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Bochum Studiengang "Wirtschaft und Politik Ostasiens" erfahrungen ?
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Anonymer User
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Beitrag #1
Bochum Studiengang "Wirtschaft und Politik Ostasiens" erfahrungen ?
Hallo

ich wollte mal nachfragen, ob es hier jemanden gibt, der diesen Studiengang in Bochum studiert und mir vielleicht ein bisschen darüber erzählen kann ?

Ich studiere nämlich momentan Physik auf Diplom und werde dieses Jahr mein Vordiplom machen und da mich die japanische Kultur schon immer fasziniert hatte, wollte ich diese Sprache unbedingt erlernen, hatte aber durch das recht anspruchsvolle Physikstudium bis jetzt keine Zeit!

mfg und vielen Dank schonmal für die Antworten


---
Auf Goß- und Kleinschreibung von Ma-kun editiert.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.01.05 23:41 von Ma-kun.)
18.01.04 10:16
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datobi


Beiträge: 13
Beitrag #2
RE: Bochum Studiengang "Wirtschaft und Politik Ostasiens" erfahrungen ?
Hallo,
Also ich habe wirklich keine Ahnung, wie der Japanisch-Kurs in Bochum wirklich ist,
was ich aber vom Hörensagen erfahren habe waren eher negative sachen.
Z.B. dass der Kurs sehr theoretisch aufgebaut ist, so dass die te-form als te-copula behandelt wird...
Also wie gesagt.. nur Gerüchte von meiner Seite! cool
18.01.04 12:24
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Daremo


Beiträge: 414
Beitrag #3
RE: Bochum Studiengang "Wirtschaft und Politik Ostasiens" erfahrungen ?
Zu den WPOA kann ich nichts sagen, da müsst ich erst meine Kommilitonen befragen, aber wenn es dich interessiert könnte ich was zu den Sprachkursen sagen.
Sag Bescheid, wenn du darüber etwas wissen willst.

物知り 物知らず
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 18.01.04 14:45 von Daremo.)
18.01.04 14:43
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Anonymer User
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Beitrag #4
RE: Bochum Studiengang "Wirtschaft und Politik Ostasiens" erfahrungen ?
ja würde sehr gerne was über die sprachkurse hören.

mich interessiert vorallem wie die sprachkurse allgemein aufgebaut sind und das lerntempo.

und was muss ich mir unter "übungen im sprachlabor" vorstellen ?
18.01.04 15:08
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Daremo


Beiträge: 414
Beitrag #5
RE: Bochum Studiengang "Wirtschaft und Politik Ostasiens" erfahrungen ?
Gut. Ich nehm dann erstmal den Grundkurs ins Visier:
Der Sprachkurs besteht aus den Teilen "Grammatik", "Übungen", "Schrift" und "Sprachlabor". In "Grammatik", "Übungen" und "Schrift" wird zu Ende des Semesters eine Klausur geschrieben. Das ganze baut auf dem Kursbuch auf, das genauso eingeteilt ist (bis auf das Sprachlabor).
In "Grammatik" wird zu Beginn der Woche die neue Grammatik vorgestellt, jede Woche eine neue Lektion. Meistens beschäftigt sich eine Lektion mit einem einzelnen Thema, z.B. dem Partizip oder Perfekt.
Das wird dann in "Übungen" eingeübt, dazu werden auch Hausaufgaben vergeben. Wenn man die macht, sollte es eigentlich keine Probleme mit der Grammatik geben. Die Hausaufgaben werden meistens besprochen, manchmal gibt es auch kleinere Tests, die aber nicht relevant für die Endnote sind.
Pro Lektion gibt es durchschnittlich ungefähr 20 neue Kanjis - keine Angst, im ersten Semester sind es noch etwas weniger - die in "Schrift" ausführlich besprochen werden. Dazu muss ich allerdings sagen, dass der Dozent teilweise etwas zu ausführlich wird und ins Geschichten erzählen abrutscht, aber das ist zumeist sehr amüsant und interessant. Ich zumindest mochte die Schrift-Seminare immer sehr.
Dann gibt es noch das "Sprachlabor", dass seinem Namen nicht unbedingt so gerecht wird, es hat nichts mit 70er Jahre Didaktik zu tun. zwinker Es werden nochmal aktiv die neuen Grammatikphänomene eingeübt, allerdings wird es bei einem relativ großen Kurs schwierig, jeden zu Wort kommen zu lassen. Außerdem werden Rollenspiele und Gruppenarbeiten gemacht, um die Studenten dem Japanisch-Sprechen etwas näher zu bringen. Leider kommt das sonst viel zu kurz und das Sprachlabor kann das nicht wirklich aufwiegen.
Das Lerntempo ist eigentlich ok, wie in der Studiengangbeschreibung steht, es ist sehr arbeitsintensiv und das sollte man auch wörtlich nehmen. Ich hatte das "Glück", dass ich meinen zweiten Studiengang ziemlich schnell geschmissen habe im ersten Semester und mich deswegen ganz auf Japanisch konzentrieren konnte. Andere haben aber durchaus auch sehr gute Ergebnisse erzielt, es geht also, wenn man will und halbwegs bereit ist, dafür zu arbeiten. Ich finde, ich habe schon recht viel gelernt, vor allem im Grundkurs. Man sollte abe beachten, dass die Japanisch-Kurse an der Ruhr Uni recht sprachwissenschaftlich orientiert sind. Das meinte datobi wahrscheinlich mit theoretisch. Ich empfand es aber ganz und gar nicht als Nachteil, weil ich dadurch viel besser verstehen konnte, wie bestimmte Formen, z.B. die onbin, zustande kommen. Es liegt aber nicht jedem, also solltest du dir das vorher gut überlegen. Wenn noch Fragen offen geblieben sind, stell sie hier rein, ich werd versuchen, sie so gut es geht zu beantworten.

物知り 物知らず
18.01.04 15:38
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Anonymer User
Unregistriert

 
Beitrag #6
RE: Bochum Studiengang "Wirtschaft und Politik Ostasiens" erfahrungen ?
vielen dank erstmal für deine ausführliche erläuterung!

was mich jetzt noch brennend interessiert:

1.) wie gut kann man eigentlich japanisch nach diesen 6 semester überhaupt ? also wie sieht das zbsp mit zeitung lesen aus ??

2.) wieviel studenten seit ihr so circa im semester und gibt es welche die noch ein 2. fach studieren und wie kommen die klar?

3.) wie gross würdest du den wochentlichen zeitaufwand einschätzen ?

vielen dank schonmal für die antworten!
19.01.04 09:59
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Daremo


Beiträge: 414
Beitrag #7
RE: Bochum Studiengang "Wirtschaft und Politik Ostasiens" erfahrungen ?
^^ Kein Problem!

zu 1.) Also, wie gesagt, Japanologie ist verdammt arbeitsintensiv und das beinhaltet auch Eigeninitiative!! Es wird dir nicht alles mudgerecht vorgesetzt - außer im Grundkurs - du musst dich schon selber darum kümmern, dass du etwa die Jooyoo Kanji lernst. Zwar werden auch einige Kanjis vorgegeben, die wir lernen müssen, aber der Rest ist unsere Sache. Und was würdest du sagen wieviel man in 3 Jahren lernen kann? Wieviel Englisch hast du von der 5. bis zur 8. Klasse gelernt? Das ist eben der Bachelor... Kurz und knapp, aber man kann ja noch den Master draufsetzen. Wiederum sind die Studenten gefragt, z.B. sich um einen Japanaufenthalt (unbedingt empfohlen!) zu kümmern. Natürlich wird man in dieser Zeit nicht perfekt werden, aber lernt schon viel.

zu 2.) Hmmm.... schwierige Frage. Am Anfang immer noch recht viele... (relativ zu anderen Studiengängen aber nur ein kleiner Haufen, so 100) aber das dünnt sich sehr schnell aus (im Laufe der ersten paar Wochen) wenn die ersten aufgeben. Nach der ersten Klausur bleibt dann etwa die Hälfte übrig. Das heißt nicht, dass die Klausur schwierig ist (eher im Gegenteil), die Leute haben wohl nur erkannt, dass es nicht das richtige für sie ist.
Hast du dich auf der Site der Ruhr Uni schonmal umgesehen oder dir die Studiengangbeschreibung von Japanologie durchgelesen? Die findest du hier: http://www.ruhr-uni-bochum.de/oaw/home/
Wie gesagt, es ist ein Bachelor-Studiengang und zwar ein 2fach Bachelor, das heißt du musst sogar ein zweites Fach belegen. Ich mache Sprachlehrforschung und komm damit gut klar. Es ist durchaus zu schaffen, wenn man, wie bereits erwähnt, bereit ist, zu arbeiten.

zu 3.) Ohje.... noch schwieriger... ^^ Viel. Wieviele Stunden genau kann ich dir nicht sagen. Man muss schon jeden Tag was machen, aber das ist beim Fremdsprachenlernen eigentlich immer so! Ich meine, du willst Japanisch lernen, oder? Das ist ein full-time-job! So ist es eben. Im Grundkurs ist es noch ok, aber spätestens ab dem Mittelkurs kommt einiges an Arbeit auf dich zu. Du musst wissen, ob du damit klar kommen kannst.

物知り 物知らず
19.01.04 20:53
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Anonymer User
Unregistriert

 
Beitrag #8
RE: Bochum Studiengang "Wirtschaft und Politik Ostasiens" erfahrungen ?
hehe nochmals danke für deine antworten

zu 1) eigeninitiative ist für mich selbstverständlich! ohne die wäre ich in physik auch nicht weit gekommen. zu dem "wieviel englisch hast du von der 5. bis zur 8. klasse gelernt" kann ich nur sagen das ich 2-sprachig (naja eigentlich 3-sprachig) aufgewachsen bin und deshalb deutsch quasi als fremdsprache hatte.

zu 2) ok also soviele ungefähr wie in physik. und "wirtschaft und politik ostasiens" ist bei mir ein 1-fach bachelor deshalb fragte ich ob es viele gibt die das als 2. fach studieren.

zu 3) wie ichs mir gedacht hatte. physik ist alleine auch schon sehr arbeitsintensiv aber nach dem vordiplom wird es besser und da ich unbedingt japanisch lernen will werd ich schon nen weg finden und damit klarkommen.

mfg und danke bis hierhin für die antworten ich melde mich wieder wenn noch was unklar ist hoho
20.01.04 11:33
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Daremo


Beiträge: 414
Beitrag #9
RE: Bochum Studiengang "Wirtschaft und Politik Ostasiens" erfahrungen ?
Übrigens hättest du auch die Möglichkeit den Sprachkurs einzeln über den Optionalbereich zu belegen. http://www.ruhr-uni-bochum.de/optionalbereich/

物知り 物知らず
21.01.04 11:23
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