Antwort schreiben 
Ohne Dialekt Keine Integration?
Verfasser Nachricht
Reizouko


Beiträge: 634
Beitrag #31
RE: Ohne Dialekt Keie Integration
Was erwartest du eigentlich, dass die Leute in diesem Thread posten? Dass jeder dir zustimmt und sagt "Oh ja, die arme Japanerin. Saarländisch ist ja so schwer. Ich kann sie absolut verstehen. In ihrer Situation wäre ich auch wieder nach Japan gegangen"? Alles andere willst du anscheinend nicht hören. Du wiederholst ständig dasselbe und wenn Leute anderer Meinung sind bist du beleidigt und sagst "Aber Saarländisch ist so schwer. Das kann man nicht so einfach lernen!" und gehst soweit sie als Ausländerfeinlich zu bezeichnen.
Ich frag mich, wie jemand es schafft eine Sprache zu lernen ohne dabei den eigenen Horizont zu erweitern, denn genau den Eindruck habe ich von dir.

Für mich ist das Thema damit beendet.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.07.13 15:58 von Reizouko.)
26.07.13 15:58
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Ruki_Reiketsu


Beiträge: 11
Beitrag #32
RE: Ohne Dialekt Keine Integration
Ich muss zugeben: Ich habe nicht alles, was hier geschrieben wurde, gelesen. Aber sei's drum.

Meiner Meinung nach kann man sich, ohne Dialekt aktiv zu sprechen, sehr wohl integrieren. Mindestens gutes Verständnis der deutschen Sprache vorausgesetzt. Es kommt aber auch darauf an, wo man sich denn genau befindet. Ich selbst bin im Herzen vom Ruhrgebiet aufgewachsen und habe oft mitbekommen, dass der hier gesprochene Dialekt gar nicht so schwer zu verstehen sei. Natürlich gibt es hier Wörter, die andere nicht auf Anhieb verstehen, das ist aber überall so.

Gute Beispiele, über die ich des letzt erst mit meinem Freund (der mit dem in Köln gesprochenen Dialekt aufgewachsen ist) diskutiert habe:
Verteilerkreis - Kreisverkehr oder Kusselkopp - Purzelbaum.
Kreisverkehr oder Purzelbaum würde ich aktiv gar nicht sagen (außer, ich achte peinlichst genau darauf, Hochdeutsch zu sprechen), Verteilerkreis und Kusselkopp aber schon. Bei meinem Freund ist es genau anders herum. Trotzdem hatten wir beide nie auch nur ansatzweise Probleme, den anderen zu verstehen. In den anderthalb Jahren, die wir jetzt zusammen im Ruhrgebiet wohnen, hat er sogar einige der hier verwendeten Redensarten angenommen, genauso wie ich etwas von seinem Köllsch angenommen habe.

Anderes Beispiel ist eine Nachbarin. Sie hat bis vor 7 oder 8 Jahren in Halle / Leipzig gelebt und den dortigen Dialekt gesprochen. Da ich sie dort einmal besucht habe kann ich sagen, dass ich keinerlei Probleme hatte, diesen Dialekt zu verstehen. Jetzt wohnt sie schon eine Ewigkeit hier im Ruhrgebiet und hat auch einiges von diesem Dialekt angenommen, verwendet ihren "eigenen" Dialekt aber auch noch sehr oft.

Dialekt verstehen ist also eigentlich gar kein Problem. Sprechen ist natürlich eine andere Sache, aber bis jetzt hat mich noch jeder verstanden, wenn ich Hochdeutsch beziehungsweise Ruhrpott gesprochen habe. Ruhrpott ist dem Hochdeutschen aber auch gar nicht so unähnlich. Vor allem die jüngere Generation (zu der ich auch gehöre) spricht im Pott hauptsächlich Hochdeutsch, gewürzt mit einem bisschen Dialekt. Die Wörter, die sich beispielsweise im Ruhrgebietslexikon (http://www.unmoralische.de/ruhrgebiet/ruhrgebiet.htm) finden, verstehe ich alle. Gesprochen wird davon aber maximal die Hälfte.

Selbst an der Grenze Bayern/Hessen hatte ich noch keine Probleme, mich zu verständigen, auch wenn ich mir ab und an das Lachen verkneifen muss, wenn dort lebende Freunde anfangen diesen Dialekt zu sprechen. Für mich klingt er halt lustig, mehr aber auch nicht. Man versteht es halt, wenn man gut Deutsch spricht.

Dialekt muss man also nicht sprechen, wenn man sich irgendwo integrieren will. Hochdeutsch ist viel wichtiger. Natürlich ist es gut, wenn man diverse Dialekte verstehen kann, aber auch das ist kein Muss.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 26.07.13 16:24 von Ruki_Reiketsu.)
26.07.13 16:14
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Woa de Lodela


Beiträge: 1.538
Beitrag #33
RE: Ohne Dialekt Keie Integration
(26.07.13 16:14)Ruki_Reiketsu schrieb:  Ich selbst bin im Herzen vom Ruhrgebiet aufgewachsen und habe oft mitbekommen, dass der hier gesprochene Dialekt gar nicht so schwer zu verstehen sei.

Ist ja auch kein Dialekt...
26.07.13 16:18
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Ruki_Reiketsu


Beiträge: 11
Beitrag #34
RE: Ohne Dialekt Keie Integration
(26.07.13 16:18)Woa de Lodela schrieb:  
(26.07.13 16:14)Ruki_Reiketsu schrieb:  Ich selbst bin im Herzen vom Ruhrgebiet aufgewachsen und habe oft mitbekommen, dass der hier gesprochene Dialekt gar nicht so schwer zu verstehen sei.

Ist ja auch kein Dialekt...

Stimmt. Eigentlich ist es ein Regiolekt. Wird aber oft als Dialekt bezeichnet und passt zum Thema (:
26.07.13 16:30
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Yano


Beiträge: 2.134
Beitrag #35
RE: Ohne Dialekt Keie Integration
(26.07.13 15:50)rolly schrieb:  Wirklich??? Ich konnte nicht. 「どさいぐな」 oder 「さすけねぇ~」 u.s.w. waren mir völlig fremd.
Nach Deiner Theorie ist mein Japanisch ganz schlecht!

Mir war 「どさいぐな」 durchaus unbekannt, aber aus dem situativen Kontext erschließt sich das ungefähr, und wenn ich das nächstemal jemanden sehe, der sich sichtlich anstrengt, dann probiere ich aus, wie das kommt, wenn ich jetzt 「どさいぐな」 sage.
「さすけねぇ~」 sollte man auch als Nichttohoku-Japaner eigentlich schon mal gehört haben でもさしつかえねぇ.
26.07.13 16:33
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
nekorunyan


Beiträge: 438
Beitrag #36
RE: Ohne Dialekt Keie Integration
@Woa
So ähnlich ging es mir in 和歌山県. Auch nach Monaten hatte ich mich nicht getraut, ~や zu sagen. Nur ein eher scherzhaftes マイド zur Begrüßung. 関西弁(wenn auch nicht so krass) verstehen kein Problem, aber so sprechen~ Das hätte sich irgendwie falsch angefühlt. Vielleicht nach ein paar Jahren und wenn die Einheimischen einen dann nicht schief angucken rot

@rolly
Zitat:Nur kurz dazu: Du bist nach wie vor der Meinung, mit weniger Mühe können die Japaner deutsche Dialekte verstehen.
Sie müssen Dialekte lernen. Ich weiß nicht, ob es wirklich geht - klar bis Integrationsniveau!
Sicherlich kann eine andere Japanerin es nicht. Wenn Du ihr gegenüber Deine Theorie erzählt (oder zwingt), fühlt sich sie verletzt.
Nö, hab ich so nicht behauptet. Einigen wird's leichter fallen, andere werden daran zu knabbern haben. Dass man es aber absolut nicht gebacken bekommt, kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Weder sind deutsche Dialekte unmöglich zu knacken, noch würde ich Ausländer in der Hinsicht unterschätzen.
Du kannst von deiner Freundin ja auch schlecht auf alle anderen schließen. Und zum Rest...augenrollen
26.07.13 16:42
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
torquato


Beiträge: 2.756
Beitrag #37
RE: Ohne Dialekt Keine Integration?
Ohhjeee... Da hat wohl jemand Probleme mit der Deutschen Diskussionskultur.
Nu isser weg. Schade.
26.07.13 17:10
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
UnDroid


Beiträge: 385
Beitrag #38
RE: Ohne Dialekt Keine Integration?
Kurz OT
wie kann es sein, dass seine ganzen Beiträge spurlos verschwunden sind o.O

mfg
26.07.13 17:29
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
nekorunyan


Beiträge: 438
Beitrag #39
RE: Ohne Dialekt Keine Integration?
x o_o
26.07.13 17:31
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Woa de Lodela


Beiträge: 1.538
Beitrag #40
RE: Ohne Dialekt Keine Integration?
Weil er/sie se gelöscht hat... Mir kam das Ganze eh spanisch vor.
26.07.13 17:33
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Ohne Dialekt Keine Integration?
Antwort schreiben 


Möglicherweise verwandte Themen...
Thema: Verfasser Antworten: Ansichten: Letzter Beitrag
gel (Dialekt) ironsand 14 10.055 25.02.11 18:15
Letzter Beitrag: Kasu