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Wie fängt man am besten an zu lernen?
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flo


Beiträge: 3
Beitrag #11
RE: Wie fängt man am besten an zu lernen?
Erstmal Danke an Alle für das herzlichen Willkommen :-)

Ich habe mich durch meinen Bücherberg gewühlt und mich dazu entschlossen, erstmal
ein einziges Buch durchzuarbeiten: Sauseschritt. Es scheint mir am verständlichsten,
geeignetsten und übersichtlichsten. Auch mit den Ergebnisse bin ich bis jetzt
zufrieden (Lektion 3 rot)

Ich habe Sauseschritt 1 sowohl als normale, als auch als Uni-Ausgabe (ohne Romanji).

Lerne erst das Normale (mit Littbarski zwinker und wenn ich eine Lektion beherrsche, wiederhole
ich sie in der Uni-Ausgabe. Die Vokakelb der einzelnen Lektionen lerne ich am Computer;
lasse sie als Kana, Romanji und Deutsch abfragen - also einfach alles immer querbeet.
Früher in der Schule habe ich Vokabeln immer aus einem Vokabelheft gelernt. Jetzt kann
ich das komischerweise nicht mehr, sondern nur noch am PC (ich werde wohl alt kratz

Beim Lernen mit Sauseschritt habe ich aber auch Schwächen im Buch entdeckt. Gut, die
mag es wohl in jedem Lernmittel geben, aber in dem Fall hatte ich mich sogar etwas
geärgert, weil ich für kurze Zeit planlos war huch Motto: "Das kann doch nicht sein! Was
meinen die?"

1. Das Hiragana ? NA wird in zwei verschiedenen Schriftarten abgedruckt. In der Tabelle
vorne sind drei Striche zu sehen, in den Kapiteln nur noch zwei. Ich habe mich ständig
gefragt, was das für ein Zeichen sein soll! Das hatte ich noch nie gesehen bzw. gar nicht
gelernt.

Dann entdeckte ich, das die Zeichen in der Tabelle einen etwas anderen Schriftsatz
verwenden - toll traurig Eigentlich kein Thema. Kann man wohl in etwa damit vergleichen, als
wenn man mit Deutschen einen Text mit "Times New Roman" und dann "Arial" Schrift
schreibt. Für mich war das aber sehr irritierend kratz

2. Die Vokabeln sind völlig durcheinander in den Kapiteln verteilt. Es kommt ein Beispieltext
(mit neuen Vokabeln, die man noch nicht kennt), dann Übungen (mit Vokabeln, die man
noch nicht kennt) und dann, ja dann kommen die Vokabeln. Teilweise sind die Vokabeln erst
3, 4 Seiten später zu finden grr

Deshalb lerne ich jetzt erstmal ALLE Vorkabeln einer neuen Lektion, bevor ich "richtig" mit
ihr anfange.

3. Diese "Übungen Teil A"... Daraus werde ich nicht schlau, denn sie sind so einfach,
dass man sie gar nicht machen kann. Zum Beispiel

Ersetzen Sie die unterstrichenen Wörter

Watashi wa Mênâ desu.
1. bengoshi

Hm, ich soll also Mênâ weglassen, dafür bengoshi einsetzen. Nur... Das steht doch schon
da, ich kenne also die Lösung - wobei es ja eigentlich keine Lösung ist, denn es ist ja
nicht mal eine vernünftige Aufgabe. Den Sinn diesern Übungen Teil A habe ich bis
jetzt nicht verstanden. Vielleicht ist das nur für eine Klasse oder Gruppe geeignet, keine
Ahnung... Aber nicht so schlimm.

4. Sauseschritt macht seinem Namen alle Ehre. Allerdings lerne ich weniger im Sauseschritt,
als dass der Stoff im Sauseschritt eingetrichtert wird zunge Was hier an Anmerkungen und
Grammatikregeln innerhalb kürzester Zeit auf einen hereinprasselt, ist der Wahnsinn.

Das Problem ist, dass diese Regeln nicht weiter vertieft werden. Es wird ein Beispiel gegegen,
dann folgt eine sehr kurze Übung - fertig. Ab dann muss man diese Regeln beherrschen.
Ich hätte mir aber deutlich mehr Übungen gewünscht. Z.B. bei "Ergänzen Sie, falls nötig,
die fehlenden Partikel." Es folgen 7 Ergänzungen, die man machen kann. Ich hätte mir
30, 40 oder noch mehr Übungen gewünscht.

Deshalb muss man jede Lektion mehrfach wiederholen und sich diese "Anmerkungen"
deutlich vor Augen führen. Vieles vergisst man nämlich sonst wieder, weil es in den
folgenden Kapiteln nicht oder nur teilweise abgefragt wird.

Tja, so kämpfe ich mich erstmal durch Sauseschritt und mal schauen, wie es am Ende
aussieht. Ob ich dann mit Sauseschritt 2 anfange oder ein anderes Lernmittel nehme...
Mal abwarten, werde dann am besten Euch mal um Rat fragen zwinker

Kanji lerne ich übrigens noch nicht, sind mir noch zu kompliziert. Will erstmal diese eine
Methode (Sauseschritt) durchziehen, dann sehen wir weiter.

Ach ja, mein vorrangiges Ziel ist es, dass ich japanische Texte lesen und verstehen
kann. Das Sprechen und Schreiben steht bei mir zielmäßig erstmal hinten an.

Soviel erstmal von mir, nochmals Danke für all Eure Tipps und Ratschläge grins
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07.06.04 02:37 von flo.)
07.06.04 02:29
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Raug


Beiträge: 66
Beitrag #12
RE: Wie fängt man am besten an zu lernen?
Zitat:1. Das Hiragana ? NA wird in zwei verschiedenen Schriftarten abgedruckt. In der Tabelle
vorne sind drei Striche zu sehen, in den Kapiteln nur noch zwei. Ich habe mich ständig
gefragt, was das für ein Zeichen sein soll! Das hatte ich noch nie gesehen bzw. gar nicht
gelernt.

Dann entdeckte ich, das die Zeichen in der Tabelle einen etwas anderen Schriftsatz
verwenden - toll traurig Eigentlich kein Thema. Kann man wohl in etwa damit vergleichen, als
wenn man mit Deutschen einen Text mit "Times New Roman" und dann "Arial" Schrift
schreibt. Für mich war das aber sehr irritierend kratz

--------
mh, ist mir noch gar ned aufgefallen. du meinst な ?
also, habe die selbe ausgabe und konnte da gar nichts finden... Wird doch auch in den Texten mit 3 strichen geschrieben.
-------

2. Die Vokabeln sind völlig durcheinander in den Kapiteln verteilt. Es kommt ein Beispieltext
(mit neuen Vokabeln, die man noch nicht kennt), dann Übungen (mit Vokabeln, die man
noch nicht kennt) und dann, ja dann kommen die Vokabeln. Teilweise sind die Vokabeln erst
3, 4 Seiten später zu finden grr

Deshalb lerne ich jetzt erstmal ALLE Vorkabeln einer neuen Lektion, bevor ich "richtig" mit
ihr anfange.

------
jo, das ist manchmal ärgerlich.
------

3. Diese "Übungen Teil A"... Daraus werde ich nicht schlau, denn sie sind so einfach,
dass man sie gar nicht machen kann. Zum Beispiel

Ersetzen Sie die unterstrichenen Wörter

Watashi wa Mênâ desu.
1. bengoshi

Hm, ich soll also Mênâ weglassen, dafür bengoshi einsetzen. Nur... Das steht doch schon
da, ich kenne also die Lösung - wobei es ja eigentlich keine Lösung ist, denn es ist ja
nicht mal eine vernünftige Aufgabe. Den Sinn diesern Übungen Teil A habe ich bis
jetzt nicht verstanden. Vielleicht ist das nur für eine Klasse oder Gruppe geeignet, keine
Ahnung... Aber nicht so schlimm.

-------
meistens verwende ich die eh nur als "verständniss- und wiederholungübung" für die vokabeln, übersetzte infach das zeuchs ins dt,
-------

Kanji lerne ich übrigens noch nicht, sind mir noch zu kompliziert. Will erstmal diese eine
Methode (Sauseschritt) durchziehen, dann sehen wir weiter.

Ach ja, mein vorrangiges Ziel ist es, dass ich japanische Texte lesen und verstehen
kann. Das Sprechen und Schreiben steht bei mir zielmäßig erstmal hinten an.

Soviel erstmal von mir, nochmals Danke für all Eure Tipps und Ratschläge

----------
nun, ohnw Kanji kann man leider auch keine Texte lesen... es werden nämlich höchst selten die hiragana-lesung angegeben zunge
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 07.06.04 11:50 von Raug.)
07.06.04 11:47
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chiisai hakuchoo


Beiträge: 530
Beitrag #13
RE: Wie fängt man am besten an zu lernen?
"Wissen ohne Ordnung ist Hausrat auf einem Leiterwagen."

Jakob Lorenz

Eine fremde Sprache zu beherrschen knüpft ein Band zwischen den Menschen, das ohne dieses Wissen niemals existieren könnte.
www.edition-ginga.de
09.06.04 08:04
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Botchan


Beiträge: 642
Beitrag #14
RE: Wie fängt man am besten an zu lernen?
Zitat:Ersetzen Sie die unterstrichenen Wörter

Watashi wa Mênâ desu.
1. bengoshi

Hm, ich soll also Mênâ weglassen, dafür bengoshi einsetzen. Nur... Das steht doch schon
da, ich kenne also die Lösung - wobei es ja eigentlich keine Lösung ist, denn es ist ja
nicht mal eine vernünftige Aufgabe. Den Sinn diesern Übungen Teil A habe ich bis
jetzt nicht verstanden. Vielleicht ist das nur für eine Klasse oder Gruppe geeignet, keine
Ahnung... Aber nicht so schlimm.

Doch schlimm! Diese Übungsform ist zwar - wenn man Japanisch SPRECHEN lernen will - mehr oder weniger völlig sinnlos, aber nichtsdestoweniger DIE TYPISCHE Übungsform, wie sie in Japan für so ziemlich alles verwendet wird. So lernt man da z. B. auch Englisch. Diese Übungsform nennt man "Pattern Drill", und sie kam v. a. durch die amerikanische Besatzung nach Japan.

Damals hatten die amerikanischen Soldaten, die natürlich kein Japanisch konnten, "Konversationsbücher" mitbekommen. Da stand dann auf Japanisch (in Rômaji-Umschrift) z. B. "Geben Sie mir..." und dann kam ein senkrechter Strich, und daneben stand dann untereinander z. B. "Ihren Ausweis", "Ihre Waffe", "Ihre Frau" usw.

Oder es stand da "Zeigen Sie mir, wo hier ... ist", und daneben standen dann untereinander "das Postamt", "das nächste Telefon", "der Bahnhof" usw.

Das war für die Soldaten sehr praktisch, denn sie konnten einfach das jeweils benötigte Wort in den jeweils vorgefertigten Satz einsetzen, und schon konnten sie das Nötigste sagen, ohne Japanisch lernen zu müssen.

Dumm ist nur, daß die Japaner dieses System als sehr geeignet für den Sprachunterricht ansahen. Wenn man sich z. B. die Japanisch-Bücher ansieht, die in den 50er und 60er Jahren von japanischen Unis für ihre ausländischen Studenten zum Japanisch-Lernen erstellt wurden, dann kriegt man einen Schock: die bestehen NUR aus solchen Tabellen. Links ein Teilsatz (z. B. "Watashi ha"), dann ein senkrechter Strich, daneben dann über eine ganze Seite untereinander einzelne Wörter (z. B. "bengoshi", "gakusei" etc.), dann wieder ein Strich, und dann daneben "desu" bzw. "deha arimasen".

Natürlich nutzen einem diese Übungen nichts, wenn man lernen will, sich Japanisch zu unterhalten, aber die Japaner finden diesen Pattern Drill trotzdem bis heute sehr sinnvoll, weil er:

1. ihrer Meinung nach die "geordnete" Struktur des Japanischen deutlich macht (wo angeblich die Sätze immer gleichen Mustern ("sentence pattern" / "bun no kata(chi)") folgen, und man einfach nur bestimmte Teile durch andere ersetzen muß, um alles sagen zu können);

2. auch dem sonst in Japan (Asien?) sehr verbreiteten Lernen durch stures Wieder- und Wiederholen desselben Musters sehr entgegenkommt;

3. genau der Art der in den zahlreichen Prüfungen und Tests gestellten Aufgaben entspricht, bei denen man in der Regel einfach ein ausgelassenes Wort / eine ausgelassene Wortgruppe in Sätzen ergänzen muß. (Viele Vorteile für den Lehrer! Läßt sich leicht korrigieren, leicht bepunkten, verhindert, daß Studenten zu lange Aufsätze schreiben oder zuviel denken müssen...).

Daß wir Westler da anderes gewöhnt sind, ist unser Problem. Diese Übungen haben m. E. für uns nur einen einzigen nützlichen Punkt: Sie führen uns vor Augen/Ohren, wie der entsprechende Satz aussieht / sich anhört, wenn man mal ein anderes Wort einsetzt.

Aber so wahnsinnig förderlich ist das natürlich nicht. Wie gesagt: Ich hätte nix gegen solche Übungen, wenn sie hin und wieder MAL vorkämen, aber sie sind für das Sprachenlernen in Japan praktisch DIE Methode, neben der normalerweise kaum etwas anderes Platz hat. (Man sehe sich z. B. auch die Lehrbücher "Grundstudium Japanisch" an, mit denen z. B. die Japanologen in München traktiert werden... Gottseidank, richten wir uns praktisch nicht nach dem Buch, sondern haben einen sehr erfindungsreichen Sensei, der ständig selbstgebastelte Arbeitsblätter mit abwechslungsreichen und sinnvolleren Übungsformen anschleppt... Aber ich habe von älteren Semestern gehört, daß die wirklich diese Übungen eine nach der anderen durchgegangen sind... Gnade!)

So KANN man natürlich nicht Japanisch sprechen lernen... und auch nicht Englisch... (siehe den typischen japanischen Schüler, der sich Jahr um Jahr mit dieser Methode abquält und dann trotzdem - bzw. DESWEGEN - kein normales Gespräch in Englisch führen kann... dafür aber GENAU weiß, welche Wörter man theoretisch in welche Wendungen einsetzen kann... Ich staune immer wieder, was Japaner für englische Vokabeln kennen bzw. was für eine profunde Kenntnis der "patterns" sie haben... aber dennoch fehlt in der Regel auch die einfachste Kommunikationskompetenz in dieser Sprache. Aber wozu braucht man die schon? Für die Aufnahmeprüfung an der Uni jedenfalls nicht. Da besteht der Englisch-Teil im wesentlichen aus dem Abprüfen entlegenster Grammatik-Probleme... und zwar (wen wundert's?) durch das Ausfüllen von Lücken in vorgegebenen englischen Sätzen.)

PS: Wenn einzelne Sätze in meinem obigen Posting sich vielleicht zynisch anhören, dann ist das vermutlich Absicht. Ich habe beileibe nix gegen japanische Schüler oder Lehrer, wohl aber sehr stark etwas gegen diese für so ziemlich alle Zwecke äußerst ungeeignete Übungsform des Pattern Drills, die - insbesondere in ihrer übermäßigen Nutzung - weit mehr Schaden anrichtet als sie Nutzen bringen kann... schon allein dadurch, daß sie sinnvolleren Übungsformen die Zeit stiehlt.
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.06.04 09:28 von Botchan.)
09.06.04 08:44
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Denkbär


Beiträge: 677
Beitrag #15
RE: Wie fängt man am besten an zu lernen?
Das hört sich wirklich nicht unbedingt nach einer geeigneten Lehrmethode an, aber auch in anderen Sprachen wird ein ähnliches System zumindest teilweise gebraucht. Das ist dann so ähnlich, als würde man mathematische Formeln lernen, aber keine Ahnung von ihrer Anwendung haben. Ich kenne da z. B. ein paar Leute, die ich beim Englischlernen etwas unterstützt habe. Die kannten aus ihren diversen Kursen, die sie ausprobiert hatten, bestimmte 'Formeln', konnten also z. B. 'have - had - had' herunterbeten, sagten aber dann z. B. He have a car. Formel gelernt, Prinzip nicht verstanden. Aber über ein Beispiel bei dir bin ich dann doch gestolpert, Botchan
Zitat: Geben Sie mir..." und dann kam ein senkrechter Strich, und daneben stand dann untereinander z. B. "Ihren Ausweis", "Ihre Waffe", "Ihre Frau" usw.
Ihre Frau????? Ich hoffe, dass soll hier nicht die glorreichen amerikanischen Truppen diffamieren! zunge
09.06.04 18:56
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Botchan


Beiträge: 642
Beitrag #16
RE: Wie fängt man am besten an zu lernen?
Zitat:Ich hoffe, dass soll hier nicht die glorreichen amerikanischen Truppen diffamieren!

Wo denkst Du hin! zunge
09.06.04 19:00
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flo


Beiträge: 3
Beitrag #17
RE: Wie fängt man am besten an zu lernen?
Zitat:Doch schlimm! Diese Übungsform ist zwar - wenn man Japanisch SPRECHEN lernen will - mehr oder weniger völlig sinnlos, aber nichtsdestoweniger DIE TYPISCHE Übungsform, wie sie in Japan für so ziemlich alles verwendet wird. So lernt man da z. B. auch Englisch. Diese Übungsform nennt man "Pattern Drill", und sie kam v. a. durch die amerikanische Besatzung nach Japan. (...)

Danke für Deine ausführlichen Erläuterungen. Das habe ich gar nicht gewusst grins

In der Tat sind diese "Übungen" sinnlos, nicht aber, wenn man die Uni-Ausgabe von Sauseschritt hat: Ich schreibe den Text (Romanji) einfach als Hiragana ab, die Lösung
steht ja schließlich in der Uni-Ausgabe von Sauseschritt zwinker

In der Uni-Ausgabe ist es ja schließlich derselbe Text, halt nur in Hiragana. So kann ich
die eigentlich für sinnlos gehaltenen Aufgaben doch noch irgendwie sinnvoll nutzen cool

Ansonsten wollte ich gerade mal ein kleines Update loswerden, wie es mit dem Lernen
aussieht.

Ich hatte nach meinen ersten Beiträgen hier viel Motivation, doch stellte schnell fest,
das die mir gesetzten Ziele so nicht umzusetzen waren. Ich wollte mich auf Sauseschritt 1
konzentrieren und dafür täglich eine Stunde Zeit nehmen.

Ich habe allerdings den entscheidenen Fehler gemacht, dass ich diese Stunde nicht zu
einer festen Tageszeit, sondern "wenn's halt geht" in meinen Alltag eingebaut habe. Das
führte zu dem Ergebnis, dass ich mal abends oder sogar spät nachts lernet. Mit
dem entsprechenden Erfolg: Ich war müde, unkonzentriert, lustlos und schnell schlichen
sich die üblichen "Drückeberger Ausreden" ein: Heute lerne ich nur 45 Minuten, dafür
morgen länger... Ach heute lerne ich mal gar nicht, dafür morgen doppelt so lange...

Katastrophal endete das Ganze dann damit, dass ich mehrere Tage gar nicht lernte. Ich
mussste mein System also umstellen:

- Aus der 1 Stunde wurden 30 Minuten. Die Zeit habe ich IMMER.
- Aus der "irgendwann am Tag lerne ich" wurde eine feste Uhrzeit: Täglich zwischen
14 Uhr und 14:30 Uhr. Da habe ich immer Zeit, man ist geistig noch frisch und
aufnahmebereit hoho
- Volle Konzentration auf Sauseschritt, d.h. (noch) keine Kanji, keine Audio-Sprachkurse,
keine anderen Lernmittel parallel einsetzen. Dadurch will ich vermeiden, dass sich der
Lernstoff zu sehr aufbläht und man vor einem scheinbar unüberwindbar großen Berg
steht.

Mit dem Ergebnis bin ich bis jetzt zufrieden. Ich musste natürlich nochmal von vorne
anfangen (Lektion 1) und habe gestern endlich mit Lekion 3 begonnen rot

Doch es macht deutlich mehr Spaß als vorher. Oft sage ich: "Was? Die 30 Minuten sind
schon rum? Schade." Es ist unglaublich motivierend zu sehen, wie man Sachen VERSTEHT.
Damit meine ich sowohl Vokabeln und Sprache als auch die Grammatik.
Sagen zu können: "Ja, das MUSS so sein, weil...", einfach weil man es WEISS, motiviert
mehr als alles andere grins

Ich freue mich schon richtig darauf, Sauseschritt 1 irgendwann mal durchzuhaben und
dann mit 2 oder etwas anderen meine (spärlichen) Kenntnisse auszubauen.

Über die paar Fehler und teilweise zu oberflächlichen Erklärungen in Sauseschritt will ich
nicht weiter reden, da muss man einfach durch.

Worauf ich richtig gespannt bin, sind die Kanji, die ja leider in Sauseschritt 1 noch nicht
auftauchen. Ich habe da jetzt schon so viele Fragen, doch ich will (wenn es soweit ist)
erstmal hier im Forum ältere Beiträge durchforsten, weil ja vieles schon öfter gefragt
wurde und ich nicht extra einen neuen Beitrag aufmachen will (obwohl ich schon gerne
sofort wissen möchte, wann man die ON und wann die KUN Lesung verwendet kratz

Naja, bis dahin ist ja noch Zeit und ich widme mich erstmal Lektion 3: Uhrzeit und Zeitangaben zwinker
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02.07.04 04:53 von flo.)
02.07.04 04:50
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Botchan


Beiträge: 642
Beitrag #18
RE: Wie fängt man am besten an zu lernen?
Hallo, flo.
Ja, da kann ich Dir auch aus meiner Erfahrung nur zustimmen. Ich bin naturgemäß auch eher faul... und lasse mich sehr schnell von irgendwelchen Sachen in den Bann ziehen, sprich "ablenken".
Als Student hat man ja - Gottseidank zwinker - den Lerndruck ständig, man muß ja Hausaufgaben machen, Tests und Klausuren schreiben usw.
Aber natürlich setze ich mir auch höhere Ziele, als nur das zu können, was ich können MUSS. Die Folge davon ist, daß ich wieder "eigenverantwortlich" lernen muß. Und das klappt bei mir auch nur, wenn ich eiserne Disziplin anlege. Dafür ist es mMn ENORM wichtig, daß man sich feste Zeiten fürs Lernen setzt... sonst eiert man immer drum herum bzw. verschiebt gerne mal etwas... Ich jedenfalls habe eine ähnliche Methode wie Du und fahre damit seit Jahren gut. *Mut mach*
02.07.04 09:54
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shijin


Beiträge: 345
Beitrag #19
RE: Wie fängt man am besten an zu lernen?
Hi Zusammen,
bin auch neu hier und will mal meinen Senf dazugeben.
Ich habe da ähnliche Probleme gehabt als ich begonnen habe, dann habe ich es so gemacht: Als Student habe ich ja einen Stundenplan und da habe ich jeden Tag ein Zeitfenster von etwas 1 1/2 Stunden für Japanisch lernen reserviert. Ein weiter Motivationsschub war für mich auch, dass gerade in der Japanischen Kultur Disziplin ein sehr grosses Thema ist und wenn ich mich schon mit dieser Kultur befasse und deren Sprache lernen, dann versuche ich auch gleich ähnlich diszipliniert zu arbeiten.
Allerdings ist es jetzt in der Vorlesungsfreien Zeit schwierig, da ich auf Ausgrabung bin und so und da kann ich schlecht lernen, hoffe mal ich vergesse nicht wieder alles in der Zeit.
09.07.04 16:03
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Assassin


Beiträge: 4
Beitrag #20
RE: Wie fängt man am besten an zu lernen?
soooo mein 1. Beitrag im Forum (weitere folgen^^)

also ich bin an etlichen Lernbüchern gescheitert, einfach, weil ich da nich den nötigen ansporn habe -mich also keiner echt zwingt das zu machen- ich also dann immer mal längere Pausen reinhaue... dann war ich irgendwann mal mit dem Hund spazieren und da hing son kleiner Zettel am Baum... "Biete Privatunterricht in Japanisch. 5€ die Stunde" ich hab sofort angerufen und mach das jetzt seit über einem Jahr mit meiner Freundin... was besseres konnte mir nicht passieren, als diesen Lehrer da zu finden (ein 20 jähriger Student, der sich einfach nur Geld dazu verdienen will) ^^d
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 27.02.05 13:54 von Assassin.)
25.02.05 12:03
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Wie fängt man am besten an zu lernen?
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