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Vokabel :-(
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divB


Beiträge: 26
Beitrag #1
Vokabel :-(
Es geht einfach nicht :-(

Noch nie hatte ich mit Vokabel dermassen große Probleme.

In der Schule habe ich Englisch, Latein, Französisch gelernt, lustig war die Vokabellernerei nicht aber es ist gegangen.

Jetzt mit Japanisch versuche ich mit Anki zu lernen (Übersetzungen mit Hiragana<-->Deutsch) und es bleibt einfach nichts hängen.

Es sieht so aussichtlos aus. Ich könnte genauso gut den Inhalt aus /dev/random auswendig lernen.

Muss ich mich damit abfinden oder gibt es irgendwelche Tricks wie die Vokabel einigermaßen hängen bleiben?

lg,
divB

PS: Ich muss noch dazusagen dass ich Techniker bin und mich bei Sprachen generell sehr schwer tu, besonders auswendig Lernen ist auch relativ schwierig für mich...
31.03.09 12:06
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Koumori


Beiträge: 397
Beitrag #2
RE: Vokabel :-(
Zuerst: Sag nicht sowas wie: "Es geht einfach nicht, es ist aussichtslos." Das merkt sich Dein Gehirn sehr schnell und versucht dann gar nicht erst, ob es nicht doch klappen könnte. ;o)

Ich weiß leider nicht, wie Du lernst (allein? mit Lehrer? im Kurs?), aber es scheint, als wehrt sich Dein Gehirn gegen sinnloses Auswendiglernen einzelner Vokabeln.
Versuch es doch mal mit sinnvollen Sätzen. Mir hilft am besten ein Lehrbuch mit CD. Wenn Du die Bedeutung eines Textes weißt, immer wieder denselben Text hören. Wenn Du 20mal "Mein Name ist Tanaka. Heute ist Freitag." gehört hast, wirst Du Dir die Vokabeln für "ich", "Name", "heute" und "Freitag" viel besser merken können. Und Du kannst sie auch gleich kombinieren, z.B. "Mein Name ist Freitag". ;o)
Und dann natürlich wiederholen. Wenn Du die Vokabeln einmal anschaust und dann erst eine Woche später wieder, ist das meiste weg. Schaust Du es aber vorm Schlafengehen und am nächsten Tag nochmal an - dann ist nach einer Woche sehr viel mehr da.

^^;~;^^
31.03.09 12:39
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Landei


Beiträge: 283
Beitrag #3
RE: Vokabel :-(
Genau: Einfache Texte immer wieder laut lesen und (wenn möglich) hören, unbekannte Worte immer wieder nachschlagen.

Ich habe die Texte aus "Grundlagen der Modernen Japanischen Sprache" von Saito-Silberstein gelesen (und lese sie immer noch), aber das ist Geschmackssache (relativ DDR-Buch und wird nicht mehr gedruckt, aber online frei unter http://www-user.tu-chemnitz.de/~heha/j/b.../Index.htm verfügbar)

Wenn's einfach wär', könnt's jeder - 難しくなければ、誰もが出来る
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 31.03.09 12:49 von Landei.)
31.03.09 12:48
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zendent


Beiträge: 86
Beitrag #4
RE: Vokabel :-(
Hi divB,
ich denke ich kann deinen Standpunkt ganz gut nachvollziehen, als Informatiker hatte ich selbst nie so den Zugang zu Fremdsprachen und habe mich in der Schule auch mit meiner Meinung nach trivial/sinnlosen Sachen abgequält. Trotzdem wollte ich als "erwachsener" Mensch in Eigenregie dann noch mal austesten, was ich aus mir "rausholen" kann... was bisher auch sehr gut geklappt hat.
Mit Anki bist du schon mal auf dem besten Weg, dir das triviale "Auswendiglernen"möglichst einfach zu machen.

Wenn du die Hiragana und damit auch die japanische Lautsprache besser verinnerlicht hast, wird es dir auch leichter fallen in japanischen Bestandteilen zu denken. Dein Assoziationsnetzwerk baut sich langsam auf, du wirst Sachen schneller erkennen und verinnerlichen können. Ich persönlich habe noch den Vorteil, dass ich alle Vokabeln direkt als Kanji lerne, so dass ich auf mehr Assoziationen zurückgreifen... aber zur Zeit lerne ich auch nur auf Verstehen und nicht Produktion, das macht die Sache natürlich einfacher. Es gibt einige Stimmen die sagen, man sollte erst mal halbwegs Verstehen können, bevor man sich überhaupt ans Produzieren - aber das ist wohl auch entsprechend der individuellen Anforderungen unterschiedlich.

Zu Vokabeln allgemein... ich glaube das sturre Pauken einzelner Wörter sieht man heutzutage eher als überholt an. Das ist eher ein trivialer Kraftakt, der das Gehirn in einer uneffizienten Art und Weise benutzt. Als Assoziativspeicher ist hier besonders Kontext hilfreich. Zum Beispiel in Form kompletter Sätze, vielleicht auch mit Bild... und auf jeden Fall mit Audiomaterial! Das kostet (mal von der Beschaffung) her auch nicht zusätzlich Zeit. Anki kann mit allem auch hervorragend umgehen.
31.03.09 13:40
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The Wicket Witch of the West


Beiträge: 119
Beitrag #5
RE: Vokabel :-(
(31.03.09 12:06)divB schrieb:  Muss ich mich damit abfinden oder gibt es irgendwelche Tricks wie die Vokabel einigermaßen hängen bleiben?

Ja, es gibt Tricks.
Trick 1: Keine Vokabeln lernen. Lerne Sätze.
Trick 2: Baue Assoziationen auf: mizu wo nomimasu.
mizu = mies
nomi = Naomi (Campbell)
Stellst dir naomi Campbel vor, die etwas trinkt. Und zwar mieses Wasser.
Geht schon. Mit etwas Fantasie.
31.03.09 20:04
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kane tensen


Beiträge: 376
Beitrag #6
RE: Vokabel :-(
Hallo und ein kurzes "bin mal kurz hier, um zu gucken, ob´s euch noch gibt" für alle, die mich irgendwie noch kennen und sich dunkel an mich erinnern können.

Zum obigen Problem würde ich aus heutiger Sicht sagen - Les"´ dir was zum Thema "Lernpsychologie" durch, um zu verstehen, wie das Gehirn "richtig" merkt. Es gibt verschiedene Lerntypen, sicher kannst du dich so wenigstens irgendwo einordnen. Sage dir vor dem Lernen, was du lernst ein paar mal laut! vor.
Was - japanisch
Was - Thema oder Lerngebiet
Was - Unterthema
etc.

dabei läufst du am besten durch dein Zimmer.
so weiß dein Gehirn, wo der ganze Mist gespeichert ist...

Viel Erfolg...grins

Meinem Vorredner möchte ich sagen: Das funktioniert vielleicht bei 1-10 Sachen, aber merk´ dir mal so viele Eselsbrücken( ,die dazu extrems wackelig sind) bei 100 oder 1000 Sätzen, Phrasen wie auch immer.
Siehst du da noch durch??? Am Ende brauchst du ne Eselsbrücke für die Eselsbrücke!! :-)
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.04.09 20:52 von kane tensen.)
02.04.09 20:49
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The Wicket Witch of the West


Beiträge: 119
Beitrag #7
RE: Vokabel :-(
(02.04.09 20:49)kane tensen schrieb:  Meinem Vorredner möchte ich sagen: Das funktioniert vielleicht bei 1-10 Sachen, aber merk´ dir mal so viele Eselsbrücken( ,die dazu extrems wackelig sind) bei 100 oder 1000 Sätzen, Phrasen wie auch immer.

Also bei mir klappt es sehr gut. Wenn's bei dir nicht klappt, musst du dir etwas anderes ausdenken.
Dann erzähle mir mal, wie du folgende Vokabeln memorierst:

matomeru
mitomeru
motomeru
02.04.09 23:07
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zongoku
Inaktiv

Beiträge: 2.973
Beitrag #8
RE: Vokabel :-(
Nun man kann sich wohl nicht alle Woerter merken die einem auf dem Weg zur Erlernung der Sprache vorkommen. Und absolute Methoden gibt es auch nicht.
Sogar einhaemmern mit einem Hammer kannst du getrost vergessen. Ganz gleich wie schwer dein Hammer auch ist. Ne Matschbirne bekommst du da ganz sicher davon.

Gerade als Informatiker kannst du dein Problem mit deinem Beruf loesen. Frag mich nun aber nicht wie so etwas programmiert wird.
Man kann sovieles selber dafuer programmieren. Ob mit Mickey Mouse, oder als Schiessprogramm (ist aber demnaechst auch verboten).

Oder eventuell ein Ratespiel, wo die Gegenstaende mit dem richtigen anklicken den Code der naechsten Tuer oeffnen. Bis du das Programm fertig hast, kennst du den Begriff.

zB. Kleider.
Na kein Problem, es gibt viele Programme auf dem Web, wo man Puppen ankleiden kann.
Fuege noch deren Namen hinzu und schon gehts weiter.
Der Bilder-Duden zB. hat soviele Bilder mit Bedeutungen. Dies als Grundbild und die Objekte darauf programmieren. Irgendwie wie in Electro einprogrammieren.
Du brichst dabei 2 Copyrights aber fuer den eigenen Gebrauch tust du damit niemand weh.

http://www.amazon.de/gp/product/images/B...651&s=toys

Damit kann man sich tausende Blaetter bereitstellen.
Schon beim erstellen dieser Blaetter wirst du die Worte lernen.
Es koennte nun auch sein, dass ich dir damit eine Marktluecke gezeigt habe. Oder sonst einer Person. Na wenn es der Menschheit hilft.

Er moege dann Nora und das Forum bitte nicht vergessen.
Danke.
03.04.09 00:41
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Teskal


Beiträge: 826
Beitrag #9
RE: Vokabel :-(
(02.04.09 20:49)kane tensen schrieb:  Meinem Vorredner möchte ich sagen: Das funktioniert vielleicht bei 1-10 Sachen, aber merk´ dir mal so viele Eselsbrücken( ,die dazu extrems wackelig sind) bei 100 oder 1000 Sätzen, Phrasen wie auch immer.

Das mit den Eselsbrücken funktioniert bei den Kanji sogar so gut, das es fast eine Überlegung Wert ist, dies später bei zusammengesetzten Kanjiwörtern weiterzuführen. Also wenn das Wort aus 2-4 Kanji besteht, diese zu einer Geschichte zusammenzufügen wo die Übersetzung auch vorkommt.

Ein Bilderbuch zu benutzen ist sicher eine gute Idee. Am Besten aber nicht anhand des Buches selber, sondern anhand deiner Wohnung.

Beschreib wie du auf dein Haus zu gehst und deine Tür mit dem Schlüssel öffnest. Beschreib die Farben des Hauses, der Tür, ist das Haus groß, breit, klein usw. Welchen Raum betritts du als erstes, was ist links an der Wand, was Rechts, vor dir oder links und rechts neben der Tür. Also inkl. wieviel Türen und Möbeln. Was ist in den Möbeln drin. Gibt es Haken für Jacken. Was für Jacken hängen da. Dann was ist in dein Schlafzimmer, Badezimmer, Wohnzimmer usw. Falls Personen mit darin wohnen, bau die damit auch ein.

Wenn du dir das richtig im Kopf alles vorstellen kannst und dabei mit Japanischen Vokabeln verbindest, wirst du diese sicher nicht so schnell vergessen.

Wenn das ganze mit deiner Wohnung klappt. Bau als nächstes ein Fantasiehaus. Du bist reich. Hast ein Riesenhaus, das vom Aussehen nur in deiner Fantasie begrenzt ist. Viele Angestellte, Verwandte, Freunde wohnen dort. Eine Garage mit den verschiedensten Fahrzeugen von Dir und deinen Freunden und Verwandten. Deine (Fantasie-)Oma baut im Garten Hanf an, dein (Fantasie-)Onkel ist nicht mehr arbeitslos und züchtet irgendwelche Nutztiere, dessen Esel frißt gerade das Gemüse deiner (Fantasie-)Öko-Mama, während sich diese mit deiner Omma über den Hanf streitet. Deine (Fantasie-)Schwester hat ein riesen Zoo mit angeschleppt. Diese Tiere machen gerade überall in der Wohnung dummen Sachen. Dein Älterer Bruder ist Schriftsteller und heißt John Boy, dein jüngerer Bruder interessiert sich für Autos. Die Mitbewohner machen auch die verrücktesten Sachen....

Wer die Serie Waltons oder eine andere Serie mit einer Großfamilie, nimmt einfach diese als Grundlage. So hat man gleich die Gesichter vor Augen von John Boy und den anderen Geschwistern, bzw. Eltern.

Danach gehst du in die Umgebung deines Hauses, erst der Hof und Garten, dann in die verschlafene Kleinstadt wo du den Krämer und andere Geschäfte, die Feuerwehr, Polizei, das Krankenhaus usw beschreibst.

Das Problem das ich hier sehe ist, das man dies ohne einen Japaner nur schlecht realisieren kann. Weil viele Wörter nur in einem bestimmten Kontext benutzt werden können.

Aber ich denke, wenn man kleine Geschichten baut, wird man die Vokabeln dieser Geschichten nicht so schnell wieder vergessen.
03.04.09 05:57
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Koumori


Beiträge: 397
Beitrag #10
RE: Vokabel :-(
Genau. Es ist nämlich nicht so, dass das Gehirn Eselsbrücken braucht, um sich Eselsbrücken zu merken. Es geht einfach darum, Verknüpfungen im Hirn zu schaffen, mit denen die Vokabel selber dann auch gleich verankert ist. Die Eselsbrücke selber brauchst Du dann bald nicht mehr.
Je mehr und bessere Verknüpfungen, desto weniger kann die Vokabel wieder verlorengehen. Das kann eine Eselsbrücke sein, ein Bild, ein Gegenstand (kleb in Deinem Zimmer z.B. Zettel mit den Bezeichnungen auf Schrank, Tisch, Lampe, Tür und lies sie immer laut vor, wenn Du vorbeigehst)... Und wenn man die Vokabel ein paarmal benutzt, z.B. ein paar Sätze damit bildet, werden die dünnen Verknüpfungsfädchen jedesmal etwas dicker.

Das Gehirn funktioniert auch besonders gut, wenn man beim Lernen geht. Wenn Du also beim Walking, Jogging oder Spazierengehen Deine Japanisch-Texte hörst, wird viel mehr davon hängenbleiben, als wenn Du am Schreibtisch sitzt.

^^;~;^^
03.04.09 10:58
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Vokabel :-(
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