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Fremdenfeindlichkeit in Deutschland und Japan
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Hachiko


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Beitrag #71
RE: Fremdenfeindlichkeit in Deutschland und Japan
(09.05.13 15:50)Oosh schrieb:  Warum erlaubt ihr diesen Nazi Yano hier? Wird gelesen was der hier schreibt?

Ich würde an deiner Stelle vorsichtiger sein Yano als einen Nazi zu bezeichnen, nur weil du mit seinem Humor nicht klarkommst.
Das Wort, das du hier für ihn gebrauchst ist hier in Deutschland eine glatte Beleidigung und Diskriminierung, you know.
09.05.13 16:16
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Oosh


Beiträge: 64
Beitrag #72
RE: Fremdenfeindlichkeit in Deutschland und Japan
Das sagen viele. Abe schuert das richtig. Ich finde auch nicht gut wie er China provoziert. Leider sind nicht alle so weitsichtig wie Akihito.
09.05.13 16:17
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okoko


Beiträge: 70
Beitrag #73
RE: Fremdenfeindlichkeit in Deutschland und Japan
Hallo Oosh,

ich glaube, Dir fehlt etwas mehr Geduld und Lebenserfahrung. Ich war noch nie im Japan, lerne aber diese Sprache und alles über das Land, Kultur, Geschichte und natürlich Mentalität. Wir haben über viele Jahre Kontakt mit japanischen Geschäftsleuten gehabt und ich weiß, wie schwierig es ist, über eine Drittsprache einen persönlichen Kontakt aufzubauen.
Was Rassismus betrifft, solltest Du Dich mehr mit der Geschichte befassen, weil die grundsätzliche Oberflächlichkeit in geschichtlichem Wissen hat noch nie etwas Positives zur Diplomatie beigetragen.

Lies hier nochmal einige Kommentare, denk mal in Ruhe darüber nach, beeil Dich nicht alle und alles verurteilen.
Lerne langsam die schönere Seiten des Lebens... Dann geht es Dir bestimmt besser zwinker

Okoko

Das Universum ist unendlich. Da es offenbar von einer endlichen Anzahl Individuen bewohnt wird, ergibt sich deren Verteilung zu Null.

Alle Individuen, denen man von Zeit zu Zeit begegnet, sind daher nur das Produkt einer gestörten Phantasie
09.05.13 16:34
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Hachiko


Beiträge: 2.596
Beitrag #74
RE: Fremdenfeindlichkeit in Deutschland und Japan
(09.05.13 16:13)Ma-kun schrieb:  Wir sind jetzt bei einem Detail, aber das Thema war größer: Fremdenfeidnlichkeit in Japan und Deutschland. Was Japan betrifft: Ich habe den Eindruck, dass seit dem Regierungswechsel es wieder salonfähiger geworden ist, negativ über Koreaner zu sprechen, aber der EIndruck kann täuschen. Wie seht ihr das?

Koreaner und andere Asiaten als minderwertig zu betrachten hat in Japan Tradition, nur was bisher unter vorgehaltener
Hand geflüstert wurde darf jetzt unter Abe offen ausgesprochen werden.
Der Mensch scheint das Bedürfnis zu haben auf andere hinabschauen zu dürfen, um seine eigenen moralischen Defizite
zu kaschieren, da machen Japaner keine Ausnahme.
09.05.13 16:35
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Oosh


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Beitrag #75
RE: Fremdenfeindlichkeit in Deutschland und Japan
100% agree
09.05.13 16:38
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torquato


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Beitrag #76
RE: Fremdenfeindlichkeit in Deutschland und Japan
(09.05.13 16:16)Hachiko schrieb:  
(09.05.13 15:50)Oosh schrieb:  Warum erlaubt ihr diesen Nazi Yano hier? Wird gelesen was der hier schreibt?

Ich würde an deiner Stelle vorsichtiger sein Yano als einen Nazi zu bezeichnen, nur weil du mit seinem Humor nicht klarkommst.
Das Wort, das du hier für ihn gebrauchst ist hier in Deutschland eine glatte Beleidigung und Diskriminierung, you know.

Das als "Humor" abzutun, ist eine bodenlose Verharmlosung. Yano äußert sich hier nicht zum ersten Mal in diese Richtung. Ihn als Nazi zu bezeichnen, ist eine logische Konsequenz diverser Äußerungen seinerseits in der Vergangenheit.
Da mit "Diskriminierung" anzukommen, heißt den Bock zum Gärtner zu machen.

Dieser Thread zeigt auf sehr unfreiwilliger Art, wie Rassismus in Dtl. salonfähig gemacht wird. Fast schon komisch, wenn es nicht so traurig wäre.
09.05.13 16:43
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Hachiko


Beiträge: 2.596
Beitrag #77
RE: Fremdenfeindlichkeit in Deutschland und Japan
@torquato

Verstehe es bitte nicht so, dass ich den Yano verteidigen möchte, der schafft das glatt selber, aber ihn als Nazi
zu titulieren zeugt nicht unbedingt von einer bestimmten Korrektheit.
Das Schwingen mit der Nazikeule ist einfach primitiv, man kann sich auch anders erklären.
09.05.13 16:49
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Nia


Beiträge: 3.698
Beitrag #78
RE: Fremdenfeindlichkeit in Deutschland und Japan
'Neger' wurde früher weitesgehend neutral gesehen. Ich entsinne mich noch gut daran im Grundschulalter beim Wandern mit allen anderen 'Fahrradlenker' zu gröhlen. Falls das noch jemand kennt.
Ich weiß nicht, ob das Lied heutzutage einfach nicht mehr gesungen wird, oder ob man es geschafft hat, es abzuwandeln, wenn ich auch nicht wüsste, was sich da passend reimen sollte.
Damals war es aber auch üblicher Kinder im Auto nicht anzuschnallen, es war wesentlich üblicher das in Wohnungen geraucht wird etc.
Wie schon jemand schrieb. Die Gesellschaft entwickelt sich weiter. Es wurde vermutlich wirklich unneutral aufgefasst, aufgrund der Ähnlichkeit zum englischen Wort.

“A poet is a musician who can't sing.”
― Patrick Rothfuss, The Name of the Wind
09.05.13 17:37
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Firithfenion


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Beitrag #79
RE: Fremdenfeindlichkeit in Deutschland und Japan
(09.05.13 10:00)Oosh schrieb:  Man kann zum Beispiel die Polizei rufen. Soviel ich weis ist solcher Rassismus und Diskriminierung auch in Japan verboten. Das da am Ende nichts bei raus kommt ist eine Sache aber wenigstens kann man solchen Typen zeigen was man von sowas haelt. Einfach Klappe zu halten und zu gehen bestaerkt die doch noch. Bei uns in USA werden solche Laeden von Medien kaputt gemacht wenn sowas raus kommt.

Mit deinem Ruf und Wunsch nach Polizeistaatmethoden und "Läden kaputt machen" wirst du es aber nicht erzwingen können, das Leute die dich nicht mögen, dich plötzlich mögen können. So unsensibel wie du argumentierst, kann ich mich des Eindrucks nicht ganz verschliessen, das es für deine unangenehmen Erlebnisse in Japan auch andere Gründe geben könnte als allein deine Herkunft aus den USA. Viele meiner Onlinefreunde aus den USA die Japan kennen gelernt haben, haben nämlich genau gegenteilige Erlebnisse zu berichten und sind regelrechte Japan Fans geworden.

Wenn ein Geschäftsbesitzer mich aus irgendeinem Grunde nicht bedienen will, dann such ich mir ein anderes, besseres Geschäft. Die Idee das eines Tages niemand mehr in Japan einem Ausländer die Haare schneiden will, ist absurd. Die freie Marktwirtschaft ist hier wie so häufig das beste Gegenmittel und wirkt viel besser als Polizeistaatmethoden und Vorschriften. Es gibt viele Ausländer in Tokyo und wenn viele Friseure plötzlich beschliessen würden, keine Ausländer mehr zu bedienen, dann würden garantiert andere Friseure deren Laden schlecht läuft diese Marktlücke erkennen und explizit damit werben das sie Ausländer bedienen und sich damit eine Kundschaft sichern die ihnen niemand streitig macht. Der freie Markt regelt sowas ganz ohne die Notwendigkeit einer Orwellschen Verbotspolitik.

Dazu fällt mir ein guter jüdischer Witz ein, der mir vor einigen Jahren von einer jüdischen Onlinefreundin aus New Jersey zugeschickt wurde. Was ich besonders am jüdischen Humor mag, ist die einzigartige Fähigkeit, auch über sich selbst lachen zu können.

Der Witz: (aus dem Gedächtnis und auf deutsch übersetzt)
Moishe eröffnet in Tel Aviv ein jüdisches Restaurant. Am Tag der Eröffnung hängt er über dem Restaurant ein großes Schild: "Araber werden hier nicht bedient". Am Tag der Eröffnung kommt nun ein Araber und bestellt etwas. Die Kellner sind ratlos: "Moishe, was sollen wir tun?". Moishe sagt: "Berechnet ihm den doppelten Preis! Das wird ihm eine Lehre sein!". Gesagt, getan. Der Araber bezahlt anstandslos, gibt ein gutes Trinkgeld und geht.

Am nächsten Tag kommt der Araber mit zwei Freunden wieder. Wieder fragen die Kellner: "Moishe was sollen wir tun?". Moishe: "Berechnet ihnen den dreifachen Preis!" Gesagt getan, die Araber bezahlen wieder ohne mit der Wimper zu zucken.

Am dritten Tag kommt der Araber mit einer ganze Gruppe arabischer Geschäftsleute. Moishe: "Jetzt reicht es endglültig! Ihr berechnet ihnen den zehnfachen Preis!". Die Araber bezahlen und geben auch noch ein gutes Trinkgeld.

Als sie weg sind, geht Moishe schweigend aus seinem Restaurant, und hängt ein neues Schild über das Restaurant: "Juden werden hier nicht bedient".

Truth sounds like hate to those who hate truth
09.05.13 17:52
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Ma-kun
Administrator

Beiträge: 2.020
Beitrag #80
RE: Fremdenfeindlichkeit in Deutschland und Japan
Schön wäre es, wenn es eine Zivilsgesellschaft gäbe, die diskriminierendes Verhalten boykottiert. Also Inländer, die nicht mehr zu dem Friseur gehen, der keine Ausländer bedient. Die Idee, dass der freie Markt solche Läden entfernt ist zwar hübsch, kann aber nur funktionieren, wenn die Gruppe der Diskriminierten groß ist.
09.05.13 18:23
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Fremdenfeindlichkeit in Deutschland und Japan
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