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Planloses Lernen (mit und ohne Heisig)
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frostschutz
Technik

Beiträge: 1.633
Beitrag #21
RE: Planloses Lernen (mit und ohne Heisig)
Man muss ja nicht exklusiv nach Heisig lernen, oder in meinem Fall nach Kanji ABC.

Nur wenn du beim Japanischlernen feststellst, daß du dir Kanji ganz besonders schlecht merken kannst, um nicht zu sagen du völlig katastrophal immer irgendwelche Striche vergisst, Bestandteile von Zeichen verwechselst, oder Zeichen einfach nicht auseinanderhalten kannst und immer alles völlig durcheinanderwirfst... augenrollen ...dann fängt man halt an sich nach anderen Lernstrategien für den Teilbereich Kanji umzuschauen und so landet man bei Heisig / Kanji ABC / weitere... bei denen man eben Kanji nach dem System der Bestandteile lernt, eben zu jedem Kanji, wie es sich zusammensetzt.

Ein konkretes Problem mit System anzugehen, halte ich für eine bessere Alternative, als das Japanischlernen gleich ganz aufzugeben...

Anfängern würd ichs auch nicht empfehlen, da sollte man sich erstmal an einem Kurs versuchen, der eben Japanisch komplett integriert hat, also Grundlagen der Sprache, Grammatik, und auch nach und nach eine handvoll Kanji einführt, wie bei Genki. Bei einigen Leuten wird sich dann herausstellen, daß Kanji gar kein so großes Problem darstellen und ein wie auch immer geartetes zusätzliches System speziell für Kanji gar nicht vonnöten ist. Und wer nach 500 Kanji gegen eine unüberwindliche Mauer rennt kann immer noch damit anfangen, und dann vermutlich auch schon viel mehr damit anfangen, da das Grundwissen Kanji und wie man sie (hoffentlich richtig) schreibt, dann schon vorhanden ist.

Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück.
10.06.08 09:23
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fuyutenshi


Beiträge: 887
Beitrag #22
RE: Planloses Lernen (mit und ohne Heisig)
(10.06.08 09:23)frostschutz schrieb:Man muss ja nicht exklusiv nach Heisig lernen, oder in meinem Fall nach Kanji ABC.

Nur wenn du beim Japanischlernen feststellst, daß du dir Kanji ganz besonders schlecht merken kannst, um nicht zu sagen du völlig katastrophal immer irgendwelche Striche vergisst, Bestandteile von Zeichen verwechselst, oder Zeichen einfach nicht auseinanderhalten kannst und immer alles völlig durcheinanderwirfst... augenrollen ...dann fängt man halt an sich nach anderen Lernstrategien für den Teilbereich Kanji umzuschauen und so landet man bei Heisig / Kanji ABC / weitere... bei denen man eben Kanji nach dem System der Bestandteile lernt, eben zu jedem Kanji, wie es sich zusammensetzt.

Ein konkretes Problem mit System anzugehen, halte ich für eine bessere Alternative, als das Japanischlernen gleich ganz aufzugeben....

Ich haette fuer das oben genannte Problem 2 revolutionaere Loesungsmoeglichkeiten:
(1) Wer unbedingt schreiben moechte sollte jeden Tag etwas schreiben. Warum Japaner wenn sie in der Schule ein neues Kanji lernen seitenweise Kanji schreiben hat zum Beispiel schon seinen Grund. grins
(2) Analog dazu waere taegliches Lesen ein probates Mittel um die Verwechselungen klein zu halten.

Haeufige Kanji / Vokabeln bieten einen ja kaum Schwierigkeiten. Seltenere muss man eben nachschlagen. Wer das verhindern will sollte dann einfach noch mehr lesen statt seine Zeit mit Listen zu vergeuden und nachher im konkreten Fall doch nicht zu wissen wie die Vokabel lautet wegen mehrerer Lesungsmoeglichkeiten (die Chinesen haben es da besser traurig ).

Man dar auch bei der ganzen Kanji-Manie nicht vergessen dass ein japanischer Text nur zu 40 - 60% aus Kanji besteht und deshalb noch laengst nicht gesagt ist dass man durch (mal angenommene) perfekte Kanji-Wiedererkennung die anderen 40 - 60% des Textes spielend versteht: eigentuemliche Grammatikkonstrukte, Umgangssprache, Abkuerzungen, Redewendungen, zwischen den Zeilen stehendes und eine ganze Armee an Onomatopoesie verlangen dem Leser mehr ab als es Kanji jemals tun. Letztere kann er naemlich einfach nachschlagen! grins

今や太陽はその光を覆い隠し、
世界は心地好い夜に身を委ねる。
柔らかな寝床へ、私も身を横たえる。
だが、私の魂はどこに、どこに休ませたら良いのか?
10.06.08 09:41
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Shino
Ex-Mod

Beiträge: 2.330
Beitrag #23
RE: Planloses Lernen (mit und ohne Heisig)
@fuyutenshi
Ich möchte erst eimal eines klarstellen: Auch wenn es so wirken mag, ich verteidige die Heisig-Methode keineswegs als revolutionäre Methode. Ich mag nur nicht, wenn Leute sich dazu äußern, die diese Methode noch nicht einmal ausprobiert haben. Dies kann mehrere Gründe haben, der häufigste ist jedoch, dass man, als man sie kennenlernte, schon zu weit war, um sich noch darauf einzulassen. Ich vermute, dass das bei dir der Fall ist - berichtige mich, wenn ich falsch liege. In diesem Fall sollte man sich etwas mit stark negativen Urteilen zurückhalten, zumindest jedoch objektiv bleiben.

Ich weiß einfach nicht, weshalb Heisig so die Gemüter erregt. Diejenigen, die meinen, es sei alles Unsinn, können ihn einfach Links liegen lassen und andere, die es interessant finden, können es doch einfach ausprobieren - schlimmstenfalls geben sie nach einiger Zeit auf, können sagen, dass diese Methode für sie nicht funktioniert und sind eine Erfahrung reicher. Aber ich bin davon überzeugt, dass es Leute gibt, die etwas damit erreichen können.

Ich könnte jetzt auch deinen Aussagen wieder etwas entgegensetzen, aber ich kenne ja deine Haltung und Meinung zu Heisig - und die wird sich nicht ändern (genauso wenig wie meine zwinker ). Muss sie auch nicht. Aber darum geht es eigentlich auch nicht. Ich bin - im Gegensatz zu anderen - überzeugt, dass diese Methode funktionieren kann. Nicht, weil sie etwa revolutionär wäre, sondern, weil sie für einen bestimmten Anteil von Lernenden genau die Methode darstellt, mit der dieser Kreis sehr gut lernen kann. Andere werden damit nichts anfangen können - so ist das mit Lernmethoden. Die "Killer-Lernmethode" (bitte verzeiht mir diese Formulierung, aber sie trifft es am Besten) gibt es nicht. Auch deine Erfahrung in Ehren, und ich bin sicher, du kannst - wie übrigens die meisten hier, die sich schon eine Weile damit beschäftigen - einiges an Erfahrungen anbringen, die anderen helfen, besser oder schneller weiterzukommen. Aber es wird auch Leute geben, die genau mit deinem Ansatz (oder auch meinem oder dem irgendeines anderen) eben nichts bis wenig anfangen können, weil sie anders gestrickt sind.

Schade finde ich an diesem Thread, dass sich der Initiator eigentlich nicht mehr blicken lässt, also scheinbar das Interesse verloren hat? Eine knackige, polemische und unreflektierte Aussage sowie eine Antwort am Anfang und dann zerreissen sich andere Forumsmitglieder den Kopf an seiner statt zunge (jetzt wird´s gleich wieder hageln zwinker )

Um mal auf eine, wie ich finde, viel interessantere Frage zurückzukommen:

(04.06.08 00:07)*a* schrieb:...
Gibt es überhaupt einen Plan "Mein Weg, die Sprache zu sprechen" ?
...

Ich würde sagen, dass, soviele Lerner es gibt, so viele Wege gibt es auch. Mein Weg ist es vor allem meine eigenen Erfahrungen zu machen. Das heißt, ich probiere aus - auch Heisig zunge - und hoffe, dass ich irgendwie weiterkomme. Ich versuche inzwischen, vermehrt Japanische Texte zu lesen, wo ich sie nur finden kann und bin eher zum Vokabel-, Sätze- und Dialog-Lernen übergegangen, weil es mir inzwischen wichtiger ist, Wörter und Sätze sowie deren Bedeutungen und Aussagen statt einzelne Kanji zu erkennen. Dabei hilft es mir natürlich sehr, dass ich eben nicht "nur" 100 Kanji beherrsche und im Ernstfall weiß, wo ich nachgucken kann. Anhand von Sätzen wiederum mache ich mich an grammatikalische Fragen, um nicht stumpf und sinnfrei Grammatikregeln pauken, die ich momentan gar nicht brauche oder anwenden kann, was mir keinen Spaß machen würde. Desweiteren versuche ich mir viel Audio-Material in Form von Filmen, Internet-Radio, TV-Shows, Hörbüchern etc. zu besorgen oder anzusehen bzw. anzuhören. Ein Mittel dazu ist übrigens iTunes und mein iPod - der mich eigentlich überallhin begleitet. Während andere sich die Ohren mit irgendwelchen Pop-Songs oder was auch immer volldröhnen, höre ich halt Japanisch-Podcasts oder Hörbücher und anderes. Dieses Forum ist übrigens in diesem Zusammenhang eine wahre Fundgrube, da sich einige wirklich Mühe gegeben haben, viele Links zusammenzutragen - zuletzt Biene, der ich noch mal für ihre Mühe danken möchte. Zusätzlich habe ich Tandem-Partner über Skype und aktuell das 1:1-Coaching von JapanesePod101.com (Premium +). Ich hoffe, dass ich damit weiterkomme... Wie gesagt: Ziemlich planlos zwinker - aber mir macht es (trotz Vergessenskurve) Spaß!

人生に迷うときもあるけど笑っていれば大丈夫
10.06.08 11:39
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Hellwalker


Beiträge: 492
Beitrag #24
RE: Planloses Lernen (mit und ohne Heisig)
(10.06.08 11:39)Shino schrieb:Ich weiß einfach nicht, weshalb Heisig so die Gemüter erregt.

Also mir fallen da ein paar Gründe ein =)

(1) Der dogmatische Ansatz der fordert, dass man Kanjis außerhalb der heisigischen Reihenfolge weder lesen noch schreiben und auf keinen Fall lernen sollte. Sorry für die Ironie, ich weiss ja was Heisig sagen will, aber das Problem ist, wie er es sagt, und das führt direkt zu Punkt 2 und 3.

(2) Der sich und seine Methode glorifizierende Schreibstil, der bei dem ein oder anderen spontan zu Übelkeit führen könnte.

(3) Das In-Frage-Stellen aller herkömmlichen Lernarten. Sicherlich relativiert er das an anderen Stellen, aber es kommt halt doch immer wieder durch, insbesondere in der Kurzbeschreibung des Buchs.


(10.06.08 11:39)Shino schrieb:Diejenigen, die meinen, es sei alles Unsinn, können ihn einfach Links liegen lassen und andere, die es interessant finden, können es doch einfach ausprobieren - schlimmstenfalls geben sie nach einiger Zeit auf, können sagen, dass diese Methode für sie nicht funktioniert und sind eine Erfahrung reicher. Aber ich bin davon überzeugt, dass es Leute gibt, die etwas damit erreichen können.

[...]

Ich bin - im Gegensatz zu anderen - überzeugt, dass diese Methode funktionieren kann.

Ich bestreite gar nicht, dass es funktionieren kann, ich kritisieren nur, dass nicht das Ziel an sich reflektiert wird, d.h. die Notwendigkeit, Merkwort und Schreibweise aller Zeichen zu lernen - und das vor allem am Anfang, nein, vor dem eigentlichen Japanischstudium. Ich möchte wissen, wie viele Anfänger den Klappentext lesen und begeistert sind, dass sie sich jahrelanges Pauken sparen können und deshalb mit der Methode anfangen ohne zu hinterfragen, ob es eigentlich ihrem Ziel, Japanisch zu lernen, nützt oder nicht, wobei jegliches Lernen von Schriftzeichen von Nutzen ist, die Frage ist nur, ob es nicht vielleicht gerade am Anfang effizientere Methoden gibt, die besser zu den eigenen Zielen passen.

ed.

習うより慣れろ
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.06.08 16:09 von Hellwalker.)
10.06.08 13:32
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Ulrike Schmidt


Beiträge: 36
Beitrag #25
RE: Planloses Lernen (mit und ohne Heisig)
Ich denke, Heisigs prinzipielle Strategie (von Bestandteil zu Kombination, erst Bedeutung und Schreibweise, später die Lesungen (meiner Meinung nach am Besten in Zusammenhang mit Vokabeln)) ist die passende für die meisten menschlichen Hirne mit etwas Phantasie.

Die Frage ist, ob man das auf alle Joyo Kanji an einem Stück anwenden muss oder ob man diese Strategie auch auf die Kanji anwenden kann, die man gerade für die Vokablen braucht, die gerade in dem Text vorkommen der einen gerade interessiert.

Um das zu testen gibt es die folgende Seite: http://kanjiabc.net/index.cgi?rm=text_form〈=DE. Hier kann man sich den Text mit links zu Kanji Information ausgeben lassen ("Text getaggt"), eine Lernliste mit den vorhanden Kanji ausgeben lassen ("Liste"), diese Liste unter "Flashcards" üben und unter "Statistik" nachschauen, welche der Kanji eigentlich im Text vorkommen, welche Grapheme man dafür braucht und welche Kanji sich in der Schnittmenge befinden, also sowohl im Text vorkommen als auch Graphem von anderen Kanji im Text sind.

Wenn man sich die Statistik für einen kürzeren Text holt, sieht man, dass es in der Regel einen Haufen Grapheme gibt, die man lernen müsste. Ob sich der Aufwand lohnt? Ja, weil einem die Grapheme auch bei anderen Zeichen helfen werden. Vielleicht kennt man ja schon einige der Grapheme?

Bei http://kanjiabc.net registrierte und eingeloggte Benutzer können eine Liste "Ausschlüsse" füllen, in die sie die Kanji und Grapheme eintragen, die sie bereits beherrschen. Die können sie sich dann in allen Text/Listen-Funktionen ausblenden oder einfärben lassen. (Ich muss dringend ein paar anständige Hilfe Seiten schreiben ....)

Ob man damit schneller lernt, als wenn man in der Reihenfolge des Buches vorgeht, kann ich noch nicht beurteilen, mir fehlt die Erfahrung. Der Vorteil der Buch-Reihenfolge ist, dass man das frisch gelernte Graphem in vielen neuen Kanji Kontexten wiederholt. Lernt man nur die Grapheme für den aktuellen Text, hat man evtl. nicht so viele Wiederholungen für ein einzelenes Graphem. Erst bei viel Textstudium ... Aber man hat eben den so wichtigen Alltagsbezug. Denn wie häufig angemerkt von den Kritikern der Heisig Methode: ja, man kann sich am besten das merken, was man im Alltag braucht (oder eben auch lustige Geschichten). Man muss es halt mal ausprobieren.

Eine andere Strategie könnte die von Dr. Yoriko Yamada-Bochynek mit "KanjiKreativ" (http://www.kanjikreativ.com) sein: man lerne erst mal die 280 Basiselemente, aus denen sich die Joyo Kanji zusammen setzen. Ihre Software führt dann nach und nach - ähnlich wie Heisig - die größeren Einheiten ein bis zu den Kanji, die man aus diesen Elementen bauen kann.

Aber wenn man 280 Elemente kann, hat man schon mal sofort einen Vorteil bei den unbekannten Kanji, die einem im Alltagsleben über den Weg laufen. 280 Elemente lernen klingt nicht so schwierig, die meisten sind sowieso Radikale oder einfach Kanji. Ich bin damals bei dem Versuch, die ca. 500 Grapheme des Kanji ABC isoliert zu lernen irgendwann stecken geblieben, es war sterbenslangweilig. 280 könnte man schaffen. Vor allem, wenn man zusätzlich zu stumpfsinniger Wiederholung noch schaut, in welchen Kanji sie vorkommen, welche Vokabeln damit schreiben kann, die man vielleicht kennt ... Damit sollte man eine gute Grundlage haben. Meine ich theoretisch.

Praktisch habe ich neulich mal in Hadamitzkys Kanji Lexikon geblättert und dabei viele unbekannte Kanji gesehen, die aus lauter mir bekannten Bestandteilen zusammen gesetzt waren. Die sollte ich mir besser merken können als jemand, der die Bedeutungen nicht kennt. OK, ich kann viel behaupten ...

Um die Heisig Methode/ das Kanji ABC / Graphemmethoden allgemein besser ins Alltagsleben integrieren zu können habe ich http://kanjiabc.net geschrieben. Ausserdem möchte ich Forschung dazu machen. Einer der nächsten Schritte wird ein anständiges Flashcard Programm sein, vielleicht kann ich Anki einbinden. Dann können wir uns einfach die Zahlen anschauen, anstatt uns theoretisch die Köpfe einzuschlagen.

Also kurz zusammegefasst: ich behaupte, aus Gedächtnispsychologischer Sicht haben beide Seiten recht. Mir geht es darum, die Methode noch praxistauglicher zu machen. Dass sie funktioniert erlebe ich am eigenen Leib.

www.kanji-web.com, www.KanjiABC.net
10.06.08 14:04
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Ulrike Schmidt


Beiträge: 36
Beitrag #26
RE: Planloses Lernen (mit und ohne Heisig)
PS: Was heißt "revolutionär"? Ich denke, die meisten Leute benutzen automatisch die Bedeutungen der Bestandteile, die sie kennen, auch die Kritiker der Heisig-Methode. Das älteste systematische Lehrbuch, das mir bekannt ist, stammt von Friedrich Gilbert, d.h. eigentlich sind es drei:

GILBERT, Friedrich (1924) Die Bilderschrift von China und Japan als internationale Weltschrift und ihre schnelle Erlernung nach der Mebiwegal-Methode. Berlin: Otto Gustav Zehrfeld.

GILBERT, Friedrich (1926) Das ABC der Chinaschrift. Berlin: Otto Gustav Zehrfeld.

GILBERT, Friedrich (1934) Mnemotechnisches Taschenlexikon der Chinaschrift. Tokyo: Taiheiyosha.

Ed: Literaturangaben

www.kanji-web.com, www.KanjiABC.net
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 10.06.08 14:31 von Ulrike Schmidt.)
10.06.08 14:12
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icelinx


Beiträge: 716
Beitrag #27
RE: Planloses Lernen (mit und ohne Heisig)
Man muss ja nich gleich mit dem Kopf durch die Wand............. zwinker
Bedeutet, ein bisschen mit Clevernis gearbeitet spart oft Zeit und Nerven.
Ich würde gerne wieder einen alten Thread in Erinnerung rufen:
showthread.php?tid=4553Grober Inhalt:
500 Zeichen decken ca. 80% eines normalen Textes ab,
1000 Zeichen decken ca. 95% eines normalen Textes ab.

Wer's haben will, ich habe 'ne Liste der 1000 häufigsten nebst Lesungen und anderem Brimborium.
Ich hab's ein bisschen nach Radikalen gegliedert (wegen Memory-rung).
Wenn man (der Erfahrene ...) jetzt die abzieht, die man eh schon kann, bleibt 'ne überschaubare Menge.
Ich mache mir immer Gruppen zu 10 und schreibe 'ne eigene kleine Story zu den Kanji (man sollte sich wirklich die Zeit nehmen, eigene zu schreiben, wenn die Heisig-Variante einem nicht liegt). Daneben schreibe ich auch gleich ein paar Vokabeln der JLPT2-Liste dazu.
Der Vergleich ist "Häufigsten-Liste" mit den JLPT-Vokabeln ist auch interessant: Viele kommen in den Vokabeln überhaupt nicht vor. Also überspringe ich das Kanji. Außerdem sind doch oft die ON-yomi Lesungen limitiert und die kun-yomi statistischer Natur. Kann man später immer noch lernen.
Ich habe leider wenig Zeit zum Lernen (meist im Zug oder kurz vorm Pennen) und bin nicht besonders diszipliniert, jedoch hat sich meine Lesefähigkeit nach 1/3 der Liste schon merklich gesteigert. Ich glaube, selbst wenn man von einem Komposita (Vokabel) aktiv nur einen Teil lernt, hakt sich oft auch das andere Teil unbewusst mit ein. Unverhoffter Effekt.....
Nicht auszudenken, welches Ergebnis einer hätte, der auch noch die nötige Zeit und Disziplin aufbringt, die Liste systematisch und regelmäßig abzuarbeiten ........... zwinker
10.06.08 16:17
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Shino
Ex-Mod

Beiträge: 2.330
Beitrag #28
RE: Planloses Lernen (mit und ohne Heisig)
@ulrike schmidt und icelinx
Vielen Dank für eure konstruktiven Beiträge. Die Vorschläge von Ulrike werde ich mir, wenn ich wieder aus dem Urlaub zurück bin, ansehen. Vielleicht werde ich doch noch ein wenig beim reinen Kanji-Lernen bleiben...mal sehen.

An der Liste von icelinx wäre ich interessiert. Ein Problem beim isolierten Kanji-Lernen sind für mich die Lesungen. Die Zeichen selbst zu lernen ist für mich unproblematisch, die prägen sich mir aus irgendeinem Grund im Allgemeinen leicht ein - auch reproduzierbar, also aktiv. Aber was die Lesungen angeht...na ja, da hakt es hier und da. Nicht grundsätzlich, aber wenn, wie bei 下 und 上 z. B. viele Lesungen vorliegen, so vergesse ich die eine oder andere oder verwechsele die Anlaute (ジョウ、ショウ、シャン wird zu ショウ、チョウ z. B., シャン vergesse ich dann eh oft). Das liegt, denke ich, am ehesten noch am mangelnden Bezug. Meistens kenne ich zu den anderen ON- oder Kun-Lesungen eben keinen Satz, keine Vokabel, kann sie mit keiner sinnvollen Bedeutung verbinden.

Ich habe mir meine Liste früher mit der Breen-Datenbank erstellt, heute gibt es Bibiko´s Kanji, wo hinter den einzelnen Lesungen direkt die unterschiedlichen Bedeutungen zu finden sind. Sehr übersichtlich und hilfreich, finde ich. Dennoch: Wenn zu viele Informationen vorhanden sind, fällt es mir schwer, diese schnell und abrufbar abzuspeichern. Einzige Methode, die mir hier einfällt: Auch hier nur die Lesungen und Bedeutungen zu lernen, die ich gerade benötige. Wie denkt ihr darüber?

人生に迷うときもあるけど笑っていれば大丈夫
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11.06.08 17:44 von Shino.)
11.06.08 17:30
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Ulrike Schmidt


Beiträge: 36
Beitrag #29
RE: Planloses Lernen (mit und ohne Heisig)
(11.06.08 17:30)Shino schrieb:Ein Problem beim isolierten Kanji-Lernen sind für mich die Lesungen. Die Zeichen selbst zu lernen ist für mich unproblematisch, die prägen sich mir aus irgendeinem Grund im Allgemeinen leicht ein - auch reproduzierbar, also aktiv. Aber was die Lesungen angeht...na ja, da hakt es hier und da. Nicht grundsätzlich, aber wenn, wie bei 下 und 上 z. B. viele Lesungen vorliegen, so vergesse ich die eine oder andere oder verwechsele die Anlaute (ジョウ、ショウ、シャン wird zu ショウ、チョウ z. B., シャン vergesse ich dann eh oft). Das liegt, denke ich, am ehesten noch am mangelnden Bezug. Meistens kenne ich zu den anderen ON- oder Kun-Lesungen eben keinen Satz, keine Vokabel, kann sie mit keiner sinnvollen Bedeutung verbinden.

Ich habe mir meine Liste früher mit der Breen-Datenbank erstellt, heute gibt es Bibiko´s Kanji, wo hinter den einzelnen Lesungen direkt die unterschiedlichen Bedeutungen zu finden sind. Sehr übersichtlich und hilfreich, finde ich. Dennoch: Wenn zu viele Informationen vorhanden sind, fällt es mir schwer, diese schnell und abrufbar abzuspeichern. Einzige Methode, die mir hier einfällt: Auch hier nur die Lesungen und Bedeutungen zu lernen, die ich gerade benötige. Wie denkt ihr darüber?

Ja, ich würde Lesungen nur in Verbindung mit Wörtern lernen, die ich gerade benötige.

Als ich mir SuperMemo Karten für das Kanji ABC gemacht habe, habe ich anfangs komplett auf die Lesungen verzichtet. Später habe ich sie doch mit auf die Karten geschrieben, aber nicht aktiv gelernt. Der Grund dafür waren die Kanji mit den ähnlichen oder gleichen Bedeutungen, die ich dann Anhand der Lesung auseinander halten konnte. Aber mir ging es in erster Linie darum, das Kanji schreiben zu können. Wären die Bedeutungen eindeutig gewesen, hätte ich auf die Lesungen verzichtet.

Übrigens habe ich im Gegensatz zu Heisig auch umgekehrt wiederholt, vom Kanji zur Bedeutung. Anfangs habe ich nur von Bedeutung zu Kanji geübt, aber dann konnte ich doch wider Erwarten einiges zwar schreiben, aber nicht auf Anhieb lesen.

www.kanji-web.com, www.KanjiABC.net
11.06.08 18:03
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Shino
Ex-Mod

Beiträge: 2.330
Beitrag #30
RE: Planloses Lernen (mit und ohne Heisig)
(11.06.08 18:03)Ulrike Schmidt schrieb:Übrigens habe ich im Gegensatz zu Heisig auch umgekehrt wiederholt, vom Kanji zur Bedeutung. Anfangs habe ich nur von Bedeutung zu Kanji geübt, aber dann konnte ich doch wider Erwarten einiges zwar schreiben, aber nicht auf Anhieb lesen.
Ja, ich hatte mir gleich zu Anfang ein kleines Excel-VBA geschrieben, mit welchem ich

- Kanji -> Bedeutung/Lesung(en)
- Bedeutung -> Kanji/Lesung(en)
- Lesung(en) -> Kanji/Bedeutung

anzeigen bzw. abfragen konnte. Inzwischen muss ich mich jedoch davon lösen, eben weil die Informationen einfach zu viel waren. Für mich war es damals schwer, zu entscheiden, welche Lesung denn nun wichtig, und welche weniger wichtig sei, weshalb ich einfach alle Lesungen mit anzeigen lassen hatte. Das hat mir das Lernen wohl deutlich erschwert. Ich werde meine Liste wohl überarbeiten und von den unbekannten bzw. gerade nicht benötigten Lesungen bereinigen.

Ich denke, einem Anfänger würde ich jetzt genau das raten: Nur die Lesungen zu lernen, die gerade im Zusammenhang mit neuen Vokabeln in Texten benötigt/gelernt wurden. Mit der Zeit kann man diesen "Container" weiter mit Informationen füllen bzw. weitere Informationen anfügen. Das funktioniert zumindest bei mir.

人生に迷うときもあるけど笑っていれば大丈夫
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 11.06.08 18:32 von Shino.)
11.06.08 18:31
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Planloses Lernen (mit und ohne Heisig)
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