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Apple Macintosh & Programme fuer Japanisch.
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frostschutz
Technik

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Beitrag #11
RE: Apple Macintosh & Programme fuer Japanisch.
Daß MacOS oder Linux für Virenprogrammierer nicht interessant wären, halte ich mal ganz stark für ein Gerücht (wenn nicht sogar Microsoft-Propaganda). Natürlich sind diese Systeme interessant. Ein Linux- oder MacOS-Wurm, der sich genauso erfolgreich weiterverbreitet wie seine Windows-Kollegen, dürfte einiges an Aufregung verursachen und dem Virenautor zweifelhaften Ruhm einbringen. Im Internet stehen auch genug Server herum, auf denen für Angreifer hochinteressante Anwendungen laufen. Die vielen Windows-Viren haben mehr mit offenen Scheunentoren und bekannten Sicherheitslecks zu tun, die frühestens überhaupt erst einen Monat später am Patchday behoben werden, als mit der Verbreitung des Betriebssystems.

Sicher muss man als Nutzer auch aufpassen, egal unter welchem Betriebssystem. Das heißt aber nicht, daß das Betriebssystem sämtliche Verantwortung auf den Nutzer abwälzen darf. Ein System, bei dem ich Angst haben muß, daß ich mir Viren einfange, bei ganz banalen Tätigkeiten wie Mails lesen & im Web surfen, ist für mich schlicht unbrauchbar.

Ich finds ziemlich beängstigend, daß die Viren-Bedrohung unter Windows so allgegenwärtig ist, daß sie für Windows User schon längst zur "Normalität" geworden ist, und ihnen dazu auch allerorts noch eingetrichtert wird, daß sie immer selbst allein daran Schuld sind, wenn es ein Schädling schafft, sich in diesem System einzunisten.

Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück.
20.01.07 07:01
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atomu


Beiträge: 2.664
Beitrag #12
RE: Apple Macintosh & Programme fuer Japanisch.
Also ich habe jetzt erst seit 4 Jahren überhaupt einen PC und auf Windows noch nie ein Würmchen oder Virus gehabt. Habe mir die Anti-Viren-Software zwar etwas kosten lasten, aber dafür funzt sie anscheinend sehr gut. Zugebunkert fühle ich mich auch nicht. Nur die Spams werden nicht vollständig geblockt, das nervt. Aber die gibt es anscheinend auf dem Apfel auch.

Macs sollen in Punkto Japanisch ja sehr sauber laufen, aber mir war ein Umstieg schlicht zu teuer, als ich neulich meine Hardware ausgewechselt habe.

正義の味方
20.01.07 10:10
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GeNeTiX


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Beitrag #13
RE: Apple Macintosh & Programme fuer Japanisch.
(20.01.07 15:01)frostschutz schrieb:Die vielen Windows-Viren haben mehr mit offenen Scheunentoren und bekannten Sicherheitslecks zu tun, die frühestens überhaupt erst einen Monat später am Patchday behoben werden, als mit der Verbreitung des Betriebssystems.

Das stimmt so leider nicht. Ich suche Dir gerne Quellen raus (ich meine, ich haette das auf heise.de gelesen, bin aber nicht sicher, ob es wirklich dort war), aber die weitaus meisten Viren und Trojaner verbreiten sich heute technisch total simpel mit Hilfe des Benutzers, der aktiv oder eine Datei ausfuehrt, die Schadcode beinhaltet. Und das funktioniert prinzipiell auch fuer Mac und sogar Linux, mit dem Unterschied, dass Mac und Linux-User a) wie gesagt seltener und b) in der Regel erfahrener sind.
Schadcode in eine ausfuehrbare Datei zu packen und darauf zu hoffen, dass der User sie ausfuehrt, weil ich einen tollen neugierig machendenText dazu geschrieben und sie per Mail verschickt habe, oder eine Datei zum Runterladen im Internet in scheinbar interessante Software verpackt habe, funktioniert letztendlich unter jedem Betriebssystem und ist eben kein Windows-Problem.
Wenn Du mir erklaerst, wieso die letzten Trojaner-Attacken bei MacOS unmoeglich sein sollten, wenn an den Mails (z.B. denen mit 1und1 Rechnungen) eine fuer den Mac ausfuehrbare Datei dranhaengen wuerde, nehme ich das natuerlich gerne zurueck. Das Ganze waere nur deswegen nicht erfolgreich, weil die meisten dieser Mails eben ins Leere laufen wuerden, weil der groesste Teil der Internetnutzer die Dateien nicht ausfuehren kann.

Linux-Systeme im Netz werden meistens eher gezielt angegriffen. Viren funktionieren in der Regel besser auf Endbenutzersystemen. Gerade auf Unixartigen Server-Systemen findet man trotzdem haeufig genug Scheunentore fuer Angriffe. Das liegt dann zwar meistens nicht am Betriebssystemkernel sondern an der installierten Software, aber dass Linux-Rechner generell sicher sind, ist eins der sich hartnaeckig haltenden Geruechte. zwinker Wenn man nicht aufpasst, und regelmaessig Patches fuer seine installierte Software aufspielt (speziell, wenn man Serverdienste laufen hat), ist man auch unter Linux gefaehrdet. Es gibt auch immer wieder Sicherheitsluecken in Linux-Standardsoftware bzw. Standarddiensten, die sich durchaus als Einfallstor fuer Viren eignen wuerden, wenn jemand welche programmieren wollte.

Zitat:... und ihnen dazu auch allerorts noch eingetrichtert wird, daß sie immer selbst allein daran Schuld sind, wenn es ein Schädling schafft, sich in diesem System einzunisten.

Das behauptet niemand. Es gibt natuerlich Viren, die sich ueber echte Bugs/Exploits in Windows-Systemen einnisten. Ich erinnere mich da nur an dieses miese RPC-Ding in 2003, das wochenlang den Uni-Netzen zu schaffen gemacht hat. Aber dass es fuer MacOS keine Viren gibt, liegt m.E. eben nicht daran, dass es prinzipiell ein Problem waere, auch Viren fuer MacOS zu entwickeln, sondern hat vor allem nicht-technische Gruende genau wie es bei den meisten, die sich einen Virus oder Trojaner einfangen, nicht-technische Gruende hat. Die groesste Sicherheitsluecke an einem PC ist definitiv der Benutzer. Du kannst ein System noch so kryptische, sichere Passwoerter fordern lassen - wenn der Benutzer sie sich auf einen Zettel schreibt und neben den Rechner legt, hilft das gar nichts. Und Du kannst noch so tolle Viren-Schutzmassnahmen schaffen - der Benutzer wird sie alle umgehen und seine Virensoftware trotzdem installieren, wenn er glaubt, er bekaeme dafuer 'nen tollen Downloadbeschleuniger oder ein paar nette "Bildchen"... augenrollen Wer lange genug mit realen Benutzern zu tun hat, der verliert m.E. seine Illusionen ueber sichere Betriebssysteme recht schnell. zunge


Mit Japanisch am PC hat das alles natuerlich wieder gar nichts mehr zu tun... Die Sprachen-Features waren allerdings tatsaechlich eine der Sachen, die mich am Mac beeindruckt haben... In sofern wuerde ich dazu auch gerne noch mehr erfahren, fuer den Fall dass mein naechster Rechner dann wirklich ein Mac werden sollte. Was mir aufgefallen ist, dass es in Japan tatsaechlich sehr viel Endbenutzersoftware und auch Software, die mit Geraeten mitgeliefert wird, fuer Mac gibt. Ist der Anteil Mac-User hier eigentlich hoeher, oder kommt mir das nur so vor? Das Schoene daran ist, dass man japanische und deutsche Mac-Software problemlos parallel benutzen kann, waehrend man Windows bei nicht Unicode-faehiger Software rebooten muss, um zwischen den Sprachen hin und herzuwechseln, sonst fehlen entweder alle japanischen Zeichen oder die deutschen Umlaute...
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 20.01.07 10:33 von GeNeTiX.)
20.01.07 10:13
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zongoku
Inaktiv

Beiträge: 2.973
Beitrag #14
RE: Apple Macintosh & Programme fuer Japanisch.
@GeNeTiX,

Ja es stimmt das nur der User Schuld daran ist, dass er Viren bekommt, denn wuerde er sich nicht entscheiden das Internet anzuwaehlen, wuerde er auch solches nicht bekommen.

Eine andere Variante waere die, den Firewall so einzustellen, dass dieser den Zugang zum Internet verweigert.

Nun dann braeuchte man ueberhaupt kein Internet.

Firewall und Antiviren Programme habe ich zur Genuege.
Schlimm ist es aber dass diese Programme einem sagen dass ein Virus durchgeschluepft ist, ohne diesen schon am Eintreten zu behindern.

Meine Leitung muss irgendwie auch verseucht gewesen sein. Denn sobald ich nur das Internet aufmachte bzw. die Verbindung aufbaute hatte ich schon 4 Viren an Bord.

Darueber kann man sich streite so viel man will.
Fragt sich nun welche .extensions fuer Apple dann problematisch sind?

Beim PC sind es meines Wissens, .bat .exe, css.
und einige .ini Dateien.

Verstehen tue ich es nicht, dass Viren in das System32 Verzeichnis einwandern koennen und die Antivirenprogramme koennen diese von dort nicht mehr verscheuchen.

Aber dies ist ja nicht das Thema dieses Threads.
Es geht mir hier mal festzustellen welche Software man auf dem Mac verwenden kann, welche Japanisch oder Kanji oder Lernsoftware zu diesem PC gibt.

Also NJStar und Firefox und Safari, (wobei beim Safari die Furigana in Klammern hinter den Kanji stehen).
Wie dies in Firefox aussieht werde ich spaeter sehen.

Und was noch?
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 22.01.07 18:01 von zongoku.)
22.01.07 17:58
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frostschutz
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Beitrag #15
RE: Apple Macintosh & Programme fuer Japanisch.
(22.01.07 17:58)zongoku schrieb:Also NJStar und Firefox und Safari, (wobei beim Safari die Furigana in Klammern hinter den Kanji stehen).
Wie dies in Firefox aussieht werde ich spaeter sehen.

Für Firefox gibt es verschiedene Japanisch-Plugins, mit denen sich Japanisch-Wörterbücher in den Browser integrieren lassen, z.B. Rikaichan und Moji. http://www.polarcloud.com/rikaichan/ http://moji.mozdev.org/

Mit Rikaichan bekommt man Lesung + Bedeutung eines Wortes angezeigt, wenn man mit der Maus darüberfährt. Wenn man dabei Shift gedrückt hält, bekommt man auch die Bedeutung einzelner Kanji. Bei Moji kann man per Rechtsklick auf ein Wort in ein Wörterbuch-Frame kommen, das man dann entsprechend durchsuchen kann.

Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück.
22.01.07 18:13
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irgendwer


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Beitrag #16
RE: Apple Macintosh & Programme fuer Japanisch.
(20.01.07 06:03)GeNeTiX schrieb:... Hinreichend informiert zu sein und sein Hirn beim Benutzen von Internet und Mails nicht auszuchalten ist vermutlich am besten. (Linux ist auch ne Alternative zwinker ) Ich habe, seit ich meinen Rechner benutze, noch NIE einen Virus darauf gehabt. Das einzige, was ich verwende, ist ein kostenloser Virenscanner, der regelmäßig geupdatet wird.

woher weißt Du dann mit 100%iger Sicherheit, daß Du keinen Virus bzw Rootkit auf dem Rechenr hast? ;-)
Ich meine grade bei so viel unveröffentlichten Zero-Day Exploits, die ja teilweise an dunklen Orten für enorme Summen verkauft werden, kann man sich mit Hilfe eines Virenscanners kaum sicher wiegen.
Als Netzwerkadmin hab ich da schon einiges erlebt bzw. schon einige Mal Files an Sophos und Antivir geschickt die ich auf Rechnern der User fand. Einen Tag später war ne Signatur da. Wenn wir nicht gemerkt hätten, daß der Rechner im Netz Ärger gemacht, wären die User da nie drauf gekommen.

Es gibt übrigens mittlerweile durchaus Mac-Viren und sollte MacOS jemals seinen Status als Nischen-OS verlassen und verbreitet genug sein, um für Virenprogrammierer interessant zu werden, dann wird es auch für MacOS Viren geben.


(20.01.07 06:03)GeNeTiX schrieb:Gerade bei Viren, Trojanern und Co liegt das Problem in der Regel nicht (nur) am Computer und dessen Betriebssystem sondern meistens eher zwischen Tastatur und Schreibtischstuhl. hoho Ich bin beileibe kein Windows-Fan, aber ich halte es für Quatsch, eigene Fehler dem "bösen" Computer zuzuschieben. Die wenigsten Viren installieren sich von selbst. (Es gibt natürlich den ein oder anderen Exploit vor allem bei nicht regelmäßig geupdateten Systemen, aber die weitaus meisten Viren und Trojaner werden durch aktiven Eingriff des Users installiert, der z.B. seine Finger nicht von ausführbaren Mailanhängen lassen kann, obwohl das nun wirklich keinem entgangen sein kann, dass sich Trojaner und Viren gerne auf diese Art verbreiten)

Windows macht es seinen Nutzern aber auch besonders einfach. Einmal falsch auf nen Mailanhang geklickt und schon ist der Rechner so versaut, daß man in der Regel neuinstallieren kann.
Unter MacOS X und unter Linux ist man auf jeden Fall nicht default als Admin angemeldet.
Gerade als unerfahrener Nutzer sollte man sich um solche Details aber nicht kümmern müssen und erwarten, daß das OS da weitestgehend für meine Sicherheit arbeitet.
Bei Vista hat man das ja auch offenbar geändert... wobei man dort immer noch nicht sein Paßwort eingeben muss bei einer Erhöhung der Rechte sondern nur auf "OK" klicken muss. Das senkt natürlich die Hemmschwelle.
22.01.07 18:33
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GeNeTiX


Beiträge: 456
Beitrag #17
RE: Apple Macintosh & Programme fuer Japanisch.
(23.01.07 02:33)irgendwer schrieb:woher weißt Du dann mit 100%iger Sicherheit, daß Du keinen Virus bzw Rootkit auf dem Rechenr hast? ;-)
Ich meine grade bei so viel unveröffentlichten Zero-Day Exploits, die ja teilweise an dunklen Orten für enorme Summen verkauft werden, kann man sich mit Hilfe eines Virenscanners kaum sicher wiegen.
Mit 100%iger Sicherheit weiß ich das natürlich nicht. Bei meinem Linux-Rechner gehe ich mit großer Sicherheit davon aus. Bei meinem Windows-Rechner aber eigentlich auch. Was ich weiss, ist dass es ein Virus sein muesste, der sich automatisiert auf einen Rechner mit den aktuellsten Updates, ohne freigegebene Shares oder durch andere Programme unnötig aufgerissene Ports und ohne mein aktives Zutun (z.B. das Anklicken von Mailanhängen oder das Installieren fragwürdiger Software oder eigentlich nicht fragwürdiger Software, bei der der User nur nicht gemerkt hat, dass er sie von der falschen Internetseite runterlädt) verbreiten kann. Der Virenscanner ist für mich eine kleine, zusätzliche Absicherung, weil man nie ganz ausschließen kann, daß man doch mal was Dämliches macht, oder es vielleicht doch mal wieder einen Virus gibt, der sich auf so fiese Art über einen bislang noch ungepatchten Bug im System verbreiten kann, wie der Blaster-Virus damals und der mich vor der großen Ansteckungswelle, also bevor darüber bei Heise & Co zu lesen ist, erwischt.

Zitat:Unter MacOS X und unter Linux ist man auf jeden Fall nicht default als Admin angemeldet.

Na dann rate mal, wie lange es dauert, bis der "Durchschnitts-Dau" auf einem System, das ihm selbst gehört, dauerhaft als Admin angemeldet bleibt... Da helfen keine farblich markierten Hintergrundbilder im Windowmanager oder sonstige Warnungen. So lange es bequemer ist, weil man nicht ständig das Rootpasswort eingeben muss, wenn man was installieren will, wird auch ein Weg gefunden.

Zitat:Gerade als unerfahrener Nutzer sollte man sich um solche Details aber nicht kümmern müssen und erwarten, daß das OS da weitestgehend für meine Sicherheit arbeitet.

Diese Features sollten sich von erfahrenen Nutzern aber bitte abstellen lassen.... Es nervt, wenn mich das OS bei jedem Schritt 5 Mal fragt, ob ich denn wirklich sicher bin und eigentlich doch viel besser weiß, als ich, daß ich das, was ich gerade im Begriff bin, zu tun, im Grunde natürlich überhaupt nicht will. augenrollen Es nervt, dass ich mich mit blöden Fragen vom OS rumschlagen muß, nur weil andere auf jeden Mailanhang klicken und jeden Mist aus dem Netz runterladen. Ich finde ehrlich gesagt das Konzept von Linux da sehr angenehm. Wenn ich meine Softwareausstattung so auf Linux zusammenbekommen würde, wie ich sie für Windows habe, ohne Krücken wie VMware oder WINE und mir beim Hardwarekauf keine Gedanken mehr über Kompatibilität mit Linux machen müßte, dann würde ich schon längst ganz auf Windows verzichten. (Deswegen auch das prinzipielle Interesse am Mac) Meiner Meinung nach tut Windows schon eine ganze Menge - eher zuviel des Guten, denn in der Standardeinstellung lassen sich z.B. Mailanhänge GAR NICHT MEHR öffnen! Aber wie gesagt, wenn der User es wirklich will, muss er letztendlich alle Software installieren können, auch solche die bösartig ist. Ich möchte echt nicht, dass mein Windows mir irgendwann mal vorschreibt, was ich installieren kann, und was nicht, denn was MS für bösartig hält, könnte für mich durchaus erwünscht sein. (Und wenn eine Mail oder Webseite geschickt genug ist, den User dazu zu bringen, eine bösartige Software wirklich installieren zu wollen, ist m.E. eh alles verloren - und wie effektiv dieser Weg funktioniert, sieht man nicht nur an Viren sondern z.B. auch an kostenpflichtigen Webseiten (IQ-Tests, Alterstests etc.), auf die immer wieder Benutzer reinfallen, weil sie nicht zuende lesen und dann aus allen Wolken fallen, wenn sie eine Rechnung zugeschickt bekommen.)

Zitat:Bei Vista hat man das ja auch offenbar geändert... wobei man dort immer noch nicht sein Paßwort eingeben muss bei einer Erhöhung der Rechte sondern nur auf "OK" klicken muss. Das senkt natürlich die Hemmschwelle.


Immerhin etwas. Nett wäre ein Feature, dass man jeder Software, ausser den Diensten, die bei Windows bereits dabei sind, bei der Installation explizit und von mir aus gerne mit Eingabe des Adminpassworts erlauben muß, sich beim Systemstart mitzustarten. Nicht nur wegen Viren und Trojanern sondern auch, weil eine Menge völlig unnötiger Software sich einbildet, sie müsse gleich beim Systemstart laufen, und man sie später mühsam manuell daran hindern muß.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23.01.07 05:13 von GeNeTiX.)
23.01.07 05:05
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GeNeTiX


Beiträge: 456
Beitrag #18
RE: Apple Macintosh & Programme fuer Japanisch.
Ein Bekannter aus dem Japanischkurs hatte mir übrigens mal von dieser Software erzählt, zum Vokabeln lernen. Vielleicht ist das was für Dich - Klasse finde ich, das ähnlich wie bei Stackz auch eine Palm-Version dabei ist:

http://www.digitalmeadow.com/
23.01.07 05:24
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Boku


Beiträge: 288
Beitrag #19
RE: Apple Macintosh & Programme fuer Japanisch.
@GeNeTiX
Zitat:Bei meinem Windows-Rechner aber eigentlich auch. Was ich weiss, ist dass es ein Virus sein muesste, der sich automatisiert auf einen Rechner mit den aktuellsten Updates, ohne freigegebene Shares oder durch andere Programme unnötig aufgerissene Ports und ohne mein aktives Zutun (z.B. das Anklicken von Mailanhängen oder das Installieren fragwürdiger Software oder eigentlich nicht fragwürdiger Software, bei der der User nur nicht gemerkt hat, dass er sie von der falschen Internetseite runterlädt) verbreiten kann.

Stimmt, allerdings laeuft ueber diese Schiene nicht mehr allzuviel.

Mittlerweile werden die Programmierfehler in diversen Programmen wesentlich haeufiger genutzt.
Es reicht eine .doc, .ppt, .gif, .jpg, etc zu oeffnen um ueber einen Programierfehler des dazugehoerigen Programs "boese Buben SW" untergeschoben zu bekommen.

Und die Liste der bekannten, aber noch nicht behobenen Fehler ist lange. (wieviele genutzt aber unbekannt sind???)

Anderer Weg ist ungepatched bzw. nur unzureichend gepatchte, aber vertrauenswuerdig eingestufte WEB Server zu hacken und den Inhalten diversen Schadcode unterzuschieben.
(Z.B Asus vor ein paar Wochen).
Wieviel davon ist unentdeckt?!
Jeder WEB Server, bzw. Netzwerkadmin kaempft mit dem Spagat zw. "Never change an running System" und dem Zwang jeden dritten Tag updates aufzuspielen zu muessen ohne die Seiteneffekte zu kennen.
Und wehe danach gibts Probleme. Interessiert keinen Vorgesetzten das der Patch aus Sicht des Admins noetig war.

Resultat:
Jeder dritte WEB Server im Internet kann mit etwas Aufwand gehackt werden um dann in dessen WEB Seiten Schadcode zu plazieren.
Dieser wiederum muss nur Fehler in den Browsern ausnutzen die entwender noch unbekannt sind, erst seit kurzen bekannt sind oder noch nicht gefixt sind.

Wenn das gut gemacht ist gibt es auch kaum Moeglichkeiten den Schadcode zu entdecken. Windows bietet zahlreiche Moeglichkeiten Schadcode so zu verstecken das die meissten Virenscanner professionellen Schadcode nicht entdecken, bzw. wenn, dann nicht entfernen koennen.
- Nutzung von NTFS streams
- Installation im Kernel mode (Root kit)
- isolieren der auf dem System vorhandenen Virenscanner in einer virtuellen Umgebung
- verstecken von Teilen des Codes im BIOS (auch das geht)
- Verschluesslung + morphen des Schadcodes im Zufallsprinzip
etc.

Tatsache ist:
Alle die Tausend Trojanern, Wuermern, etc. die aktuelle Virenscanner finden sind entweder alt, oder wurden grossteils von Leuten erzeugt die kein finanzielles Interesse hatten.
Just for fun, um Leute zu aergern, ich machs weil ichs kann, etc.

Profis verdienen damit mittlerweile Geld da sie damit Zugangsdaten abfangen (und spaeter weiterverkaufen), Backdoors installieren um bezahlte DoS durchzufuehren, Spam Mails versenden, ihre Spuren bei Hacks verwischen, Firmeninfos zu stehlen und noch einiges mehr.
Da haben kein Interesse daran ihre Hacks durch selbststaendige Reproduktion zu verbreiten.
Die werden geziehlt auf ein paar Hundert - max 10000 Rechnern verteilt.
Ist der Hack gut gemacht, bemerkt kaum einer das sein System kompromitiert ist, die Virenscannerhersteller werden nicht benachrichtigt und somit gibts auch keine Signatur.
Wenn alles gut geplant und gemacht ist dann kann so ein Hack durchaus eine Lebenszeit von 3 - 12 Monaten haben.
Und das ist ja auch das Ziel. Schliesslich will man Geld verdienen ne......

Ok, ziemlich viel OT, aber das musste raus.

Die einzige mir bekannte Methode wirklich sicher zu sein das ein System nicht kompromitiert ist, ist SAEMTLICHEN Netzwerkverkehr mit einen externen Sniffer ueber mehrere Wochen zu sniffen und zu pruefen.

Fragt sich nur wer das Know How und die Zeit hat das zu tun.
Manchmal hilft Kollege Zufall, das wars aber dann auch schon.
(Hab aehnliche Erfahrungen wie "irgendwer")
23.01.07 10:21
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GeNeTiX


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Beitrag #20
RE: Apple Macintosh & Programme fuer Japanisch.
(23.01.07 18:21)Boku schrieb:@GeNeTiX
Zitat:Bei meinem Windows-Rechner aber eigentlich auch. Was ich weiss, ist dass es ein Virus sein muesste, der sich automatisiert auf einen Rechner mit den aktuellsten Updates, ohne freigegebene Shares oder durch andere Programme unnötig aufgerissene Ports und ohne mein aktives Zutun (z.B. das Anklicken von Mailanhängen oder das Installieren fragwürdiger Software oder eigentlich nicht fragwürdiger Software, bei der der User nur nicht gemerkt hat, dass er sie von der falschen Internetseite runterlädt) verbreiten kann.

Stimmt, allerdings laeuft ueber diese Schiene nicht mehr allzuviel.

Bis auf den Satz oben gebe ich Deinem Posting uneingeschränkt recht. Der Großteil der Schadsoftware wird aber trotzdem zur Zeit über das Medium eMail verbreitet, zumindest wenn man die Zahl der infizierten Computer und die Zahl der im Umlauf befindlichen, erfolgreichen Viren/Trojaner/Phishing-Attacken betrachtet. Natürlich sind Angriffsmöglichkeiten, die direkt Fehler in der Software ausnutzen, effektiver, weil sie nicht die Dummheit des Benutzers voraussetzen, aber hier macht's einfach die Menge an arglosen Internetnutzern und die Menge an verbreiteten Mails pro infiziertem Rechner, dass sich eine Schadsoftware schnell verbreiten kann, bevor sie von gängigen Virenscannern erkannt wird.

Dass die gefährlicheren Hacks gar nicht auf große Verbreitung abzielen, stimmt natürlich und an die gehackten Server habe ich zugegebenermaßen beim Verfassen des letzten Postings nicht gedacht. Wenn man einen bekannten Server unter Kontrolle hat, benötigt man dann letztendlich allerdings gar keine Sicherheitslücke im Zielsystem sondern kann schlicht die Vertrauensstellung des Originalanbieters ausnutzen, so daß das Problem alle Betriebssysteme gleichermaßen betreffen kann und kein Windows-Problem mehr ist. Und die hackbaren Server sind auch nicht zwangsläufig nur Windows-Rechner... zwinker Da gibt es auch im Unix/Linux-Bereich genug fehlerhafte Software und man hat sogar noch den Sourcecode, um gezielt nach Angriffsmöglichkeiten zu suchen... zwinker [Jaja, ich weiß, dafür haben auch alle anderen den Source, um ihn möglichst sicher zu machen.. ]

Letztendlich geht es mir einfach darum, daß eine Pauschalaussage wie "ich hab jetzt MacOS und deswegen bin ich sicher vor Viren" Unsinn und gefährlich ist und daß OS-Missioniererei einfach nervt. Ich meine, irgendwann mit 15, 16 habe ich auch jedem, egal ob er es hören wollte, oder nicht, erzählt, daß Bill Gates mindestens der Teufel höchstpersönlich ist, und in 10 Jahren sowieso alle Linux benutzen werden... (Das ist jetzt 11 Jahre her... zwinker ) Aber irgendwann ist man aus dem Alter raus, finde ich, und kann sich mit ungefragten Aufforderungen zum Betriebssystemwechsel und Besserwissereien à la "Ätsch, mit Linux/MacOS/BSD/BeOS/AmigaOS... wäre das nicht passiert" zurückhalten, genau wie mit Aussagen à la "mit BetriebssystemXY ist man im Internet sicher", die zwar schön pauschal aber maximal halb wahr sind.
Und bevor man das Betriebssystem wegen einem Problem wechselt, sollte man sich mit dem Problem, dessen Ursachen und dessen möglichen Lösungen vielleicht erstmal ein bißchen genauer auskennen und das Ganze informiert angehen. Mag sein, daß MacOS alles in allem besser ist, aber das liegt bestimmt nicht daran, dass man mit Windows wegen verseuchter Leitungen Viren bekommt, sobald man den Computer einschaltet, die sich dann immer ins System32-Verzeichnis kopieren... hoho
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23.01.07 15:49 von GeNeTiX.)
23.01.07 15:48
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