag #30
RE: Kulinarische Geheimtipps
Hust. Bei Bär bin ich etwas empfindlich. zwinker Ziehe mich lieber erst mal in meine Höhle zurück.
01.07.04 18:39
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Kulinarische Geheimtipps
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