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Anfängerin stellt sich vor und bittet um Rat
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Giftzwerg


Beiträge: 9
Beitrag #1
Anfängerin stellt sich vor und bittet um Rat
Hallo, ich bin ein kleiner Giftzwerg, der mit Japanisch angefangen hat.

Zu Japanisch gekommen bin ich nicht durch Mangas, Animes o.ä.

Es ist eher so, dass ich die Möglichkeit haben könnte, in ein paar Jahren ein Praktikum in Japan zu machen (studiere Biologie), ich die japanische Kultur recht interessant finde, einer meiner Lieblingsfilme ist Lost in Translation zwinker - aber natürlich kommen noch weitere Faktoren dazu, die mich noch mehr an der Sprache faszinieren.

Ich habe 6 Jahre in der Schule Latein gelernt, somit hängt mir die Struktur romanischer Sprachen zu den Ohren raus zwinker und selbst die "normale" Struktur der anderen indo-europäischen Sprachen (á la "Subjekt-Prädikat-Objekt") langweilen mich beim Lernen. Nun wurde mein Interesse für Sprachen, die nach einem anderen Prinzip funktionieren, durch eine Freundin aus Ungarn geweckt. Ein wenig Ungarisch habe ich auch dank ihrer Hilfe und im Selbststudium lernen können, aber da ich leider keinen geeigneten Kurs finden konnte, ist das auch in den Anfängen geblieben. Ich brauche schon eine gewisse Regelmäßigkeit, wie einen Stundenplan, oder eben die Tatsache, dass einmal pro Woche ein Kurs stattfindet, für den ich bezahlt habe grins und einen Ansprechpartner für Probleme. Nicht zu vergessen die Aussprache hoho

Jetzt wurde also vor einem Jahr mein Interesse an Japanisch geweckt, nach zwei Versuchen habe ich auch endlich einen Platz in der VHS bekommen und hoffe, dass es mir weiterhin so viel Spaß macht und ich nicht das Interesse verliere in Zukunft.

Wir arbeiten mit "Japanisch, bitte!", ein Lehrbuch, von dem ich hier ja nicht viel gutes gehört habe. Ach ja, die Hiragana und Katakana lernen wir schneller als in dem Buch, das fand unsere Lehrerin schon sinnvoller (ich übrigens auch). Es soll ja sehr langsam sein, wenig Grammatik einführen und eher auf der Dialog-Ebene arbeiten. Soweit ich hier gehört habe und mir selbst einen Überblick im Buch verschaffen konnte.

Nun würde ich dann gerne noch nebenbei für mich selber sinnvoll etwas weiter lernen - möchte ja schon in "absehbarer" Zeit (damit meine ich nicht erst in 5 Jahren oder so, will aber auch nicht unverhältnismäßig übermotiviert an die Sache rangehen und entdecken, dass es so schnell nicht geht und dann alles frustriert hinschmeissen, keine Bange) den Japanese Language Proficiency Test machen. Und dann nicht unbedingt auf Stufe 4 stehen bleiben.

Was würdet ihr denn da als Literatur empfehlen? Und generell Tipps für das große Ziel "Japanese Language Proficiency Test"?

Soweit war es das glaube ich, was ich sagen und wissen wollte - erstmal zwinker ich hoffe ich hab euch nicht "zugequatscht".

Liebe Grüße und vielen Dank schonmal für jeden gutgemeinten Rat!

Giftzwerg

Ich rate allen, die sich selber finden wollen, an Ort und Stelle zu bleiben. Sonst ist die Gefahr groß, dass sie sich endgültig verirren.
13.09.07 20:53
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Misaki


Beiträge: 113
Beitrag #2
RE: Anfängerin stellt sich vor und bittet um Rat
Hallo Giftzwerg,

es bedarf zwei Versuche, dass Du einen Platz inder VHS bekommst? huch Sind die Kurse dort so besucht?

Ich weiss ja nicht bei welcher VHS Du bist, ich kann Dir nur schreiben, dass bei uns wird "Japanisch im Sauseschritt" verwendet wird. Wir haben in den letzten Wochen einige Buecher durchwuehlt und ich fand fuer den Anfang reicht es auch, damit der Einstieg da ist. Welche dann noch kommen, weiss ich nicht.

Misaki grins

Ob Du einen Engel oder Teufel küsst ist egal, solange es Liebe ist.
14.09.07 15:27
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kurokuma


Beiträge: 83
Beitrag #3
RE: Anfängerin stellt sich vor und bittet um Rat
Japanisch im Sauseschritt kann ich empfehlen. Zwar beklagen sich alle, dass der anfängliche Vokabelschatz doof wäre, aber darauf kommt es ja in dem Falle nicht an, es bringt dir die Grundgrammatik gut nahe. Richtig einsteigen tut es aber erst ab Band 2A.
Soweit ich das sagen kann, solltest du, wenn die den JLPT anpeilst, unbedingt die Universitätsausgabe nehmen.

Und wenn du den JLPT anstrebst, solltest du dich auch unbedingt mit der Welt der Kanji auseinandersetzen.

Soweit ich das sehe, gibt es hier zwei Schulen: Für das eher schulische oder universitäre Lernen, also Schreibweise, lesungen, Grundbedeutung, Lehrwerke wie das "Langenscheidts Kana & Kanji".

Oder, wenn du dich einfach nur mit dem Wesen der Kanji vertraut machen willst, wie sie funktionieren, was sie bedeuten, und wie man versuchen kann, sich die Schreibweise und grobe Bedeutung mit Hilfe von Eselsbrücken zu merken, gibt es James W. Heisigs "Die Kanji lernen und behalten". Bei letzterem lernst du aber die Lesungen nicht, das müsstest du auf irgendeine Art gesondert übernehmen.

So oder so: Um ein intensiveres Studium der Kanji, als es (meines Wissens nach, lasse mich gerne berichtigen!) in Anfängerkursen der VHS gelehrt wird, wirst du nicht herumkommen.

Gruß,
Kuma
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.09.07 16:16 von kurokuma.)
14.09.07 16:12
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Giftzwerg


Beiträge: 9
Beitrag #4
RE: Anfängerin stellt sich vor und bittet um Rat
(14.09.07 15:27)Misaki schrieb:es bedarf zwei Versuche, dass Du einen Platz inder VHS bekommst? huch Sind die Kurse dort so besucht?

Ja, ich war beide Male nur wenige Stunden zu spät da, diesmal war ich direkt zur Öffnungszeit morgens da. Japanisch I ist immer am ersten Tag der Anmeldung schon ausgebucht.

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14.09.07 16:18
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Giftzwerg


Beiträge: 9
Beitrag #5
RE: Anfängerin stellt sich vor und bittet um Rat
@Kurokama:

Also würdest du die Universitätsausgabe von Japanisch im Sauseschritt parallel zu meinem VHS-Kurs empfehlen und zusätzlich ein Buch um mich in die Welt der Kanjis zu stürzen?

An etwas ähnliches habe ich selbst gedacht, ich hoffe evtl nach 3 VHS-Kursen in den Kurs 2 an der Uni wechseln zu können. Selbe Lehrerin, aber andere Einstiegsbedingungen, also um in den Kurs bei uns an der Uni reinzukommen muss man einige Dinge erfüllen, um "Durchhaltevermögen" zu beweisen (da der Kurs wahrscheinlich genauso überlaufen wie der an der VHS ist) - aber vllt ist es mir ja so möglich reinzuwechseln und da ist der JLPT4 nach 3 Kursen vorgesehen.

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14.09.07 16:22
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kurokuma


Beiträge: 83
Beitrag #6
RE: Anfängerin stellt sich vor und bittet um Rat
(14.09.07 16:22)Giftzwerg schrieb:@Kurokama:

Also würdest du die Universitätsausgabe von Japanisch im Sauseschritt parallel zu meinem VHS-Kurs empfehlen und zusätzlich ein Buch um mich in die Welt der Kanjis zu stürzen?

Ich bin überfragt, was deinen Kurs angeht, weil ich "Japanisch, Bitte" nicht kenne, aber was an der Universitätsausgabe von JiS gut ist, das halt wirklich alles in Kana (und versprenkelten Kanji) geschrieben ist, und spätestens nach dem Buch hast du dich an die Schrift gewöhnt.

Gesondert in die Kanjis stürzen solltest du dich aber tatsächlich. Meines Erachtens ist das DIE Hürde, die Japanisch am stärksten von den anderen aktiven Sprachen unterscheidet, und das, was am aufwendigsten und schwierigsten an der Sprache ist.

Manche meinen, man sollte sich zu Beginn nicht mit dem Studium der Kanji belasten, und diese Ansicht ist nicht von der Hand zu weisen.
Ich denke aber, dass es hilft, sich frühzeitig damit zu beschäftigen. Selbst wenn man sie nicht sofort lernt: Man wird vertrauter mit ihnen, verliert die "Angst" davor, und wenn man in einem späteren Stadium des Studiums sich wirklich RICHTIG mit den Kanji beschäftigen MUSS, weiß man was man tut.

Daher wäre mein Ratschlag: beschäftige dich damit, aber gerade zu Beginn ist es wirklich nicht das wichtigste, so dass du entspannt bleiben kannst. Aber über kurz oder lang werden sie das wichtigste, vermutlich spätestens in den Unikursen, und je vertrauter du dann mit den Kanji bist, desto besser und einfacher.

Gruß,
Kuma!
14.09.07 16:40
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Giftzwerg


Beiträge: 9
Beitrag #7
RE: Anfängerin stellt sich vor und bittet um Rat
Okay, also macht es Sinn sich mit den Kanjis zu beschäftigen und schon einige zu lernen, es vllt als eine Art Spiel zu sehen, auch solange man die Grammatik noch nichtmal in Grundzügen beherrscht?

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14.09.07 16:51
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schattenjedi


Beiträge: 130
Beitrag #8
RE: Anfängerin stellt sich vor und bittet um Rat
Es ist wirklich einfach die Kanji-Schreibweise von alltäglichen Wörter zu lernen. Z.B. 木 Baum 水 Wasser 学校 Schule. Wenn du aber willst dass du sie auch schreiben kannst bedarf es etwas mehr Zeit. Wähle eine Methode für die du Zeit hast. Für die meisten Menschen ist das Lesen der Kanji viel wichtiger.
14.09.07 17:34
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Giftzwerg


Beiträge: 9
Beitrag #9
RE: Anfängerin stellt sich vor und bittet um Rat
@Schattenjedi: Was genau meinst du mit Methode?

Langenscheidt vs. Heisig?

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14.09.07 17:54
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kurokuma


Beiträge: 83
Beitrag #10
RE: Anfängerin stellt sich vor und bittet um Rat
(14.09.07 16:51)Giftzwerg schrieb:Okay, also macht es Sinn sich mit den Kanjis zu beschäftigen und schon einige zu lernen, es vllt als eine Art Spiel zu sehen, auch solange man die Grammatik noch nichtmal in Grundzügen beherrscht?

ICH würde das so sagen, ja! Aber mittlerweile weiß ich genug übers Japanischlernen, um zu wissen, dass da jeder ein bisschen seinen eigenen Weg finden muss. Aber ja, ich würds an deiner Stelle erst mal so machen, und dann unterwegs sehen, wie es für dich am besten passt!

(14.09.07 17:34)schattenjedi schrieb:Es ist wirklich einfach die Kanji-Schreibweise von alltäglichen Wörter zu lernen. Z.B. 木 Baum 水 Wasser 学校 Schule. Wenn du aber willst dass du sie auch schreiben kannst bedarf es etwas mehr Zeit. Wähle eine Methode für die du Zeit hast. Für die meisten Menschen ist das Lesen der Kanji viel wichtiger.

Was ja in meinen Augen die größte Stärke des Heisigsystems ist: Man lernt von Anfang an nichts anderes als die Schreibweise der Kanji - das lesen-können erfolgt da aus der Erkenntnis, dass man es schreiben kann.

Für mich war das perfekt: Ich habe von Anfang an nur gelernt, die Kanji zu schreiben. Lesen kann ich sie dadurch automatisch...

Aber wie gesagt: Beim Kanjilernen muss jeder seinen eigenen Weg finden, da funktioniert jeder Mensch anders...
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 14.09.07 17:58 von kurokuma.)
14.09.07 17:58
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Anfängerin stellt sich vor und bittet um Rat
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