(19.07.26 23:55)Haruto schrieb: Ich benutze immer noch mein Seiko Metronom, das mir vor über 40 Jahren eine japanische Kommilitonin besorgt hat, deren Tante bei Seiko gearbeitet hat (und die den entscheidenden Anstoß gab, japanisch zu lernen
). Das Ding tickt unverdrossen bis heute, und auf den Aufkleber auf der Schachtel "この商品は、日本国内に作られています" war ich immer besonders stolz ("beat/pitch" steht in Katakana auf dem Gerät, darum)
Deswegen liegt Seiko mir so am Herzen. Es ist ein Großkonzern. Die Uhren werden heute ganz überwiegend automatisiert gefertigt. Aber jeden Euro, den man bei Seiko hinlegt, ist es wert, obwohl ich die aktuelle Preispolitik nicht mehr ganz nachvollziehen kann. Alles noch prima - aber nicht mehr auf dem Superschnäppchenlevel.
Wert sind sie es allemal.
(19.07.26 22:29)harerod schrieb: Das Vorhandensein der Gravur selbst finde ich auf so einem teuren Wecker auch sehr bemerkenswert, vorsichtig ausgedrückt.
Hmm... das täuscht.
Ich habe mal die alten Seiko-Kataloge herangezogen.
Am 25.12.1969 veröffentlichte Seiko die Astron, die erste Quarz-Armbanduhr, die sich zum heutigen Äquivalent von etwa
USD 11.000 ganz gut verkaufte.
Der Nachfolger mit den Werken der 3803er Serie kam dann 1972 für den breiteren Massenmarkt. Sie kostete damals um die 76.000 Yen. Es war Spitzentechnologie. Quarzwerke aus Metall, von Fachleuten per Hand montiert und abgeglichen. Das hier ist meine von 1973. Sie kostete mich ohne Band in diesem Top-Zustand gerade € 350 und war damals aber eher teuer.
Die Grand Seiko 45GS war halt Spitzentechnik aber eben alt/ etabliert. Laut Katalog lag sie bei etwa nur 35.000 Yen. Ein Exemplar wie meines (1968, ohne Band) zu finden, wird etwa € 1.500 aus der Tasche ziehen.