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Wie am besten lernen ?
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Bicki


Beiträge: 52
Beitrag #21
RE: Wie am besten lernen ?
Ich werde auch mal meinen Senf dazugeben.Ich lerne seit 2 1/2 Jahren, zuerst mit Volkshochschule dann privat bei einer Japanerin 2-4 mal im Monat.Also viel autodidaktisch. Und eines fällt mir persönlich schwer und das ist die Geduld aufzubringen bis Erfolge sichtbar sind.Ich denke man sollte immer sehen dass es Spass macht und nicht zu viel Zwang dahinter ist (wenn man nicht gerade Japanologie studiert ).sonst wirft man schnell das Handtuch. Man kann versuchen japanische Kinderbücher zu lesen,Mangas für Kinder,oder Webseiten,Anime anschauen oder japanische Spielfilme um das erlernte gleich anzuwenden.Was mir auch geholfen hat sind Emailkontakte mit Japanern.
Das lockert ein bischen auf und macht neuen Mut zum Vokabellernen.
Leider fehlt auch bei mir die Sprachpraxis.Die kommt dann vielleicht ein bischen beim nächsten Urlaub in Japan.
hoho
28.05.04 16:58
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yuxel


Beiträge: 299
Beitrag #22
RE: Wie am besten lernen ?
Das mit den Kanjis ist eine Lebensaufgabe. Man hat sie eigentlich nie gelernt. Wenn man sie nicht benutzt, vergißt man sie schnell wieder. Das geht den Japanern genauso.

Ein Wörterbuch mit Furigana gibt es, aber nur für Japanisch-Englisch. Hier zum Beispiel bei Amazon.de. Ich kann es allerdings weder empfehlen noch davon abraten kann, da ich es nie benutzt habe.
28.05.04 17:03
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Christof


Beiträge: 111
Beitrag #23
RE: Wie am besten lernen ?
Japanischlernen, ich merke es an mir selbst, ist die lustvolle Weise sich selbst zu peinigen.
Eine schöne Mischung asketischer Weltentfremdung, die besonders im Sommer, wenn man im kleinen Zimmer bei geöffneten Fenster, seine Texte "bearbeitet", deutlich wird.
Insofern sollte man neben dem Sprachelernen auch noch ein bisschen dt. Philosophie lesen, das motiviert einen und nimmt einem diverse Illusionen über den so sehr "ersehnten" Kulturschock.
Das alles soll sagen, das Japanisch nicht "Alles" ist und daß man damit nur schwer seine Brötchen verdienen kann. Deshalb finde ich es nicht richtig von den "Japanologen in spé" , daß sie behaupten nur ein Studium sei "richtiges" und "erfolgreiches" Lernen der Sprache.
Ein Autodidakt kann mit Büchern und dem Radio (TV) auch recht weit kommen und hat dennoch noch andere Fähigkeiten außer der Sprache.
Ich kann in meinem Fall nur abraten von der VHS (Chemnitz), man kommt besser alleine voran. (am Anfang ist es schwer, man muss wie beim Musizieren einfach nur dranbleiben)

1. Phase : Zielsetzung (z.B. das Lehrbuch komplett durcharbeiten, dann noch eins und noch ein)
2. Phase : Material bearbeiten (auch Tonmaterial --> TV od. Radio) (Anwendung des Erlernten und Verfestigung und alles Unbekannte nachschlagen ("Kanji to Kana"))
3. Phase : sich selber kritisch einschätzen und Euphorie und Überheblichkeit eliminieren
4. Phase : weitermachen, wenn man erst 20 ist, hat man, nach dem derzeitigen Stand der Medizin, noch min. 50 Jahre Zeit um nach Japan zu fahren oder sonstiges
(was nützt es, nach Japan zu fahren/fliegen, wenn man dort nix versteht und dort noch Grundlagen aufbauen muss) Ausserdem erfüllt man, wenn man sich im jap. Kulturraum aufhält und man nur die Sprache kann, keine richtige Funktion (das ist sehr schlecht). Die Sprache sollte dann nur noch Nebensache sein.
"Also, lernt, neben Japanisch, bitte noch was 'Vernünftiges'."
04.06.04 11:46
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shijin


Beiträge: 345
Beitrag #24
RE: Wie am besten lernen ?
nun möchte ich mich hier mal auch zu Wort melden. als absoluter Sprachenfan möchte ich eins sagen: Perfekt kann man nur seine Muttersprache sprechen, wenn überhaupt, weil man nur mit ihr auch eine körperliche, psychische und denkerische Entwicklung durchläuft.
Nahezu perfekt kann man eine Sprache beherrschen wenn man etliche Jahre nur diese Sprache spricht.
Sehr gut sprechen kann man eine Sprache nach etwa 6-7 Jahren durchgehenden Lernens und viel Kommunikationszeit in eben dieser Sprache.
Gut sprechen kann man eine Sprache nach etwa 4 Jahren und einiges an Kommunikation.
Nur durch Kommunikation, also den Einsatz der Sprache im Alltag, kann man Sprachen wirklich gut lernen, da man erst dann das gefühl für die Sprache entwickelt, nicht mehr alles im Kopf übersetzt sondern den direkten Zugang zur Sprache gewinnt.
Als Student ist für mich klar, dass ich nach Möglichkeit in etwa zwei Jahren ein Jahr lang in Japan studieren möchte, bis dann werde ich autodidaktisch lernen, aber beherrschen werde ich sie wohl nicht.
Doch wie bereits erwähnt darf man nicht vergessen warum man eine Sprache lernt. Wer 6 Jahre Englisch in der Schule hat und er will kein Englisch lernen, wer aber eine Sprache in seiner Freizeit aus freiem Willen lernt, der wird in viel weniger Zeit viel mehr erreichen. Und er (sollte) hat Spass dabei! Also was will man mehr, andere spielen Fussball, wir lernen Japanisch.

Es ist jedem überlassen was er aus seinem Hobby macht, nicht jeder der mit 6 Fussball spielt ist mit 20 Profi.
Daher meine Devise, man soll sich gar kein Ziel setzen, sondern einfach munter Lernen solange es Spass machen, Ziele sind was für motivationslose Langweiler, ich erfreue mich an unerwarteten Erfolgen und muss mich hinterher in 2 Jahren nicht nerven, wenn ich immer noch kein Japanisch kann zunge .
In diesem Sinne euch allen ein frohes Studium.
20.06.04 23:36
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atomu


Beiträge: 2.664
Beitrag #25
RE: Wie am besten lernen ?
Zitat:... man soll sich gar kein Ziel setzen ...

Da bin ich anderer Meinung. Der Weg ist zwar das Ziel. Aber das Ziel ist auch ein Weg. huch

正義の味方
21.06.04 00:00
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chiisai hakuchoo


Beiträge: 530
Beitrag #26
RE: Wie am besten lernen ?
Zitat:Hi Ihrs!

Wäre es nicht einmal schön, ein paar aufmunterne und anspornende Kommentare zu geben, durch die ein Anfänger ersteinmal Mut und Motivation erlangen kann? Das wär doch nett, oder?
Ich mein ja nur...


Der Eintrag von Lenny ist zwar schon etwas älter, aber aufmunternde Worte kann man immer brauchen. Bitte schön:

Als ich noch überlegt habe, ob Japanisch lernen eine von den Schnapsideen ist die zu verwirklichen es wert ist, habe ich zu mir gesagt: Das lernst du nie! Irgendwie hab ich das auch geglaubt, aber versucht hab ich es trotzdem.

Ich finde eigentlich, dass ich sehr schnell vorankomme. Vielleicht bin ich bescheiden, vielleicht werde ich noch bitter enttäuscht, wenn ich mit Kanji und Kana richtig anfange und mir die Zähne ausbeiße, oder vielleicht liegt mir Japanisch einfach. Ich hoffe mal letzteres.

Aber wir alle sollten, glaube ich, unseren Hang zum Perfektionismus (bei mir persönlich sehr stark ausgeprägt) unterdrücken. Natürlich ist es erstrebenswert die Sprache gut zu beherrschen. Aber wir sollten uns nicht an einer bestimmten Grammatikform die Zähne ausbeißen, und man macht sich auch nicht gleich zum Idioten wenn man ein Wort falsch ausspricht. Wenn wir alle mal kurz in den Spiegel sehen, dann werden wir feststellen, dass man uns ohnehin immer als gai-jin erkennen wird, es sei denn, wir unterziehen uns einer teuren und riskanten Schönheitsoperation.

Wenn man Japanologie studiert, dann muss man perfekt sein um seine Prüfungen zu bestehen. Aber wer aus Spaß an der Freud oder auch für berufliche Zwecke japanisch lernt, der sollte gut sein, muss aber nicht perfekt sein.

Im Kauderwelsch-Sprachführer heißt es, dass man wenn man in Japan einen Einheimischen in der Landessprache anspricht oft die Antwort bekommt: "Sorry, I don´t speek English", weil man in Japan einfach davon ausgeht, von einem Europäer auf englisch angesprochen zu werden. Damit sind wir also die Einäugigen unter den Blinden, und wenn man auf beiden Augen sehen will, dann frisst man eben mehr Karotten, sprich: man lernt noch ein bisschen mehr. Aber wenn uns die Karotten wieder hochkommen, dann wird es Zeit kürzer zu treten.

In diesem Sinne: Viel Spaß und nicht entmutigen lassen, es könnte sein, dass dem einen oder anderen Europäer die japanische Sprache liegt. hoho

P.S. Hallo Lenny, wenn es dich noch gibt, was ist denn aus deiner eigenen Motivation geworden?

Eine fremde Sprache zu beherrschen knüpft ein Band zwischen den Menschen, das ohne dieses Wissen niemals existieren könnte.
www.edition-ginga.de
21.06.04 07:13
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shijin


Beiträge: 345
Beitrag #27
RE: Wie am besten lernen ?
Ich hätte da mal sone Frage. In einigen der Beiträgen wir immer davon ausgegangen, dass Autodidakten Spass am Japanischlernen haben, im Gegensatz zu Japanologie Studenten. Daher meine Frage an die Japanologie Studenten: Ist das Studium wirklich so schrecklich und macht überhaupt keinen Spass?
Ich habe lange mit dem Gedanken gespielt (und tue es immer noch) Japanologie, Sinologie und Ostasiatische Ehnologie zu studieren.
Liebe Grüsse
shijin
21.06.04 10:21
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gokiburi


Beiträge: 1.415
Beitrag #28
RE: Wie am besten lernen ?
natürlich kann auch das Studium Spaß machen, und man hat wesentlich mehr Erfolg als als Autodidakt! *aus eigener Erfahrung sprech, da als Autodidkt recht faul gewesen sei*
An der Uni ist natürlich wesentlich mehr Druck dahinter, und das mit Recht, wie ich finde! Man sollte sich dann auch darüber im klaren sein, daß der Löwenanteil der Anfänger (und ich sage jetzt mal ganz bewußt provokativ: damit blick ich auf die "Manga-Fetischisten"!) dem Druck nicht standhalten wird und sich früher oder später wieder verabschieden wird! Eine Art der Auslese eben...

Aber wer's durchhält, hat sicher durchaus seine Freude dran, so wie ich seinerzeit! hoho

gokiburi, für den es auch ein Japan jenseits der Manga gibt

♪♪あぁ蝶になる、あぁ花になる、
恋した夜はあなたしだいなの、♪♪
あぁ今夜だけ、あぁ今夜だけ、
もうどうにもとまらない!!! ♪♪  山本リンダ
21.06.04 11:06
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Botchan


Beiträge: 642
Beitrag #29
RE: Wie am besten lernen ?
Ja, ich kann gokiburis Posting im wesentlichen zustimmen. Es ist verdammt viel Arbeit und man muß wahnsinnig viel Zeit und Disziplin reinstecken, um alle Anforderungen zu erfüllen (das variiert natürlich je nach den eigenen Fähigkeiten, aber ich spreche aus meiner Erfahrung, und ich halte mich nicht gerade für besonders begriffsstutzig).

Bei vielen, die z. B. Sinologie und Japanologie studieren, ist es so, daß sie sich erstmal nur auf eines von beiden konzentrieren, und (viel) später (oft erst nach der Zwischenprüfung) mit dem anderen anfangen. Es gibt auch Leute, die beides parallel durchziehen, aber die meisten halten das für keine gute Idee. (Dazu kann ich leider persönlich nichts sagen, weil ich "Nur"-Japanologe bin.)

Aber eine Sache, die gokiburi erwähnt, finde ich auch ganz besonders wichtig: Nämlich, daß man bei der ganzen Mühe auch Erfolge hat, und die in der Tat (in Form von bestandenen Klausuren, Scheinen etc.) auch 'zu spüren bekommt'. Diese Form der Bestätigung braucht der Mensch normalerweise wohl schon. Als Autodidakt lernt man stets nur vor sich hin, und sieht - auch nach Jahren - immer nur, was man alles noch nicht kann/versteht. Die Positiverlebnisse sind viel schwächer als wenn man nach 'ner sauschweren Prüfung, durch die zwei Drittel der Kandidaten durchfallen, sagen kann "Ich hab's geschafft!".

(Auch damit hat gokiburi recht: Die Abbrecherquote ist horrend. Daß nach der Zwischenprüfung nur noch ein Viertel bis ein Drittel der einstigen Kommilitonen da sind, ist - zumindest hier in München - normales Level.)

Aber diese Erfolgserlebnisse, von denen ich sprach, sind natürlich für viele auch eine Fallschnur. Sie sagen sich: Ich lerne für diese Prüfungen; was ich dafür können muß, das haue ich mir in die Birne, und alles andere interessiert mich wenig. Sie kriegen dann - nach bestandener Klausur/Prüfung/... - ihren Schein und bilden sich ein: "Jetzt kann ich alles, was ich können muß". Nun, für die Anforderungen, die in der Prüfung gestellt wurden, mag das zutreffen, aber die Anforderungen des "wirklichen" Lebens können doch noch ganz anders aussehen. Man sollte also - trotz guter Studienleistungen - nie zu sehr abheben... sonst holt einen die Realität ganz schnell aus den rosa Wolken.

Immer schön bescheiden bleiben, sich an seinen Erfolgen freuen, für alles Neue aufgeschlossen bleiben und immer schön weiterlernen...
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.06.04 16:11 von Botchan.)
21.06.04 16:08
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atomu


Beiträge: 2.664
Beitrag #30
RE: Wie am besten lernen ?
Das bestätigt mich irgendwie darin, dass man sich doch Ziele setzen sollte, um Erfolg (und letztendlich Spaß) zu haben. Als Japanologie-Student hat man es insofern leichter, dass einem solche Ziele mittels Klausuren, Prüfungen, Japanaufenthalten usw. immer wieder vor die Nase gesetzt werden. Als Autodidakt muss ich mir solche Ziele selbst abstecken. Meinetwegen: Nächstes Jahr fliege ich nach Japan, bis dahin will ich 300 Kanji können und etwas mehr als nur "Wo geht´s hier zum Bahnhof?" sagen können. Oder: Ich mach im Dezember den JLPT Stufe xy. Usw.

Zitat: Daher meine Devise, man soll sich gar kein Ziel setzen, sondern einfach munter Lernen solange es Spass machen, Ziele sind was für motivationslose Langweiler,...

Deshalb noch einmal: ich kann diese Ansicht überhaupt nicht teilen (dem Rest des Beitrags stimme ich übrigens vorbehaltlos zu) !! Ich kenne genug Leute, die zeitgleich mit mir angefangen haben, Japanisch zu lernen und genau diese Einstellung hatten. Einige von denen haben wie ich eine japanische Ehefrau. Sie sind alle nicht besonders weit gekommen. Bis zu einem gewissen Grad o.k., besser als nix, aber ab einem bestimmten Punkt reine Zeitverschwendung. Dann doch wirklich lieber gleich Fußballspielen...

正義の味方
21.06.04 21:10
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Wie am besten lernen ?
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