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Name auf Japanisch
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Shino
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Beitrag #31
RE: Name auf japanisch
(18.06.10 19:29)frostschutz schrieb:  Rinditz - リンディツ (rinditsu)?
Ja, so würde ich den Namen auch transkribieren.

人生に迷うときもあるけど笑っていれば大丈夫
18.06.10 19:48
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Hellstorm
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Beitrag #32
RE: Name auf japanisch
(29.01.10 19:34)Shino schrieb:  Das ist auch der Grund, weshalb Japaner ihren Namen auf Formularen immer noch einmal in Silben ausschreiben müssen oder z. B. höflicherweise auf ihren Visitenkarten auch die richtigen Lesungen mit angeben.

Auch wenn deine Nachricht schon etwas älter ist:
Das wundert mich jetzt allerdings doch. Ich habe noch nie eine japanische Visitenkarte gesehen, wo die Lesung des Namens in Hiragana geschrieben stand.

Dort stehen immer nur die Kanji. Auf der Rückseite ist dann natürlich doch die Aussprache in einer Umschrift (die englische Version), aber ich denke, da guckt der normale Japaner nicht drauf, oder?

Ich habe mich schon immer gewundert, wieso Japaner auf ihre Visitenkarten keine Furigana schreiben – Das wäre doch ungemein nützlich. Oder habe ich bisher immer nur die falschen Visitenkarten erhalten? (Ich muss allerdings sagen, dass ich schon wirklich von vielen Leuten Visitenkarten erhalten habe).

So wie ich das gehjört habe, ist dann die Reaktion wenn man eine Visitenkarte erhält: 「おお、タナカ アキラさんですか。あ、XXXさんですか。はい、わかりました。」
Könnte auch viel einfacher sein, wenn man einfach Furigana draufdrücken würde zwinker Da freut man sich doch als Ausländer richtig, wenn der Name in Katakana einfacher zu lesen ist als die Namen der Japaner selber hoho

やられてなくてもやり返す!八つ当たりだ!
18.06.10 21:07
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yakka


Beiträge: 578
Beitrag #33
RE: Name auf japanisch
(18.06.10 21:07)Hellstorm schrieb:  Auch wenn deine Nachricht schon etwas älter ist:
Das wundert mich jetzt allerdings doch. Ich habe noch nie eine japanische Visitenkarte gesehen, wo die Lesung des Namens in Hiragana geschrieben stand.

Dort stehen immer nur die Kanji.
Ich habe mich schon immer gewundert, wieso Japaner auf ihre Visitenkarten keine Furigana schreiben – Das wäre doch ungemein nützlich. Oder habe ich bisher immer nur die falschen Visitenkarten erhalten? (Ich muss allerdings sagen, dass ich schon wirklich von vielen Leuten Visitenkarten erhalten habe).
Vielleicht einfach nicht genug. Guckst Du hier oder hier (besonders letzter Satz in Abs. 2) oder hier, hier und hier und viele andere.
18.06.10 21:29
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Gast
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Beitrag #34
RE: Name auf japanisch
(18.06.10 19:48)Shino schrieb:  
(18.06.10 19:29)frostschutz schrieb:  Rinditz - リンディツ (rinditsu)?
Ja, so würde ich den Namen auch transkribieren.

Danke euch Beiden. Dann gehe ich also recht in der Annahme, dass bei der "Übersetzung" der Klang der Aussprache des Namen die 'erste Geige' spielt?

Euer Vorschlag kommt mir da schon gelegen, lässt sich einfacher auf dem Zekken aufbringen. Das würde dann also wie folgt ausehen:







Korrekt?

Was genau wäre an meiner Rinditz Version nicht 'richtig'?
19.06.10 01:40
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Hellstorm
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Beiträge: 3.897
Beitrag #35
RE: Name auf japanisch
Tatsächlich.
Da bin ich jetzt aber ein wenig überrascht rot

やられてなくてもやり返す!八つ当たりだ!
19.06.10 07:14
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Shino
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Beitrag #36
RE: Name auf Japanisch
@Hellstorm
Ich nicht zwinker

(19.06.10 01:40)Gast schrieb:  Was genau wäre an meiner Rinditz Version nicht 'richtig'?
Tatsächlich gibt es keine Regeln, die festlegen, wie unsere Namen und Wörter in die japanische Sprache aufgenommen werden sollen oder müssen (berichtigt mich, wenn ich falsch liege) und die existierenden Transkriptionssysteme orientieren sich an der englischen Aussprache und sind für deutsche Wörter nur bedingt geeignet.

Über das Thema, ob man nun deutsche Namen der Aussprache oder der Schreibung nach transkribieren sollte, gab es schon eine längere Diskussion in diesem Thread.

Zum Einen hängt es davon ab, ob du nun länger in Japan verweilen möchtest und eine "offizielle" Transkription deines Namens für z. B. eine Visitenkarte wünschst oder ob du einem Japaner die Aussprache deines Namens näher bringen möchtest - beides muss sich aber nicht ausschließen, denn die Transkription hat aufgrund der anderen Schrift und der für unsere Sprache nur bedingt geeigneten Transkriptionssysteme in jedem Fall Unzulänglichkeiten - also warum dann nicht gleich den Weg wählen, die Aussprache so gut wie möglich abzubilden? Für mich hieße das: "Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen".

Ich vertrete dazu die Ansicht, dass es für Japaner und für Deutsche wichtiger ist, dass sie den Namen aussprechen können, denn sie können ja durchaus Rōmaji lesen - wissen aber oft nicht, wie sie z. B. deutsche Wörter und Namen aussprechen müssen (möglicherweise kommt dabei eher eine englische Aussprache heraus). Englische Wörter und Vokabeln werden ja auch der Aussprache nach in die japanische Schrift aufgenommen, warum also bei deutschen Wörtern und Namen anders verfahren?

Um nicht bei jedem Überreichen einer Visitenkarte erklären zu müssen, wie mein Name richtig ausgesprochen wird, würde ich die Transkription als Aussprachehilfe ansehen. Ich könnte mir sogar vorstellen, Furigana über einen in Rōmaji geschriebenen Namen zu setzen, dann ist die originale Schreibweise und die teilweise besondere Aussprache klar.

Ryndyディcz

Eine weitere Möglichkeit wäre natürlich die zweiseitig bedruckte Visitenkarte, eine Seite auf Japanisch, die andere Seite auf Deutsch oder Englisch.

Ich bin mir auch im Klaren darüber, dass es umgekehrt genauso problematisch ist, da Deutsche im Allgemeinen auch nichts über die japanische Aussprache wissen. Japaner verwenden die offiziellen Transkriptionen ihrer Namen und achten nicht darauf, ob diese in diesem oder jenem Land auch richtig ausgesprochen werden können. So wird z. B. der Name "Yamashita" oft falsch ausgesprochen, weil kaum jemand weiß, dass die zweite Silbe betont und das "i" verschluckt wird. So liest ein Deutscher diesen Namen eher "Jamaschita" (Betonung auf der dritten Silbe, "i" wird nicht verschluckt). Soll ein Japaner nun auf seine Visitenkarte für Deutsche "Jamaschta" schreiben?

Und überhaupt, wie ist es, wenn man weltweiten Kontakt pflegt: Sollte man Visitenkarten für jedes Ausspracheproblem verschiedener Landessprachen bereit halten?

(Die beiden letzten Fragen sind rethorisch gemeint).

Für mein Sprachgefühl liegen japanische Transkriptionen deutscher Wörter und Namen oft etwas daneben, daher mache ich grundsätzlich meine eigenen - und meiner Erfahrung nach hilft das meinen Tandem-Partnern sehr.

Was deine Umsetzungen angeht:

Du hast ja ganz klar erläutert, dass deine Familie den Namen "wie "Rinditz, also mit einem deutlichen und hartem Z am Ende" ausspricht, hier bietet sich das "ツ" einfach an.

リンディクス: Wenn ein Japaner das lesen würde, käme dabei tatsächlich "Rindik(u)s(u) heraus. Möchtest du das?

リンディートズ: Mir fällt auf Anhieb kein deutsches Wort und kein deutscher Name ein, der ein weiches "s" (also mit Anlaut) am Ende hätte - besonders nicht nach einem "t". Im Japanischen gibt es das durchaus: So würde diese Umsetzung von einem Japaner wahrscheinlich als "RindihtoSu" gelesen werden (wobei das S einen Anlaut hat und weich ausgesprochen wird, ähnlich wie in "Susanne")

Solltest du die originale Aussprache abbilden wollen, würde ich z. B. リンディチ vorschlagen.

人生に迷うときもあるけど笑っていれば大丈夫
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.06.10 10:53 von Shino.)
19.06.10 09:36
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Beitrag #37
RE: Name auf japanisch
(18.06.10 19:07)GauchoMarx (Gast) schrieb:  offiziell müsste es "Rinditsch" ausgesprochen werden (wegen dem cz am Ende)...
...unsere Familie spricht den Namen aber "Rinditz" aus, also mit einem deutlichen und hartem Z am Ende.
リンディッツ

mit kleinem tsu.
19.06.10 10:34
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Shino
Ex-Mod

Beiträge: 2.330
Beitrag #38
RE: Name auf Japanisch
Das ist natürlich auch eine Möglichkeit, aber das zusätzliche kleine ッ ist meines Erachtens zuviel des Guten, es gibt keine "Lücke" in der Aussprache (Beispiel みっつ) und die Betonung liegt wahrscheinlich auch nicht auf der letzten Silbe, denke ich. Einen ähnlichen Gedanken hatte ich auch bei リンディチ - oder vielleicht doch besser リンディッチ? Auch da fand ich, dass es die eigentliche Aussprache zu sehr verzerren würde.

人生に迷うときもあるけど笑っていれば大丈夫
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.06.10 10:45 von Shino.)
19.06.10 10:40
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Beitrag #39
RE: Name auf Japanisch
(19.06.10 10:40)Shino schrieb:  Das ist natürlich auch eine Möglichkeit, aber das zusätzliche kleine ッ ist meines Erachtens zuviel des Guten, es gibt keine "Lücke" in der Aussprache (Beispiel みっつ) und die Betonung liegt wahrscheinlich auch nicht auf der letzten Silbe,

Das kleine tsu wird häufig benutzt, wenn der Vokal kurz gesprochen wird, bspw. Schmidt=シュミット
Allerdings lassen sich dafür auch Gegenbeispiele finden, es scheint diesbezüglich keine Einheitlichkeit im Japanischen zu geben.
19.06.10 10:55
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Hellstorm
Moderator

Beiträge: 3.897
Beitrag #40
RE: Name auf Japanisch
(19.06.10 09:36)Shino schrieb:  Und überhaupt, wie ist es, wenn man weltweiten Kontakt pflegt: Sollte man Visitenkarten für jedes Ausspracheproblem verschiedener Landessprachen bereit halten?

Nun ja, ich hatte mir das ehrlich gesagt sogar schon überlegt hoho (Nicht, dass irgend jemand meine Visitenkarten haben wollte hoho). Heutzutage verbraucht eine Visitenkarte doch keine großen „fixen“ Einstellungen, so dass es sich nur lohnen würde, ein riesiges Set zu drucken (Wie das eventuell früher war, wenn man in eine Druckerei ging und diese dann extra für die Visitenkarten die Bleilettern gesetzt hat).
Da sollte es doch eigentlich kein Problem sein, am Computer einfach mehrere Versionen zu entwerfen. Dann druckt man anstatt 100x Deutsch einfach 50x Deutsch, 20x Japanisch, 20x Chinesisch und 10x Koreanisch (o.ä.) Der Druckprozess sollte sich doch dabei eigentlich nicht unterscheiden (Oder irre ich mich gerade, wie Visitenkarten gedruckt werden?)
Man muss dabei dann ja auch nur kurz den Text wieder löschen und z.B. Chinesisch anstatt Katakana einfügen.

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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.06.10 13:57 von Hellstorm.)
19.06.10 13:56
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Name auf Japanisch
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