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Reise und Arbeit in Japan
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Hachiko


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Beitrag #31
RE: Reise und Arbeit in Japan
(13.11.12 21:04)Narutoforever schrieb:  [quote='chochajin' pid='98686' dateline='1352770871']
Es wäre schön, wenn ich ein Land finden könnte, das ein angenehmes Klima mit 4 Jahreszeiten hat, aushaltbare Steuern, geringe Kriminalität, verlgeichsweise wenige Naturkatastrophen und ein gutes Gesundheitssystem.
Luxemburgzwinker

Bingo Naruto, da möchte ich auch gerne residieren, ja da liesse es sich gut
leben.
13.11.12 22:32
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shakkuri


Beiträge: 1.387
Beitrag #32
RE: Reise und Arbeit in Japan
(13.11.12 12:53)Hachiko schrieb:  Da erlaube ich mir aber eine Korrektur. Die Japaner werden nicht älter als etwa
Mitteleuropäer, lediglich auf Okinawa gibt es überdurchschnittlich viele 100-Jährige,
darauf zurückzuführen, dass dort die traditionelle Ernährung besonders gesund
ist, das Klima optimal und nicht zuletzt die sozialen Bindungen sehr eng sind.
Das die überdurchschnittliche Lebenserwartung von vielen 100 Jährigen beeinflusst wird mag ja sein; ändert aber nichts daran, dass statistisch Japaner halt am ältesten werden. zunge
Und das, obwohl sie bis Mitte des 20. Jahrhunderts in Sachen 'Lebenserwartung in Industrienationen' weit Hinten lagen. Die haben ihre Lebenserwartung innerhalb von 50 Jahren massiv(!) erhöht, und das wird ja wohl kaum am Essen liegen. Oder meinst Du, das Essensverhalten hat sich in den letzten Jahrzehnten so stark verändert?
Oder wird Okinawa erst seit Ende des 2. Weltkriegs in die Japanstatistik eingerechnet? Das würde es natürlich erklären...

接吻万歳
13.11.12 22:44
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Hachiko


Beiträge: 2.562
Beitrag #33
RE: Reise und Arbeit in Japan
(13.11.12 22:44)shakkuri schrieb:  
(13.11.12 12:53)Hachiko schrieb:  Da erlaube ich mir aber eine Korrektur. Die Japaner werden nicht älter als etwa
Mitteleuropäer, lediglich auf Okinawa gibt es überdurchschnittlich viele 100-Jährige,
darauf zurückzuführen, dass dort die traditionelle Ernährung besonders gesund
ist, das Klima optimal und nicht zuletzt die sozialen Bindungen sehr eng sind.
Das die überdurchschnittliche Lebenserwartung von vielen 100 Jährigen beeinflusst wird mag ja sein; ändert aber nichts daran, dass statistisch Japaner halt am ältesten werden. zunge
Und das, obwohl sie bis Mitte des 20. Jahrhunderts in Sachen 'Lebenserwartung in Industrienationen' weit Hinten lagen. Die haben ihre Lebenserwartung innerhalb von 50 Jahren massiv(!) erhöht, und das wird ja wohl kaum am Essen liegen. Oder meinst Du, das Essensverhalten hat sich in den letzten Jahrzehnten so stark verändert?
Oder wird Okinawa erst seit Ende des 2. Weltkriegs in die Japanstatistik eingerechnet? Das würde es natürlich erklären...

Bevor du mir widersprichst, was mich persönlich in keinster Weise betrifft, erkundige
dich mal, was Experten dazu sagen.
13.11.12 22:50
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Yano


Beiträge: 2.058
Beitrag #34
RE: Reise und Arbeit in Japan
Es mögen berufenere anderes wissen, aber imho haben die Bekämpfung (teilweise Abschaffung) von Infektionskrankheiten, die Blutdruckbehandlung, das Insulin, der zivile Frieden und die Verkehrs- und Arbeitssicherheit zu der heutigen Langlebigkeit geführt, dank der viele von uns einst die Altersdemenz voll auskosten werden.
Unterschiede zwischen D und J: in D wird fetter gegessen aber sich mehr bewegt, in J wird vielleicht weniger gesoffen aber mehr geraucht, das hält sich wohl so die Waage.
Signifikant scheint mir ein Unterschied in der physischen Sicherheit, insbesondere im Straßenverkehr aber auch im Sport - dem stehen aber eine höhere Suizidalität in J und Naturkatastrophen gegenüber.
13.11.12 23:30
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Narutoforever


Beiträge: 123
Beitrag #35
RE: Reise und Arbeit in Japan
Zurück zum Thema:
1) Je ambitionierter ein Plan, desto schwieriger die Durchführung, siehe Flughafen Berlin.
2) Der (derzeitige) Plan könnte in erster Linie an der Sprache scheitern, da Japanisch keine leichte Kost in Bezug auf Sprachen darstellt und schon viele Menschen zur Verzweifelung getrieben hat.
3) Wie wäre es den Plan so weit zu reduzieren, dass man erst Mal Japanisch lernt? Wenn man damit nicht klar kommt, dann muss man sich fragen, ob man in einem Land leben möchte, wenn man ein Leben lang Analphabet ist oder das ganze Vorhaben aufgeben oder hoffen, dass mehrere Jahre Japanaufenthalt etwas daran ändern werden. Wenn es gut klappt, dann kann man locker über Leben in Japan nachdenken.
4) Wenn man jetzt mit der Sprache anfängt, was kann schon passieren? Schlimmstenfalls lernt man jetzt mehrere Jahre Japanisch und man findet später heraus, dass man gar nicht in Japan leben möchte. Wer sich deswegen Sorgen macht, der macht sich umsonst Sorgen. Alles, was man gelernt hat, wird man auch schell wieder vergessen. Nur ein bisschen Training für das Gehirn, na und?
5) Wenn man jetzt nicht mit der Sprache anfängt und die 5 Jahre abwartet, was kann schon passieren?
Schlimmstenfalls landet man in Japan, sammelt Frust und fragst sich, warum habe ich nicht früher damit angefangen.
6) Mit 16 kann man sowohl ernsthafte Pläne als auch unrealistische Träume haben. Ich möchte nicht darüber urteilen, weil beides und alle Stufen dazwischen möglich sind. Wenn das Denken überwiegt, dann ist die Tendenz mehr Traum. Wenn das Handeln überwiegt, dann ist die Tendenz mehr Plan, aber selbst das ist keine gesicherte Erkenntnis.
7) Man kann sich trotzdem ein Mal in der Woche fragen: Was habe ich in dieser Woche gemacht, was mich dem Ziel näher bringt? Wenn die Antwort viel zu oft mit "gar nichts" ausfällt, dann beatworten sich manche Fragen von selbst.
14.11.12 12:47
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Hachiko


Beiträge: 2.562
Beitrag #36
RE: Reise und Arbeit in Japan
Ich versuche hier in Form einer Erzählung, aus dem wahren Leben gegriffen, ein Beispiel zu nennen.

Ebenfalls zwei 16-Jährige, ein Junge und ein Mädchen, schwärmten von Japan und begaben sich im Rahmen eines
Schüleraustausches für 1 Jahr dorthin. Beide erlernten hier die Grundkenntnisse der japanischen Sprache
mit beträchtlichem Erfolg. Dann kam der Tag des grossen Aufbruches ins Land der aufgehenden Sonne.

Der Junge erkannte sehr bald, dass dies weder das Land und die Gesellschaft seiner Träume waren und kehrte
nach einem halben Jahr nach Deutschland zurück, konzentrierte sich auf sein Abitur und sein späteres Studium, das er erfolg-
reich abschloß. Heute lebt er glücklich und beruflich erfolgreich in Kanada.
Das Mädchen hingegen blieb, war jahrelang von Japan äusserst begeistert, aber nach einer herben Enttäuschung
sei es privater wie auch beruflicher Natur, begann sie, sich von ihren Träumen zu lösen.
Sie hat ihre Kontakte zu Japan nicht abgebrochen, betrachtet jedoch alles aus einer sehr nüchternen Perspektive.
14.11.12 14:12
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Yano


Beiträge: 2.058
Beitrag #37
RE: Reise und Arbeit in Japan
Als ich in diesem heruntergekommenen Studentenheim in Tokyo war, war ich nicht der einzige Ausländer, sondern 5 Amerikaner sind auch da angekommen, zur selben Zeit, sie jedoch mit einem großzügig dotierten einjährigen Stipendium mit vorbezahltem Studienplatz und sicherer Aufenthaltsgenehmigung (ich hatte das alles nicht). Die haben das Land schnell wieder verlassen, der erste schon nach ein paar Tagen.
Auch betreute ich mal einen deutschen Handwerker, einen Geigenbauer, der nach Japan kam, auf Einladung und gegen fürstliche Bezahlung, und er würde in einer Villa des Firmenchefs wohnen usw.
Ich meine, man muß sich doch ein wenig vorher informiert haben. Aber der gute Mann kam, sah und wollte von mir die Besorgung des schnellstmöglichen Rückfluges (mit kaum verhohlen vorgeschobener Begründung).

Japan kann für manche Gemüter ganz schön hart reinböng.
14.11.12 15:26
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Hachiko


Beiträge: 2.562
Beitrag #38
RE: Reise und Arbeit in Japan
(14.11.12 15:26)YANO schrieb:  Als ich in diesem heruntergekommenen Studentenheim in Tokyo war, war ich nicht der einzige Ausländer, sondern 5 Amerikaner sind auch da angekommen, zur selben Zeit, sie jedoch mit einem großzügig dotierten einjährigen Stipendium mit vorbezahltem Studienplatz und sicherer Aufenthaltsgenehmigung (ich hatte das alles nicht). Die haben das Land schnell wieder verlassen, der erste schon nach ein paar Tagen.
Auch betreute ich mal einen deutschen Handwerker, einen Geigenbauer, der nach Japan kam, auf Einladung und gegen fürstliche Bezahlung, und er würde in einer Villa des Firmenchefs wohnen usw.
Ich meine, man muß sich doch ein wenig vorher informiert haben. Aber der gute Mann kam, sah und wollte von mir die Besorgung des schnellstmöglichen Rückfluges (mit kaum verhohlen vorgeschobener Begründung).

Japan kann für manche Gemüter ganz schön hart reinböng.

Japan kann für manche Gemüter ganz schön hart reinböng.

Und das nicht nur für westliche, sondern auch japanische, wenn die erst mal
westliche Luft und nicht nur diese, sondern auch chinesische oder ansonsten
eine andere asiatische geschnuppert haben, da kann es mit dem Rückkehrwillen
auch ganz schön happig werden. Man gucke da mal nach Düsseldorf, ausser
den Geschäftsleuten, die für 3 Jahre hierher beordert werden und mit der deutschen Lebensart sowieso aus lauter
Überarbeitung nicht in Berührung kommen, wollen allesamt nicht
mehr zurück.
Menschenskind, das muss doch Gründe haben, wenn man einem Heimatland, das
zu den immer noch top-führenden Industrienationen dieser Welt zählt und wo
weder Hunger noch Not herrschen, den Rücken kehren will.
14.11.12 16:04
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Narutoforever


Beiträge: 123
Beitrag #39
RE: Reise und Arbeit in Japan
Bei japan-guide machte ich die Bekanntschaft mit einem Finnen, der na ja, sehr begeistert Japanisch lernen wollte, warum auch immer. Nach einer Weile erwähnte er nebenbei, dass er fast nur von Frauen angeschrieben wird, diese allesamt >40 J. sind und keine davon, ihm Japanisch beibrigen will. Dazu die Frage an mich (??), "was wollen sie nur von mir?" Zu seiner Erleichterung schwindete das Interesse der Frauen merklich als er erwähnte, dass er nur halbtags arbeitet und nicht an Dates interessiert ist, da eine Freundin vorhanden ist. Weitere spannende Frage an mich, "kann es sein, dass ich ein falsches Bild von Japan habe?" Nichts gegen japanische Frauen! Mein Bild von Japan ist ebenfalls stark geprägt aufgrund von negativen Erlebnissen mit Japanern bei vielen Gelegenheiten als ich noch in Düsseldorf gelebt habe. Da bleibt kaum Raum für Enttäuschungen.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.11.12 17:20 von Narutoforever.)
14.11.12 17:18
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shakkuri


Beiträge: 1.387
Beitrag #40
RE: Reise und Arbeit in Japan
(13.11.12 22:50)Hachiko schrieb:  Bevor du mir widersprichst, was mich persönlich in keinster Weise betrifft, erkundige
dich mal, was Experten dazu sagen.
Im Gegensatz zu dir habe ich das getan. Okinawa ist tatsächlich erst seit 1947 mit in der Statistik grins . Aber davon mal abgesehen: zwischen 1947 und 1987 haben sie anscheinend plötzlich angefangen sich gesünder zu ernähren, engere soziale Beziehungen zu knüpfen und gesündere Luft zu atmen. Sollten wir in Deutschland auch einführen!
[Bild: %E5%B9%B3%E5%9D%87%E4%BD%99%E5%91%BD%E3%...A7%BB2.jpg]

接吻万歳
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.11.12 18:03 von shakkuri.)
14.11.12 17:39
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Reise und Arbeit in Japan
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