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Kindle als Unterstützung beim Lernen
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hez6478


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Beitrag #11
RE: Kindle als Unterstützung beim Lernen
(01.04.13 12:50)Hellstorm schrieb:  Naja, ich sage ja nicht, dass man für Ebooks ein A4-PDF nehmen soll. Das muss natürlich neu erstellt werden, für E-Book-Größe.

Nur trotzdem hätte ich anschließend gerne ein statisches Dokument, wo jemand, der Ahnung von Typographie und Layout hat, das ganze entworfen hat (bzw. zumindest mal drübergeschaut hat). Meiner Meinung nach sehen E-Books aus wie schlechte HTML-Seiten. Dafür gebe ich sicherlich kein Geld aus.

Ja, genau das sind sie. eBooks sind nichts anderes als in EPUB gekapseltes HTML + CSS ... Es sind genaugenommen nichts anderes als Webseiten grins

Daher funktioniert das mit der Unabhängigkeit des Fonts und der Zeilenbreite auch so gut, weil HTML standardmäßig umgebrochen wird.

Zitat:Ich mein, der E-Book-Reader hat doch eh ungefähr die Größe eines Buches. Dann kann da doch auch einfach der Text in der gleichen Größe wie in einem Buch angezeigt werden.

Okay, ich versteh langsam worauf du hinaus willst. Allerdings hast du dann den Nachteil, dass du nicht willkürlich die Fontgroße ändern kannst, ohne komisch innerhalb der Seite von Quadrant zu Quadrant zu springen ...

Zitat:Für größere Bücher (wie Lehrbücher o.ä.) ist das natürlich wieder was anderes, aber für normale Romane oder ähnliches „kleines“ könnte man wunderbar ein richtiges PDF auf einem E-Book-Reader anzeigen.

Für richtige Lehrbücher möchte ich garkeinen eReader verwenden. Zu Weihnachten wünsche ich mir mittlerweile nur noch - in Form von gedruckten Büchern - z.B. Kochbücher und andere Fachbücher.
01.04.13 17:45
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frostschutz
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Beitrag #12
RE: Kindle als Unterstützung beim Lernen
(01.04.13 17:45)hez6478 schrieb:  Für richtige Lehrbücher möchte ich garkeinen eReader verwenden.

Kommt drauf an. Vokabellisten aus einem Papierbuch abtippen ist auch nur begrenzt spaßig... grr

Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück.
01.04.13 18:01
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Hellstorm
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Beitrag #13
RE: Kindle als Unterstützung beim Lernen
(01.04.13 13:54)Firithfenion schrieb:  Die Anzeige von orignalen Dokumenten im Kindle Format ist sehr gut, die Meinung von Hellstorm, sie würden nur wie schlechte HTML Dokumente aussehen, kann ich nicht bestätigen. Vielleicht war es in vorigen Versionen des Kindle so. Der Kindle Paperwhite hat aber eine sehr gute Auflösung. Ein Kaufkriterium war ja für mich gerade der weiße Hintergrund und die integrierte Hintergrundbeleuchtung.

(01.04.13 17:45)hez6478 schrieb:  Ja, genau das sind sie. eBooks sind nichts anderes als in EPUB gekapseltes HTML + CSS ... Es sind genaugenommen nichts anderes als Webseiten grins

Daher funktioniert das mit der Unabhängigkeit des Fonts und der Zeilenbreite auch so gut, weil HTML standardmäßig umgebrochen wird.

Ja, aber genau das ist das Problem. Mir geht es nicht um Auflösung oder Schriftart an sich. Aber schaut doch mal bitte in die Einstellungen eines DTP-Programms, bzw. in ein Grundlagenbuch zur Typographie. Da geht es um Sachen, die es in HTML gar nicht gibt. Folglich können sie auch nicht in Epub dargestellt werden.

HTML ist im Grunde doch nur eine Aneinanderreihung von Wörtern, die irgendwann am Ende der Zeile willkürlich getrennt werden. Aber da fangen doch die Probleme an: Machen wir Flattersatz, wie es ja bei jeder Webseite der Fall ist, sieht es schlecht aus. Machen wir allerdings Blocksatz, gibt es zu große Wortabstände. Also müssen wir Silbentrennung machen. Aber bei manchen Wörter ist die Silbentrennung eben nicht eindeutig, oder man könnte sie besser trennen. In Programmen wie Latex, Word, Indesign usw. kann überall nachjustiert werden, eben weil es manchmal notwendig ist. Aber bei einem E-Book geht das eben nicht.
Dann wäre optischer Randausgleich (klick, ganz unten) schön. Aber oh wunder, kann HTML nicht. Dann haben wir das Problem, dass am Ende der Seite öfter mal ein neuer Absatz beginnt, davon allerdings nur die erste Zeile steht (ein sogenannter Schusterjunge). Kann HTML/Epub auch wieder nicht korrigieren (Wie oft habe ich schon etwas als E-Book gelesen, wo auf einer Seite einfach nur die letzten Reste eines Absatzes mit drei oder vier Wörtern standen, udn der Rest der Seite leer war).
Dann hätten wir gerne mal eine andere Schriftart im ganzen Text. Geht zwar (glaube ich), im Endeffekt haben wir aber bei jedem Buch die gleiche uniforme Schriftart, nämlich die, die der Kindle oder ein anderer E-Book-Reader mitliefert. Also sieht jedes Buch gleich aus.

Dann ist irgendwo ein Bild im Text: Sieht auch sehr schlecht aus, weil es oft nur als Bild dazwischengeklatscht ist. Vielleicht hätten wir auch gerne mal am Anfang des Absatzes eine schmucke Initiale. Geht nicht. Oder mal Ligaturen? Wird auch nicht gemacht. Oder mal eine richtig gut gesetzte Tabelle?

Es gibt noch so viele weitere Sachen, die HTML und Epub gar nicht können. In vielen Fällen ist das nur Schludrigkeit, obwohl es theoretisch auch gehen könnte. In anderen Fällen ist es, weil durch die vom Benutzer wählbare Schriftgröße der Verlag nicht manuell das Design anpassen kann. Und in vielen Fällen ist es einfach, weil HTML das ganze nicht unterstützt. Ich hätte es wirklich besser gefunden, wenn E-Books alle eine Standardgröße hätten (vielleicht maximal 2 Stück), und dort dann einfach ein vernünftiges PDF angezeigt würde. Ich habe einige frühere amerikanische Ebooks (von ca. 2003 oder 2004), das sind ganz normale gelayoutete PDFs. Das hätte ich mir gewünscht.

Frostschutz und hez, ihr seid doch Informatiker: Wieso sieht Latex denn um Längen besser aus als z.B. Word? Weil dort viele typographische Sachen einfach besser unterstützt werden.

Das hat doch Jahrzehnte gedauert, bis der Computersatz so gut wurde (bzw. sogar noch besser) wie der gute klassische Buchsatz. Und jetzt kommen E-Books in Mode, und es ist wieder wie ein Rückfall in das Schreibmaschinenzeitalter.

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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.04.13 18:33 von Hellstorm.)
01.04.13 18:30
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Firithfenion


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Beitrag #14
RE: Kindle als Unterstützung beim Lernen
(01.04.13 18:01)frostschutz schrieb:  Kommt drauf an. Vokabellisten aus einem Papierbuch abtippen ist auch nur begrenzt spaßig... grr

Ausserdem ist es auch eine Platzfrage. Meine Wohnung ist nicht so besonders groß und da ich mich für zahlreiche Themen interessiere, sind schon verschiedene Regale mit Belletristik und Sachbüchern zu verschiedensten Themen gefüllt. Wenn jetzt durch mein Interesse an der japanischen Sprache noch etliche Bücher dazukämen dann wüsste ich bald nichtmehr wohin damit.

Zu meinen ersten Ewerbungen gehörte u.a. eine complete Collection of Arthur Conan Doyles Sherlock Holmes und eine Complete Edition of Edgar Allan Poe. Für beides zusammen habe ich weniger bezahlt, als ein BigMac bei Macdonalds kostet. In gedruckter Form würde es ausserdem mindestens eine Regalreihe gefüllt haben.

Des weiteren ist es einfach auch bequem und leicht überallhin mitzunehmen. Es passt in meine Handgelenktasche, so das ich es im Cafe oder Restaurant, wenn ich z.b. auf die Bestellung warte oder meinen Cappuccino trinke, bequem in die Hand nehmen kann. Durch die Touscreebedienung lässt es sich mit einer Hand bedienen, und wenn ich es hinlege, merkt es sich die Seite. Ein Taschenbuch benötigt ein Lesezeichen, sonst klappt es zu wenn man es gedankenverloren hinlegt. Wenn man anmerkungen oder Markierungen hinzufügt, sieht ein gedrucktes Buch bald nicht mehr ansehnlich aus. Und wenn man in einem fremdsprachigen Text mal etwas übersetzt haben will, muss man ein zusätzliches Wörterbuch mit sich herum schleppen.

Wie schon erwähnt, habe ich mir den Kindle mit 3G anbindung geholt. Den allgemeinen Internetzugang hat Amazon Deutschland damit zwar gesperrt, (dafür muss man den Kindle in ein WLAN einbinden) aber immerhin lässt Amazon ausser den Bücherkauf auch noch den kostenlosen Zugang zu Wikipedia und dem schon erwähnten Online-Übersetzungstool BING über sein eingebautes Whispernet zu. Das ist oft auch schon sehr nützlich, wenn man mal etwas nachschlagen will.

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01.04.13 18:46
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frostschutz
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Beitrag #15
RE: Kindle als Unterstützung beim Lernen
Du vermischst da ein bißchen zu sehr HTML mit der Engine die für die Darstellung des HTML zuständig ist. Du kannst LaTeX auch (einfaches) HTML rendern lassen. <h1> wird zu \section{}, <p> zu einem Abschnitt, und <i> zu \emph{}. Damit kann man schon die meisten schnörkellosen Fließtextbücher erschlagen. Leider löst das nicht alle Probleme...

Einige der Dinge die du angesprochen hast gibts auch schon... auf EPUB-Readern (Adobe) erfolgt die Silbentrennung über hyphendics, die kann man auf einigen Geräten anpassen, damit aus "Silbentrennung" dann "Silben-trennung" wird und nicht "Silbentrennun-g". Warum die Gerätehersteller das nicht hinbekommen - tja. Die nehmen halt einfach das Zeug von Adobe und fertig. DRM sei Dank verwenden alle das gleiche proprietäre System, das ist die größte Innovationsbremse die es überhaupt gibt.

Das Problem bei LaTeX ist, daß es auch nicht taugt. LaTeX ist wie PDF - optimiert auf Papier mit einem festen Format. Das Papierformat legst du fest, bevor du anfängst dein Dokument zu schreiben. Wann immer LaTeX was nicht richtig hinbekommt, besserst du händisch nach. Wenn also LaTeX ein Wort nicht richtig trennt - ein Problem das nur auffällt, wenn das Wort in deinem Text mit deiner Schrift in deinem Papierformat zufällig an einer Stelle landet, wo die Trennung relevant ist - dann trennst du dieses Wort eben von Hand. Oder drehst ein bißchen an den Penalties. Oder... mit verschiedenen Papier/Bildschirmgrößen geht das halt auch nicht mehr, da da bei jedem Format andere Probleme an anderen Stellen auftauchen.

HTML ist also schon richtig. Nur die Engine auf den eReadern muß dann halt noch ein bißchen Typografie lernen. Im Grunde gibts auch schon alles mögliche bei HTML, wie z.B. Trennvorschlagszeichen, nur die Geräte unterstützen es eben noch nicht. EPUB3 unterstützt auch richtige Fußnoten, und vertikale Textausrichtung bei Japanisch, deswegen gibts z.B. die Harry-Potter-Ebooks nur als EPUB3. Aber die Geräte unterstützen es halt nicht weil die alle an ihrem Adobe-DRM-EPUB2 Zeugs festkleben.

Amazon/Kindle hat da mal wieder die Nase vorn (alles aus einer Hand), die haben ja erst kürzlich ihr "neues" Ebook-Format eingeführt. Dafür ist es ein komplett geschlossenes System... und daß es überhaupt verschiedene Dateiformate gibt, führt auch nur dazu, daß alle Ebook-Dateien nicht direkt erstellt, sondern durch irgendeinen Konvertierungsfleischwolf gelaufen sind, was es nicht besser macht.

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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.04.13 19:06 von frostschutz.)
01.04.13 19:03
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Hellstorm
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Beitrag #16
RE: Kindle als Unterstützung beim Lernen
(01.04.13 19:03)frostschutz schrieb:  Das Problem bei LaTeX ist, daß es auch nicht taugt. LaTeX ist wie PDF - optimiert auf Papier mit einem festen Format. Das Papierformat legst du fest, bevor du anfängst dein Dokument zu schreiben. Wann immer LaTeX was nicht richtig hinbekommt, besserst du händisch nach.

Aber ist nicht genau das der Grund, wieso gedruckte Bücher besser aussehen? Weil es eben ein festes Format ist, und man händisch nachbessern kann? Ich bin mir natürlich bewusst, dass der normale 08/15-Roman wahrscheinlich auch nur nach dem Motto „ich lade mal den Text in Indesign/QuarkXPress und drück auf PDF-Export“ geschieht, aber wahrscheinlich ist dort immer noch zu einem Teil Handarbeit zur Stelle. Und all das kannst du bei einem E-Book-Reader prinzipbedingt nicht machen.

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01.04.13 19:18
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Firithfenion


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Beitrag #17
RE: Kindle als Unterstützung beim Lernen
(01.04.13 18:30)Hellstorm schrieb:  Dann hätten wir gerne mal eine andere Schriftart im ganzen Text. Geht zwar (glaube ich), im Endeffekt haben wir aber bei jedem Buch die gleiche uniforme Schriftart, nämlich die, die der Kindle oder ein anderer E-Book-Reader mitliefert. Also sieht jedes Buch gleich aus.

Was du ansprichst, sind aber eher ästhetische Probleme bzw Probleme die nur bei speziellen Büchern mit viel Tabellen oder Kartenmaterial auftreten. Bei einem gedruckten Buch kannst du ja auch nicht die Schriftart ändern, wenn sie dir nicht mehr gefällt.

Bei meinem Kindle kann ich zwischen 6 mitgelieferten Schriftarten wählen. Ausserdem gibt es drei Varianten beim Zeilenformat und Abstand der Seitenränder. Was mir noch besser gefält - im Gegensatz zum gedruckten Buch - ist die Möglichkeit die Buchstabengröße einzustellen. Bis jetzt komme ich noch mit der voreingestellten Größe zurecht, aber wenn ich älter werde, könnte es nützlich sein, eine größere Schrift wählen zu können. Bei einem gedruckten Buch ist das nicht möglich. Schon jetzt erscheint mir die Schrift in manchen Büchern die ich in meiner Kindheit ohne Probleme gelesen habe, irgendwie kleiner geworden zu sein...

Wenn man mit den 6 Standardmässig installierten Schriften nicht zufrieden ist dann gibt es - so habe ich schon herausgefunden - auch diverse "Jailbreaks" im Internet nach deren Anwendung man dann eigene Schriftarten hinzufügen und verwenden kann. Die Garantie für das Gerät dürfte dann vermutlich zwar verloren gehen, wenn man solche Hacks durchführt, aber möglich zu sein scheint es jedenfalls. Das ist für mich allerdings eher theoretisch da ich mit den mitgelieferten Schriften bisher völlig zufrieden bin und für mich keine Notwendigkeit für derartige Hacks sehe.

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01.04.13 19:23
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frostschutz
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Beitrag #18
RE: Kindle als Unterstützung beim Lernen
(01.04.13 19:18)Hellstorm schrieb:  Aber ist nicht genau das der Grund, wieso gedruckte Bücher besser aussehen?

Das tun auch nur die gut gemachten... schlechte Drucke gibts wie Sand am Meer. Auch von Verlagen. Billiges Papier, billige Tinte (schmierige/verwaschene Buchstaben), udgl. Fehler... die Hardcover-Ausgaben sind oft nicht nur vom Einband her schöner, kosten dann halt auch entsprechend.

Evtl. ist http://www.princexml.com/ einen Blick wert, habe ich noch nie ausprobiert... das will typografisch schöne PDFs aus HTML zaubern können.

Hat eben alles Vor- und Nachteile. Für mich überwiegen bei den eBooks trotz aller (unnötiger) Probleme (DRM&Co) die Vorteile deutlich. Ich habe auf meinem Reader meine Liebligsschriftart installiert - ich brauche nicht für jedes Buch eine andere Schriftart, und um zurück auf LaTeX zu kommen: LaTeX verwendet eigentlich auch immer ein- und diesselbe Schriftart für alles. Silbentrennung habe ich komplett abgeschaltet, da ich keine Trennung und damit gelegentlich größere Abstände zwischen den Wörtern, nicht so schlimm finde wie falsche oder übertriebene Silbentrennung... da ich primär Englisch lese hat man da auch nicht so oft das Problem mit zu langen Wörtern wie im Deutschen.

Japanisch ist dann leider nochmal ein ganz anderes Thema. Von der komischen Formatierung abgesehen (。、nach Zeilenumbruch statt vorher udgl.), muß ich da PDF nehmen, weil der Reader beim japanischen Text keine Wörter erkennt, und von der Wortanzahl hängt die Seiteneinteilung ab. Da ist dann bei EPUB ohne Anpassungen das ganze Buch eine Seite, und damit kommt der Reader anderweitig nicht klar. Ich hoffe daß das beim Kindle und anderen (in Japan erschienenen) Geräten besser funktioniert, als bei meinem iriver Story HD...

Bei Manga hat man das Problem nicht hoho

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01.04.13 19:51
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Hellstorm
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Beitrag #19
RE: Kindle als Unterstützung beim Lernen
Das Problem ist aber, dass der Leser natürlich meistens keine Ahnung von Typographie hat. Schlimmstenfalls sucht er sich dann einfach Comic Sans MS für sein Buch aus. Naja, es ist natürlich seine Sache, aber trotzdem.

Ich finde es aber sehr ansprechend, wenn der Verlag sich die Mühe gemacht hat, mir ein ansprechendes Buch zu liefern. Und das schließt oft auch die Auswahl einer passenden Schriftart zum Thema ein. Oder allgemein, dass manche Bücher ein wenig anders aussehen. Ich lasse mich auch mal gerne überraschen, welche Verläge welche Schriftarten benutzen. Ich persönlich möchte da gar nichts ändern, da ich eh keine Ahnung davon habe. Und auch die Sachen mit dem Zeilenformat und den Seitenrändern: Da gibt es auch typographische Gewohnheiten zu, was gut aussieht, und was nicht. Ich mache es im Grunde da doch einfach nur schlimmer, wenn ich das nach belieben änder.

Ich kann nur das Argument mit der größeren Schriftart nachvollziehen. Mich persönlich betriffts zwar (noch) nicht, aber das ist sinnvoll. Aber da hätte ich es lieber, wenn es nur zwei oder maximal drei Zoomstufen geben würde: Eine Ausgabe mit kleinerer Schrift, und eine mit größerer. Das müsste dann aber schon beim Erstellen des Buches entschieden werden, also im Grunde nicht anders, als ob man jetzt ein Buch mit großer Schrift kaufen würde.

@Frostschutz:
Naja, du hast Recht, dass Latex immer die gleiche Schriftart verwendet. Man kann es aber natürlich anpassen. Mir ging es eher um technische Funktionen, die es in manch anderen Programmen nicht gibt. Dass Latex nicht gerade das beste ist, weiß ich auch.

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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 01.04.13 19:55 von Hellstorm.)
01.04.13 19:53
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Firithfenion


Beiträge: 1.225
Beitrag #20
RE: Kindle als Unterstützung beim Lernen
Was ich auch interessant finde, ist die Möglichkeit, im sogenannten Selfpublishing selbst ein Buch herauszugeben. Ich habe mich über diese Möglichkeiten informiert, und es scheint gar nicht so kompliziert zu sein, bei Amazon ein eBook im Selfpublishing herauszugeben. Bewerben muss man es dann allerdings selbst, denn wenn es niemand kennt, wird es auch von niemandem gekauft werden, selbst wenn es nur wenige cent kostet.

Dies eröffnet aber auch neue Perspektiven für Hobbyautoren die sich Nischenthemen annehmen, für die sich große Verlage wegen zu kleiner Zielgruppe nicht interessieren.

Beispielsweise wäre es ja nicht schlecht, wenn es solche Anfängerbücher wie das von mir gekaufte e-Büchlein mit Hikoichi Geschichten auch in Deutsch geben würde. Hinter jedem Abschnitt gibt es ein Glossar in dem die Kanji und die Vokabeln erklärt sind, so das man es prinzipiell bereits lesen kann, wenn man gerade mal das Hiragana erlernt hat. Anschliessend gibt es die Kurzgeschichte auch noch mal durchgehend ohne das Glossar, so das die etwas fortgeschritteneren sie auch störungsfrei lesen können. Für den der gar nicht klarkommt, gibt es auch noch eine englische Zusammenfassung. Ich denke solche Art von Anfängerlesebüchern für japanisch lernende würde auch hier in Deutschland eine Fangemeinde finden, auch wenn die Autoren damit vermutlich nicht gerade reich werden können. Statt historischer Kurzgeschichten könnte man moderne Kurzgeschichten erfinden, die z.b. im modernen Tokyo spielen und in denen der Anfänger dann nützliche Vokabeln wie 地下鉄 oder 飛行機 lesen kann, statt immer nur über Oni und Himesamas was zu lesen. Das wär doch mal eine Anregung für die Fortgeschrittenen, solche Bücher zu erstellen und dann zu publizieren.

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01.04.13 21:04
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