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Paket an eine Freundin nach Japan
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tyael
Gast

 
Beitrag #1
Paket an eine Freundin nach Japan
Hallo ihr Lieben!

Zu Weihnachten möchte ich einer Freundin, die ich in Amerika als Au Pair kennengelernt habe ein Paket schicken. Sie lebt in einem Vorort von Tokyo.

Zum einen wollte ich fragen, was für Bestimmungen ich da einhalten muss? Ich habe gehört, dass Haribo schwierig wird, weil da tierische Gelatine enthalten ist, und das nicht eingeführt werden darf? Stimmt das?

Und dann die wichtigerere Frage; WAS soll ich ihr schicken. Typisch Deutsch, gerne auch Süßes, aber etwas was es nicht in Japan gibt. Und da kenne ich mich leider absolut nicht aus. - Wie gesagt hat sie auch mit mir 2 Jahre in den USA gelebt, ist also total weltoffen und begeistert. Sie lebt allerdings auf einem Bauernhof und hilft ihrem Vater dort, hat also nicht viel Großsstadt - Kontakt.
Meine Eltern haben mir immer wieder Haribo geschickt, weil sie davon ausgegangen sind, dass das ja eine Deutsche Marke ist und es das dehalb nicht gibt in den USA - gibt es aber doch ganz viel. Sowas soll mir nach Japan nicht passieren. Ich möchte wirklich Sachen schicken, die man dort einfach gar nicht bekommen kann!

Ich habe schon 3 deutsche Postkarten gekauft, habe an einen kleinen Tischkalender von Deutschland gedacht. Und eben einige Kleinigeiten an Süßigkeiten. Was habt ihr noch so für Ideen? Worüber würden Japaner sich freuen? grins

Hoffe auf gaaanz viele Ideen und Tipps!

LG,
tyael
14.11.14 13:42
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Hellstorm
Moderator

Beiträge: 3.904
Beitrag #2
RE: Paket an eine Freundin nach Japan
Hallo,

Haribo gibt es zwar auch manchmal in Japan, aber nicht so oft. Und das hat auch einen Grund: Die meisten Japaner kriegen das nicht herunter. Insbesondere Lakritz wird praktisch immer sofort wieder ausgespuckt.

Allgemein sieht es mit Essen meiner Meinung nach nicht besonders gut aus. Das meiste gibt es eben auch in Japan. Ich würde da schon eher diese ganzen Weihnachts-Kekse, die es im Moment ja zu kaufen gibt, schicken. Japaner sind glaub ich vernarrt in Christstollen, wenn sie sie mal gehört haben, oder auch Spekulatius usw. Sowas würde ich persönlich schicken.

Von Haribo würde ich wirklich abraten. Das kann man nur im Scherz als „Guck mal, was wir hier ekliges essen“ verschicken. Wenn ihnen vom Geschmack her schon nicht schlecht wird, werden sie garantiert keine zwei Portionen essen (Das ist jetzt auf Lakritz bezogen, Weingummi geht etwas besser... aber naja, da hat Deutschland ja schon bessere Sachen zu bieten hoho).

やられてなくてもやり返す!八つ当たりだ!
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.11.14 14:05 von Hellstorm.)
14.11.14 14:04
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Kaif_98


Beiträge: 72
Beitrag #3
RE: Paket an eine Freundin nach Japan
Es stimmt, Haribo gibt es auch in Japan! Allerdings haben die Packungen nicht die von hier gewohnte Grösse. Ich habe einem Freund schon zweimal beim Besuch die 1-kg-Dosen mitgebracht, da sind ihm die Augen übergegangen. Er erzählte mir später, das die Verteilung (mit Frau und zwei Söhnen) einigermassen friedlich war, weil sich jeder auf bestimmte Sorten festlegte. hoho Allerdings lagen ihm wohl vor allem seine Söhne hinterher in den Ohren, sowas mal selbst zu beschaffen. Er meinte, es hat zwar lange gedauert, aber schliesslich fand er einen Supermarkt, wo man die Dosen bekommt (in Osaka, glaube ich). Da deine Freundin aber auf dem Dorf wohnt, ist sowas eine Option.

Alternativen:
1) Nutella! Da ist ein Freund von mir in Tokio ganz wild drauf. Bei meinem letzten Besuch habe ich ihm eine Spezialabfüllung im 800g-Glas mitgebracht. Das wäre für ein Paket etwas viel, aber die gibt's ja auch in kleiner.

2) Sachen wie Mon Cherie oder Toffifee kommen normalerweise gut an. Die Frage ist, ob man das noch als 'typisch deutsch' sehen möchte.

3) Lebkuchen oder Spekulatius, wie Hellstorm vorgeschlagen hat. Achtung: Baumkuchen ist dagegen in Japan ein populäres Alljahresgebäck.
14.11.14 14:29
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torquato


Beiträge: 2.793
Beitrag #4
RE: Paket an eine Freundin nach Japan
Essen und Lebensmittel das ist in Japan immer ein allgegenwärtiges Gesprächsthema, taugt m.W. immer als Mitbringsel, bzw. Präsent.

In Japan kann man eigentlich alles bekommen, was es hierzulande gibt, nur halt nicht alles überall und überall zu 'angemessenen' Preisen.

Auch eine einfache Dose Wiener-Würstchen vom Discounter kann ein schönes Präsent sein. Aus unserem Blickwinkel betrachet: Man kann hier in Dtl. auch eine Ramen-Tütensuppe bekommen, aber wenn Du sie direkt aus Japan mit einer netten Karte bekommst, dann schmeckt sie sicherlich gleich viel besser.

Ich denke, so kleine verschiedene Haribotütchen, ein bißchen Marzipan, Weihnachtsgebäck, etc... das paßt schon.

Ähh... Baumkuchen wär mir jetzt spontan fast als erstes eingefallen. Liegt aber wahrscheinlich daran, daß ich hier um die Ecke ein Café habe, daß diese furchtbaren Dinger herstellt und angeblich auch für teures Geld nach Japan in die großen Kaufhäuser exportiert...
14.11.14 16:00
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Woa de Lodela


Beiträge: 1.538
Beitrag #5
RE: Paket an eine Freundin nach Japan
(14.11.14 16:00)torquato schrieb:  ein bißchen Marzipan

Ich habe noch nie einen Japaner erlebt, der Marzipan mag...
14.11.14 16:15
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Yano


Beiträge: 2.151
Beitrag #6
RE: Paket an eine Freundin nach Japan
Meiner Erfahrung nach muß man sich nicht so Gedanken machen. Kleine Geschenke gehören zum guten Ton, werden aber nicht sehr wichtig genommen. Wenn du es persönlich überreichst, kann es leicht sein, daß der Empfänger es erst mal nicht auspackt.
Als tiefsinniger Deutscher macht man sich aber Gedanken, doch tatsächlich kommt es nicht so drauf an. Spontan fällt mir ein: schenk ihr ein Stempelkissen mit Datumsstempel, ein Gläschen Lefax Kautabletten (wirksam gegen Blähungen, in J verbindet man damit nicht die Idee, du hättest den Verdacht, daß deine Freundin Blähungen hätte), ganz normale Unterwäsche (ich z.B kriege ständig Unterwäsche geschenkt), eine Dvd mit deinen Bildern drauf, teures Shampoo und Spülung, Badedas, bei Kioskware muß man ein wenig aufpassen, aber es gibt z.B. Euro-Schokoladenmünzen, die gehen gut.

Edit:
In Japan sind besonders edle Nahrungsmittel beliebt als Geschenk, z.B. höchstwertige Teeblätter oder auch Matsutake-Pilze. Das wird aber zumindest bei Proletariern zwar anerkennend zur Kenntnis genommen, aber nicht konsumiert, sondern aufbewahrt und, wenn es dann verfault ist, weggeworfen. Damit kommen wir zum Thema Spirituosen, da ist dies anders, aber nicht jeder interessiert sich dafür, und es gibt Zoll und Transportschäden.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.11.14 16:58 von Yano.)
14.11.14 16:50
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Woa de Lodela


Beiträge: 1.538
Beitrag #7
RE: Paket an eine Freundin nach Japan
Das ist interessant, ich finde auch, dass die manchmal (für uns) komische Sachen schenken. Ein Miniaturstuhl mit Plastikblumen drauf, oder so.
14.11.14 17:11
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客人
Gast

 
Beitrag #8
RE: Paket an eine Freundin nach Japan
(14.11.14 16:15)Woa de Lodela schrieb:  Ich habe noch nie einen Japaner erlebt, der Marzipan mag...

Ich noch nie einen, der Nutella mag. Für die war das immer papp-süß.
Viele Japaner, die ich kenne, mögen eher bittere Sachen, wie After Eight oder so.
Interessant fand ich in meiner Anfangszeit auch, wie sich Japaner über Sachen gefreut haben, die sie eigentlich nicht mögen.
14.11.14 18:49
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Nia


Beiträge: 3.700
Beitrag #9
RE: Paket an eine Freundin nach Japan
Geschmäcker sind eben verschieden. Ich mag auch kein Marzipan... Bin aber trotzdem keine Japanerin. ^^
zwinker

“A poet is a musician who can't sing.”
― Patrick Rothfuss, The Name of the Wind
14.11.14 20:35
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Yano


Beiträge: 2.151
Beitrag #10
RE: Paket an eine Freundin nach Japan
(14.11.14 20:35)Nia schrieb:  Geschmäcker sind eben verschieden. Ich mag auch kein Marzipan... Bin aber trotzdem keine Japanerin. ^^
zwinker
Einer von meinen Japanern mag Marzipan. Ich auch, aber ich bin (noch) kein Japaner. Einst rübergemacht werde ich wohl keinen Marzipan mehr kriegen. Bissi trübsinnig aber geht schon, danke.
14.11.14 21:03
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Paket an eine Freundin nach Japan
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