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Auslandsjahr Japan (extrem?)
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Kasu


Beiträge: 379
Beitrag #61
RE: Auslandsjahr Japan (extrem?)
(16.03.13 18:17)Netheral schrieb:  nene. ich mein ne handy prepaid karte und die rechnung über den "festen" Wohnsitz laufen zu lassen
Achso. Prepaid Handy gibt es von Softbank, da bekommt man allerdings gar nicht groß was in die Hand bis auf das Handy selbst - muss allerdings auch hier beim Handykauf Identität und Anschrift nachweisen (das funktioniert in Japan nicht so wie in Deutschland, wo man einfach eine Prepaidkarte in der nächsten Drogerie kaufen kann oder so).
Ehrlich gesagt bin ich mir gerade dann auch überhaupt nicht sicher, wie das generell alles funktionieren kann, wenn man gar keine eigene Wohnung hat und auch nicht an einer Uni ist. Ich bin schon recht froh, dass mir wenigstens die Handy-Hudelei erspart bleibt, weil ich noch ein japanisches Prepaid-Handy habe und dafür sorge, dass die Nummer nicht verfällt...
EDIT: ich habe gerade nachgeschaut und fürs Prepaid-Handy reicht tatsächlich die Resident Card und der Pass.
Hatte da wohl noch etwas anderes im Kopf, weil ich zuerst damals in Japan versucht hatte, einen Handyvertrag (nicht Prepaid) abzuschließen und damals noch keine ARC hatte, aber Studentenausweis der japanischen Uni (mit vermerkter Anschrift), Antrag auf die ARC (mit Anschrift) und Reisepass und das alles zusammen dort nicht gereicht hat, um einen Vertrag abzuschließen :/ Mit der neuen Resident Card ist das vielleicht aber auch alles etwas einfacher jetzt.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.03.13 19:09 von Kasu.)
16.03.13 19:04
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torquato


Beiträge: 2.746
Beitrag #62
RE: Auslandsjahr Japan (extrem?)
(16.03.13 13:54)Yano schrieb:  Warum magst Du kein Konto in J? Du kommst an jedem Automat an die Kohle. Schlimmstenfalls fährst du heim und läßt auf dem japanischen Konto unter tausend Yen zurück, weil der Automat am Flughafen keine noch kleineren Beträge ausreicht.
Anekdotisch: In der Theorie kann ein solches Kleinstguthaben bei einer japanischen Bank dann problematisch werden, wenn du in D Sozialhilfe beantragst.

@Anekdotisch
Das ist Unsinn.

Wie es konkret bei 'Sozialhilfe' ist, weiß ich jetzt nicht. Sozialhilfe selbst ist heutzutage ein seltener Sonderfall. Die frühere Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe sind weitestgehend unter dem sog. "Hartz-IV" (SGB II) zusammengefaßt worden.

Was Hartz-IV angeht, ist es im Prinzip tatsächlich so, daß eventuell vorhandenes Vermögen bevorzugt zur eigenen Sicherung des Lebensunterhaltes herangezogen werden muß. Ist ja auch verständlich. Niemand will wirklich, daß einem vermeintlichen "Hilfebedürftigen" eine Villa im Grünen auf Staatskosten finanziert wird...*

Das betrifft natürlich auch Barvermögen im Ausland. Allerdings gibt es da eine Art Freibetrag. Gestaffelt nach dem Alter eines Hartz-IV-Antragstellers sind das insgesamt (glaube ich) um die ein-, zweitausend Euro. Irgendwas in der Größenordnung.

Kurzum, ein paar hundert Yen auf einem Japanischen Konto haben keinerlei Einfluß darauf, in Dtl. im Falle eines Falles Ansprüche auf staatliche Hilfe begründen zu können.

Problematisch kann es eher sein, solche "Vermögen" nicht anzugeben. Das kann dann bis hin zu strafrechtlichen Konsequenzen führen.

* Wieso habe ich nur das Gefühl, das genau das im Zuge der "Bankenrettung" in den letzten Jahren regelmäßig passiert ist...


Abgesehen davon, solche Restbeträge können schon ziemlich lustig sein. Als ich mit dem Studium in England fertig war und ich mich wieder auf den Weg zurück nach Dtl. gemacht habe, habe ich mein Englisches Konto komplett gelehrt, hatte aber keine Lust auf den Papierkram einer Kontoauflösung und beließ es einfach dabei.

Ein paar Wochen später bekam ich dann einen Kontoauszug nach Dtl. nachgeschickt:

Starting balance: 0.00£
Interest earned: 0.01£
End balance: 0.01£

So macht man aus 'Nichts' Geld! grins

PS: Sorry für's Off-Topic.
17.03.13 08:36
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Kasu


Beiträge: 379
Beitrag #63
RE: Auslandsjahr Japan (extrem?)
Ich weiß gar nicht warum jetzt wirklich genau, aber wir wurden am Ende des Auslandssemesters in Japan schon ziemlich vehement aufgefordert, auf jeden Fall unbedingt unsere Konten aufzulösen, weil es angeblich sonst Probleme geben könnte, wenn man später wieder in Japan einreist. Wenn dem so ist, wäre das wohl schon ein Grund, das Zeug nicht einfach so rumliegen zu lassen...
17.03.13 10:57
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Netheral


Beiträge: 249
Beitrag #64
RE: Auslandsjahr Japan (extrem?)
Heißt das ich kann theoretisch, mit einem Prepaid-Handy (welches ich unterwegs aufladen kann) meinen Wohnort in Japan (in dem Fall von Bekanntem) "verifizieren" und dann ein Konto aufmachen? hoho Oder würde das nicht reichen?... Oder was wäre die "billigste und einfachste" Möglichkeit um ein Konto eröffnen zu dürfen?

MfG

It's in our nature to want to forget truths that keep us awake at night
17.03.13 12:35
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Yano


Beiträge: 2.117
Beitrag #65
RE: Auslandsjahr Japan (extrem?)
Die Schwierigkeiten bei der Einreise beziehen sich bestimmt nicht darauf, daß man ins Gefängnis kommt, aber es ist halt so bürokratisches Hickhack, und nach all den Jahren hast du vielleicht einschlägige Unterlagen versehentlich vernichtet.
Ein Kumpel von mir sagt, er hat von einer AG noch Aktien aus einer Zuteilung, also weniger als eine börsengängige Einheit (1000), die seien theoretisch einige hundert Euros wert aber aufgrund bürokratischer Hindernisse sei ein Verkauf zu kostenträchtig.
17.03.13 14:12
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Netheral


Beiträge: 249
Beitrag #66
RE: Auslandsjahr Japan (extrem?)
Naja mal schaun hoho da werde ich mich wohl oder übel mit rumschlagen müssen hoho

Wie erwähnt könnt ihr mir auch "Must-See's" schreiben grins bin im Moment dabei eine kleine "Route" zu planen (Man will ja vorbereitet sein wenns mal soweit ist^^)

It's in our nature to want to forget truths that keep us awake at night
17.03.13 22:34
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Netheral


Beiträge: 249
Beitrag #67
RE: Auslandsjahr Japan (extrem?)
So... ich hab mich versucht ein wenig mit dem Einrichten der Konten zu beschäftigen... aber naja... ich blick nicht recht durch... Ich weiß zwar jetzt dass es nur 2 Große Banken gibt die für "Ausländer" Konten eröffnet... aber ich blicke nicht ganz durch WAS ich jetzt alles vorweißen muss und wo ich dann die Papier-Hektik herkriege traurig Kann mir das zufällig jemand erklären der das schon mal durch machen musste? grins

どうも ありがとう Netheral

It's in our nature to want to forget truths that keep us awake at night
19.03.13 12:37
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Yano


Beiträge: 2.117
Beitrag #68
RE: Auslandsjahr Japan (extrem?)
Es wäre mir neu, daß man als Ausländer nur schwer und nur bei wenigen Banken ein Futsuyokin (Normalkonto) bekommt.
Man latscht halt in eine Bankfiliale und hat seine Ausländerkennkarte dabei. Mehr ist nicht. So war es früher. Auch bei der Provinzbank in der hinterletzten Pampas.
19.03.13 14:53
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UnDroid


Beiträge: 385
Beitrag #69
RE: Auslandsjahr Japan (extrem?)
Also ich habe in Österreich lediglich ne Adresse und meinen Perso (oder Reisepass, bei dir halt die Ausländer-Karte) vorzeigen müssen um ein Konto zu eröffnen. Kann mir nur schwer vorstellen, dass das in Japan viel schwieriger ist, vor allem da ja mit der neuen Ausländer-Karte einiges besser geworden sein soll.

mfg
19.03.13 15:15
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Kasu


Beiträge: 379
Beitrag #70
RE: Auslandsjahr Japan (extrem?)
(19.03.13 14:53)Yano schrieb:  Es wäre mir neu, daß man als Ausländer nur schwer und nur bei wenigen Banken ein Futsuyokin (Normalkonto) bekommt.
Man latscht halt in eine Bankfiliale und hat seine Ausländerkennkarte dabei. Mehr ist nicht. So war es früher. Auch bei der Provinzbank in der hinterletzten Pampas.
Yano, das kann ich so ganz und gar nicht bestätigen. Meines Wissens nach hat man als Ausländer erhebliche Probleme, in Japan ein Konto zu bekommen, außer bei der Yûcho Ginkô und der Shinsei Bank.
Was man bei der Shinsei Bank braucht, findet man hier http://www.shinseibank.com/english/powerflex/oa.html
Bei der Yûcho Ginkô bin ich mir nicht ganz sicher. Ich hatte dort zwar ein Konto, hatte aber dafür Papierkram von der Uni und es war auch sehr kompliziert, allerdings hatte ich da auch die Alien Registration Card noch nicht, musste das Konto wegen eines Stipendiums aber haben, weshalb da einige Ausnahmeregelungen in Kraft waren. Würde aber mal schätzen, dass es dieselben Unterlagen wie bei der Shinsei Bank sind.
Auch für Handyverträge u.ä. braucht man immer zusätzlich zur Resident Card noch irgendetwas weiteres offizielles, um die Anschrift zu beweisen.

Es kann natürlich gut sein, dass das früher einfacher war...
Von einer Bekannten, die Working Holiday in Japan gemacht hat, weiß ich aber, dass es bei einer anderen Bank extrem schwierig war, ein Konto aufzumachen. Sie hatte die Anweisung von ihrem Arbeitgeber, zu einer bestimmten Bank zu gehen und wurde dort erstmal abgewiesen. Das Konto konnte sie erst aufmachen, als sie mit dem Chef persönlich vorbeikam. Das ist auch die einzige mir bekannte Person, die es überhaupt geschafft hat, ein Konto bei einer anderen Bank zu bekommen und ich kenne schon ein paar, die es auch anderswo probiert haben.

Übrigens ist es meines Wissens nach auch in Deutschland für nicht-EU Ausländer gar nicht sooo einfach, ein Konto aufzumachen. Eigentlich alle Austauschstudenten, die ich kenne, haben eines bei der Sparkasse, weil sie anderswo auch nicht so ohne Weiteres eines bekommen.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.03.13 15:41 von Kasu.)
19.03.13 15:35
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Auslandsjahr Japan (extrem?)
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