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Meinungsfreiheit in Deutschland vs. Japan
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Yano


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Beitrag #21
RE: Meinungsfreiheit in Deutschland vs. Japan
Aber klar werden Leute in D wegen Meinungsäußerungen abgemurkst, grad genug.
Versuche der Einführung von Meinungsfreiheit sind in D historisch mißlungen und zurückgenommen worden, das muß man auch sehen.
Wo im Unterschied zu J dabei die politische Führung in D das Problem sieht, ist mir unklar, es wird nicht ausgesprochen, könnte die Gefahr eines Bürgerkrieges sein.
04.11.14 17:40
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客人
Unregistriert

 
Beitrag #22
RE: Meinungsfreiheit in Deutschland vs. Japan
(04.11.14 17:40)Yano schrieb:  Aber klar werden Leute in D wegen Meinungsäußerungen abgemurkst, grad genug.
Sowas kommt immer wenn man beginnt, Deine Aussage ernst zu nehmen. Schade traurig
04.11.14 19:07
Hachiko


Beiträge: 2.529
Beitrag #23
RE: Meinungsfreiheit in Deutschland vs. Japan
(04.11.14 17:40)Yano schrieb:  Wo im Unterschied zu J dabei die politische Führung in D das Problem sieht, ist mir unklar, es wird nicht ausgesprochen, könnte die Gefahr eines Bürgerkrieges sein.

Was heisst denn hier Gefahr, den haben wir doch längst schon, nur keiner will es bisher bemerkt haben, so mal der Bequemlichkeit halber.hohohoho

By the way, in D wird ab morgen der Bahnverkehr für 5 Tage lahmgelegt, sowas hat man von J noch nie vernommen.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 04.11.14 19:24 von Hachiko.)
04.11.14 19:14
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Firithfenion


Beiträge: 1.188
Beitrag #24
RE: Meinungsfreiheit in Deutschland vs. Japan
(04.11.14 16:14)Yano schrieb:  Heute hat die BRD der ehemaligen DDR hinsichtlich der Meinungsäußerungsfreiheit noch voraus, daß Kritik an der mangelnden Meinungsäußerungsfreiheit nicht als Verbrechen gilt.

Ja das stimmt. Der Totalitarismus in der DDR war noch weitaus schärfer. Auch wurde er durch konrkete Strafgesetze legitimiert. Ganz so weit sind wir noch nicht. Bisher stellt in der Bundesrepublik noch kaum jemand solche Sachen wie das Versammlungs- und Demonstrationsrecht prinzipiell in Frage, aber je größer und offensichtlicher die durch die gegenwärtige Politik verursachten Probleme werden, desto öfter hört man solche Rufe nach Einschränkung der demokratischen Rechte (natürlich unter dem fadenscheinigen Vorwand eben diese Demokratie damit schützen zu wollen).

Nein, die heutige Bundesrepublik ist immer noch deutlich freier als die ehemalige DDR, wer etwas anderes behauptet, kannte die ehemalige DDR nicht (oder er war ideologisch in das Regime verstrickt so das er persönliche Gründe hat das SED Regime nachträglich zu verharmlosen)

Dennoch macht sich langsam wieder eine Atmosphäre der Angst breit, die ich nur allzu gut aus der ehemaligen DDR kenne. Den Leuten ist es wieder sichtlich unangenehm und mulmig über Politik zu reden. Auch der Beruf des Kabarettisten und Karrikaturisten wird langsam wieder gefährlich und kann einen schnell in arge Probleme bringen. Auch die Argumentationsstrukturen der Herrschenden damals und heute beginnen sich wieder zu ähneln.

Politische Entscheidungen werden einfach als "alternativlos" bezeichnet und ohne Beachtung des Bürgerwillens durchgeführt, obwohl doch jeder vernünftige Mensch weiß, das es für fast alles eine Alternative gibt.

Abweichende Meinungen werden im günstigsten Fall als "krude Thesen" bezeichnet und gelten damit offiziell als "widerlegt" ohne das man sich noch die Mühe macht sich mit den Fakten auseinander zu setzen. Ist der Renegat keine bekannte Person die möglicherweise über ein paar gute Rechtsanwälte verfügt, dann springt man auch schon mal etwas härter mit ihm um und verpasst ihm eine Strafanzeige wegen Volksverhetzung.

Der Begriff der Volksverhetzung wird ohnehin langsam wieder - wie in der DDR - zu einem Gummiparagraphen der immer stärker ausgedehnt wird um unliebsame Ansichten auszuschalten. Hätte man in der ehemaligen DDR einen kommunistischen Funktionär gefragt, wie es dort mit der Meinungsfreiheit aussieht dann hätte er vermutlich geantwortet: "Selbstverständlich gibt es bei und Meinungsfreiheit! Jeder darf seine Meinung sagen - nur staatsfeindliche Hetze ist verboten! Das ist aber doch in allen Ländern so!" Hört sich doch im ersten Moment ganz vernünftig an, oder? Der Haken besteht darin, das es eine reine Ermessensfrage ist wie man "Hetze" definiert. Prinzipiell kann man fast jede abweichende Meinung mit Hilfe einiger systemtreuer akademischer Wortverdreher zur "Hetze" umdeklarieren.

Truth sounds like hate to those who hate truth
04.11.14 19:24
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Woa de Lodela


Beiträge: 1.539
Beitrag #25
RE: Meinungsfreiheit in Deutschland vs. Japan
(04.11.14 19:07)客人 schrieb:  
(04.11.14 17:40)Yano schrieb:  Aber klar werden Leute in D wegen Meinungsäußerungen abgemurkst, grad genug.
Sowas kommt immer wenn man beginnt, Deine Aussage ernst zu nehmen. Schade traurig

Das habe ich auch gedacht...

Was ich mich frage: Was ist denn das für eine Meinung, die hier angeblich nicht gesagt werden darf?
04.11.14 19:37
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Hachiko


Beiträge: 2.529
Beitrag #26
RE: Meinungsfreiheit in Deutschland vs. Japan
(04.11.14 19:37)Woa de Lodela schrieb:  
(04.11.14 19:07)客人 schrieb:  
(04.11.14 17:40)Yano schrieb:  Aber klar werden Leute in D wegen Meinungsäußerungen abgemurkst, grad genug.
Sowas kommt immer wenn man beginnt, Deine Aussage ernst zu nehmen. Schade traurig

Das habe ich auch gedacht...

Was ich mich frage: Was ist denn das für eine Meinung, die hier angeblich nicht gesagt werden darf?

Da helf ich dir gerne auf die Sprünge, eben alles das, was dem politischen Mainstram nicht in den Kram passt und nun rate mal
was....hoho
04.11.14 19:55
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Woa de Lodela


Beiträge: 1.539
Beitrag #27
RE: Meinungsfreiheit in Deutschland vs. Japan
(04.11.14 19:55)Hachiko schrieb:  
(04.11.14 19:37)Woa de Lodela schrieb:  
(04.11.14 19:07)客人 schrieb:  
(04.11.14 17:40)Yano schrieb:  Aber klar werden Leute in D wegen Meinungsäußerungen abgemurkst, grad genug.
Sowas kommt immer wenn man beginnt, Deine Aussage ernst zu nehmen. Schade traurig

Das habe ich auch gedacht...

Was ich mich frage: Was ist denn das für eine Meinung, die hier angeblich nicht gesagt werden darf?

Da helf ich dir gerne auf die Sprünge, eben alles das, was dem politischen Mainstram nicht in den Kram passt und nun rate mal
was....hoho

Na, was denn? Das kann ja alles Mögliche sein. Wofür wird man denn abgemurkst? Sarrazin kann es ja nicht sein, der schreibt Beststeller, die nicht verboten werden. Ich habe eher den Eindruck, es geht um etwas ganz Konkretes. Und ich würde einfach gerne wissen, was.
04.11.14 19:57
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UnDroid


Beiträge: 368
Beitrag #28
RE: Meinungsfreiheit in Deutschland vs. Japan
Zitat:Nein, die heutige Bundesrepublik ist immer noch deutlich freier als die ehemalige DDR, wer etwas anderes behauptet, kannte die ehemalige DDR nicht (oder er war ideologisch in das Regime verstrickt so das er persönliche Gründe hat das SED Regime nachträglich zu verharmlosen)
Ja, die BRD ist freier. Aber du wirst 3x so intensiv überwacht! Und das nicht nur von der eigenen Regierung, sondern auch von ausländischen.

Zitat:Abweichende Meinungen werden im günstigsten Fall als "krude Thesen" bezeichnet und gelten damit offiziell als "widerlegt" ohne das man sich noch die Mühe macht sich mit den Fakten auseinander zu setzen.
Bestes Beispiel: Deutschland schafft sich ab.
Wird einfach als "rechter Müll" abgestempelt und fertig. Hätten die Politiker davor aber vlt mal lesen sollen...

Zitat:Na, was denn? Das kann ja alles Mögliche sein.
Aktuell kann man wohl das Wort "Asylanten" in den Raum werfen...

mfg
04.11.14 21:38
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Yano


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Beitrag #29
RE: Meinungsfreiheit in Deutschland vs. Japan
(04.11.14 19:07)客人 schrieb:  Sowas kommt immer wenn man beginnt, Deine Aussage ernst zu nehmen. Schade traurig
König Ludwig (der erste) von Bayern hat (ich weiß nicht so genau) a.D. 1828 unter dem Eindruck der Französischen Revolution Meinungsfreiheit gewährt, man nannte das damals Preßfreiheit. Dieses Experiment hat er nach einigen Jahren abgebrochen, und in anderen deutschen Ländern war es ähnlich. In der Weimarer Republik gab es große Meinungsfreiheit, und das war auch scheiße.
In J hat man zu Zeiten des (europäischen) 30-Jährigen Kriegs gesagt, Religionsfreiheit ist nicht gut, wir murksen die Christen lieber ab oder gnädigerweise einsperren, weil so einen Bürgerkrieg wollen wir uns nicht geben. Die Regierung war damals durchaus orientiert. Sakkoku ist ein übertriebenes Schlagwort aus dem 19. Jahrhundert, es war nicht ganz so, wie es heutzutage im Lehrbuch steht.
Mein persönlicher Eindruck ist, in J gibt es auch eine veröffentlichte Meinung, die nicht Konsens der Leute ist, die verlangt aber viel weniger als in D den direkten Zugang zu deinem Herz.
04.11.14 21:52
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Firithfenion


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Beitrag #30
RE: Meinungsfreiheit in Deutschland vs. Japan
(04.11.14 21:38)UnDroid schrieb:  Ja, die BRD ist freier. Aber du wirst 3x so intensiv überwacht! Und das nicht nur von der eigenen Regierung, sondern auch von ausländischen.

Das mag sein. Die Stasi hatte halt nicht die technischen Möglichkeiten von heute. Die müssen fast erstickt sein in ihren Aktenbergen.

Allerdings hat auch der durchschnittliche Bürger heute Möglichkeiten des Informationsaustausches und der Informationsbeschaffung von denen man früher nicht einmal hätte träumen können. Je gleichgeschalteter die offiziellen Medien werden, umso stärker nimmt das Internet die Rolle des "Westfernsehens" in der ehemaligen DDR ein. Wer das Glück hatte in einer Gegend zu leben in der der Empfang von "Westfernsehen" möglich war, informierte sich abends in der Tagesschau oder im Heute Journal darüber, was in der Welt vorging. Heute ist von der damaligen objektiven Form der Berichterstattung bei ARD und ZDF nicht mehr viel übrig geblieben. Die Nachrichtensendungen ähneln immer mehr der ehemaligen "Aktuellen Kamera" und wer sich wirklich einen Einblick verschaffen will, muss ins Internet gehen. Wohl dem, der zumindest englische Sprachkenntnisse besitzt um sich auch mal ausländische Beiträge anschauen zu können.

Je stärker die Herrschenden merken, das ihnen der Einfluss entgleitet, desto mehr hören wir Rufe nach einer "Kontrolle des Internets" und mit oberlehrerhaft-beschwörerischer Stimme werden die Menschen periodisch vor den Gefahren des Internets gewarnt. Ähnlich wie in der DDR Karl-Eduard von Schnitzler und Konsorten regelmässig vor den "Gefahren" des bösen Westfernsehens warnten.

Truth sounds like hate to those who hate truth
04.11.14 22:09
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